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Vergaser nach Breitbandlamda einstellen

Chevrolet
Themenstarteram 17. August 2014 um 13:11

Moin zusammen,

Ich wollte mal kurz nen Erfahrungsbericht schreiben zum Thema Vergaser einstellen....

nachdem ich meinen Edelbrock am Caprice bereits erfolgreich mit dem Lamdasystem eingestellt habe,

ging es gestern an den Camaro von nem Kumpel....

Das Breitbandsystem, dass ich benutze ist das Innovate Mtx-L. Zu kriegen ist es ab etwa 180Euro.

Mit dabei ist auch eine Einschweißmutter sowie alles, was zum Betrieb nötig ist.

Sollte man eine Doppelrohr Auspuffanlage haben, muss man sich eine weitere Einschweißmutter im Zubehör kaufen. Gewinde ist M18x1.

Um eine Grundaustattung an Düsen,Nadeln und Federn zu haben, sollte man noch das passende Calibrations Kit zum Vergaser kaufen.

Als erstes haben wir uns dann an das Einschweißen der Muttern gemacht. Am besten ist es, wenn man die Muttern direkt nach den Krümmern verbaut. Hierbei sollte ein gewisser Winkel eingehalten werden; da die Gefahr besteht, dass sich sonst Kondenswasser an die Lamdasonde setzt, wenn man sie zu steil nach unten verbaut.

Auserdem sollte natürlich vorher die Zündung exakt eingestellt sein, sowie die Überprüfung dass der Motor keine Falschluft zieht und die Abgasanlage dicht ist.

Dann kann es auch schon losgehen.

Da das System nicht fest im Fahrzeug verbaut wird, ist die Verkabelung schnell gemacht.

Man braucht lediglich Zündungsplus und Masse.

Die Kabel zur Lamda kann man dann zb.durchs offene Fenster legen.

Beim ersten Start muss man die Lamdasonde noch kalibrieren, das ist aber in der Anleitung von Innovate gut beschrieben und dauert keine 5min.

Dann gings los, Motor gestartet und nachdem sich die Lamda vorgewärmt hatte gabs die ersten Ergebnisse im Leerlauf.

Ziel ist es:

Etwa 13,5-14,5 AFR im Leerlauf, ca. 15,5-16,5 AFR im Cruise Mode, 13-14 AFR im Powermode und etwa 12-13 AFR bei WOT.

Das sind natürlich nur ca. Angaben, da die Anzeige nicht still steht.

Den Leerlauf kann man recht schnell einstellen, alles andere geht allerdings nur mit Ausprobieren und hängt auch mit dem persönlichem Empfinden des Fahres ab.(grade wenn es an den Übergang von Teil auf Volllast geht) Es sollte also schon ein Tag Arbeit eingeplant werden, da man immer wieder Probefahrten machen muss, um festzustellen, dass man den Vergaser nochmal "zerlegen" muss

Nach der ersten Probefahrt, stellte sich heraus, dass der 600er Ede auf dem 350er viel zu fett läuft.

Alle Bereiche, egal ob Cruise oder WOT lagen bei ca.9-11 AFR.

Nun muss man einen Blick in die Tabelle des Edelbrock Manuals werfen, um zu sehen welche Düsen und Nadeln benötigt werden....

Alle schwarzen Punkte lassen sich mit dem Calibrations Kit einstellen, für die weissen benötigt man allerdings weitere Düsen/Nadeln, die man im Zubehör kaufen kann.

Einige hatte ich noch vom Einstellen meines Vergasers über, ein paar mussten aber zugekauft werden.

Die beste Auswahl hatte da KTS.

Nach einem ganzen Tag Arbeit und unzähligen Probefahrt sind wir schliesslich bei der Nr.10 für den Cuise/Power Mode in der Ede Tabelle gelandet und haben den WOT(Secondary Mode)

auch um eine Stufe abgemagert. Desweiteren wurden die Federn eine Stufe stärker gewählt.

Wer die Möglichkeit hat auf einen Prüfstand zu kommen, hats natürlich leichter.

Jeder Motor ist anders, deshalb ist diese Einstellung natürlich nicht auf ander Motoren kompatiebel.... Mein 350er hat zb. eine völlig andere Einstellung, obwohl auch hier der EDE 1406 zu fett lief.

Wie das Tauschen der Nadel/Düsen funktioniert und wie man fetter/magerer einstellt ist im EDE Manual gut beschrieben und leicht verständlich.

Deshalb spar ich es mir jetzt das noch zu beschreiben.

Wer Verbesserungsvorschäge/Fragen hat, freu ich mich zu hören.

 

Als Abschluss sei gesagt, dass sich eine richtige Einstellung des Vergasers immer lohnt.

Der Motor läuft jetzt viel komplexer/durchzugstärker und ein gesenkter Benzinverbrauch ist ja auch ein netter Nebeneffekt...

Viel wichtiger ist aber, dass man sieht ob ein Motor zb. zu mager läuft, was auf Dauer schnell Schaden anrichten würde.

Euch allen noch ein schönes Rest Wochenende

Gruss

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 17. August 2014 um 13:11

Moin zusammen,

Ich wollte mal kurz nen Erfahrungsbericht schreiben zum Thema Vergaser einstellen....

nachdem ich meinen Edelbrock am Caprice bereits erfolgreich mit dem Lamdasystem eingestellt habe,

ging es gestern an den Camaro von nem Kumpel....

Das Breitbandsystem, dass ich benutze ist das Innovate Mtx-L. Zu kriegen ist es ab etwa 180Euro.

Mit dabei ist auch eine Einschweißmutter sowie alles, was zum Betrieb nötig ist.

Sollte man eine Doppelrohr Auspuffanlage haben, muss man sich eine weitere Einschweißmutter im Zubehör kaufen. Gewinde ist M18x1.

Um eine Grundaustattung an Düsen,Nadeln und Federn zu haben, sollte man noch das passende Calibrations Kit zum Vergaser kaufen.

Als erstes haben wir uns dann an das Einschweißen der Muttern gemacht. Am besten ist es, wenn man die Muttern direkt nach den Krümmern verbaut. Hierbei sollte ein gewisser Winkel eingehalten werden; da die Gefahr besteht, dass sich sonst Kondenswasser an die Lamdasonde setzt, wenn man sie zu steil nach unten verbaut.

Auserdem sollte natürlich vorher die Zündung exakt eingestellt sein, sowie die Überprüfung dass der Motor keine Falschluft zieht und die Abgasanlage dicht ist.

Dann kann es auch schon losgehen.

Da das System nicht fest im Fahrzeug verbaut wird, ist die Verkabelung schnell gemacht.

Man braucht lediglich Zündungsplus und Masse.

Die Kabel zur Lamda kann man dann zb.durchs offene Fenster legen.

Beim ersten Start muss man die Lamdasonde noch kalibrieren, das ist aber in der Anleitung von Innovate gut beschrieben und dauert keine 5min.

Dann gings los, Motor gestartet und nachdem sich die Lamda vorgewärmt hatte gabs die ersten Ergebnisse im Leerlauf.

Ziel ist es:

Etwa 13,5-14,5 AFR im Leerlauf, ca. 15,5-16,5 AFR im Cruise Mode, 13-14 AFR im Powermode und etwa 12-13 AFR bei WOT.

Das sind natürlich nur ca. Angaben, da die Anzeige nicht still steht.

Den Leerlauf kann man recht schnell einstellen, alles andere geht allerdings nur mit Ausprobieren und hängt auch mit dem persönlichem Empfinden des Fahres ab.(grade wenn es an den Übergang von Teil auf Volllast geht) Es sollte also schon ein Tag Arbeit eingeplant werden, da man immer wieder Probefahrten machen muss, um festzustellen, dass man den Vergaser nochmal "zerlegen" muss

Nach der ersten Probefahrt, stellte sich heraus, dass der 600er Ede auf dem 350er viel zu fett läuft.

Alle Bereiche, egal ob Cruise oder WOT lagen bei ca.9-11 AFR.

Nun muss man einen Blick in die Tabelle des Edelbrock Manuals werfen, um zu sehen welche Düsen und Nadeln benötigt werden....

Alle schwarzen Punkte lassen sich mit dem Calibrations Kit einstellen, für die weissen benötigt man allerdings weitere Düsen/Nadeln, die man im Zubehör kaufen kann.

Einige hatte ich noch vom Einstellen meines Vergasers über, ein paar mussten aber zugekauft werden.

Die beste Auswahl hatte da KTS.

Nach einem ganzen Tag Arbeit und unzähligen Probefahrt sind wir schliesslich bei der Nr.10 für den Cuise/Power Mode in der Ede Tabelle gelandet und haben den WOT(Secondary Mode)

auch um eine Stufe abgemagert. Desweiteren wurden die Federn eine Stufe stärker gewählt.

Wer die Möglichkeit hat auf einen Prüfstand zu kommen, hats natürlich leichter.

Jeder Motor ist anders, deshalb ist diese Einstellung natürlich nicht auf ander Motoren kompatiebel.... Mein 350er hat zb. eine völlig andere Einstellung, obwohl auch hier der EDE 1406 zu fett lief.

Wie das Tauschen der Nadel/Düsen funktioniert und wie man fetter/magerer einstellt ist im EDE Manual gut beschrieben und leicht verständlich.

Deshalb spar ich es mir jetzt das noch zu beschreiben.

Wer Verbesserungsvorschäge/Fragen hat, freu ich mich zu hören.

 

Als Abschluss sei gesagt, dass sich eine richtige Einstellung des Vergasers immer lohnt.

Der Motor läuft jetzt viel komplexer/durchzugstärker und ein gesenkter Benzinverbrauch ist ja auch ein netter Nebeneffekt...

Viel wichtiger ist aber, dass man sieht ob ein Motor zb. zu mager läuft, was auf Dauer schnell Schaden anrichten würde.

Euch allen noch ein schönes Rest Wochenende

Gruss

22 weitere Antworten
Ähnliche Themen
22 Antworten
am 17. April 2018 um 9:52

Hallo,

ich habe über die Google Suche diese Seite gefunden, die Informationen von cadilac81 genommen und damit auch mein Chevy C10 mit neuen Edelbrock Vergaser vermessen.

Vor der Messung war mein Verbrauch mit 20 bis 25 Litern recht hoch. Weiterhin hat mein Chevy stark nach Sprit gestunken, was gerade im Stau unangenehm war. Zusätzlich ist er bei Burnoutversuchen abgesoffen.

Ich habe mir auch das Set "INNOVATE 3918 MTX-L Wideband Air/Fuel UEGO O2 Controller Gauge BOSCH 4.9 LSU" und das Edelbrock Jet and Rod Kit bei ebay international bestellt. Die Messvorrichtung besteht aus einer Anzeige und der Bosch 4.9 Sonde. Diese gibt es auch hier für ca. 70 Euro zu kaufen. Der Stecker ist genormt.

Der Einbau war sehr leicht. (Vorher muss man nach der Anleitung nach nur die Anzeige ohne Sonde anschließen, dann mit Sonde, aber im freien, dann einbauen.) Ich hatte in meinem Krümmer schon eine Sonde, diese habe ich ausgebaut und die Bosch-Sonde rein. Dann die Kabel durch die halb geschlossene Motorhaube ins Führerhaus. Plus und Minus angeschlossen. Fertig.

Auf zur ersten Probefahrt. Die Werte auf der Anzeige variieren. Man muss selbst das Mittel entsprechend der Gaspedalstellung ermitteln. Ich will nochmal genauer auf sie eingehen. In der Edelbrock-Anleitung steht:

Leerlauf: 13

Cruise-Modus (wenig Gas): 14.0 - 15.5

Halbgas: 13.5 - 14.0

Vollgas: 12.5

Im Anhang das Benzin-Luft-Gemisch in Relation zu der Umdrehungszahl.

Wie zu erwarten, war der Vergaser zu fett eingestellt. Bei Vollgas ging zuerst das Gemisch auf 16 hoch, wenn ich vom Gas bin auf 9 runter. Also zuerst zu mager, danach zu fett.

Ich habe die Benzin-Beschleunigerpumpe umgehangen und die Stangen (Rods) getauscht. Aktuell 4 Prozent im Cruise- und Halbgasmodul weniger, also Position 6. Nun fährt er spritziger, die gemessenen Werte passen besser zu den vorgegebenen Werten, er zieht wesentlich besser bei Vollgas an und ersäuft nachher nicht mehr so stark. Ich werde den Bezinverbrauch beobachten, ggf. auch nochmal die Federn tauschen.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit allen Komponenten und kann eine Einstellung empfehlen :)

am 17. April 2018 um 21:48

Generelle Anmerkung für amerikanische V8s:

Man kann die zwar stöchiometrisch halten & dadurch einige Liter sparen, die laufen dann aber sehr rauh und bauen Hitze auf. Am liebsten laufen die auf der fetten Seite, ab 13,5:1 cruise-mode wird's sanft, volle Lotte hohe 12er Werte. Bei niedrigen Drehzahlen auch drauf achten, daß das Messgerät keinen quark anzeigt. Manche Sonden funktionieren nicht richtig, wenn zu wenig Fluß im Abgastrakt ist... dann zeigen die manchmal abstruse Werte von 25:1 an, obwohl der Motor gut läuft. Ist, wie gesagt, nicht bei jedem System der Fall...

Hallo zusammen,

sorry das ich das hier wieder hochhole. Wollte einfach kein neues Thema eröffnen.

Meine Frage:

Zum "Vollgas" beim Vergaser mit Lambdasonde einstellen, kann ich theoretisch auch nur im 2ten Gang fahren?

Ob 1ter oder 4ter sollte doch eigentlich egal sein, oder habe ich jetzt eifach einen Denkfehler?

Tobi

oh, schade dass nicht mehr geantwortet wurde, aber ja, theoretisch kannst du auch nur im 2. Gang fahren, ABER das "Problem" ist, dass du eben bei "Vollgas", sagen wir lieber Volllast, weil das beschreibt es besser ;-) nur ein paar Sekunden in diesem Zustand bist bzw. bleiben kannst, weil der Wagen in dem Betriebszustand ja höllisch beschleunigt.

THEORETISCH ist eine "optimale" Volllast-Einstellung bei Höchstgeschwindigkeit machbar, weil da der Motor im letzten Gang ja gegen den Luftwiderstand arbeitet, und das eben auch über eine längere Zeit. Natürlich nur unter der Vorraussetzung, dass die Achsübersetzung so lange ist, dass es nicht vorher in den Drehzahlbegrenzer läuft (keine Ahnung ehrlich gesagt, ob die Vergaser-Wagen das haben bzw. wie, das ist nicht meine Welt)

@fordmustang351 - kamst du über die Zeit weiter bzw. hast 'ne gute Einstellung gefunden?! Würde mich dann ja doch interessieren. :-)

Danke für die Antwort. Ich habe eine gute Einstellung gefunden. Hoffe ich jedenfalls.

Tobi

@v8.lover: Ja, die alten Wagen haben einen Drehzahlbegrenzer. Nennt sich Ventilfeder. Alternativ auch Kipphebel, Stösselstange oder Ventil. Eines davon gibt nach und dann wird der Motor langsamer. s/off

nein im Ernst. Die HEI Zündung hatte anfangs so etwas im Modul eingebaut, ab ca. 4.800 wurde (umgangssprachlich gesprochen) der Schliesswinkel zu klein, dadurch weniger Zündspannung und Aussetzer. Ist ab ca. 77 nicht mehr.

Und ja, das Gemisch sollte man unter Vollast prüfen. Ich kann alternativ ein steiles Autobahnstück empfehlen, der Walserberg in Bayern oder der Giesshübl bei Wien wären so etwas (auf Radar bitte achten).

Ich hab meinen Cutlass (403/350 Combo), seriennahe mit Q-Jet, recht gut hinbekommen. Habe vo FAST das Set inkl. rpm-kit gekauft und es funktioniert. Brauche jetzt ca. 16 Liter und die Leistung passt auch.

ich hole das thema mal hoch, weil ich gerne in erfahrung bringen würde, wie langzeitstabil eine vergasereinstellung so ist...habe neulich meinen vergaser (gleichdruck, beim zweirad, mit u-kat) nach gefühl eingestellt, und war heute beim co - messen, mit einem ergebnis von 0,00 % im ll, und 0,02 % bei leicht erhöhtem tl...da der motor rund läuft, und die kerze eine schöne farbe hat, sollte das wohl so passen, denke ich...nun stelle ich mir aber die frage, ob ich im frühjahr (bzw generell bei stärkeren temperaturänderungen) nochmal nachjustieren sollte...oder bleibt ein einmal eingestellter vergaser für immer so?

Er bleibt nicht immer so, aber einige Jahre sollte Ruhe sein. Vorausgesetzt die Drosselklappenwelle ist neu gebuchst und der Sprit hat langfristig die gleiche Qualität. Da kann schon allein eine andere Tankstelle Unterschiede machen, kaum zu glauben, aber Fakt, vor allem in Zeiten von Ethanol-Zusätzen.

Früher hat man Sommer- und Winterthermostaten eingebaut, oder im Winter ein anderes Öl gefahren, oder den Kühler mit einer Jalousie zugemacht, oder im Luftfilter von Sommer auf Winter umgestellt. Ein Vergaser der LEICHT auf der fetten Seite ist, sollte das alles unnötig machen.

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