Verbrauch, Stress, Zeitersparnis

Audi A2 8Z

Hi Roadrunners.

Habe zum ersten mal in meinem Leben - wurde auch Zeit - die Disziplin bewiesen, mit einer niedrigen Geschwindigkeit eine längere Strecke zu fahren.
Folgende Bedingungen mit A2 1.4TDI.
1. Fahrstrecke 650km Autobahn.
NAch meiner Schätzung unterliegt die Hälfte der WEgstrecke einer Geschwindigkeitsbegrenzung (GB) einschließlich zahlreicher Baustellen.
ICh habe es mir angewöhnt, die GB genau einzuhalten weil - wen und warum soll ich noch alles füttern.
Außerhalb dieser GB habe ich bei Tempo 120 den Tempomat eingeschaltet.
Die Verkehrsdichte war zunehmend bis teilweise sehr dichten Verkehr.
Hatte im Vorfeld damit gerechnet, dass ich durf häufigen Spurwechsel meine Geschwidigkeiten noch oben und unten entsprechend oft anpassen muß.
Vorweg; nichts dergleichen. Bis auf wenige Ausnahmen konnte ich meine 120 durchtuckern.
Es gab einen wunderbaren Nebeneffekt den jeder erleben kann, der eine GB z.B. in einer Baustelle exakt einhält.
Die allermeisten Zeitgenossen, und ich jetzt ausnahmsweise nicht einer von diesen, sind ja bemüht jeden km `herauszuholen´ um eine GB ad adsurdum zu führen.
Also, es gibt keinen forderwärtigen Verkehr um den man sich kümmern muß, weil ja einjeder mindestens einklein wenig schneller unterwegs ist.
Ergebnis:
Mein Schnitt über alles waren 106km/h, war 6h 20min unterwegs.
Hätte ich einen Schnitt von 126km/h, fahren wollen, so hätte ich dies nur auf der hälftigen realiiseren können, weil die andere ja der GB unterliegt.
Mein Schnitt hätte auf der freien Strecke also 160km liegen müssen. wie hierzu die Verkehrsverhältnisse auszusehen haben, wißt Ihr selbst. Meine Zeitersparnis wäre eine Stunde gewesen. Stimmt nicht: Durch meinen Mehrverbrauch hätte ich eine Tankpause (15min) vornehmen müssen.
Also, 45min schneller wenn ich die in diesem Fall unmöglichen 160km/h gepackt hätte.
Mein Verbrauch war exakt 4,5Liter/100km.
Bei `volle Pulle´, bei mir lt.Tacho 190km/h und identische Strecke nimmt er 6,2Liter/100km.
Kostenersparnis (nur Sprit) € 9,4.
Da ich in diesem Falle die 120 akzeptiert hatte, kam ich sehr erholt zu Hause an.
Hat da vielleicht noch jemand ähnliche Erfahrungen außerhalb des triebhaften Gastretens?

Gruß, Tempomat

34 Antworten

Hi Ebe.

Komme drauf zurück, muss aber jetzt erst etwas arbeiten.

Gruß, Tempomat

Zitat:

Wenn ich ein Kilo Holz auf einen Berg schleppe und es dort verbrenne, wird dann mehr thermische Energie freigesetzt als wenn ich es unten verbrenne?

Ja, denn du wirst beim Hochtragen ins Schwitzen geraten. Spätetens wenn es 10 kg sind...

Ich bringe mal die Praxis: Ich fahre mit dem Fahrrad den Berg hoch und wieder runter. Wenn ich bergauf meine Geschwindigkeit von ca. 25 km/h halten will, kann das je nach Berg an die Substanz gehen.
Ich fahre aber in einem hohen Gang hoch, trete dabei mit wenig Kraft und werde dabei langsamer, dann kann ich bergab mit alter Frische in die Pedale treten.

Vielleicht kann uns das Tempomant noch verwissenschaftlichen (tut mir leid, abe ich hab nix gescheites gelernt)

Gruß

Das mit dem Holz war eigentlich mehr ein Witz. Trotzdem kann man mal drüber nachdenken.

Kurz zu der Sache mit dem Fahrrad: Wenn du die Berge langsam angehst, senkst du ja deine Durchschnittsgeschwindigkeit. Um zwei Fahrstile vernünftig vergleichen zu können, muss man diese Variable aber konstant halten. S.a. meinen letzten Artikel.

Dein cw-Wert ist ja echt krass, Indianer. Eine handelsübliche C-Klasse hat ja 0,26, bei Audi finde ich solche Angaben leider nicht.

-Ebe

Zitat:

Original geschrieben von Ebe


"Wenn ich ein Kilo Holz auf einen Berg schleppe und es dort verbrenne, wird dann mehr thermische Energie freigesetzt als wenn ich es unten verbrenne? Denn es hat ja durch das Hochschleppen mehr potentielle Energie erhalten, und Energie kann niemals verloren gehen!" 🙂

Hi Ebe.

Och eine Art Energieerhaltungssatz aber, vieleicht so zu beantworten: Bei Halma gibt es keinen Elfmeter.
Scherzhaft Anwort auf ein scherzhaft aufgestelltes Axiom.

Ich denke, unser Bergauf/Bergab Beispiel ist ohne Formelsalat verständlich in den Griff zu kiegen.
Glaube, dass Du die Dinge schon richtig beschreibst, möchte Sie für meine eigene Plausibilisierung nochmal widerholen.
Beispiel: Zwei Autos fahren z.B. mit auf 120km/h eingestellten Tempomat auf parallelen Strecken.
Eine Strecke ist und bleibt im Verlauf eben, die zweite Strecke erfährt eine lineare Steigung, die das 2. Fahrzeug mit eingeschaltetem Tempomat mit 120 hoch fährt, bis z.B. beide Fahrzeuge ein Höhenunterschied von 100m trennt.

Ergebnis wird sein, dass das zweite Fahrzeug einen Mehrverbrauch an Energie (Sprit) hatte, weil in der gleichen Fahrzeit zusätzlich das KFZ um 100m angehoben wurde (mehr potentielle Energie).
Wieviel Sprit hierfür drauf ging läßt sich im Einzelfall nur messen, denn dieser Verbrauch von vielen Punkten (z.B. Motorcharakteristik) abhängig ist.
Wenn in der Praxis eine solche Steigung eine moderate ist, dann kann man dem Motor für die Steigung(skomponente, Hubarbeit) das Spritsaufen dadurch eindämmen, indem ich die Nerven aufbringe und dem Motor eine Spritmenge zuteile mit der er bitte auch die Hubarbeit aufbringen muß.
Wie? Ganz einfach. Gasfußstellung bei 120 in der Ebene konstant auch im Berg beibehalten. Er wird dann natürlich langsamer und kommt auf dem Berg z.B. mit 110 oder 100 an. Natürlich sollte der Spartrieb nicht so weit gehen, das verzweifelte andere Autofahrer ihr Leben riskieren müssen um den Sparer zu überholen.
Oben auf dem Berg angekommen wird die gespeicherte (Potentielle) Energie in Bewegungsenergie (kinetische) umgesetzt und die zugeführte Energie (Sprit ) veringert sich.
Nun wird jemand sagen laut Energieerhaltungssatz geht das Pls/Minus wieder auf wenn beide Fahrzeuge wieder auf gleicher Höhe unterwegs sind.
Stimmt exakt.
Aber durch die Nichtlinearitäten vom gesamten Antriebsstrang und den Wirkungsgraden ist die Steigungsart mit der starren Fußstellung die Energie, nein Spritschonerende.
Alles natürlich mit Augenmaß!

Gruß Tempomat

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Zitat:

Original geschrieben von Bleifußindianer


4. Gas geben, rollen lassen, Gas geben. Wer lieber Tempomant benutzt, kann damit experimentieren, ich habe keinen.

Hi Bleifußindianer.

Hab darauf geschrieben; ist wohl nicht das Wahre.

Hab's aber jetzt mal probiert.
Nicht in dem Sinne, dass ich in der Ebene in abwechselnden GAsgebe und Leerlaufphasen meine autofahrenden Zeitgenossen vor Verzweiflung in die Strassengräben oder den Gegenverkehr treibe, sondern das ich eine Sensibilität entwickele wie ein Radfahrer.
Da gibt es viel mehr Gefäll- und Ausrollstrecken als man bisher wahrgenommen hat.
Eine anspruchsvolle Disziplin in der Gesamtdisziplin Spritsparen.
DAmit das klappt, ohne das man zum Verkehrshindernis wird, bruaucht man tatsächlich einiges an ÜBung.
Ich werde mir das Ganze mal kontinuierlich aufschreiben.

Gruß, Tempomat

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