V90, worauf achten bei Gebrauchtkauf? Kinderkrankheiten

Volvo V90 P

Hallo zusammen,

da unser treuer Elch v70 D5 P2 von 2005 (MJ 2006) langsam immer mehr Mucken macht (nach 12 nahezu problemlosen Jahren im Besitz) müssen wir uns langsam nach einem neueren Fahrzeug umschauen. Der V90 ist da ganz unser Geschmack. Es gibt Gebrauchtangebote zwischen 23 und 27k, die sehr ansprechend sind.
Da unser Diesel uns immer sehr treu war würden wir tendenziell wieder auf Diesel vertrauen, wir sind aber eher Kurzstreckenfahrer, gerade weil auch nach Corona Heimarbeit fortgesetzt wird.
Das war aber immer so und unser alter Elch hat das prima weggesteckt. Im Jahr fahren wir nur so 10.000 km.
Löblich finde ich, dass nun im Fond für die größer gewordenen Kinder mehr Platz ist.

Worauf sollte man beim Kauf eines gebrauchten V90 besonders achten?
Gibt es Kinderkrankheiten, die einen besonderen Blick wert sind um unangenehmem Folgekosten aus dem Weg zu gehen?
Wir fahren unsere Wagen tendenziell sehr lange. Habe mit 47 Jahren bisher nur 3 Autos besessen.

Danke.

Viele Grüße,
André

24 Antworten

Hallo RGBLicht,

vielleicht sollte ich das oben nochmal korrigieren. Natürlich spielt auch Geld bei mir eine Rolle.
Ich wollte nur sagen, dass sich bei uns sicher ein Benziner schon immer mehr gelohnt hat als ein Diesel, wenn man die reinen Kosten pro Kilometer betrachtet. Den Aufpreis der höheren Steuer habe ich halt gerne getragen (war jetzt ja auch nicht gigantisch mehr), da ich so teilweise nur alle 2 Monate tanken musste und damit auch immer genügend Spielraum hatte, zu tanken wenn die Preise niedrig waren als immer zu müssen.

Zwischendurch habt ihr mich hier echt entmutigt.. ;-)

Ich nehme mal mit, dass heutzutage Autos zwar lange halten können, aber bei Defekten außerhalb einer vielleicht verlängerten Garantiezeit schon sehr kostenintensiv werden können.
Plus der Ungewissheit über die politischen Vorgaben in den nächsten Jahren.

Leasing hatte ich schon immer im Kopf, aber mich schreckt wie viele der Faktor Rückgabe ab. Wir haben eine relativ schmale Auffahrt zu unserer Doppelhaushälfte. Wenn da eines unser Kinder oder gar fremde Kinder mal mit Fahrrad, Kickroller etc etwas unvorsichtig vorbeigehen, wird’s wohl schnell richtig teuer.

Wobei Leasing theoretisch wohl der beste Ansatz wäre: Jederzeit im Garantiezeitraum, immer neuer Wagen.

Ansonsten wäre es nach Euren Hinweisen wohl schlauer, ein Auto als 2 jährigen zu kaufen und spätestens als 6 jährigen wieder zu verkaufen. Keine 100%ige Sicherheit, aber eine Risikominderung. Das widerspricht natürlich massiv meiner bisherigen Taktik Autos lange zu fahren, ist aber wohl der Wandel der Zeit.
Die Frage ist, welcher Zeitraum schafft das beste Verhältnis zwischen Wertverlust und Reparaturwahrscheinlichkeit.

Geschockt bin ich, dass es bei Neuwagen so viele Leidensgeschichten gibt, egal in welches Forum bei welchem Fahrzeug man auch guckt. Aber es ist wie immer, die zufriedenen schreiben normalerweise weniger als die unzufriedenen. ;-)
Also hätte ich mir einen 73k Wagen geleistet und müsste die ersten 3 Jahre häufig wegen Reparaturen in die Werkstatt, dann würde ich wohl ordentlich geladen sein.

Da es aber wohl immer mehr „nicht der eigene Wagen“, sondern Firmen oder Leasingfahrzeuge sind, können wohl immer mehr Leute darüber weggucken.

Werde mir jetzt erstmal die verlinkten Youtubevideos angucken, danke RGBLicht…

Danke an alle für die vielen Anregungen, Hinweise und Meinungen.. Top!

Vielleicht eine Anmerkung von mir, der ähnlich tickt bzw. tickte.

Unsere E-Klasse als Zweitwagen läuft als Benziner, 10 Liter im Schnitt und fährt 10TKM im Jahr. Mit dem XC90 spulen wir eher 25TKM ab, beides junge Gebrauchte mit sehr geringer Defektanfälligkeit, die Steuerkette beim Benz mal außen vor.

Auch wir haben uns jetzt als Zweitwagen den Enyaq geleast. Beim km-Leasing zahlst Du die Abnutzung des Autos über Laufzeit und -leistung. Nach 4 Jahren darf der Wagen gewisse Gebrauchsspuren aufweisen, dafür gibt es Kataloge der Hersteller bzw. Leasinggeber.

Kleine Macke in der Felge bis 1,5cm ok, größer kostet. Daran könntet ihr euch ggf. orientieren.

Die Kosten für die reine Abzahlung betragen 7250 Anzahlung und 350 monatlich, wir bekommen noch 6.000 Bafa Umweltbonus zurück. Also etwa das, was dein Volvo als Gebrauchter kosten soll. Mit dem Unterschied, dass der Wagen dann nach 4 Jahren weg ist, kein Restwert (-risiko) für uns. Dennoch wahrscheinlich 5TEUR weg im Vergleich zum jungen Gebrauchten.

Dafür außer 2x mini Service und 1x TÜV keine Kostenfaktoren, da Garantieverlängerung auf 4 Jahre.

Im Mittel wird der Gebrauchte über 4 Jahre wohl dennoch etwas günstiger laufen, die Lust auf die neue Antriebstechnik und das gute Gefühl, für 4 Jahre fixe Kosten kalkulieren zu können, haben für uns den Ausschlag gegeben.

MfG Paule

@gosar Na ja, Du hast nach Kinderkrankheiten gefragt, Du bekommst die Kinderkrankheiten zu hören. Und mehr. Wenn ich unzufrieden mit meinem Wagen wäre, würde ich das auch hier reinschreiben (an alle, die Probleme haben und unzufrieden sind: Das seid Ihr mit Recht, denn es stimmt ja etwas nicht). Man kann da auf vieles hören und vieles verunsichert, keine Frage. Deshalb, ganz kurz auch eine positive Rückmeldung. Ich habe meinen V90 D4 MY 2019 als Halbjahreswagen gekauft, fahre so ungefähr 10-12.000 km im Jahr, gemischte Strecken. Was soll ich sagen? Der Wagen hatte nichts, niente, nada. Fährt und verhält sich prima, bin noch aus keinem Auto nach längeren Strecken so entspannt ausgestiegen, Verbrauch stimmt, auch in der Stadt. Letztens war ich sehr happy mit einer Tankfüllung knapp den 1000er geschafft zu haben und das nicht mal mit einer übervorsichtigen Fahrweise (nein, natürlich war das keine Stadtfahrt).
Will nur sagen, ich würde vermuten, die schweigende Mehrheit hat keine Probleme, Du sagst es ja selbst "Aber es ist wie immer, die zufriedenen schreiben normalerweise weniger als die unzufriedenen. ;-)"
Nur eines, von wegen schmale Einfahrt: der V90 ist ordentlich breit. Aber das ist keine Kinderkrankheit, das ist ein Feature.

Ich bin auch sehr zufrieden mit meinem V90 D4

Ähnliche Themen

Habe einen V90T5 Inscription Polestar und ich bin sehr zufrieden damit. Das Einzige was nervt ist der kleine Tank und Panoramadach würde ich auch nicht mehr nehmen, da es bei höheren Geschwindigkeiten (>200) dann doch Windgeräusche bedingt durch Druckunterschiede macht.
Ansonsten für mich der 5te Volvo und er reiht sich mit seiner Zuverlässigkeit nahtlos ein.

Zitat:

@Roithamer schrieb am 26. Mai 2021 um 21:23:55 Uhr:


... Nur eines, von wegen schmale Einfahrt: der V90 ist ordentlich breit. Aber das ist keine Kinderkrankheit, das ist ein Feature.

Das stimmt nur bedingt. Da die Fahrzeugbreite (zumindest über die Außenspiegel) bei uns auch immer Thema ist, hatte ich schon vor unserem Kauf recherchiert und jetzt noch mal um die weiter oben genannten Alternativen ergänzt. Dabei bewegt sich die Breite des Volvo V90 (mit Außenspiegeln) ziemlich exakt auf dem Niveau unserer vorherigen MB C-Klasse (S205), was ihn auch in dieser Hinsicht für uns sehr attraktiv machte.

Folgende Fahrzeugbreiten ohne / mit Außenspiegel habe ich beim ADAC gefunden:

Volvo V90: 1.879 mm / 2.020 mm
Skoda Superb Kombi: 1.864 mm / 2.035 mm
VW Golf (7) Variant: 1.799 mm / 2.035 mm
VW ID.3: 1.809 mm / 2.070 mm
MB E-Klasse T-Modell: 1.852 mm / 2.070 mm
VW Passat Variant: 1.832 mm / 2.085 mm
Audi A6 (4G) Avant: 1.874 mm / 2.090 mm
BMW 5er (F11) Touring: 1.860 mm / 2.105 mm
VW ID.4: 1.852 mm / 2.115 mm

Die Werte beziehen sich auf Modellgenerationen, die für @gosar preislich interessant sein dürften.

Tipp: Wir schauen immer nach einem Fahrzeug in unserer Nähe (auch wenn es nicht das am meisten favorisierte ist) und testen es in unserer Einfahrt.

Viele Grüße vom
ELCHJUNG

Ich bin mit meinem V90 T6 Inscription sehr zufrieden.
Keine Probleme gehabt, bis auf das "kratzende" B&W. Ist aber nur einmal in 2,5 Jahren passiert.

Wie @Yerf sagt, nervt der kleine Tank bei lange Fahrten. Das T6 Motor ist halt durstig... 🙂

Hätte nicht gedacht, dass der V90 ganze 10 cm schmaler ist als der XC60.

Kratzer in der Einfahrt kann man für einigermaßen kleines Geld als Smart Repair machen lassen.

Zitat:

@Mobylist schrieb am 27. Mai 2021 um 20:15:25 Uhr:


Hätte nicht gedacht, dass der V90 ganze 10 cm schmaler ist als der XC60.

Kratzer in der Einfahrt kann man für einigermaßen kleines Geld als Smart Repair machen lassen.

XC60: Breite ohne Spiegel 1.902, mit Spiegel 2.117.
Nur die Lkw-Ohren machen den fetter. 😉

Zitat:

@lupastro schrieb am 27. Mai 2021 um 14:50:18 Uhr:


Ich bin mit meinem V90 T6 Inscription sehr zufrieden.
Keine Probleme gehabt, bis auf das "kratzende" B&W. Ist aber nur einmal in 2,5 Jahren passiert.

Wie @Yerf sagt, nervt der kleine Tank bei lange Fahrten. Das T6 Motor ist halt durstig... 🙂

Moin,

bin gewechselt vom v70III 2.5T auf den V90CC T6.
Absolut zufrieden, nichts bereut.
Fast 1 Jahr ohne Probleme.
So durstig finde ich den T6 gar nicht. Im Gegenteil, der 2.5T war durstiger.
AB ca. 1,5 Liter mehr, Stadt ca. 3 Liter mehr.
Habe jetzt 10 Liter weniger Tankvolumen und komme trotzdem weiter.

Grüße

Deine Antwort
Ähnliche Themen