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Unterboden hat Rost am Träger + div. Metallteile. Reicht auftragen von Owatrol?

Themenstarteram 24. Mai 2019 um 8:54

Hallo,

bei meinem 8 Jahre alten KFZ, sind die Träger und div. Metallteile am Unterboden und Motorraum angerostet.

Kann ich das Owatrol direkt auf die verrosteten Stellen am Träger etc. aufpinseln?

Oder soll ich den losen Rost vorher mit Drahtbürste abbürsten?

Nur 1x auftragen, oder am nächsten Tag nochmals?

Nur am Träger, oder auch an Bleche am Unterboden und an Muttern/Schrauben bzw. im Motorraum???

Was darf man nicht behandeln?

Nach auftragen Owatrol, noch weiter behandeln, oder reicht das?

Möchte nur, dass es einfach nicht weiter rostet. Mir geht es nicht um die Optik.

Danke

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63 Antworten

Losen Rost entfernen (Handdrahtbürste oder CSD-Scheibe) 2x oder 3x Owatrol, danach Brantho Korrux.

Belehrt mich wenn ich falsch liege !

Losen Rost abbürsten bin ich dabei.

Owatrol trocknet/härtet aus. Zwar nicht innerhalb von Stunden

aber von Tagen. Dh wenn es erst einmal ausgehärtet ist kann man

gern noch eine zweite auftragen, es bringt aber nichts, da es nicht mehr

eindringen kann. Das wäre höchstens dafür um sicherzustellen, dass man

auch jede Stelle erwischt.

Nach Aushärtung ist es fast wie ein Klarlack, der Schutz ist gegeben.

Alles weitere wäre dann ein Schutz, damit die Owatrolschicht erhalten bleibt.

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 24. Mai 2019 um 09:03:30 Uhr:

Losen Rost entfernen (Handdrahtbürste oder CSD-Scheibe) 2x oder 3x Owatrol, danach Brantho Korrux.

Brantho korrux schwarz würde ich nehmen....

Ich habe das Abschruppen von Rost immer größtenteils mit meiner kleinen Flex gemacht mit einer Stahldraht-Topfbürste eingespannt (und bei niedriger Drehzahl). An Stellen wo ich schlecht dazu komme verwende ich eine Drahtbürste.

Ich kenne das Material "Owatrol" nicht - ich verwende seit 45 Jahren CORROBLOCK Rostschutz-Grundierung vom Hersteller Rembrandtin (wird tonnenweise bei alten Eisenkonstruktionen (Brücken) verwendet und beim Aufarbeiten von alten Lichtmasten aus Eisen), dieses Material bleibt immer zähplastisch und ist dadurch optimal gegen Steinschläge. Ich streiche dieses auch immer innen in neue Kotflügel vor dem Lackieren. Corroblock ist mit Nitro verdünnt und deshalb heutzutage schwer zu kaufen (nur mehr für Maler-Firmen, nicht an Endkunden mehr erlaubt ...). Wenn ich Stellen überlackieren will (z.B. Kotflügel-Innenrand, im Türschwellen-Bereich, Steinschlägen überall am Auto, ...), dann bringe ich Corroblock nur 2x dünn auf und lasse es mindestens 4 Wochen lang trocknen, ansonsten kann der Decklack kleine Bläschen bilden ...

Steinschläge kratze ich aus (oft Lack-Hinterrostungen vorhanden) und fülle das vertiefte Volumen mit Corroblock auf. Vor dem Ausbessern mit Tupf-Decklack schneide ich die ausgebesserte Stelle mit einer Stailly-Klinge vorsichtig oberflächen-eben.

Nach Karambolagen habe ich oft sofort Corroblock auf die blanken Blech-Stellen gepinselt, damit sich keine Rost-Stellen bilden. Eine geringe Menge Corroblock habe ich immer im Auto -> wenn ich mich unter das Auto lege um was zu reparieren, habe ich auch immer ein wachsames Auge auf Roststellen unten am Auto ...

Bei Schadstellen/Roststellen im Bereich vom weichen Unterbodenschutz, gibt es oft unter diesem Unterrostungen. Mit einem Holz-Stemmeisen (das ich immer wieder rasierklingenscharf mach) entferne ich den Unterbodenschutz + Grundierung bis das Blech noch blank und ohne Anrostung sich zeigt. Mit Corroblock, das zähplastisch bleibt und einem zweiten Auftrag am nächsten Tag, ist dies Stelle wieder optimal geschützt gegen Steinschläge.

Alle Teile unten am Auto, die NUR schwarz grundiert sind (Motor- + Getriebe-Aggregateträger, Querlenker, Achsteile, Auspuff-Halterungen, Tank-Halte-Blechbänder, Hinterachs-Träger, ...) habe ich natürlich auch mit CORROBLOCK bepinselt und kontrolliere die Teile immer wieder und bessere bei Bedarf aus ...

 

Jedenfalls empfehle ich Dir sehr, ein Material zu verwenden, das immer zähplastisch bleibt,

Zitat:

@robi64 schrieb am 24. Mai 2019 um 10:47:25 Uhr:

Belehrt mich wenn ich falsch liege !

Losen Rost abbürsten bin ich dabei.

Owatrol trocknet/härtet aus. Zwar nicht innerhalb von Stunden

aber von Tagen. Dh wenn es erst einmal ausgehärtet ist kann man

gern noch eine zweite auftragen, es bringt aber nichts, da es nicht mehr

eindringen kann. Das wäre höchstens dafür um sicherzustellen, dass man

auch jede Stelle erwischt.

Nach Aushärtung ist es fast wie ein Klarlack, der Schutz ist gegeben.

Alles weitere wäre dann ein Schutz, damit die Owatrolschicht erhalten bleibt.

Die zweite Schicht innerhalb von ca. 2 Stunden auftragen - "naß in naß".

Owatrol dringt ein und sprengt dabei sogar losen Rost, wenn genug :-) vorhanden ist, im Zeitraum von Monaten ab! Es sorgt also nicht nur für Sauerstoffausschluß.

Owatrol kriecht auch wie kein anderes Mittel, auch nicht Kriechöle/-Wachse, zwischen überlappende Verbindungen wie z. B. Längsträger, gepunktete Falze (Schweller, Seitenwände), gebördelte Falze (Tank), Innenfalze an Türe/Heckklappe usw.

Zitat:

@robi64 schrieb am 24. Mai 2019 um 10:47:25 Uhr:

Belehrt mich wenn ich falsch liege !

Losen Rost abbürsten bin ich dabei.

Owatrol trocknet/härtet aus. Zwar nicht innerhalb von Stunden

aber von Tagen. Dh wenn es erst einmal ausgehärtet ist kann man

gern noch eine zweite auftragen, es bringt aber nichts, da es nicht mehr

eindringen kann. Das wäre höchstens dafür um sicherzustellen, dass man

auch jede Stelle erwischt.

Nach Aushärtung ist es fast wie ein Klarlack, der Schutz ist gegeben.

Alles weitere wäre dann ein Schutz, damit die Owatrolschicht erhalten bleibt.

Daher sollte laut Anleitung auch so lange Owatrol auf/eingebracht werden, bis wirklich nichts mehr vom Material aufgenommen wird.

Da Owatrol höchst kriechfähig ist, ist eine zweite Schicht, ein paar Tage später, eigentlich nicht nötig, sofern mal sich wie o.g. an die Anleitung gehalten hat.

Nach dem aushärten ist es so, dass sich Owatrol nicht selbst vor Wasser ect. schützt, also sich keine Schutzschicht in dem Sinne bildet, sondern unbedingt überlackiert werden muss, da es sonst vom Wasser wieder ausgespült wird.

Owatol wirkt also als Rostumwandler.

Ich habe mich einst vor Jahrzehnten auf CORROBLOCK festgelegt, als es in einem europaweiten Testbericht gelobt wurde als Rostschutz-Grundierung mit dem meisten Rostschutz-Pigmenten am Markt ...

Das Material ist auch nicht gerade billig.

Nein, Owatrol wandelt nichts um; es versiegelt den Rost und kapselt ihn ab.

 

Zu deinem Post weiter oben: Drahtbürste auf Flex ist keine gute Idee. Damit verschmierst und polierst du den Rost nur. Das sieht zwar hübsch aus, ist es aber nicht. Von daher CSD-Scheibe (auch als Negerkeks bekannt) nehmen.

Themenstarteram 24. Mai 2019 um 19:58

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 24. Mai 2019 um 15:15:19 Uhr:

Nein, Owatrol wandelt nichts um; es versiegelt den Rost und kapselt ihn ab.

Zu deinem Post weiter oben: Drahtbürste auf Flex ist keine gute Idee. Damit verschmierst und polierst du den Rost nur. Das sieht zwar hübsch aus, ist es aber nicht. Von daher CSD-Scheibe (auch als Negerkeks bekannt) nehmen.

Hallo.

Also die Roststellen z.b. am Träger nicht mit Drahtbürste etc. wegrubbeln, sondern max. losen Rost mit Schraubenzieher etc. abkratzen.

Soll ich den Roststaub vor Owatrol evtl. absaugen?

Und dann Owatrol innerhalb von 2 Stunden 2x mit Pinsel nur auf den rostigen Stellen auftragen und trocknen lassen (Garage).

Aber was jetzt?

Einige schreiben "danach unbedingt nachbehandeln, da Wasser das Owartrol wieder ausspühlt", andere schreiben

"und gut ist". Nix mehr machen!

Und:

Darf ich das Owatrol auch auf ver/angerostete Schrauben/Muttern (z.B. an der Bremsleitung, Auspuffhalterungen etc. anwenden? An dern Auspuffanlage wohl nicht, da diese zu heiß wird....

Danke!

Da Owatrol wie ein Klarlack aussieht kannst du selbst sehr gut beurteilen

was du machen möchtest. Du siehst sofort ob noch etwas passiert.

Bremsleitungen, Schrauben usw sind kein Problem. Auspuff nicht,

wie du schon selbst schreibst.

Bei mir hat es sich noch nie abgewaschen, ich benuze es aber hauptsachlich

für Oldtimer, die sehen selten Regen.

Owatrol ist nicht komplett witterungsbestänig, sondern wäscht sich im Laufe der Zeit aus. Gerade im Unterbodenbereich wird da nach einem Jahr nicht viel von übrig bleiben. Ich hatte Owatrol Öl in den Radläufen ohne weitere Nachbehandlung verwendet. Nach einem Jahr war die Schicht nicht mehr 100% intakt. Wenn es den Witterungsbedingungen nicht so sehr ausgesetzt ist, mag es länger halten.

Dazu rostet es unter der Schutzschicht weiter, wennd die dünne Owatrolschicht beschädigt wird.

Wo du den Rost entfernen kannst, würde ich ihn auch entferen. Kein Rost ist immer besser als mit Owatrol behandelter Rost. Wo es nicht geht, den Rost mit Owatrol ruhig mehrmals behandeln, bis der Rost durchtränkt ist. Owatrol Öil dingt in alle Poren ein und verdrängt den Sauerstoff, wodurch das Rosten aufgehalten wird (so die Theorie). Es ist kein Rostumwandler (eh sinnlose Produkte). Nach dem Austrocken, was mehrere Tage dauern kann, auf jeden Fall passenden Unterbodenschutz auftragen. Ich nehme Dinitrol Unterbodenschutz. Das Zeug härtet nicht aus, sondern bleibt elastisch und gibts in der Sprühdose.

Ich benutze seit 45 Jahren CORROBLOCK am Unterboden zum Ausbessern und z.B.: innen in neue Kotflügeln streichen vor dem Lackieren und an allen nur schwarz grundierten Teilen unten am Auto um diese vor dem Rosten zu schützen. Corroblock bleibt immer zähplastisch und ist deshalb perfekt gegen Steinschläge (ist aber trotzdem schleifbar und überlackierbar mit Autolacken nach guter/wochenlanger Durchtrocknung) - vor Jahrzehnten bei einem Testbericht war es DIE Rostschutz-Grundierung mit den meisten Rostschutzpigmenten am Europäischen Markt.

Ich habe Corroblock die letzten Jahre bei folgender Firma gekauft. Da es Nitro-verdünnt ist, darf es nicht mehr an Endkunden verkauft werden, nur mehr an Maler-Firmen. Man muss sich an befreundete Maler-Firmen wenden, oder so ...

https://www.rosa-moser.at/

 

https://www.google.com/search?...

 

http://www.malervereinigung.at/.../Rem_Corroblock_TM_.pdf

 

Corroblock wir von Rembrandtin hergestellt und heutzutage unter dem Namen "Rem Corroblock" auftragsbezogen produziert - z.B. tonnenweise für alte Eisen-Brückenkonstruktionen, für die Aufarbeitung alter Lichtmasten aus Eisen, ...

Ich arbeite schon lange mit Owatrol. Ich behandle nicht nach, es wird nicht überlackiert. Das hat den Vorteil, dass nach drei bis fünf Jahren solche Stellen, die dann der Nacharbeit bedürfen, leicht erkannt werden. Dann kommen wieder max. zwei Owatrol-Anstriche, das war es dann wieder.

Wenn Owatrol nur 1 Jahr hält, wurde entweder nicht sauber gearbeitet oder der Rost war sehr tief.

Hier könnt ihr euch Owatrol anschauen:

https://www.korrosionsschutz-depot.de/media/pdf/bb/0b/98/owatrol.pdf

Ich habe die "owatrolierten" Stellen nach 7-10 Tagen immer mit ein wenig transparentem Wachs zusätzlich übersprüht. Mittlerweile nutze ich nur noch eine Mischung aus Leinölfirnis und Terpetin (Rezeptur lässt sich leicht finden), funktioniert ähnlich, dauert nur noch länger um "zu trocknen".

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