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Rost Türkante - Abgeschliffen, muss da noch Pelox etc drauf? Foto

Themenstarteram 23. November 2011 um 15:08

Hallo,

ich bin der Marc und habe schon einige Tage hier gelesen und mich eben registriert, da ich doch sehr unsicher bin wie ich nun weiter vorgehen muss.

Vor 2 Wochen habe ich einen gebrauchten gekauft. Mit der Gewißheit, dass ich 3 Roststellen überarbeiten muss, habe ich erstmal runtergeschliffen, um das wirkliche Ausmaß feststellen zu können.

Der Vorgänger hat diese Stelle schon einmal bearbeitet. Wie genau kann ich nicht sagen. Man sieht einfach an diesen Stellen, dass lackiert wurde.

Ich habe jetzt zig Beiträge gelesen und bin verwirrter wie vorher.

Primär gehts um diese Stelle an der Türkante, wie auf dem Fotos hoffentlich einigermaßen gut zu erkennen.

http://www.fotos-hochladen.net/view/trkantedmso49bfkn.jpg

Möchte das gerne über den Winter bestmöglich zu haben, arbeite daher lediglich mit Dosenlackierung. Wenn die Kasse wieder stimmt, würde ich es halt nochmal machen lassen.

Jetzt steig ich nicht dahinter, wie ich anfangen soll. Der Rost hat sich ja an der kreisförmigen Stelle gut ausgebreitet.

Die Poren werde ich wohl nicht "sauber/rostfrei" schleifen können.

Die Leute vom Rostschutzdepot Shop empfehlen mir als Basis:

- blank schleifen

- Pelox oder Fertan

- Brantho Korrux "nitrofest"

In einem Lackiererforum wurde die Vorgehensweiße zerrissen. Ein absolutes NoGo mit Rostentferner und BKurrox zu arbeiten. Schlecht schleifbar, Lack würde reißen, sagte man dort. Damit würde kein gewerblicher Lackierer arbeiten...

Also kein Rostentferner/Wandler, sondern:

- blank schleifen

- Sikilikonentferner Stelle reinigen

- Glasfaserspachtel

- Grundierung

- Füller

- Lack

- Klarlack

Der nächste KFZ Teile Händler ist gleich bei mir um die Ecke. Der eigentlich alles, was ich zuvor aufgezählt habe. Lack und Grundierung sowie Spachtel hat er von AUTO K und Dupli. Leider keine weitere Auswahl.

Ist das letztendlich brauchbar oder muss ich für den Lack doch weiter auf die Suche gehen?

Wäre wirklich sehr dankbar, wenn wir darüber ein wenig reden könnten. Mir fehlt da einfach das Hintergrundwissen. Jeder machts irgendwie anders.

Marc

 

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14 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Marcos38

Primär gehts um diese Stelle an der Türkante, wie auf dem Fotos hoffentlich einigermaßen gut zu erkennen.

Hallo Marc,

das Wichtigste zuerst:

Der sichtbare Rost kann aus dem Inneren der Tür durchschlagen. Das ist sogar wahrscheinlich, denn das Foto sieht sehr nach Falzrost aus. Wenn Du in dem Fall nur von außen drangehst, wird Deine Arbeit vergeblich sein. Der Rost kommt von innen immer wieder durch.

Zur Behandlung der Roststelle von außen:

Im Lackiererforum hat man vermutlich zu einer 2K-EP-Grundierung geraten, weil die in Lackierbetrieben gängig ist. Brantho Korrux Nitrofest gilt aber eigentlich auch als gute Grundierung, und das Korrosionsschutz-Depot ist für kompetente Beratung bekannt.

Brantho Korrux Nitrofest ist zwar 1K, hat aber den Vorteil, dass es gleichzeitig eine beständige Rostschutzfarbe ist. Man kann sich mit dem Überarbeiten der Grundierung also Zeit lassen. Beim Überspachteln mit schnellhärtenden 2K-Spachtelmassen soll man ohnehin eine Woche vergehen lassen, wenn mit Nitrofest grundiert wurde. Bei diesen winterlichen Temperaturen sollte man noch länger warten. In Fachbetrieben wird man 2K schon wegen der kürzeren Trocknungszeiten vorziehen. Ich halte Brantho Korrux Nitrofest trotzdem für eine gute Möglichkeit, wenn man sich selbst ans Werk machen will. Bei einer 750-ml-Dose und drei kleineren Roststellen wird aber viel übrig bleiben. Eventuell tut es auch eine kleine Spraydose mit 2K-Grundierfüller.

Falls sich der Restrost in den Poren nicht entfernen lässt:

Zu Fertan gibt es unterschiedliche Meinungen. Eine Alternative wäre Brunox Epoxy. Mein Vertrauen in Rostumwandler ist generell gering, und das Überarbeiten mit 2K-Produkten ist problematisch. Poren-Restrost lässt sich auch mit Essigsäure (Essig-Essenz) oder Zitronensäure behandeln, es muss dann aber gründlich nachgespült werden.

Zitat:

Also kein Rostentferner/Wandler, sondern:

- blank schleifen

- Sikilikonentferner Stelle reinigen

- Glasfaserspachtel

- Grundierung

- Füller

- Lack

- Klarlack

Es gibt auch die Meinung, dass man erst Grundieren und danach Spachteln sollte. Habe ich bisher immer so gehalten.

Ganz zu Anfang würde ich aber schauen, wie die Stelle von innen aussieht. Wenn der Rost im Türinneren und im Falz seinen Ausgangspunkt hat, muss er mit einem kriechfähigen Hohlraumschutz gestoppt werden. Wenn es gut und günstig sein soll, würde ich dafür PX-11 (Vaseline, gemischt mit Wachs) nehmen und mit Hilfe einer Heißluftpistole verarbeiten, also verflüssigt einbringen. Fluid Film aus der Sprühdose ginge auch, hält aber nicht so lange. Dieser fettige Teil der Arbeiten sollte erst nach den Spachtel- und Lackierarbeiten geschehen. Das Versiegeln von innen ist aber unbedingt notwendig.

MfG, Tazio1935

Themenstarteram 23. November 2011 um 19:27

Hallo tazio,

danke für deine Antwort.

Ja, dass der Rost von "innen" kommt, vermute ich auch. Wobei ich jetzt nur die Innenseite der Ecke/Türfalz überprüft habe und da schaut es einwandfrei aus. Kein Einsatz, kein Hinweis auf Rost.

Aber du meinst sicherlich, dass ich die Türverkleidung öffnen muss und da schauen sollte?

Das müsste ich dann nochmals machen.

Dennoch steig ich noch nicht ganz dahinter, wie der Rost genau an dieser Stelle enstanden ist, weil duchgerostet ist die Fläche ja nicht. Somit hab ich ausgeschlossen, dass er von "innen" seinen Lauf genommen hat.

Zum Lackierforum: Genau diese 2K-EP-Grundierung wurde dort empfohlen.

Nochmal zum Verständnis, unabhängig ob ich jetzt mit Pelox (das ist ja zum ENtrosten mit Phosporsäure) entroste und BKurrox nitro verwende oder mit 2K-EP Grundierung arbeite...danach muss die Stelle gespachtelt werden, ist das richtig? Das lässst sich gem. dem Foto sonst nicht "auffüllen"?

Wäre folglich dieser Spachtel

http://www.kwasny.de/index.php?id=274

oder dieser

http://www.kwasny.de/index.php?id=275

der richtige?

Falls der Hersteller AUTO-K nicht zu empfehlen ist, dann muss ich doch online bestellen bzw. den geeigneten Hersteller suchen. Leider hat unser Händler in der Nähe nur die Produkte von AUTO-K und Dupli.

Marc

Auto K ist in Ordnung.

 

Würde mir aber noch einen Breitstrahl Kopf kaufen (Lackieren ist dann wie bei ner Pistole von der Streuung her)

 

 

Zitat:

Original geschrieben von Marcos38

Aber du meinst sicherlich, dass ich die Türverkleidung öffnen muss und da schauen sollte?

Ja, eventuell sitzt der Rost in der Ecke auch hinter eingetrockneter Wachs-Hohlraumkonservierung. Dann wäre er nicht auf den ersten Blick sichtbar. Also genau gucken und bei Verdacht die Wachsschicht mit dem Messer rauskratzen. Die Kratzer machen nichts, wenn Du hinterher die Versiegelung eh nacharbeitest.

Selbst wenn Du nicht fündig wirst, kannst Du die Gelegenheit nutzen, um die Tür von innen mit einem dauerkriechfähigen Mittel zu behandeln. Das ist relativ schnell gemacht und beugt späterem Ärger vor. Bei Mitteln wie PX-11 oder Mike Sanders Korrosionsschutzfett darauf achten, dass die Wasserabläufe nicht verstopfen.

Zitat:

Dennoch steig ich noch nicht ganz dahinter, wie der Rost genau an dieser Stelle enstanden ist, weil duchgerostet ist die Fläche ja nicht. Somit hab ich ausgeschlossen, dass er von "innen" seinen Lauf genommen hat.

Berechtigter Einwand. Aber die Lackschicht und Grundierung müssten bis auf das Metall beschädigt worden sein, um es von außen rosten zu lassen. Wäre möglich, aber für mich sieht das eher nach typischem Falzrost von innen aus. Es ist noch keine Durchrostung, aber das Vorstadium dazu. Um das auszuschließen, musst Du innen nachschauen. Falls es Fehlalarm war, um so besser.

Noch zu dieser Fragestellung:

Der Rost auf diesem Querlenker wurde vor einiger Zeit von außen abgeschliffen und mit Owatrol und Wachs versiegelt. Trotzdem kommt der Rost wieder durch, wie man auf dem Foto sieht. Woher kommt der Rost? Wahrscheinlich von innen, denn dort rostet der Querlenker rund um die Schweißnaht ziemlich. Das ist noch weit von einer Durchrostung entfernt, aber vielleicht reicht es, um den Rost auf der Außenseite wieder ausblühen zu lassen.

Zitat:

danach muss die Stelle gespachtelt werden, ist das richtig? Das lässst sich gem. dem Foto sonst nicht "auffüllen"?

Kleinere Unebenheiten lassen sich auch mit Grundierfüller glätten. Wie der Name sagt, ist das Grundierung und schleifbarer Füller in einem. Wenn aber Spachtelmasse gebraucht wird, lässt sie sich nicht durch Grundierfüller ersetzen, dafür ist die Schichtdicke des Grundierfüllers dann doch zu gering.

Zitat:

Wäre folglich dieser Spachtel

http://www.kwasny.de/index.php?id=274

oder dieser

http://www.kwasny.de/index.php?id=275

der richtige?

Der erste, also der elastische Füllspachtel, dürfte dafür besser passen. Der zweite ist für´s Grobe, zum Überziehen von kleineren Löchern und dergleichen.

Eigentlich sind das Arbeiten, die sich bei wärmeren Temperaturen besser machen lassen. Rostmäßig passiert im Winter selbst nicht viel. Die Korrosion kommt erst im Frühjahr richtig in Gang.

MfG, Tazio1935

Bei diesen Temperaturen würde ich auch die Finger davon lassen. Um fortschreitende Korrosion zu vermeiden solltest Du die betroffenen Bereiche "konservieren" und günstigere Bedingungen, für Dein Vorhaben abwarten. Ggf. läßt Du im Frühjahr doch einen Profi ran.

Zitat:

Original geschrieben von Gummihoeker

Um fortschreitende Korrosion zu vermeiden solltest Du die betroffenen Bereiche "konservieren" und günstigere Bedingungen, für Dein Vorgaben abwarten. Ggf. läßt Du im Frühjahr doch einen Profi ran.

Zumindest für den letzten Teil der Arbeiten wäre das auch mein Vorschlag. Das Abschleifen und das Grundieren etwa mit Nitrofest bekommt man selbst hin. Das Spachteln womöglich auch noch. Die Konservierung der Innentür mit Fluid Film, PX-11 oder Mike Sanders Korrosionsschutzfett wird in Eigenarbeit sogar besser sein, als wenn eine Werkstatt da mit herkömmlichem Wachs drangeht.

Aber den letzten Schliff und das Finish mit Basis- und Klarlack wird ein Profi wohl besser machen. Bei der Größe der Stellen fällt das unter "Spot Repair", kann nicht die Welt kosten.

MfG, Tazio1935

 

 

Themenstarteram 23. November 2011 um 22:50

Ja, im Grunde stimme ich zu. Machen lassen ist der perfekte Weg.

Aber an dem Wagen möchte ich ein wenig meine Erfahrungen sammeln. 14 Jahre, 210.000 KM, das ist es irgendwie nicht mehr wert.

SpotRepair wäre wohl bei der einen Stelle durchgegangen, aber ich komme gerade aus der Garage und hab noch was gefunden.

Auf der Höhe des Schadens/Türkante (Foto) habe ich genau mittig auch eine Ausbesserung des Vorgängers gefunden. Gerade aufgemacht, da hat er wohl schon mit Wandler gearbeitet. Ist 5 Cent groß die Stelle. Aber ca. 15 cm breit wurde Lack draufgeklatscht.

Derzeit sieht es grottig aus, was der vorige Besitzer gemacht hat. Das ist überhaupt nicht der richtige Farbton, wohl auch nicht mit Klarlack abgeschlossen, die Dose scheinbar direkt auf den Schaden gesprüht, das sind/waren richtige Farbflecken.

Spontan würde ich sagen, ich müsste die ganze untere Länge von Türkante vorne zur Türkante hinten lackieren, besser den gesamtem Bereich bis zur darüberliegenden mittigen Zierleiste.

Die Farbe ist halt Silber Metallik und das scheint ja im Bereich "Teilstücke ausbessern" eine Katastrophe zu sein .

Ich habs beim Kauf nicht gesehen. War abends, großer Fehler beim Gebrauchtwagenkauf :-) Er hats zwar erwähnt, aber es war trotz Taschenlampe nicht genau ersichtlich, wie danach im Tageslicht.

Also schlechter kann es nicht werden. Und der Rost war mir ein Dorn im Auge. Temperaturen hin oder her. Eventuell kann ich ja die Vorgänge mit Wärme beschleunigen, die Garage beheizen...ich weiß noch nicht genau, was mir noch einfällt.

Ich möchts halt bestmöglich vorbereiten. Daher auch die Eingangsfrage, ob ich mit Pelox ran sollte. Fertan schließe ich mittlerweile irgendwie aus. Ich find wenig positives, jedoch überwiegend negatives über Fertan. Wo ich auch lese, es kommt nicht gut weg.

 

 

 

Zitat:

Original geschrieben von Marcos38

Fertan schließe ich mittlerweile irgendwie aus. Ich find wenig positives, jedoch überwiegend negatives über Fertan. Wo ich auch lese, es kommt nicht gut weg.

Aus dem Grunde habe ich Fertan auch nie benutzt. Wenn in mehreren Foren so oft von einem Produkt abgeraten wird, muss man die schlechten Erfahrungen nicht noch unbedingt selbst machen.

Kann sein, dass Fertan unter bestimmten Voraussetzungen funktioniert und Anwendungsfehler zu den schlechten Kritiken geführt haben. Wenn ich mir die Produktinfos der Korrosionsschutzdepots zu Pelox anschaue, dann würde ich Pelox eher benutzen als einen Umwandler wie Fertan:

"Das Blech ist nach der Pelox-Behandlung absolut rostfrei, wie neues Metall, dies ist der große Unterschied zu den Rostkonservierern und Rostumwandlern, die immer eine Beschichtung auf dem Metall erzeugen."

Zu chemischem Entrosten mittels Säure bietet dieser Beitrag eine umfangreiche Übersicht.

Eine weitere Möglichkeit wäre auch ein Rostversiegler mit dem Wirkstoff Isocyanid. BOB ist die bekannteste Sorte.

MfG, Tazio1935

 

Themenstarteram 25. November 2011 um 21:13

Guten Abend!

Also ich verzweifele gerade. Bin auf mächtig geladen, nachdem ich soeben folgendes entdeckt habe.

Die kleine Roststelle an der hinteren Türkante im vorderen Außenbereich, welche ich als total harmlos eingeschätzt hatte, ist eine Katastrophe.

Genau auf der Rückseite dieser Stelle, also innem am Falz sind 30 cm in der Länge und 2 cm vom Falz noch oben total verrostet.

Der Vorgänger hat das astrein kaschiert. Man hat keine Bearbeitungsstellen gesehen. Oder es ist wirklich nie an der Stelle gearbeitet worden und der Rost hat sich unter der Karosseriedichtmasse im Falz entwickelt.

Das ist nicht mehr reparabel - der ganze Falz auf den 30 cm ist komplett verrottet und leicht aufgespaltet durch den Rost.

Man konnte es nicht sehen. Ich habe lediglich auf Verdacht angeschliffen und mir ist fast die Maschine aus der Hand gefallen...ich konnte das nicht glauben.

Hab auch Fotos geschossen, aber die Kamera im Wagen in der Garage liegen lassen. Fahre derzeit mit nem Zweitwagen.

Ich kann nicht schweißen, geschweige denn habe ich so ein Gerät. Für mich sieht das so aus, dass der ganze Falz/Kante da rausgeschnitten werden muss. Und ich sehe Dinge eigentlich stets machbar bevor ich eine Sache so negativ einschätze.

Was kann ich denn jetzt machen? Welchen Kosten kommen denn auf mich zu, wenn mir irgend jemand dort ein Blech reinschweißt?

Vielleicht ginge noch strahlen und Öl in die Naht...ich weiß es nicht, es sieht einfach schlimm aus.

Wo kann man das machen lassen? Also Vertragswerkstätten sind absolut kein Thema, dafür reicht die Haushaltskasse derzeit einfach nicht.

Nun lass Dich mal von der Korrosion nicht aus der Ruhe bringen. Ein paar Wochen machen den Kohl jetzt auch nicht mehr fett. Du hast ausreichend Zeit, Dein Problem mal einem (ggf. unterschiedlichen) Fachbetrieben vorzustellen. Deren Angebote und Lösungsansätze kannst Du dann in aller Ruhe abwägen und eine, für Dich akzeptable, Entscheidung treffen. Da brennt Dir so schnell nichts an - versprochen. ;)

Hi,

wenn die Tür schon soweit aufgerostet ist macht es vielleicht Sinn

sich eine gebrauchte vom Schrotti zu holen.

Und mit etwas Glück in deiner Farbe?!

Viele Grüße

Sancho deluxe

Hey,

ich hänge mich hier einfach mal dran.

Ich habe auch eine kleine Roststelle an der Türfläche.

Nachdem hier im Beitrag eine Lackierung nach dem Winter vorgeschlagen wurde, ich jedoch die Stelle bereits aufs Blech runtergeschliffen habe, legte ich vor ein paar Tagen eine Schicht "FERTAN" drauf.

Gem. der Beschreibung soll die Fertanschicht ja das Blech bis zu 6 Monate vor Rost schützen.

Ich habe die Stelle NICHT abgewaschen, da ja keine sofortige Weiterbehandlung erfolgen wird.

Nun rostet die Stelle. Ist das nun lediglich die Fertanschicht und das Blech ist geschützt?

Oder was passiert hier gerade.

Der Bereich ist komplette schwarz durch das Fertan, aber zu 50% sehe ich den Rost nun.

Von Innen kommt der Rost definitiv nicht. Hier war lediglich ein äußerlicher Lackplatzer die Ursache. Hatte die Innenverkleidung ab, da ist alles prima.

Hab mich korrekt an die Anleitung gehalten. Nach dem Auftrag später nochmals leicht befeuchtet und dann unberührt gelassen.

Die ersten Tage sah das schön "geschützt" aus. Nun wurds feucht in der Nacht und von Tag zu Tag sehe ich mehr "braun".

 

Zitat:

Original geschrieben von spiros200

Gem. der Beschreibung soll die Fertanschicht ja das Blech bis zu 6 Monate vor Rost schützen.

Ich habe die Stelle NICHT abgewaschen, da ja keine sofortige Weiterbehandlung erfolgen wird.

Nun rostet die Stelle. Ist das nun lediglich die Fertanschicht und das Blech ist geschützt?

Hallo,

im Grunde bestätigst Du ja, was schon vorher zu Fertan zu lesen war: Das Zeug kann Schwierigkeiten machen und funktioniert oft nicht wie vorgesehen. Es heißt, Fertan schütze bis zu 6 Monate vor erneutem Rosten. Es kann also auch früher wieder rosten. Die oberste Schicht besteht laut Fertan aus Eisen-Tannin-Verbindungen, und diese Schicht soll als Basis für spätere Rostschutzlackierungen dienen. Dass das Lackieren aber auf ausblühendem Rost nicht klappt, ist klar.

Mir fehlt die eigene Erfahrung mit Fertan, um sagen zu können, warum es in diesmal Probleme gibt. Ich kann nur sagen, wie es wahrscheinlich besser gelaufen wäre: Nach der Einwirkzeit Fertan gleich abwaschen und dann mit Brantho Korrux Nitrofest grundieren. Im Gegensatz zur Fertanschicht schützt diese 1K-Farbe lange Zeit vor Rost, jahrelang. Man kann sich mit dem Spachteln oder Überlackieren also viel Zeit lassen. Das leistet nicht jede 1K-Grundierung, und Nitrofest ist auch mit Acryl- und 2K-Lacken überarbeitbar. Wenn man den Rost weit genug abschleift, kann man sich bei dieser Grundierung das Fertan auch ganz schenken.

MfG, Tazio1935

Das Brantho Korrux Nitrofest ist mir bekannt, gabs leider nicht in meiner Region.

Dachte mir, ich hau mal paar Durchgänge Fertan drauf für den Porenrost - also Schleifen, Fertan, 2 Tage wirken lassen, schleifen, Fertan, schleifen...und den letzten Durchgang lass ich drauf als Schutzschicht.

War wohl nix. Frage mich, warum man ständig liest, dass die "Oldtimerfreunde" so drauf stehen und Teile monatelang mit Fertan so liegen lassen können, bevor sie dran weiter arbeiten.

Eigentlich will ich ja eine 2K Epoxi Grundierung verwenden. Dann füllen, Lack und Klarlack.

Nur stehe ich ja aufgrund der niedrigen Temperaturen vor gleichem Problem wie der Beitragersteller. Ich bekomme meine Garage dagegen nicht "aufgeheitzt"...da sind max. 12 Grad drin tagsüber.

Bei mir sinds jetzt eine etwa 10 cm Fläche, die offen ist bzw. auf der Fertan liegt.

Da es nun trotz Fertan rostet...wie schnell greift der Rost denn auf die rostfreien Stellen über, also kriecht der Rost mir jetzt vom geschliffenen Blech unter den anliegenden Lack, sodass ich dann im Frühjahr vielleicht 20 cm neu schleifen muss?

 

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