unruhiges fahren

BMW 3er E90

hi,

ich habe das gefühl das unser 325i auf der autobahn ab ca 140 sehr unruhig ist, d.h. das lenkrad ist nur mit mühe in der mittelposition zu halten. man fährt also (übertrieben gesagt) immer vom mittelstreifen zum seitenstzreifen und wieder zurück!

kann da jemand helfen? wer hat noch solche probleme?

vielen dank!

mfg

33 Antworten

[hatte bei meinem e90 mit pirelli rft auch riesige Probleme mit Spurrillen.
Tipp: Wenn der Händler bei Reklamation nicht reagiert, dann selbst Kontakt mit Pirelli aufnehmen. Die kennen das Problem mit den Spurrillen und werden wahrscheinlich die Reifen tauschen. So weit mir bekannt ist, musste Pirelli schon einige Runflatreifen tauschen.

Zitat:

Original geschrieben von 01goeran


Ich erkläre es mir so, dass wenn man eine Initialisierung macht, speichert er den ermittelten Wert und Vergleicht diesen, mit den aktuellen.

Im Prinzip ist es bestimmt so, aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Ich stelle mir das so vor: ein Pannenreifen zeigt sich bekanntlich durch einen mehr oder weniger ausgeprägten "Platten". Die Folge sind verringerter Radradius und Abrollumfang.

Bei der Initialisierung wird der Abrollumfang für alle Räder individuell bestimmt. Die Abrollumfänge können aus der momentanen Geschwindigkeit und den Raddrehzahlen der einzelnen Räder bestimmt werden. Diese Anfangswerte werden gespeichert.

Während der Fahrt werden nun fortlaufend die Raddrehzahlen mittels ABS-Sensoren gemessen und außerdem die Geschwindigkeit bestimmt. Daraus werden die Abrollumfänge für jedes Rad immer wieder berechnet und mit den Anfangswerten verglichen. Verringert sich der errechnete Abrollumfang für ein Rad plötzlich, liegt einen Panne vor. Das funktioniert aber nur so lange wie die Geschwindigkeit des Fahrzeugs immer richtig ermittelt wird. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Geschwindigkeit auch aus den Raddrehzahlen abgeleitet wird, eine andere Möglichkeit gibt es ja nicht.

Wenn aber alle 4 Räder gleichzeitig etwa gleichviel Luft verlieren, also noch nicht ganz platt sind, dann wird eine fehlerhafte Geschwindigkeit ermittelt und damit zusammenhängend auch falsche Abrollumfänge berechnet. Der Meßfehler kompensiert exakt die tatsächlich verringerten Abrollumfänge aufgrund der Panne und die Pannenanzeige "denkt" demzufolge fälschlicherweise: alles OK.

Dabei ist zu berücksichtigen, daß es sich bei der Pannenanzeige um eine Pannenanzeige handelt und nicht um eine Anzeige für zu wenig Luftdruck. Eine Panne wird voraussichtlich immer erkannt, auch wenn man z.B. über ein Nagelbrett fährt und alle Reifen gleichzeitig platt sind. Denn bei total platten Reifen dürften die Abrollumfänge aufgrund unterschiedlicher Belastung trotzdem etwas unterschiedlich sein.

Grüße
AB

Hi,

also ich hab bei mir gestern nachgesehen. Hatte den Luftdruck drin, wie voll beladen. Jetzt hab ich mal den Mindesdruck +0.2 bar eingestellt, morgen fahr ich wieder BAB, mal sehen obs was gebracht hat, ich habe praktisch Luft abgelassen.

Tschüß

Brunni

Zitat:

Original geschrieben von 01goeran


Doch, dass sollte er.
Wenn sich die Radumdrehungen wegen Druckverlust verändert, meldet er das und da ist es egal, ob es nur an einem so ist, oder an allen vier.

Wenn ich es richtig verstanden habe, merkt er sich die "Drehzahl" bei Inizierung und gleicht dann immer den Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand ab und meldet sich, wenn die Veränderung einen bestimmten Wert X überschritten hat.

Göran

Hi,

du hast recht, beim Initialisieren des RPA werden die Raddrehzahlen beim aktuellen Druck 'gelernt'. Allerdings nicht die Werte der Einzelräder, sondern die diagonalen Verhältnisse von VL zu HR und VR zu HL. Ahnlich einer Brückenschaltung. Bei Kurvenfahrt gleicht sich so der Drehzahlunterschied zwischen kurveninnen und -aussen wieder aus.

Verlieren alle vier Räder exakt den gleichen Betrag an Druck, kommt es folglich zu keiner Abweichung und auch zu keiner Warnung! Das RPA erkennt den Druckverlust an einem Rad zuverlässig.

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