Ungewöhnliches Geräusch vom Motor

Motortyp Chevy SBC Gen I, Hydr. Roller, scharf.

Wer kann mir was zur Ursache dieses Geräusches sagen.

Schlagartig aufgetreten, einmal pro Umdrehung Nockenwelle,

unabhängig von Motortemperatur und Drehzahl,

Öldruck und Temperaturen normal,

links etwas lauter als rechts.

Bis jetzt unternommen:

-Vorspannung Stößel konntrolliert und neu eingestellt, kein Befund

-Ventilhub gemessen, ohne Befund,

-Kompression gemessen, ohne Befund,

-Hydrauligstößel-Additiv,

-Motorspülung mit anschließendem Ölwechsel,

Audio aufgenommen Körperschall, Störgeräusche gefiltert.

Anhang

32 Antworten
Zitat:
@Malcolm-zodiac schrieb am 12. Juli 2025 um 23:04:30 Uhr:
Das ist falsch. Es sind 0,0762 mm.

Hast recht. Spät am Abend eine Null vergessen. Eigentlich hätt ich es nur von der Fühlerlehre ablesen müssen ..... Jetzt sag mir gleich, ob der Kolben 2227P mit +0.060 eventuell mehr Spiel braucht? Ich hab die Nummer nicht im Netz gefunden. Jedenfalls geschmiedet und nicht älter als ein paar Jahre. Rein vom Gefühl her würde ich in den Bereich von 0.100 mm aufwärts gehen .....

Kolbenspiel Motorschaden
Und das beste daran: die Zylinderlauffläche ist wie neu ....... Materialfehler? Toleranz beim Bohren nicht eingehalten?

Wenn das Kolbenhemd so dermaßen verschlissen aussieht, dann müßte man auch etwas an der Zylinderlauffläche sehen. Ich würde mal die Bohrung vermessen, evtl. zu klein.

Ein Post weiter oben habe ich das bereits geschrieben ink. gemessenes Kolbenspiel. Nachdem nur 1 Kolben so aussieht (die anderen sind perfekt) und der ist nichtmal in der hinteren Bank, wo es meist etwas wärmer wird und alle Bohrungen exakt gleich sind, gehe ich eher von einem Ausreisser bei den Kolben aus. Eventuell Toleranzen bei der Fertigung und der Zylinderschleifer hat einfach die Werte aus dem Buch genommen oder Materialfehler (geschmiedeter Kolben, mehr Ausdehnung)..... who knows.

und der Zylinderschleifer hat einfach die Werte aus dem Buch genommen

Das hatte ich auch in Betracht gezogen, allerdings hätten dann alle Kolben diesen Schaden am Kolbenhemd und nicht nur dieser eine.

Den beschädigten kolben hast du ja wahrscheinlich auch vermessen. Gibt es da Abweichungen zu den anderen Kolben ?

Wie hat sich denn der Schaden Geräuschmäßig angehört ?

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Auf die Gefahr hin falsch zu messen (der Kolben wurde ja gequetscht): nein, die sind alle mit ganz ähnlicher Toleranz, gemessen sowohl in derselben Bohrung als auch in der *eigenen*. Nochwas ist komisch. Jeder vernüftige Motorbauer markiert die Pleuel beim Ausbau, damit man sie wieder richtig einsetzt (Wuchtung ....). Hier war überhaupt nichts markiert. Als ob der Motor aus Teilen vom Schrottplatz zusammengestopft worden wäre ...... das ist überhaupt eine Option, der Wagen wurde frisch gekauft aus dem Ausland .... ein Schelm wer böses denkt.

Jeder vernüftige Motorbauer markiert die Pleuel beim Ausbau, damit man sie wieder richtig einsetzt (Wuchtung ....). Hier war überhaupt nichts markiert

Das muß nichts bedeuten. Es gibt Mechaniker, die markieren die Teile mit einem dicken Filzstift. Einmal gefahren, und die Markierungen sind verschwunden.

Ja, hab ich auch schon gemacht. Damit der Zylinderschleifer weiss, wo bei den Pleueln *vorne* ist. Klar ist das bald weg.

Bin mittlerweile der Überzeugung, dass hier Kolben aus einem kaputten Motor in einen anderen Block eingesetzt wurden. Nach kurzer Laufzeit wegen Geräusch wieder ausgebaut, deswegen keine Beschädigung an den frisch gebohrten Zylindern und auch die passende Toleranz. Am Valve retainer von Nummer 8 war deutlich die Markierung des Kipphebels zu erkennen, deutet auf eingelaufenen Hydrostössel hin, bei allgemein engen Toleranzen (Roller Kipphebel mit mehr Material als original). Das könnte das Geräusch erzeugt haben - leider hat der gute Mann den Motor schon zerlegt zum Auto dazubekommen, Nockenwelle war schon ...... entsorgt vermutlich. Also reverse engineering vom Feinsten, sollte man normal gar nicht angreifen sowas.

Klaut Ihr hier gerade mein Thema? Das geht doch nicht, jedenfalls nicht bevor Ihr nicht mein Problem gelöst habt.

How to Diagnose Lifter Tick vs Rod Knock

Nein, wir klauen doch nicht. Wir halten es am Leben!

Zitat:
@Hustler schrieb am 15. Juli 2025 um 11:11:35 Uhr:
Klaut Ihr hier gerade mein Thema? Das geht doch nicht, jedenfalls nicht bevor Ihr nicht mein Problem gelöst habt.

Ich habe dir ja meine Meinung bereits in einem anderen Forum mitgeteilt. Dort hatten wir uns sehr ausgiebig über dein Fahrzeug/Motor ausgetauscht. Hier halte ich mich raus, weil ich dir die Gelegenheit geben wollte, auch mit anderen zu diskutieren.

Zitat:
@Malcolm-zodiac schrieb am 16. Juli 2025 um 07:36:14 Uhr:
Hier halte ich mich raus, weil ich dir die Gelegenheit geben wollte, auch mit anderen zu diskutieren.

Was ist eigentlich los mit den Foren? Fünfstellige Mitgliederzahl und doch läufts immer wieder auf einen Dialog hinaus.

"Ich befürchte, du mußt den Motor zerlegen."

NaJa!

Der Versuch das Tackern einem Zylinder zuzuordnen schlug fehl.

Ist nicht lokalisierbar.

Das MSD bis 3000 Umdrehungen dreifach zündet macht es nicht einfacher.

Ich würde gern alle Möglichkeiten der Analyse nutzen bevor als letzte Option das Zerlegen bleibt.

Bis jetzt leider ohne Erfolg.

Piezosensor

Du hast 3 Optionen

  1. Motor zerlegen. Klackern ist halt nie ein gutes Geräusch. Es läßt schlimmes erahnen. Da du offenbar das Geräusch nicht lokalisieren kannst und wir auch keine Hellseher sind und auch keine Glaskugeln befragen, führt es auf die 1. Option hinaus. Zu hoffen, daß irgend ein User mal dieses Geräusch in seiner Amilaufbahn ebenso hatte und preisgünstig reparieren konnte, ist doch sehr unwahrscheinlich. Du siehst ja, wie hoch die User-Beteiligung ist.

2. Fahren solange bis es den Motor zerlegt. Keine gute Idee, da es sehr teuer werden kann. Kapitaler Motorschaden ist dabei nicht auszuschließen.

3. Wochenlang weiter nach dem Fehler suchen um dann festzustellen, daß er doch zerlegt werden muß.

Du hättest in den letzten 6 Wochen doch schon längst mal die Zylinderköpfe abbauen können. Dann weiß du, ob das Problem oben oder im Kurbelwellenbereich zu suchen ist. Die Saison ist bald vorbei.

Ich hatte mal so ein Geräusch und es waren die Pleuellager. Daher kommt auch meine Vermutung.

Was für ein Pleullager spricht ist das es einmal pro Nockenwellenumdrehung auftritt, wenn es durch die Explosion verursacht wird.

Gegen ein Pleullager spricht dass das Geräusch nach abziehen des Kerzensteckers, also ohne Explosion immer noch da ist.

Kurbelwellenhauptlager bin ich nicht sicher, schätze aber eher nicht da das Geräusch dann zweimal pro Nockenwellenumdrehung auftreten müßte.

Bleib ja nur noch der Ventiltrieb. Für Hydrostößel spricht, dass das Geräusch einmal pro Nockenwellenumdrehung auftritt und der Klang auch ungefär passen würde. Dagegen spricht das die Stößel auch nach längere Standzeit anscheinend nicht leerlaufen und ihren hydraulischen Druck halten und das der Ölfluß über alle Kipphelbel gut und gleichmäßig ist was eine Verstopfung ausschließen müßte.

Die Saison hab ich eh abgehakt da allein das Besorgen von Teilen, wenn überhaupt verfügbar eben dauert.

Ohne Zeitdruck will ich erst alle möglichen Analyseoptionen ausschöpfen.

Echte Experten in meiner Gegend die sich das mal anhören könnten find ich keine.

Kipphebel
Gegen ein Pleullager spricht dass das Geräusch nach abziehen des Kerzensteckers, also ohne Explosion immer noch da ist.

Ja, warum sollte es nicht da sein ? Der Pleuel bewegt sich ja auch nach abziehen des Kerzensteckers immer noch. Da ist zwar kein Druck mehr drauf, aber bei einem schadhaften Pleuellager hört man immer noch das klackern, zwar nicht mehr so laut, aber es ist halt noch vorhanden.

Bleib ja nur noch der Ventiltrieb.

Nur Kipphebel klackern. Das Geräusch eines Kipphebels hättest du garantiert schon lokalisiert.

Stößel dagegen tickern eher, es sei denn die Nocken sind total verschlissen, dann würden die Stößel auch klackern. Aber dann hättest du keine Leistung mehr und einen beschiss...... Leerlauf. Der würde gar nicht mehr vernünftig laufen. Hast du aber alles nicht.

Ventile glaube ich auch nicht. Wenn die nicht vernüftig auf ihrem Sitz aufsetzen, dann hättest du ebenfalls einen schlechten Leerlauf und er hätte Aussetzer während der Fahrt und auch keine Leistung mehr. Meiner Meinung nach kommt das Geräusch eher aus dem Bereich der Kurbelwelle.

Wo wohnst du überhaupt ?

Zitat:
@Malcolm-zodiac schrieb am 18. Juli 2025 um 14:38:59 Uhr:
Ja, warum sollte es nicht da sein ? Der Pleuel bewegt sich ja auch nach abziehen des Kerzensteckers immer noch. Da ist zwar kein Druck mehr drauf, aber bei einem schadhaften Pleuellager hört man immer noch das klackern, zwar nicht mehr so laut, aber es ist halt noch vorhanden.

Hast Du das nicht gelesen?

https://www.speedwaymotors.com/the-toolbox/how-to-diagnose-lifter-tick-vs-rod-knock-troubleshooting-tips/145810

Wenn das der Fall wäre würde das Geräusch zweimal pro Nockenwellenumdrehung auftreten.

Ist aber nur einmal und macht keinen Unterschied ob mit oder ohne Kerzenstecker.

Ich schätze kein Pleul.

Ansonsten alles richtig, kein unruhiger Leerlauf, aus dem der schärferen Nockenwelle geschuldet, keine merkbare Leistungseinbuße oder sonstige Auffälligkeiten.

Ich hab noch mal das Stethoskop benutzt, Ölwanne leise, Ansaugbrücke minimal lauter.

Alle Kipphebel einzeln, noch etwas lauter, keine Differenzen.

Hab auch noch mal mit einem anderem empfindlicherm Piezosensor geprüft, aber auch da ist das Geräusch nicht auszusortieren (Bild).

Ich hab noch eine ganz andere möglich Ursache, ist aber noch wage, muß ich erst Beseitigen bevor´s fest steht.

Kann ne Weile dauern, meld mich dann.

Mein Jagdrevier ist Hamburg.

Piezosensor2
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