Unfassbare Nachzahlungsforderung wegen Kilometer
Hallo Community,
ich habe gestern einen Brief von meiner Versicherung erhalten, in der steht, dass ich ca. 1300€ Nachzahlen muss. Beim Vertragsabschluss im Oktober 2019, hat der damalige Mitarbeiter zu mir noch gesagt, dass ich als Fahranfänger (eigentlich schon 2 Jahre den Führerschein) mit der SF-O beginnen kann, er würde mir ein gutes Angebot unterbreiten und um ein möglichst günstigen Beitrag zu bekommen, gab er mir den Tipp, bei der jährlichen Fahrleistung 9.000KM einzutragen.
Die letzte Woche antwortete ich auf eine Anfrage der Versicherung, meinen KM-Stand anzugeben, falls ich es nicht tun würde, müsste ich 9€ mehr pro Monat bezahlen. Ich tat es, aus Angst das etwas passieren könnte und die Versicherung es am Ende dann doch mitkriegen könnte.
Nunja, jetzt bekam ich mit Schrecken die Rechnung und ehrlich gesagt kann ich es absolut nicht nachvollziehen was da genau berechnet wurde. Bitte seht es euch mal an und sagt mir 1.) Ob das so richtig ist (vorallem die Differenz zwischen 1980,67€ und 2901,68€ macht mich echt stutzig und 2.) was man dagegen tun kann. Ich habe leider nicht so viel Geld um das alles auf einmal zu bezahlen.
- Fahrzeug mit aktuell ca. 212.000km
(Leasingrücklufer, ich hab den Wagen im März 2018 mit ca. 160TKM übernommen)
- Versicherungsbeginn Oktober 2019 (davor war ich bei einer anderen)
- SF-O trotz 2 Jahre Unfallfrei
- Teilkasko 120€ pro Monat
105 Antworten
die einzige chance die ich so direkt sehe wäre wohl, das man denen antwortet, das man 2018, 2019 und 2020 jeweils nur die 9000km gefahren ist und erst 2021 auf einmal massiv viel mehr fahren musste wegen kranker oma am anderen ende des landes. so fliegen die strafen und teuren aufschläge für die ersten jahre runter und für 2021 kann man den tarif noch anpassen. so werden die mehrkilometer auch auf den SF günstigeren jahr verrechnet.
könnte ggf. funktionieren.
funktioniert natürlich nur, wenn die versicherung keinen kilometerzwischenstand kennt. die beweislast liegt bei der versicherung, wenn sie dir nicht glaubt. man braucht nur irgendwas halbwegs glaubbares für soviel mehr kilometer.
Zitat:
@PayDay schrieb am 7. Dezember 2021 um 08:41:31 Uhr:
die einzige chance die ich so direkt sehe wäre wohl, das man denen antwortet, das man 2018, 2019 und 2020 jeweils nur die 9000km gefahren ist und erst 2021 auf einmal massiv viel mehr fahren musste wegen kranker oma am anderen ende des landes. so fliegen die strafen und teuren aufschläge für die ersten jahre runter und für 2021 kann man den tarif noch anpassen. so werden die mehrkilometer auch auf den SF günstigeren jahr verrechnet.
könnte ggf. funktionieren.funktioniert natürlich nur, wenn die versicherung keinen kilometerzwischenstand kennt. die beweislast liegt bei der versicherung, wenn sie dir nicht glaubt. man braucht nur irgendwas halbwegs glaubbares für soviel mehr kilometer.
Rein theoretisch müsste ja in der Zeit mind. 1x HU fällig gewesen sein.
Hab keine Ahnung ob die Versicherung bei solch einer "Ausrede" auch Anspruch auf z.B. die HU-Papiere hat, aber spätestens dann würde der Schwindel auffliegen
Zitat:
@Berny5000 schrieb am 3. Dezember 2021 um 11:51:25 Uhr:
Außerdem ist er nicht 30.000 km pro Jahr gefahren, sondern statt 9.000 km 15.200 km.
Hat der TE nicht geschrieben, dass die Versicherung im Okt. 2019 bei 185 tkm abgeschlossen wurde und der Km-Tacho jetzt bei 212 tkm steht? Würde heissen (212-185) / 2 ca. 13 tkm/Jahr?
Fast, es sind 27 tkm seit Vertragsbeginn, und damit knapp 13 tkm / a anstelle 9 tkm /a.
Bei 9 tkm / a:
10/2019: 185 tkm
12/2019: 185 tkm + 9 tkm / 12*3 = 188 tkm
12/2020: 188 tkm + 9 tkm = 197 tkm
10/2021: 197 tkm + 9 tkm / 12*9 = 204 tkm
12/2021 : 197 tkm + 9 tkm = 206 tkm
Folge Überziehung um 8 tkm auf 2 Jahre bis jetzt, aber das Vertragsjahr geht noch bis 12/2021, so dass die Versicherung davon ausgeht, dass das Fahrzeug jetzt nicht 3 Monate ohne km stehen wird und zu 12/2021 bei 216 tkm landen dürfte. Problem ist des Weiteren, dass die Fahrleistungen i.d.R. in 3000er Schritten gestaffelt sind, d.h. 13 tkm gibt es nicht, entweder 12 tkm oder 15 tkm.
Bei 12 tkm / a:
10/2019: 185 tkm
12/2019: 185 tkm + 12 tkm / 12*3 = 188 tkm
12/2020: 188 tkm + 12 tkm = 200 tkm
10/2021: 200 tkm + 12 tkm / 12*9 = 209 tkm
12/2021: 200 tkm + 12 tkm = 212 tkm
Bei 15 tkm / a:
10/2019: 185 tkm
12/2019: 185 tkm + 15 tkm / 12*3 = 189 tkm
12/2020: 189 tkm + 15 tkm = 204 tkm
10/2021: 204 tkm + 15 tkm / 12*9 = 215 tkm
12/2021: 204 tkm + 15 tkm = 219 tkm
D.h. bei 12 tkm/a anstelle 9 tkm/a würde es nicht reichen, 13 tkm/a gibt es nicht, also wurden 15 tkm/a angesetzt.
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Ein Zuschlag von ca 50%, wenn man statt 9000 km , 15000 fährt, für den Zeitraum vom 01.01.21-30.09.21, möchte ich von der Versicherung Mal nachvollziehbar erklärt haben, da der Zuschlag für das Jahr 2020 ja nur 15% betrug. Die ganze Berechnung ist schleierhaft. welche Versicherung ist das?
Die Versicherung rechnet sogar mit einer Jahresfahrleistung von 15.211km/Jahr. Oft ist 15.000km eine Grenze und die nächste liegt bei 20.000km. Dann würde er wie 20.000km zahlen und das würde die Preisdifferenz durchaus erklären.
Die Versicherung schreibt übrigens, dass der Kilometerstand am 17.02.2020 185tkm betragen hat bzw. dass er seit dem 17.02.2020 27.000km gefahren ist. Wie dieser Unterschied zu Stande kommt, kann nur der TE klären, aber vielleicht hat er mit diesem Datum irgendeine Angabe gemacht? Und daraus errechnet die Versicherung die jährliche Laufleistung für diesen Zeitraum.
Übrigens ist das ja nur eine Nachberechnung und keine Vertragsstrafe oder ähnliches. Und ich frage mich, ob der TE realisiert hat, dass die Angabe von 9.000km/Jahr für die Zukunft so bestehen bleibt. Da er dann doch anscheinend recht gleichmäßig seit Anschaffung des Fahrzeugs mit diesem unterwegs ist und die Fahrleistung bei 14-15tkm/Jahr liegt, läuft er vermutlich in die nächste Nachzahlung hinein, wenn er nichts tut. Und nun kann er nicht mehr erzählen, dass er von nichts wusste.
Zitat:
@hydrou schrieb am 7. Dezember 2021 um 12:16:07 Uhr:
D.h. bei 12 tkm/a anstelle 9 tkm/a würde es nicht reichen, 13 tkm/a gibt es nicht, also wurden 15 tkm/a angesetzt.
Du weißt nicht mal um welche Versicherung es sich handelt, aber du weißt dass es 13.000km nicht gibt.
Deine Glaskugel hätte ich gern!
Es hat mich jetzt auch mal interessiert weil mir die Nachzahlung wie Celica doch etwas happig erscheint.
Lt. Onlinekonfigurator liegt der Aufschlag bei meiner Versicherung bei
Erhöhung von 9.000 auf 13.000 km bei 5,25%
Erhöhung von 9.000 auf 15.000 km bei 9%
Die Nachzahlung für 2020 könnte noch hinkommen.
Wegen 2021 würde ich auf jeden Fall nachfragen
Dann rechne mal 9 auf 12 ...Wetten, dass das 5,25% sein werden? Oder noch besser mach das mal in 1 tkm Schritten und berichte, wo der Beitrag sich verändert.
9.000 auf 12.000 sind 3,46%
Der Beitrag verändert sich pro 1.000km.
Stufen braucht man bei der EDV heutzutage eigentlich auch nicht mehr.
wenn ich mit dem von mir vermuteten Versicherer richtig liege ist die Clusterung der KM Klasse von 6-9,- 9-12,- 12-17,- 17-22 usw. (Toleranz je Cluster max. 400KM und wie geschrieben bei vermuteter Versicherung, viell. gibt TE an welche es ist) Überschlägt man das Grob kommt die KM-Fahrleistung leider hin. Dazu müsste am aber wissen welcher Kilometerstand zum 17.02.2020 angegeben wurde und was als KM Meldung zum 26.11.2021 angeben wurde. Schleierhaft auch,- TE beschreibt dass das Auto im Oktober 2019 angemeldet worden ist, warum wurde die KM Meldung dann zum 17.Februar 2020 berechnet und nicht ab Oktober 2019? Was ist als Anfangskilometerstand bei Vertragsbegin angegeben worden?
Genauso sollte man wissen ob der Vorversicherer die SF Klassen bestätigt hat oder nicht. Da fehlen zu viele Angaben um das zu recherchieren. Auch wenn die Nachzahlung für 2 Jahre ist fällt diese doch sehr heftig aus.
Ich verstehe nicht, wieso hier einige versuchen, dem TE, der sich eh nicht mehr meldet, bei seinem Beschiss zu helfen.
Er hat beschissen
Er hat den Beschiss nicht bis zum Ende durchgezogen und nun die Quittung bekommen.
Einfach eine Lehre draus ziehen
Den TE scheint die "unfassbare Nachzahlungsforderung" ja nicht wirklich zu stören - anders kann ich mir seine fehlende Mitwirkung im Thread im Moment nicht erklären.
Das Interesse lässt doch meist nach, wenn die TE nicht das Feedback kriegen das sie sich erhofft haben.
..der muss arbeiten um die Kohle reinzubringen für die Nachzahlung: 😁
Mahnender Hinweis an alle: Achtet auf eure Kilometer/Verträge , etc...
Und aus eigener Erfahrung:
Achtet auf Schreiben von der Versicherung wo ein Kilometerstand angegeben wird, ob dieser auch zutrifft! Ansonsten widersprechen und auf Richtigstellung bestehen!
Das ist der Grund, weshalb ich bei meinem GTI im März statt der 10.000km jetzt 15.000km angegeben habe. Die werde ich nicht fahren, aber falls ich doch mal mehr fahren sollte, ist alles im grünen Bereich. Ich würde mich von einem Vertreter niemals runterdrücken lassen. Und bei mir ist die Differenz zu der Fahrleistung recht gering.