Umweltzone ein neuer Irrsinn kommt auf uns zu

OHNE WORTE

http://www.sueddeutsche.de/.../...leibt-blaue-plakette-kommt-1.2939572

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Das kollektive Schuldgefühl wird weiter geschürt! Wenn man sich mal den Schadstoffausstoß der heutigen Fahrzeuge anschaut, vor allem im Vergleich zu früheren Schadstoffklassen, wird man feststellen, dass eine Reduzierung kaum noch möglich, geschweige denn Sinnvoll ist. Ich habe bei meinem letzten AU-Wiederholungslehrgang mal eine schöne Vergleichsgrafik in der Hand gehabt. Worum es hier nur noch geht ist, der mobile Gesellschaft ein schlechtes Gewissen zu machen und abzuzocken! Die Schäden an den heutigen Motoren, die diese Sparmaßnamen hervorrufen (Nur als ein Beispiel, Diesel: Verkokung des gesamten Ansaugtraktes oder Benziner: Verschlammung des gesamten ölführenden Bereiches des Motors, durch AGR) erzeugen durch die daran hängende Logistik und Ersatzbeschaffung ungeahnte Verschwendungen in anderen Bereichen! Wegwerfgesellschaft eben. Das beste Beispiel ist hier die Elektromobilität, der "saubere" Strom aus der Steckdose, der aber erstmal bereitgestellt werden muss (Kohleverbrennung, Transport Abbau..., oder Bio-Diesel, erzeugt 4x soviel Emissionen bei der Herstellung als herkömmlicher diesel in älteren Fahrzeugen verursacht.

Hier passt dass bekannte Zitat von Bodo Buschmann, Geschäftsführer Brabus GmbH:
"...und solange man in chinesischen Flüssen
seine Fotos entwickeln kann, ist es nicht sehr sinnvoll, den
autobedingten CO2 Ausstoß mit unfassbarem Aufwand um 0,02% zu senken."

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Zitat:

@Gleiterfahrer schrieb am 16. April 2016 um 09:16:22 Uhr:



Zitat:

@dsc001 schrieb am 15. April 2016 um 21:33:03 Uhr:



Gas oder Hackschnitzel betriebene Blockheizkraftwerke wären im Moment mein Favorit um die Solarenergie im Winterhalbjahr zu ersetzen.

Warum nutze ich nicht gleich das Kraftwerk zur Beheizung meines Hauses ? So erzeuge ich erst Strom, um mit demselben meine Wärmepumpe anzutreiben ? Da kann ich mir die Wärmepumpe aber direkt sparen.

Das war ja auch eigentlich der Sinn von dem Post. Im Sommer haben wir ein Überangebot an solarem Strom. Im Winter müssen wir heizen und haben keinen erneuerbaren Strom. Das würde dann zusammen schon etwas die Lücke füllen.

Jupp78:

Ja, da wollte ich auch draufhinaus. Die Menschheit zeigt keine Ambitionen wirklich bescheidener zu werden, das ist das eigentliche Problem. Sei es beim Wachstum, Bevölkerung, Mobilität.
Das ist quasi Urinstinkt und damit auch verständlich.

ALLE ökologischen Forderungen beziehen sich auf die weitere Beibehaltung des Status Quo bzw. Expansion mit "umweltfreundlicheren" Mitteln. Eine wirkliche Reduktion der Aktivitäten wird kaum ins Auge gefasst.

Solange kann ich z. B. ein E-Mobil als Teil dieser Philosophie auch nicht als wirklichen Quantensprung ansehen...

Ich bin mit dir (und ich glaube auch H. Schmidt) einer Meinung, das die größte Herausforderung der Zukunft nicht der Klimawandel sondern die Überbevölkerung sein wird.

Zitat:

@Emsland666 schrieb am 16. April 2016 um 11:12:30 Uhr:


Jupp78:

Ja, da wollte ich auch draufhinaus. Die Menschheit zeigt keine Ambitionen wirklich bescheidener zu werden, das ist das eigentliche Problem. Sei es beim Wachstum, Bevölkerung, Mobilität.
Das ist quasi Urinstinkt und damit auch verständlich.

ALLE ökologischen Forderungen beziehen sich auf die weitere Beibehaltung des Status Quo bzw. Expansion mit "umweltfreundlicheren" Mitteln. Eine wirkliche Reduktion der Aktivitäten wird kaum ins Auge gefasst.

Solange kann ich z. B. ein E-Mobil als Teil dieser Philosophie auch nicht als wirklichen Quantensprung ansehen...

Ich bin mit dir (und ich glaube auch H. Schmidt) einer Meinung, das die größte Herausforderung der Zukunft nicht der Klimawandel sondern die Überbevölkerung sein wird.

Ist das nicht der Aufhänger ? Eine "Reduktion der Aktivitäten". Und wenn es meinetwegen durch irgendeine Plakete ist die eben einen Teil dazu zwingt Aktivitäten zu reduzieren und eben nicht mehr in eine Innenstadt zu fahren. Aber genau darüber eregn sich doch viele auf.

Zu der Überbevölkerung... nun, letztendlich kommen wir da in Diskussionen die u.A. der Club of Rome schon in den 70 Jahren geführt hat. Letztendlich sind all unsere Systeme auf Wachstum ausgelegt. Wenn es dieses nicht mehr gibt, das sehen wir an unserem Rentensystem, bedeutet dies Einschnitte in den bisherigen Wohlstand. Da müssen wir uns aber auch wieder Fragen ob wir akzeptieren wollen dass es uns, nach unserem aktiven Arbeitsleben, wesentlich schlechter geht als wir es bisher gewohnt sind.

Gerade die Plakette führt doch zu mehr Aktivitäten. Gibt es Studien, wieviel Verkehr durch Umfahrung der Zonen entstanden ist?
Wieviel Fahrten für Plakettenkauf, wieviel Verschrottung, wieviel Neubau von Automobilen...

Ich denke die Einführung von Grenzwerten für Neuzulassungen sollte ausreichen (diese müssen dann aber auch realistisch und auch konsequent umgesetzt werden) und ein Bestandsschutz für die alten Fahrzeuge reicht.

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Zitat:

@Emsland666 schrieb am 16. April 2016 um 11:47:24 Uhr:


Gerade die Plakette führt doch zu mehr Aktivitäten. Gibt es Studien, wieviel Verkehr durch Umfahrung der Zonen entstanden ist?
Wieviel Fahrten für Plakettenkauf, wieviel Verschrottung, wieviel Neubau von Automobilen...

Ich denke die Einführung von Grenzwerten für Neuzulassungen sollte ausreichen (diese müssen dann aber auch realistisch und auch konsequent umgesetzt werden) und ein Bestandsschutz für die alten Fahrzeuge reicht.

Ich denke es geht jetzt um Reduzierung ?! Wenn ich also mit meinem Fahrzeug nicht mehr zu meinem Ziel B in der Innenstadt komme mache ich B zu C und B ist ein neues Zwischenziel am Stadtrand. Von dort nehme ich eine Alternative zu meinem eigentliches Ziel. Also gibt es keine irgendwelchen massiven Umwege. Und Plakettenkauf ? Ja, genau dieser einmalige Weg zum Plakettenkauf, so wird man in 500 Jahren in den Chroniken lesen, hat die Erde zerstört. Mal wieder wir Deutschen daran schuld :-)

Was wären den realsitsiche Grenzwerte ? Diejenigen die die Autoindustrie diktiert ? Dann hätten wir bis jetzt noch keine. Da müssen wir uns fragen ob wir Grenzwerte nach Wünschen der Industrie machen oder ob wir Grenzwerte anhand halbwegs wissenschaftlicher Ergebnisse zur Schädlichkeit und Einfluß derer auf Mensch und Umwelt dahernehmen.

Es gibt nicht nur innerstädtische Ziele:-)
Als bei uns seinerzeit die Plakette in Osnabrück eingeführt wurde konnte ich nicht mehr durch sondern musste außen rum, um in Richtung Hannover zu kommen. Das waren dann jedes Mal 30 - 40 km mehr, wenn man das evtl. hoch rechnet... auf zigtausende Verkehrsteilnehmer, na ja

Für den Plakettenkauf bin ich inzwischen 40 bis 50 km extra gefahren, wenn man das auf millionen hochrechnet...

Grenzwert? Z. B: Euro 4 jetzt zum 01.07., dann aber konsequent, ohne Ausnahme mit realen Tests im Fahrbetrieb, etc. Aber halt nich 2005 oder wann das war mit vielen Taschenspielertricks.

Zitat:

@Emsland666 schrieb am 16. April 2016 um 13:53:14 Uhr:


Es gibt nicht nur innerstädtische Ziele:-)
Als bei uns seinerzeit die Plakette in Osnabrück eingeführt wurde konnte ich nicht mehr durch sondern musste außen rum, um in Richtung Hannover zu kommen. Das waren dann jedes Mal 30 - 40 km mehr, wenn man das evtl. hoch rechnet... auf zigtausende Verkehrsteilnehmer, na ja

Für den Plakettenkauf bin ich inzwischen 40 bis 50 km extra gefahren, wenn man das auf millionen hochrechnet...

Grenzwert? Z. B: Euro 4 jetzt zum 01.07., dann aber konsequent, ohne Ausnahme mit realen Tests im Fahrbetrieb, etc. Aber halt nich 2005 oder wann das war mit vielen Taschenspielertricks.

Bei täglich "plötzlich" 40 km mehr käme mir als erstes in denn Sinn zu kucken ob es dann für mich Alternativen gibt. Ob es die dann in sinnvoller Art und Weise gibt sei mal dahingestellt Ist sicherlich von Region zu Region unterschiedlich.
Und eine Plakete könnte mach auch online anfordern oder meinetwegen in der x-beliebigen Werkstatt. Nur eine Frage der Umsetzung. Und wenn du die Schadstoffe wirklich realistisch messen willst.... hm... dann schließt du sicherlich sehr viele Autos aus. Wahrscheinlich viel mehr als mit irgendeiner neuen Plakete. Ich glaube nicht dass du dir damit einen Gefallen tun würdest ;-)

Du brauchts meine Fahrten nicht in Frage zu stellen, das plane ich selbst schon sehr genau, mein lieber Junge!

Natürlich sollte dann evtl. mehr Fahrten ausschließen, das ist doch das Ziel. Es soll bloss planberer und vor allem einfacher und konsequenter sein.

Zitat:

@Emsland666 schrieb am 16. April 2016 um 14:20:14 Uhr:


Du brauchts meine Fahrten nicht in Frage zu stellen, das plane ich selbst schon sehr genau, mein lieber Junge!

Natürlich sollte dann evtl. mehr Fahrten ausschließen, das ist doch das Ziel. Es soll bloss planberer und vor allem einfacher und konsequenter sein.

Keine Angst. Ich stelle deine Fahrten nicht in Frage. Allerhöchstens ob diese dann wie bisher mit dem Auto durchgeführt werden müssen. Das kann ich aber für die Ecke da oben nicht beurteilen. Bei mir würde es jetzt schon gehen. Klar wäre dies für mich vielleicht mit etwas mehr Zeitaufwand verbunden, vielleicht auch mit Komforteinschränkungen aber es würde gehen.

Für Besuche in der Großstadt nutze ich jetzt schon meist ÖPNV. 5 Minuten zu Fuß zur Straßenbahnhaltestelle und vielleicht 30 Minuten fahrt. Mit Auto in die Großstadt, dort in ein Parkhaus... naja, ist auch nicht schneller.

Beim Rest kann ich dir zustimmen. Nur Frage ich mich dann weshalb wir uns mehr oder weniger im Kreis drehen. Wie geschrieben: Jetzt EUR4 unter REALISTISCHEN Meßzyklen konsequent durchgesetzt wirst du wahrscheinlich alle Fahrzeugbesitzer auch irgendwie ausschließen bzw. die müssten sich dann ein anderes Fahrzeug kaufen, Umwege fahren oder was auch immer. Dass wurde doch hier auch schon kritisiert... die ganzen Autos die dann verschrottet werden müssten, die Resourcen für die ganzen neu anzuschaffenden...das ganze blabla welches wir schon hatten.

Nur kurz: ich bin regelmäßiger Konzertgänger. Die Fahrten sind zu Abendzeiten auf dem Land, alles mit Fahrgemeinschaft, da brauchst Du net nach ÖPV schauen:-)
Bin 9 Jahre an meinen Arbeitsplatz gezogen, habe damit wesentlich weniger Emissionen als mit einem E-Auto gehabt, sondern wirklich null außer Schuhsohlen, .... aber nur das dazu.

Nein, es müsste mit Einführung Euro4 heute KEINER etwas einschränken. Euro 4 für Neuzulassungen konsequent, für alles andere Bestandschutz.

Zitat:

@NeuerBesitzer schrieb am 16. April 2016 um 13:10:17 Uhr:



Was wären den realsitsiche Grenzwerte ? Diejenigen die die Autoindustrie diktiert ? Dann hätten wir bis jetzt noch keine. Da müssen wir uns fragen ob wir Grenzwerte nach Wünschen der Industrie machen oder ob wir Grenzwerte anhand halbwegs wissenschaftlicher Ergebnisse zur Schädlichkeit und Einfluß derer auf Mensch und Umwelt dahernehmen.

Die die technisch, mit vertretbarem Aufwand, machbar sind.
Wenn das klar ist, dann muss man sich fragen, welchen Preis man zahlen möchte. Also hier z.B. Einstellung der Mobilität und Zusammenbruch des öffentlichen Lebens vs. den gesundheitlichen Auswirkungen von aktuellem Feinstaub und Stickoxiden.

Vollkommen unrealistische Gebilde wie E-Mähdrescher in der Breite, die helfen da nicht weiter.

Zitat:

@Jupp78 schrieb am 16. April 2016 um 18:06:52 Uhr:



Zitat:

@NeuerBesitzer schrieb am 16. April 2016 um 13:10:17 Uhr:



Was wären den realsitsiche Grenzwerte ? Diejenigen die die Autoindustrie diktiert ? Dann hätten wir bis jetzt noch keine. Da müssen wir uns fragen ob wir Grenzwerte nach Wünschen der Industrie machen oder ob wir Grenzwerte anhand halbwegs wissenschaftlicher Ergebnisse zur Schädlichkeit und Einfluß derer auf Mensch und Umwelt dahernehmen.

Die die technisch, mit vertretbarem Aufwand, machbar sind.
Wenn das klar ist, dann muss man sich fragen, welchen Preis man zahlen möchte. Also hier z.B. Einstellung der Mobilität und Zusammenbruch des öffentlichen Lebens vs. den gesundheitlichen Auswirkungen von aktuellem Feinstaub und Stickoxiden.

Vollkommen unrealistische Gebilde wie E-Mähdrescher in der Breite, die helfen da nicht weiter.

Die Industrie wird dir da ganz schnell erzählen das da technisch ja gar nix machbar ist. Und wieso wird dann zwangsläufig die Mobilität eingestellt ? Das ist totaler Quatsch. Die Alternativen gibt es ja schon. Klar, wir müssten uns vielleicht etwas umstellen. Aber na und ?
Klar können wir auch Menschenleben oder den Volkswirtschaftlichen Schaden den die Mobilität im Ganzen bzw. die auf Erdölbasierte Mobilität im speziellen verursacht anfangen gegenzurechnen. Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben dass man z.B. alleine für die durch den Klimawandel aufzuwendenden Kosten momentan 50 EUR/1000 Fahrzeugkilometer veranschlagen müsste. D.h. die 5 Cent pro Kilometer kannst schon mal draufschlagen. Find es aber nicht mehr.

Wir können ja klein anfangen:

Bist du bereit, zu gunsten der Mobilität mittels Otto-/Dieselmotoren deine Lebenszeit um 10 Jahre zu verringern ?

Bist du bereit die letzten Jahre mehr oder minder dahinsiechend zu vegetieren ?

Bist du bereit etwaige Krankheits- und Behandlungskosten für Folgen selbst zu tragen und nicht die Solidargemeinschaft dafür zahlen zu lassen bzw. wenn Du halt das geld dafür nicht mehr aufbringen kannst dann eben frühzeitig abzuleben ?

Und, nebenbei: Auch via Oberleitungen versorgte E-Mähdrescher sind überhaupt kein Problem. Sei mir nicht böse aber wer hier ein Problem der techn. Umsetzung sieht kriegt wahrscheinlich auch seinen TV allabendlich nicht eingeschalten weil die techn. Anforderung wohl zu groß sind ;-)

Sorry, aber bei manchen Dingen kann ich dich nicht wirklich ernst nehmen.
Oberleitungen über allen landwirtschalften Flächen? Tut mir leid, aber du bist ein Fantast. Nicht mal auf jeder Bahnstrecke in diesem Land ist das wirtschaftlich darstellbar.

Ansonsten gibt es als Gesetzgeber noch mehr Informationsquellen bei der Festlegung von Grenzwerten, als die Automobilhersteller und Greenpeace. Da gibt es durchaus seriöse unabhängige Dritte.

Und nein, mein Leben wird sich sicher nicht um 10 Jahre verlängert, nur weil es keine Verbrennungsmotoren mehr gibt. Das ist so etwas von überzogen, das hat schon etwas von einer Phobie.
Die letzten Lebensjahre eines Menschen haben übrigens meist was von dahinsiechen. Bei denen, die gesund gelebt haben, dauert es nur meist noch länger.

...was bringen mir 10 Jahre mehr Lebenszeit, wenn ich dafür 10 Jahre wartend neben eine Ladesäule vergeude und auf jeder Strecke durch die Schnarrchnasen im Eco-Modus weitere 5 Jahre verliere.

Wenn unsere KATs so wirkungslos wären, könnte sich die durchschnittliche Lebenserwartung nicht erhöhen, denn die Zulassungszahlen sind stark gestiegen.
Wärmpumpen brauchen im Jahr übrigens 1000-1500 kWh. Das rechnet sich nicht beim aktuellen Preis, weil man trotzdem im Winter zuheizen muss.

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