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Umfrage: Wie zufrieden warst Du 2011 mit Deinem Alfa Romeo?

Alfa Romeo
Themenstarteram 21. Oktober 2011 um 15:52

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende, schon ist es wieder Zeit, die Winterreifen aufzuziehen. Wir hoffen, Du bist bisher mit Deinem fahrbaren Untersatz gut durchs Jahr gekommen! Und um herauszufinden, ob das so ist, wollen wir auch 2011 wieder eine kleine Umfrage starten.

Die Hersteller haben wie jedes Jahr einiges unternommen, um uns Autofahrer für ihre Produkte und Dienstleistungen zu interessieren und ihre Kunden zufriedenzustellen. Aber: Wie zufrieden warst Du ganz subjektiv mit Deinem Auto? Oder mit dem Service, den wohl jedes Auto hin und wieder braucht? Also: Wie war‘s, Dein persönliches Autojahr 2011?

Da die meisten Hersteller nicht nur regelmäßig auf MOTOR-TALK mitlesen, sondern auch mit uns in Kontakt stehen, gehen wir mit dem Umfrageergebnis sowie Eurem Lob und Eurer Kritik in den Kommentaren gezielt auf die Hersteller zu. Deshalb schreibt doch in den Kommentaren, was Euch an Alfa Romeo allgemein und Eurem Alfa Romeo speziell 2011 gut gefallen hat, was noch besser geht und was eher nicht so prickelnd war!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Roland0815

Zitat:

Original geschrieben von Mr. Driveyanuts

...

Allerdings ist "alles prima" sehr relativ und Alfa-Fahrer sind traditionell eher schmerzfrei...

...

Das musst du jetzt mal näher erläutern. Bisher hat sich mein Alfa als deutlich problemloser dargestellt, als jede dt. Kutsche aus den gleichen und z.T. sogar späteren Produktionsjahren.

- kein Rost

- keine Elektrikprobleme (sofern man den gegrillten Sicherungskasten dem Verursacher ATU zuschreibt)

- keine technischen Probleme

- Verschleiß auf "internationalem" Niveau

- Ersatzteilpreise im Rahmen, 98% der Teile über Nacht verfügbar, der Rest nach zwei Tagen (VAG brauchte z.B 2 Wochen für eine WischWash-Pumpe am A3. Generell haben die Autos aus dem Firmenfuhrpark mindestens 1Woche in der Werke gestanden, weil Teile gefehlt haben...)

Und eine 7 Jahre alte, erfrorene Batterie kann man wirklich nicht dem Auto zurechnen. Zumal die Batterie ein "Ford"-Logo zierte :-D.

Naja, meiner Erfahrung nach redet man sich das eher schön. Entweder ist das Alter der Fahrzeuge nicht vergleichbar (neuer Alfa gegen Uralt-Golf vor 10 Jahren), die Fahrleistung ist geringer, der Fahrstil mittlerweile sanfter u.s.w.

Ich hatte mit meinen Alfas auch nie nennenswerte Probleme. Allerdings war der 33 16V damals bei Kauf 3 Jahre alt und wurde nach weiteren 3 Jahren wieder verkauft. Jahresfahrleistung 35.000 Km, insgesamt 140.000. Danach dann ein 145 TD, der nach einem Unfallschaden im Alter von 6 Monaten gegen einen 145 1.4 TS ausgetauscht wurde. letzterer war nach 3 Jahren mit 2 Durchrostungen im Unterboden "gesegnet" und hatte den dritten Phasenversteller bei Km-Stand 70.000. Soviel also zum Thema Rost und Mechanik. Der 145 ist ja noch ein relativ modernes Modell von Alfa, die Motoren des 147 basieren auf denjenigen des 145.

Mein 1979er Fast Back Spider hat in seinen 32 Jahren sicherlich weit über 300.000 Km gelaufen. Aber er ist allein bei mir in nun 6 Jahren einmal teilrestauriert und mit einem neuen Motor sowie einem kompletten Satz neuer Verschleißteile versehen worden. Im Winter wurde er nie gefahren. Er wurde stets von fachkundiger Hand bewegt. Die Nutzung ist also keineswegs vergleichbar mit der eines Hausfrauen-Golfs oder Pendler-Passats, die nur getreten und zweimal im jahr entsalzt werden.

Insgesamt sind meine Erfahrungen mit Alfa nicht schlecht und ich hatte auch mit Opel, Audi, VW, Ford, BMW, Mercedes und Volvo schlechte und gute Erfahrungen.

Aber ein direkter Vergleich zwischen einem Alfa 159 1.9 Diesel und einem Peugeot 407 Diesel über 2 Jahre im geschäftlichen Einsatz mit wechselnden Fahrern ging eindeutig zu Gunsten des (in meinen Augen schon katastrophalen) Peugeot aus. Mein aktueller VW Passat macht nicht im Ansatz die Zicken, die man bei diesen beiden Kisten gewohnt war. Und der wird etwas mehr als doppelt soviel gefahren wie die beiden genannten Autos damals.

Nun bin ich auch kein VW-Fan, aber für echte Langstreckennutzung würde ich in dieser Klasse nur Passat, A4 oder BMW 3er wählen. Noch nicht mal einen Mercedes C, geschweige denn einen Alfa, Peugeot, Renault o.ä. Allein die Werkstattkosten bei Alfa liegen locker doppelt so hoch wie bei VW, wie gesagt, im direkten Vergleich, bei doppelter Fahrleistung des VW.

Der private Wenigfahrer macht da ggf. andere Erfahrungen. Ein gut gepflegter Alfa hält sicherlich nicht schlechter als ein durchschnittlich gepflegter VW. Kann selber basteln und hat die Zeit, kann man auch einen Alfa 166 3L wirtschaftlich fahren (einen Mercedes 500 SE allerdings auch...).

Aber Geduld benötigt man, denn dass man bei VW generell länger auf Ersatzteile warten muss als bei Alfa, ist schlichtweg Blödsinn. Das habe ich nun am eigenen Leib erfahren, mit jeweils mehreren Fahrzeugen der jeweiligen Hersteller. Bei Alfa ist vielmehr so einiges allein schon aus den 90ern gar nicht mehr lieferbar. Mein Spider wird von Alfa gar nicht mehr "versorgt". Bei VW bekomme ich noch Originalsitzbezüge für ein 1977er Käfer Sondermodell.

Der Passat hatte bei mir bisher 5 Inspektionen in 2 Jahren. Keine dauerte länger als 8 Stunden, jedes Ersatzteil (und es waren immer mal "Schmankerl" dabei wie ein Kühlwasseruasgleichsbehälter für mein Nischenmodell 2.0 / 110 PS) war lieferbar. Probleme hatte ich bislang nur bei Alfa (alle Teile NICHT für den alten Spider: Kühler, Turboschlauch, Klimaanlagensteuerung, Radlager) und Mercedes (hier eine Standheizung, die 3 Tage Lieferzeit hatte).

Daher wäre ich mit der rosaroten Markenbrille gerade bei Alfa vorsichtig, so schön die Autos auch sein mögen. Für den alltag kommt mir ein solches Fabrikat nicht mehr ins Haus, bei 80.000+ Km p.a. kann ich mir keine überflüssigen Ausfälle leisten.

Gruß,

M.

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Ich bin sehr mit meine Bella 156 Bj: 99 zufrieden.

Werd mir auch jederzeit ein Alfa Romeo kaufen. Mein Wunsch, ein 147 GTA :)

Moin!

Da bei meinem Spider seit 32 Jahren "alles prima" ist, hat sich das auch im Jahr 2011 nicht geändert.

Allerdings ist "alles prima" sehr relativ und Alfa-Fahrer sind traditionell eher schmerzfrei...

Gruß,

M.

Zitat:

Original geschrieben von Mr. Driveyanuts

...

Allerdings ist "alles prima" sehr relativ und Alfa-Fahrer sind traditionell eher schmerzfrei...

...

Das musst du jetzt mal näher erläutern. Bisher hat sich mein Alfa als deutlich problemloser dargestellt, als jede dt. Kutsche aus den gleichen und z.T. sogar späteren Produktionsjahren.

- kein Rost

- keine Elektrikprobleme (sofern man den gegrillten Sicherungskasten dem Verursacher ATU zuschreibt)

- keine technischen Probleme

- Verschleiß auf "internationalem" Niveau

- Ersatzteilpreise im Rahmen, 98% der Teile über Nacht verfügbar, der Rest nach zwei Tagen (VAG brauchte z.B 2 Wochen für eine WischWash-Pumpe am A3. Generell haben die Autos aus dem Firmenfuhrpark mindestens 1Woche in der Werke gestanden, weil Teile gefehlt haben...)

Und eine 7 Jahre alte, erfrorene Batterie kann man wirklich nicht dem Auto zurechnen. Zumal die Batterie ein "Ford"-Logo zierte :-D.

Zitat:

Original geschrieben von Roland0815

Zitat:

Original geschrieben von Mr. Driveyanuts

...

Allerdings ist "alles prima" sehr relativ und Alfa-Fahrer sind traditionell eher schmerzfrei...

...

Das musst du jetzt mal näher erläutern. Bisher hat sich mein Alfa als deutlich problemloser dargestellt, als jede dt. Kutsche aus den gleichen und z.T. sogar späteren Produktionsjahren.

- kein Rost

- keine Elektrikprobleme (sofern man den gegrillten Sicherungskasten dem Verursacher ATU zuschreibt)

- keine technischen Probleme

- Verschleiß auf "internationalem" Niveau

- Ersatzteilpreise im Rahmen, 98% der Teile über Nacht verfügbar, der Rest nach zwei Tagen (VAG brauchte z.B 2 Wochen für eine WischWash-Pumpe am A3. Generell haben die Autos aus dem Firmenfuhrpark mindestens 1Woche in der Werke gestanden, weil Teile gefehlt haben...)

Und eine 7 Jahre alte, erfrorene Batterie kann man wirklich nicht dem Auto zurechnen. Zumal die Batterie ein "Ford"-Logo zierte :-D.

Naja, meiner Erfahrung nach redet man sich das eher schön. Entweder ist das Alter der Fahrzeuge nicht vergleichbar (neuer Alfa gegen Uralt-Golf vor 10 Jahren), die Fahrleistung ist geringer, der Fahrstil mittlerweile sanfter u.s.w.

Ich hatte mit meinen Alfas auch nie nennenswerte Probleme. Allerdings war der 33 16V damals bei Kauf 3 Jahre alt und wurde nach weiteren 3 Jahren wieder verkauft. Jahresfahrleistung 35.000 Km, insgesamt 140.000. Danach dann ein 145 TD, der nach einem Unfallschaden im Alter von 6 Monaten gegen einen 145 1.4 TS ausgetauscht wurde. letzterer war nach 3 Jahren mit 2 Durchrostungen im Unterboden "gesegnet" und hatte den dritten Phasenversteller bei Km-Stand 70.000. Soviel also zum Thema Rost und Mechanik. Der 145 ist ja noch ein relativ modernes Modell von Alfa, die Motoren des 147 basieren auf denjenigen des 145.

Mein 1979er Fast Back Spider hat in seinen 32 Jahren sicherlich weit über 300.000 Km gelaufen. Aber er ist allein bei mir in nun 6 Jahren einmal teilrestauriert und mit einem neuen Motor sowie einem kompletten Satz neuer Verschleißteile versehen worden. Im Winter wurde er nie gefahren. Er wurde stets von fachkundiger Hand bewegt. Die Nutzung ist also keineswegs vergleichbar mit der eines Hausfrauen-Golfs oder Pendler-Passats, die nur getreten und zweimal im jahr entsalzt werden.

Insgesamt sind meine Erfahrungen mit Alfa nicht schlecht und ich hatte auch mit Opel, Audi, VW, Ford, BMW, Mercedes und Volvo schlechte und gute Erfahrungen.

Aber ein direkter Vergleich zwischen einem Alfa 159 1.9 Diesel und einem Peugeot 407 Diesel über 2 Jahre im geschäftlichen Einsatz mit wechselnden Fahrern ging eindeutig zu Gunsten des (in meinen Augen schon katastrophalen) Peugeot aus. Mein aktueller VW Passat macht nicht im Ansatz die Zicken, die man bei diesen beiden Kisten gewohnt war. Und der wird etwas mehr als doppelt soviel gefahren wie die beiden genannten Autos damals.

Nun bin ich auch kein VW-Fan, aber für echte Langstreckennutzung würde ich in dieser Klasse nur Passat, A4 oder BMW 3er wählen. Noch nicht mal einen Mercedes C, geschweige denn einen Alfa, Peugeot, Renault o.ä. Allein die Werkstattkosten bei Alfa liegen locker doppelt so hoch wie bei VW, wie gesagt, im direkten Vergleich, bei doppelter Fahrleistung des VW.

Der private Wenigfahrer macht da ggf. andere Erfahrungen. Ein gut gepflegter Alfa hält sicherlich nicht schlechter als ein durchschnittlich gepflegter VW. Kann selber basteln und hat die Zeit, kann man auch einen Alfa 166 3L wirtschaftlich fahren (einen Mercedes 500 SE allerdings auch...).

Aber Geduld benötigt man, denn dass man bei VW generell länger auf Ersatzteile warten muss als bei Alfa, ist schlichtweg Blödsinn. Das habe ich nun am eigenen Leib erfahren, mit jeweils mehreren Fahrzeugen der jeweiligen Hersteller. Bei Alfa ist vielmehr so einiges allein schon aus den 90ern gar nicht mehr lieferbar. Mein Spider wird von Alfa gar nicht mehr "versorgt". Bei VW bekomme ich noch Originalsitzbezüge für ein 1977er Käfer Sondermodell.

Der Passat hatte bei mir bisher 5 Inspektionen in 2 Jahren. Keine dauerte länger als 8 Stunden, jedes Ersatzteil (und es waren immer mal "Schmankerl" dabei wie ein Kühlwasseruasgleichsbehälter für mein Nischenmodell 2.0 / 110 PS) war lieferbar. Probleme hatte ich bislang nur bei Alfa (alle Teile NICHT für den alten Spider: Kühler, Turboschlauch, Klimaanlagensteuerung, Radlager) und Mercedes (hier eine Standheizung, die 3 Tage Lieferzeit hatte).

Daher wäre ich mit der rosaroten Markenbrille gerade bei Alfa vorsichtig, so schön die Autos auch sein mögen. Für den alltag kommt mir ein solches Fabrikat nicht mehr ins Haus, bei 80.000+ Km p.a. kann ich mir keine überflüssigen Ausfälle leisten.

Gruß,

M.

Eine sehr realistische Sichtweise. Das würde ich so auch unterschreiben, im Prinzip hat zwar jeder Hersteller seine Macken und Leichen im Keller liegen, aber wenn jemand von einem Golf auf einen Alfa umsteigt, da denke ich mir auch oft, "ob das gut geht"? Als Alfa-Fahrer ist man es einfach gewohnt, alle paar Monate mal an dem Auto rumzuschrauben, weil dieses und jenes halt wieder mal Aufmerksamkeit bedarf. Wenn ich mein Auto mal 1 Jahr bewegen kann, in dem wirklich gar nichts zu reparieren ist, ist es eigentlich mehr die Ausnahme, als die Regel, vor allem, wenn das Auto mal ein paar Jahre älter ist. Die Erinnerung an unsere alten Familien-Golfs und Audis sieht da doch anders aus. Beim Golf 3 ist zwar auch mal der Zahnriemen gerissen, und gerostet hat er auch, aber er hatte ansonsten bis zum Alter von 15 Jahren eigentlich nichts, und war damit sehr günstig im Unterhalt (bis auf die paar Tausend Mark für den neuen Motor damals).

Von einem Autohersteller, bei dem man 1 mal im Jahr in die Werkstatt fährt und dann erträgliche Wartungskosten zahlt, ohne weitere Probleme, davon ist man bei Alfa nach wie vor weit entfernt. Vor allem die Werkstätten die oft vorschnell teure Teile tauschen, können einem die Lust an der Marke ordentlich verderben, so wundert es mich kaum, wenn jemand sich einen Alfa kauft und nach ein paar Tausend Euro Reparaturkosten dann sagt: "Nie wieder!". Trotzdem ist anscheinend auch der Frust bei den Werkstätten groß, da Alfa kein besonders angenehmer (und kompetenter) Lizenzvergeber zu sein scheint. Außerdem ist man nach wie vor eifrig dabei, sich ein Image aufbauen zu wollen, dass die Marke nicht hergibt.

Es sind nicht alle Werkstätten so, es gibt schon auch Werkstätten die sowohl qualifiziert sind als auch nett und faire Preise bieten, auch mal was reparieren statt immer nur zu tauschen, aber sie sind selten. Teilweise natürlich auch ein generelles Problem in Deutschland, KFZ-Gewerbe ist bei uns immer mehr ein Stiefkind, in dem nur die billigsten Arbeitskräfte unterkommen. So muss man sich nicht wundern, wenn alles den Bach runter geht.

Alles in allem, viele Probleme für diese Marke die nur schwer zu lösen sind. Vielleicht ist der Ansatz, den Markt ab den gehobenen Mittelklasse-Fahrzeugen aufwärts vorerst sowieso kampflos aufzugeben auch richtig. Da hätte man sowieso keine Chance mehr, schon der 159 ist doch von den Verkaufszahlen her eine einzige Katastrophe - vielleicht mal vom Italienischen Heimatmarkt abgesehen. Obwohl der 166 ein schönes Auto war, ich war immer ein großer Fan.

Ich werde Alfa wohl trotzdem treu bleiben. Ich hoffe nur, die Marke schafft es mit so wenigen Alfisti in ein gesunde Zukunft.

Zitat:

Original geschrieben von Mr. Driveyanuts

Bei Alfa ist vielmehr so einiges allein schon aus den 90ern gar nicht mehr lieferbar. Mein Spider wird von Alfa gar nicht mehr "versorgt". Bei VW bekomme ich noch Originalsitzbezüge für ein 1977er Käfer Sondermodell.

Kann ich bestätigen. Brauchte für den letzten TÜV einen neuen ABS Sensor, fahre zur Reparatur in die Alfa Werkstatt. Teil ist kaputt, aber über Alfa nicht mehr bestellbar. Wenn sie es organisieren können bauen wir es Ihnen ein. Einen Benzinfilter gab es auch nicht. Das ist schon richtig schwach.

Zitat:

Original geschrieben von AR147

Eine sehr realistische Sichtweise. Das würde ich so auch unterschreiben, im Prinzip hat zwar jeder Hersteller seine Macken und Leichen im Keller liegen, aber wenn jemand von einem Golf auf einen Alfa umsteigt, da denke ich mir auch oft, "ob das gut geht"? Als Alfa-Fahrer ist man es einfach gewohnt, alle paar Monate mal an dem Auto rumzuschrauben, weil dieses und jenes halt wieder mal Aufmerksamkeit bedarf. Wenn ich mein Auto mal 1 Jahr bewegen kann, in dem wirklich gar nichts zu reparieren ist, ist es eigentlich mehr die Ausnahme, als die Regel, vor allem, wenn das Auto mal ein paar Jahre älter ist. Die Erinnerung an unsere alten Familien-Golfs und Audis sieht da doch anders aus. Beim Golf 3 ist zwar auch mal der Zahnriemen gerissen, und gerostet hat er auch, aber er hatte ansonsten bis zum Alter von 15 Jahren eigentlich nichts, und war damit sehr günstig im Unterhalt (bis auf die paar Tausend Mark für den neuen Motor damals).

Von einem Autohersteller, bei dem man 1 mal im Jahr in die Werkstatt fährt und dann erträgliche Wartungskosten zahlt, ohne weitere Probleme, davon ist man bei Alfa nach wie vor weit entfernt. Vor allem die Werkstätten die oft vorschnell teure Teile tauschen, können einem die Lust an der Marke ordentlich verderben, so wundert es mich kaum, wenn jemand sich einen Alfa kauft und nach ein paar Tausend Euro Reparaturkosten dann sagt: "Nie wieder!". Trotzdem ist anscheinend auch der Frust bei den Werkstätten groß, da Alfa kein besonders angenehmer (und kompetenter) Lizenzvergeber zu sein scheint. Außerdem ist man nach wie vor eifrig dabei, sich ein Image aufbauen zu wollen, dass die Marke nicht hergibt.

Es sind nicht alle Werkstätten so, es gibt schon auch Werkstätten die sowohl qualifiziert sind als auch nett und faire Preise bieten, auch mal was reparieren statt immer nur zu tauschen, aber sie sind selten. Teilweise natürlich auch ein generelles Problem in Deutschland, KFZ-Gewerbe ist bei uns immer mehr ein Stiefkind, in dem nur die billigsten Arbeitskräfte unterkommen. So muss man sich nicht wundern, wenn alles den Bach runter geht.

Alles in allem, viele Probleme für diese Marke die nur schwer zu lösen sind. Vielleicht ist der Ansatz, den Markt ab den gehobenen Mittelklasse-Fahrzeugen aufwärts vorerst sowieso kampflos aufzugeben auch richtig. Da hätte man sowieso keine Chance mehr, schon der 159 ist doch von den Verkaufszahlen her eine einzige Katastrophe - vielleicht mal vom Italienischen Heimatmarkt abgesehen. Obwohl der 166 ein schönes Auto war, ich war immer ein großer Fan.

Ich werde Alfa wohl trotzdem treu bleiben. Ich hoffe nur, die Marke schafft es mit so wenigen Alfisti in ein gesunde Zukunft.

Ich bin wohl genau dieser jener, hatte n 4er Golf, 5 Jahre lang und hab damit 200000km zurück gelegt und war nur zu Inspektionen in der Werkstatt. Dann sollte es n Diesel werden und n Kombi, also Alfa 159SW 1.9er Jtdm vom Alfa Händler, 5 Jahre alt, 65000km weg. Das war der größte und teuerste Fehler den ich je gemacht habe. Über die Gebrauchtwagengarantie hab ich in 4 Monaten Schäden im Gesamtwert von 2600€ abgerechnet, unter anderem Lichtmaschiene, Batterie, Lenkgetriebe Spurstangen usw. Hab ihn dann nach 6 Monaten wieder verkauft mit ordentlich minus zum Kaufpreis, satte 6000€...und jetzt isses wieder n Golf geworden. Deswegen sag ich einmal Alfa reicht:(

Bei meinen 1000 gefahrenen Kilometer mit meinem Alfasud gab es keinerlei Probleme! Es hat Spass gemacht, wie immer!

Mit dem Alfa selbst war ich zufrieden. Unzufrieden war ich mit der Werkstatt. Wenn man dahin mußte war es immer eine Wundertüte. Habe mir im Sommer wieder einen Mercedes gekauft.

Zitat:

Original geschrieben von Gunmetal

Zitat:

Original geschrieben von Mr. Driveyanuts

Bei Alfa ist vielmehr so einiges allein schon aus den 90ern gar nicht mehr lieferbar. Mein Spider wird von Alfa gar nicht mehr "versorgt". Bei VW bekomme ich noch Originalsitzbezüge für ein 1977er Käfer Sondermodell.

Kann ich bestätigen. Brauchte für den letzten TÜV einen neuen ABS Sensor, fahre zur Reparatur in die Alfa Werkstatt. Teil ist kaputt, aber über Alfa nicht mehr bestellbar. Wenn sie es organisieren können bauen wir es Ihnen ein. Einen Benzinfilter gab es auch nicht. Das ist schon richtig schwach.

Das liegt wohl am Fiat-Management. Bei Alfa hatte ich nie Probleme etwas zu bekommen, auch wenns älter war. Seit der Übernahme von Fiat laufen die Uhren leider anders. Und wenn was defekt wird, dann sind das ja meist die Zukaufteile von Bosch oä., bei Mercedes wird das nicht erwähnt, bei Alfa heißt's dann immer, es leuchtet halt irgendwo immer ein Lämpchen auf oder flackert... hehe, diese Sensoren werden nicht von Alfa produziert, nur dort eingebaut.

Ich hatte mit meinen Alfas jedenfalls nicht so viele und vor allem nicht so teure Reparaturen als mit meinem Stern.

Prinzipiell muß man jedoch feststellen, daß ein Golf I wesentlich wartungsfreier und unproblematischer gefahren ist, als ein Golf der letzten Bauserien. Benzin tanken und Öl und Wasser kontrollieren, einsteigen und fahren ist ja schon lange nicht mehr...

Naja. Die "Fremtteile" sind aber bei den entsprechenden Herstellern noch zu kriegen. Z.T. sogar sehr problemlos. Verschleissteile sind soweiso problemlos, weil nach Ablauf der Pflichtversorgung kleine Hersteller diesen Markt besetzen. Eklig wirds bei "Design-Teilen". Aber dort macht die EU ja inzwischen auch Druck.

Verrät dir VW auch, dass die Bremssättel etc. von Lucas sind, so dass man dort nach Austausch schauen kann?

Der Käfer (mit seinen aus 3.Hand nachgefertigten Teilen) ist sowieso kein Maßstab. Schon weil der Markt für das Auto größer ist, als für manche Neuwagen.

Schaue doch einfach mal, wie du für einen 1./2.Generation Passat/Jetta mit Teilen versorgt wirst. Bestell doch mal ein neues Armaturenbrett bei VW für diese Autos. Da sieht das schon deutlich anders aus. Die kapitulieren doch schon, wenn du einen neuen Tacho für so eine Kiste bräuchtest...

Die einzige rühmliche deutsche Ausnahme, was Teileversorgung für Altautos angeht, ist Daimler. Weil es dort zur Traditionspflege gehört, dass ich für einen 300SL/Pagode/Ponton alle meine Teile bei Daimler kriege. Natürlich lässt man sich das dort auch bezahlen...

Womit wir aber auch beim Hauptproblem sind: Wer von den hier schreibenden bezahlt denn die Preise, die der Freundliche aufruft, ohne sich nach preiswerteren Alternativen umzuschauen? Wo ist denn dann der Sinn für z.B. Alfa, Teile teuer bereitzuhalten (zu lagern) die dann keiner kauft, weil sie direkt ab Hersteller zum Kunden gehen?

Hat sich schon mal einer Gedanken darüber gemacht, wie denn so ein Lager aussehen soll, welche *alle* Teile aller je produzierten Modelle vorhält? Oder in welchen Abständen Uralt-Teile (mit z.T. nicht mehr beschaffbaren Komponenten[1][2]) nachgefertigt werden sollen?

Roland

P.S: Mein Alfa hat mich zumindest bisher noch *nie* ohne Vorwarnung im Stich gelassen. Das konnte man von der VAG-Flotte meines Ex-Arbeitgebers oder den BMW des folgenden Ex-Arbeitgebers nicht behaupten...

Und 300,- Wartungskosten im Jahr um auf die Zeichen zu reagieren sind nicht zu viel.

[1]Versuche mal einer, z.B. einen Roland TB303 mit heutigen Teilen zu reparieren. Hoffnungslos. Dieses Problem betrifft inziwschen auch die 1. ABS-Geräte, Motorsteuergeräte und elektronische Tachos. Schon die EEPROMS für Geräte aus den frühen 90ern sind nicht mehr zu bekommen. Wie soll da z.B. eine Tachoeinheit/Bordcomputer für den 164er nachgefertigt werden? Richtig, man müsste alle Baugruppen in regelmäßigen Abständen überarbeiten. Wer von euch ist denn bereit, für seine abgerauchte ECU aus den frühen 90ern den Neupreis von 2500EUR + anteilige Neuentwicklung für obsolete Komponenten von 50.000 EUR (weil nur eine pro 3 Jahre gebraucht wird) zu bezahlen?

Richtig. Keiner. Das wird so also nicht funktionieren.

[2]Es gibt heute auch inzwischen eine riesige Liste an Werkstoffen, welche nicht mehr für Neuteile verwendet werden dürfen. (Asbest, RoHS, Nitrolacke usw.) Wie soll dann das "umgangen" werden?

Hi,

nach lange abstinenz bin ich mit dem 156 2.0TS wieder zurück gekommen.

Nach ingesamt 10.5 Jahren Pannenfreien Jahren kam der Nachfolger in die Garage.

Ein 159 SW..Dieser ist mittlerweile auch schon im vierten Jahr und immer noch ohne

ausserplanmäßigem Werktstattaufenthalt...

Sehr seltsam, oder einfach Glück, weil Luigi's Heimatverein gewonnen hatte ?

Seis drumm..die beiden o.g. waren bisher die zuverlässigsten Fahrzeuge die ich in meinen 30-Jahren

Autofahrerleben hatte.

Grüße

Nach 100.000 Km bin ich immer noch zufrieden mit meinem 156, Bj. 2003. Wie penyondeifach schon schon sagte: Das Auto ist gut, die Werkstätten und der Service eher schlecht.

Meine Kritikpunkte wären: Schwache Heizung und nervige Klimaautomatik. Ansonsten dürfte das Problem mit den schwer anfälligen Querlenkergummis bekannt sein.

Mit meinem Alfa GT bin ich insgesamt zufrieden. Jetzt mit ca 30.000 km und nach heutiger Überprüfung im Rahmen eines Ölwechsels (nach einem Jahr seit dem letzten Service) ist alles in Ordnung. Als Garantieleistung bei ca. 20.000 km wurde eine Spannrolle des Zahnriemens und ein Kugelgelenk an der vorderen rechten Radaufhängung gewechselt. Sonst bisher nichts. Es kann wahrscheinlich der GT nichts dafür, aber meine Sommerreifen (Bridgestone Potenza 215 / 45 / ZR17 Erstausstattung) sind jetzt nach ca 21000 km hinüber. Fahrweise eher moderat, Verbrauch auf die gesamten 30.000 km 8,66 l/100 km.

Wenn es in der nächsten Zeit keine wesentlichen Störungen gibt, dann ist dieses Auto eine positive, aber erwartete Überraschung.

Alfa-gt
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