ForumAudi Motoren
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Audi
  5. Audi Motoren
  6. Umbau V12 auf Reihen-6er

Umbau V12 auf Reihen-6er

Themenstarteram 21. Juli 2008 um 18:24

Hallo zusammen,

mal eine Frage an die Fachleute:

Ich betreibe einen Gas-Otto-Motor (Stationärmotor), der mit Deponiegas läuft.

Es handelt sich um einen turbogeladenen V 12, 35 Liter Hubraum, 350 kW bei 1500 1/min.

Zylinderanordnung

12 – 11 – 10 – 09 – 08 – 07 (B-Bank)

06 – 05 – 04 – 03 – 02 – 01 (A-Bank)

Gegenüberliegende Zylinder sitzen paarweise auf einem Hubzapfen der Kurbelwelle (Ist denke ich normal für nen V12).

Jede Bank hat einen eigenen Turbolader

Zündfolge

1 – 8 – 5 – 10 – 3 – 7

6 – 11 – 2 – 9 – 4 –12

Der Zündabstand beträgt abwechselnd ca. 50 °KW bzw. 70 °KW.

Da in der Deponie keine neuen Abfälle abgelagert werden, habe ich immer weniger Gas zur Verfügung und kann den Motor nur noch an seiner untersten Leistungsgrenze (200 kW) fahren. Abwechseln laufen lassen und stehen lassen geht nicht, da das Gas abgesaugt werden muss (Entgasungspflicht bei Hausmülldeponien) und ich das Gas nicht speichern kann.

Aber ich muss die ganze Kiste warten, (was beispielsweise bei Preisen von 360 € für eine Zündkerze (!!!!!!) ein teurer Spass ist).

Auch stehen jetzt der Austausch der Kolben und Laufbuchsen an. Und dann muss ich zwölf Stück tauschen, obwohl die Maschine vom Brennstoffangebot nur noch Halblast fahren kann. Das rechnet sich nicht wirklich.

Jetzt die Frage:

Gibt es einen Weg, die Maschine als 6-Zylinder zu betreiben?

Wenn ich jeden zweiten Zylinder in der Zündfolge weglasse, läuft er entweder nur auf Bank A oder Bank B, also als Reihen-6er.

Ich würde die nicht benötigten Zylinder richtig „tot“ machen (Kolben ziehen und Stösselstangen raus nehmen, Zylinderkopf drauflassen wegen der Öl- und Wasserwege), so dass sie kein Gas ansaugen.

Die Idee , die dahinter steckt, ist, dass das Maschinchen dann 350 kW / 2 = 175 kW Maximalleistung hat, und ich sie bis 100 kW runter betreiben kann und nur noch 6 Zylinder zu warten habe.

Der verbliebene Turbo würde nach dem Umbau nach wie vor von 6 Zylindern versorgt: passt!

Der Zündabstand beträgt immer 120 °KW: Passt!

Als Reihen-Sechser sollte er auch ruhig laufen.

Offene Fragen: Wie wirkt sich die Demontage von 6 von 12 Kolben (samt Pleuel) auf die Massenkräfte aus? Fliegt mit das Ding um die Ohren bzw. hüpft er mir vom Fundament?

Hat jemand schon mal so was gemacht? Hat jemand Tipps für mich?

Wenn Ihr Tipps habt, gebt bitte kurz an, mit was Ihr Euer Geld verdient oder verdient habt, damit ich die Tipps gewichten kann.

Ähnliche Themen
30 Antworten

Ich würde die nicht benötigten Zylinder richtig „tot“ machen (Kolben ziehen und Stösselstangen raus nehmen,

 

ist das dein ernst????????????

Themenstarteram 21. Juli 2008 um 21:53

Zitat:

Original geschrieben von Jürgen1976

Ich würde die nicht benötigten Zylinder richtig „tot“ machen (Kolben ziehen und Stösselstangen raus nehmen,

 

 

 

ist das dein ernst????????????

Voll und ganz. Sonst machst keinen Sinn.

hallo,

kann dir zwar nicht bei deiner frage helfen, mich interessiert aber, was du mit so einem motor machst? 35 liter hubraum: damit könntest du in einem fahrzeug montiert tagebau betreiben :eek:

bg

sascha

hallo

 

sowas kann gehen 

 

es gab mal eine ducati ( motorad ) da haben die auf ähnliche weise aus einen V2 einen 1 zylinder gemacht 

 

da blieb aber das pleuel drinn und wurde noch mit einem pendelarm beweglich geführt so das der nicht an der noch teilweis vorhandenen zylinderwand anschlägt

 

dein motor dreht ja auch nicht wirklich hoch was bei einem motoradmotor schon etwas anders ist der dreht über 7000u/min

 

was sind denn das für kerzen die 360 euro das stück kosten???

 

hast du mal ein bild von dem brocken

 

Mfg Kai

Hört sich wie ne Müllverbrennung o.ä. an. Der Motor wandelt das entstandene Gas in el. Energie oder so um... Dass man da nicht mit nem 2,0 tdi aufwarten kann, klingt logisch. :D ;)

Interessantes Vorhaben, leider kenn ich mich nicht wirklich aus... :( Rein von der Logik - ganz einfach gedacht - sollte es klappen. Der V12 ist ja im Prinzip nur ein doppelter R6... Wenn es technisch möglich ist, den einen R6 komplett abzutrennen und somit auch die Ölzufuhr, Spritzufuhr,... "auszuschalten", sollte es doch klappen... Wenn ein "normaler" Motor auf nem Zylinder weniger läuft, ist das doch auch noch kein wirklich merkliches Problem...

Bin ja mal gespannt, wie es hier weitergeht!

Gruß

Jan

Solche Ideen gab es schon häufiger und es ist sicher auch irgendwie technisch machbar. Ich sehe aber ein Problem in Deiner Beschreibung der Zündfolge. Du sprachst von abwechselnd 50° und 70°...wie sieht denn die Kurbelwelle dazu aus ? Denn wenn wir von einem Standard V12 ausgehen, hat der 60° V-Winkel. Um solche krummen Zündwinkel hinzukriegen, können ja dann nicht alle Kolben auf einem durchgängigen Hubzapfen laufen...dann wären es doch 60° Zündabstand. Ich vermute also mal, dass Du da eine Splitpin-Welle hast, also mit einem Versatz im Hubzapfen fpr die jeweiligen Zylinder. Ist das der Fall, kriegst Du aber keinen sauberen Massenausgleich mehr hin, der ist dann nicht exakt ausgeglichen, wie beim klassischen R6/V12. Lässt Du die eine Bank weg, fehlt ja im Prinzip immer die entgegen wirkende Kraft, die den Versatz kompensiert hat.

Grob gesagt wirst Du eine andere Kurbelwelle benötigen, um einen dauerhaft lauffähigen Motor zu bekommen...ein nicht ganz geringer Aufwand. Vielleicht hat der Hersteller aber auch nach dem Baukastenprinzip gearbeitet und kann Dir da etwas anbieten. Dort wäre meine erste Anlaufstelle mit diesem Problem...vielleicht ist es aber auch sinnvoller, bei den anstehenden Verschleißreparaturen, sich ein neues, kleineres und effektiveres Triebwerk zu kaufen...

Eine andere Frage, wieso ersetzt du den Motor nicht durch einen kleineren? Kann sein das das nicht möglich ist, aber das einfachste wäre doch einen neuen R6 Motor mi 170kw mit 3l Hubraum gekauft. Wird man für um die 3000t€ bekommen, ist günstiger als 10 Zündkerzen.

Deine Kurbelwelle ist für einen V12 Motor ausgelegt, wenn du eine andere Kurbelwelle einsetzt, dann dürfte er auf 6 Zylindern gut laufen.

Mercedes hatte in der glaube ich alten S Klasse ein ähnliches System. Hier wurden auch in gewissen Fahrsituationen einfach 6 Zylinder abgeschaltet. Kann dir leider nicht sagen welche.

Edit: Das Mercedes System funktionierte mit Ventilabschaltung. http://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_W220

...von 35 Litern auf 3 Liter Hubraum runter... dafür von 1.500 U/Min auf ca. 6.000 U/Min rauf... Hmm, interessanter Ansatz, ich befürchte, das Drehmoment reicht dann nicht mehr aus?

Gruß

Jan

Zitat:

Original geschrieben von jan.th

...von 35 Litern auf 3 Liter Hubraum runter... dafür von 1.500 U/Min auf ca. 6.000 U/Min rauf... Hmm, interessanter Ansatz, ich befürchte, das Drehmoment reicht dann nicht mehr aus?

Gruß

Jan

350kw bei 1500 U/min benötigen um die 2240NM Drehmoment :eek:

Ich kenne jetzt nicht die genauen Daten, aber nehmen wir mal an, man benötigt nur noch die halbe Leistung, also 1200NM.

Ich denke mal, mein Vorschlag wird nicht so gut sein. Der 170KW R6 Motor hat bei 6000 U/min 300NM. Wenn man den Motor 4:1 übersetzt hat man doch wieder seine 1200NM. Ich würde ehr sagen, dass das Problem das Gas sein wird. Mich würde mal interessieren, wie die Kompressionsverhältnisse von dem V12 Motor sind.

Lass mal nen 6 Zylinder stationär mit 6000 upm laufen! Der wird das keine 100 Tage mitmachen...

Der entscheidende Punkt ist doch aber, dass bei dem Daimler System zur Zylinderdeaktivierung die Massen trotzdem noch da waren. Er will die Massen entfernen und greift damit in das aufeinander gut abgestimmte System aus Kurbelwelle und allen anderen dynamischen Komponenten ein. Sprich der Massenausgleich und all die Lagerauslegung für die Belastungen passt nicht mehr. Was aber primär dem etwas seltsamen Zündwinkelabständen geschuldet ist, denn diese führen natürlich zu einer nicht "normalen" Kurbelwelle...

Fragst mal nach in einem Chrysler-Forum, den 300 gibt's mit Zylinderabschaltung.

Themenstarteram 23. Juli 2008 um 7:50

So, jetzt mal ein paar Antworten, die ich Euch schulde.

@volvocrasher

Wir machen Strom mit der Maschine und speisen ins öffentliche Netz ein.

@katrin-kai

Die Kerzen sind ne Spezialanfertigung mit viel Platin drin. Deponiegas enthält jede Menge Schadstoffe, unter anderem Chlor und Flour. Und die fressen normale Elektroden einfach so weg.

@JarodRussell

Ist definitiv so, dass gegenüberliegende Zylinder auf einem Hubzapfen sitzen. Ich kann den Motor seitlich aufmachen und weiss es also ganz sicher. Der Zylinderwinkel beträgt 60°. Liegt da die Ursache für die wechselnde Zündfolge?

@stummel78

Die Kosten für ein neues Aggregat liegen deutlich über denen für die „ganze“ Instandsetzung. Die „ganze“ lohnt vor dem Hintergrund, dass ich mit der Leistung tiefer muss, aber nicht kann, nicht. Daher die Idee mit dem R6-Umbau. Der Hersteller hat zwar Reihen-6er, die Kurbelwellen passen aber nicht in meinen Motorblock.

@pfarrer

Siehe Antwort an stummel78. Sorry, aber das mit dem 3-Liter Maschinchen ist ein Witz. Die Kiste soll weit über 8.000 Bh pro Jahr laufen und das 10 Jahre lang. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 90 km/h heißt das für das von Dir vorgeschlagene Automotörchen, dass es umgerechnet 7.200.000 km halten muss. :D:D

Das mit der Abschaltung bei der S-Klasse ist ein anderes Kaliber was ich vor habe. Ich will bewegte Massen entfernen, die sich irgendwie auf das Schwingungsverhalten auswirken. Siehe 2. Kommentar von JarodRussell. Danke für den Link, interessant, aber passt nicht.

@V8Freund

Siehe Kommentar zu Pfarrer bzw. 2. Antwort von JarodRussell

 

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Audi
  5. Audi Motoren
  6. Umbau V12 auf Reihen-6er