üble Panne - Wasserpumpe festgefressen!

Mercedes E-Klasse W211

Hallo,
am Samstag abend auf der Autobahn bei Nürnberg sprang mir der Keilriemen ab, sofort war die Warnmeldung "Batterie" rot angesprungen und die Servolenkung versagte sofort (die Bremse ging noch gut). Ich brachte den Wagen heil auf einen Parkplatz( ca 2km), war froh, dass meine Frau nicht gefahren war und die Kinder das ganze eher als Abentueuer sahen.

Etwas Kühlwasser trat aus und der Mercedes Pannendienst funktionierte, auch wenn es knapp 2 Stunden dauerte bis wir abgeschleppt waren. Ein Ersatzfahrzeug wurde gestellt und die Diagnose lautete: Wasserpumpe gefressen, dadurch ging der Keilriemen runter.

Mittlerweile bin ich wieder zu Hause in Stuttgart, habe noch den Ersatzwagen.

Der 320CDI ist scheckheftgepflegt, 3Jahre und 4 Monate alt und hat gerade auf dieser Fahrt die 100000km überschritten (Leasingwagen).

Den Meister bat ich heute telefonisch, sich für eine Kulanzlöung einzusetzen, er machte aber deutlich, dass er daran nicht glaubt.

Wie schätzt ihr die Sache ein?

Beste Antwort im Thema

Mir hat vor kurzem ein Verkäufer, der mir einen gebrauchten E 220 T CDI verkaufen wollte, erklärt, daß man Wasserpumpen durchaus mit einem qualitativ hochwertigen Kugellager bauen könne, so daß diese ein Motorleben lang halten würden. Der Mehrpreis hierfür sei bei einem teuren Mercedes vernachlässigbar.
Ich betrachte es als kundenunfreundlich, wenn diese besseren Wasserpumpen nicht eingebaut werden. Es ist ebenso nicht hinnehmbar, regelmäßig viel Geld für die Inspektionen auszugeben, bein denen außer Ölwechsel nur der Diagnosestecker eingesteckt wird. Vor 30 Jahren gehörte zur Inspektion in der Regel noch eine Achsvermessung,  Zündkerzenprüfung, Unterbrecherkontaktwechsel, Einstellung der Zündung mit einer Stroboskoplampe, usw. Wenn bei einer Inspektion trotz Diagnosestecker kein nahendes Ende der Wasserpumpe diagnostiziert werden kann, so daß man auf der Autobahn davon überrascht wird und womöglich noch einen Unfall erleidet, so ist das ein ganz ganz großens Armutszeugnis für eine Premiummarke. Wenn ich Premium-Geld für ein Auto ausgebe, erwarte ich auch, daß unter der Motorhaube Premium drin ist.

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Gut eine Wasserpumpe sollte eigentlich schon was länger halten, aber du gehst doch nicht ernsthaft davon aus, dass du nach über 3 Jahren und 100kkm noch Kulanz darauf kriegst?! 
 
Edit: Kauf dir beim nächsten mal ein BMW, da ist das Problem dann nicht so groß 😁

2km ohne keilriehmen bis zum nächsten parkplatz gefahren???

Zitat:

Original geschrieben von EXmotor-talk(er)


Gut eine Wasserpumpe sollte eigentlich schon was länger halten, aber du gehst doch nicht ernsthaft davon aus, dass du nach über 3 Jahren und 100kkm noch Kulanz darauf kriegst?! 
 
Edit: Kauf dir beim nächsten mal ein BMW, da ist das Problem dann nicht so groß 😁

Ich wäre da nicht so sicher. Wenn der Wagen Scheckheftgepflegt ist gibt es z. B. bei einer grossen NDL durchaus noch Möglichkeiten sich zumindest an der Hälfte der Kosten zu beteiligen.

Die Kulanz übernimmt dann die NDL halb, hälfte Du wenn Du ein treuer Kunde bist. Da gibt es schon Möglichkeiten. Ist aber immer eine freiwillige Sache, man sollte sachlich und höflich bleiben.

Blöd gelaufen mit der Wasserpumpe. War grosses Pech...würde mich an Deiner Stelle auch ärgern.

Grüsse

Daniel

Ehrlich gesagt geht mir dieses unverschämte Anspruchsdenken auf den Geist.
 
Wie sollen Werkstätten bei diesen Kunden, wenn sie damit durchkommen,  etwas verdienen? Auch ich habe bis vor ein paar Jahren wertige Privatwagen des Premiumsegments gefahren. Aber wenn da bei 100 TKM, die ich nie erreicht habe, mal was kaputt gegangen wäre - ja, dann hätte ich es bezahlt. Da komme ich überhaupt nicht auf die Idee, bei typischen Teilen mit Vergang (Batterie, Wasserpumpe, Lichtmaschine, Kupplung etc.) ulkig zu werden. Das sind Verschleißteile. Ja, die halten idR bei Mercedes recht lange. Und wenn mal nicht, würde ich im ersten Jahr sicher einen Werksfehler unterstellen und entsprechend erfolgreich vorsprechen. Aber doch nicht bei einem sechsstelligen Wagen im vierten Jahr... 

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Entschuldige Richie, wenn ich dir widersprechen muss, aber eine Wasserpumpe wird immer zu einem gewissen Zeitpunkt oder Kilometerleistung getauscht. Da gibt es keine Sichtprüfung. Die wird einfach bei Fälligkeit fällig. 😁 Und so lange muss dieses Dingens eben mindestens halten. Wenn das die Regel wäre, müsste der Hersteller seine Intervalle dementsprechend anpassen. Da es eben ein "Einzelfall" ist, kann durchaus über Kulanz nachgedacht werden.

Gruss

Wasserpumpe ist kein Wartungsteil.
Somit wird es fällig bei: Undichtigkeiten oder Defekt.
Kein Arsch schaut in der Werkstatt nach der Wasserpumpe bei der Wartung!
UNd das die bei 99999 km hi ist war halt Pech!

Zitat:

Original geschrieben von Bartman


Entschuldige Richie, wenn ich dir widersprechen muss, aber eine Wasserpumpe wird immer zu einem gewissen Zeitpunkt oder Kilometerleistung getauscht. Da gibt es keine Sichtprüfung. Die wird einfach bei Fälligkeit fällig. 😁 Und so lange muss dieses Dingens eben mindestens halten. Wenn das die Regel wäre, müsste der Hersteller seine Intervalle dementsprechend anpassen. Da es eben ein "Einzelfall" ist, kann durchaus über Kulanz nachgedacht werden.
 
Gruss

Du widersprichst mir gar nicht. Ich habe ja nichts von Sichtprüfung erwähnt. Es gibt aber keine offen kommunizierte Lebensdauer von Generator, Kupplung, Wasserpumpe etc.. Ist ja auch wohl sehr individuell. Gäbe es die aber, dann wäre es ein Riesenaufschlag im Forum, wenn der erste bei Assyst E seine intakte Lichtmaschine und Wasserpumpe für 1200 Neuronen zusätzlich vorsorglich gewechselt bekäme. Merkste was? Ja, da wartet man lieber bis Fälligkeit. Aber das heißt nicht, dass man dann von Daimler Kohle kassiert.

Verzeiht mir bitte, aber mein Einwand scheint im W211-Forum voreilig gewesen zu sein. Im VAG-Konzern wurde diese bei den meisten Modellen immer im Rahmen eines Zahnriementauschs gewechselt. Somit war der WaPu eine fest definierte Haltbarkeit zugeordnet, welche mindestens erreicht werden mußte, da sonst teuere Folgeschäden (kapitaler Motorschaden) aufgetreten wären.

Bei Kettentrieb, welche ja jetzt bei vielen Autobauern (wieder) eingesetzt wird, ist die Wapu meist extra über Riemen angetrieben und kann somit bis zur Undichtigkeit oder völligem Stillstand ihren Dienst verrichten.

Bei Verschleißteilen hast du natürlich recht.

Gruss

Zitat:

Original geschrieben von Bartman


Verzeiht mir bitte, aber mein Einwand scheint im W211-Forum voreilig gewesen zu sein. Im VAG-Konzern wurde diese bei den meisten Modellen immer im Rahmen eines Zahnriementauschs gewechselt. Somit war der WaPu eine fest definierte Haltbarkeit zugeordnet, welche mindestens erreicht werden mußte, da sonst teuere Folgeschäden (kapitaler Motorschaden) aufgetreten wären.

Bei meinem Opel war das auch so.

Eine Investition war die WaPu bei meinen bisherigen Fahrzeugen sowieso nicht. Was kostet denn das Ding bei MB? Wenn der OP ohne Kühlung noch 2km Autobahn gefahren ist, könnte dieser Betrag nebensächlich werden.

Zitat:

Original geschrieben von Topfgucker



Zitat:

Original geschrieben von Bartman


Verzeiht mir bitte, aber mein Einwand scheint im W211-Forum voreilig gewesen zu sein. Im VAG-Konzern wurde diese bei den meisten Modellen immer im Rahmen eines Zahnriementauschs gewechselt. Somit war der WaPu eine fest definierte Haltbarkeit zugeordnet, welche mindestens erreicht werden mußte, da sonst teuere Folgeschäden (kapitaler Motorschaden) aufgetreten wären.
Bei meinem Opel war das auch so.

Eine Investition war die WaPu bei meinen bisherigen Fahrzeugen sowieso nicht. Was kostet denn das Ding bei MB? Wenn der OP ohne Kühlung noch 2km Autobahn gefahren ist, könnte dieser Betrag nebensächlich werden.

das denke ich auch. ICH denke da wird es in naher zukunft bestimmt noch einpaar probleme mit dem kopf haben..

bei meinem cousin in seinem 530D wars ürbigens ähnlich; bei kurz nach 100tkm wasserpumpe kaputt, die gebrauchtwagenversicherung (nicht von BMW) hatte genau 0,00% davon übernommen 😁

übrigens hatte er zufälligerweise jetzt am WE die meldung dass kühlwasser fehlt und plötzliches ansteigen der temperatur. nachdem ein halber liter wasser eingefüllt wurde war alles wieder ok - bleibt aber noch in beobachtung.

Sehr ärgerlich, wenn die WP sich defekt verabschiedet. Aber ich sehe sie als Verschleißteil und wundere mich immer wieder ,welche Kulanzanträge gestellt werden (können), obwohl das Fahrzeug schon deutlich älter ist.

Mir hat vor kurzem ein Verkäufer, der mir einen gebrauchten E 220 T CDI verkaufen wollte, erklärt, daß man Wasserpumpen durchaus mit einem qualitativ hochwertigen Kugellager bauen könne, so daß diese ein Motorleben lang halten würden. Der Mehrpreis hierfür sei bei einem teuren Mercedes vernachlässigbar.
Ich betrachte es als kundenunfreundlich, wenn diese besseren Wasserpumpen nicht eingebaut werden. Es ist ebenso nicht hinnehmbar, regelmäßig viel Geld für die Inspektionen auszugeben, bein denen außer Ölwechsel nur der Diagnosestecker eingesteckt wird. Vor 30 Jahren gehörte zur Inspektion in der Regel noch eine Achsvermessung,  Zündkerzenprüfung, Unterbrecherkontaktwechsel, Einstellung der Zündung mit einer Stroboskoplampe, usw. Wenn bei einer Inspektion trotz Diagnosestecker kein nahendes Ende der Wasserpumpe diagnostiziert werden kann, so daß man auf der Autobahn davon überrascht wird und womöglich noch einen Unfall erleidet, so ist das ein ganz ganz großens Armutszeugnis für eine Premiummarke. Wenn ich Premium-Geld für ein Auto ausgebe, erwarte ich auch, daß unter der Motorhaube Premium drin ist.

Wie lang war 1970 noch gleich das Serviceintervall? 5000 oder schon 10000 KM?

Und Unterbrecherkontakte - hättest Du gern wieder welche?

Hielten die Zündkerzen damals schon 80-100tkm?

Und wurde auch der Schmierdienst durchgeführt, nicht dass das vergessen wird! 😉

Der M130 R6 2,8 hat - meine ich- knapp 5 Liter Ölinhalt - der E280 M112 V6 hat 8 Liter.

( PS: Wir haben eine S-Klasse von 1970, da gibts das alles noch. Neulich ist übrigens die Fusspumpe für das WischWasch undicht gegangen. Konnte ohne Elektronik-Diagnosestecker ganz einfach durch feuchte Socken diagnostiziert werden 😉 )

Ich erwarte schlicht und ergreifend bei einer Premiummarke, daß bei regelmäßiger Inspektion  zwischen den Inspektionen keine derartigen Ausfälle wie Wasserpumpen oder was auch immer passieren. Sonst kann man auch auf die Inspektion verzichten und den Ölwechsel an der Tankstelle durchführen lassen.

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