TSI Motoren unter Volllast - Expresszuschlag?
Liebe Community,
ich weiß, dass das Thema bereits endlos und kontrovers diskutiert wurde, aber mich verunsichert der Vollgasverbrauch der TSI Motoren doch etwas.
Erstmal vorab: ich habe zwei Autos, und eins davon war von 1999 - 2008 ein Fiat Barchetta mit 131 ps. Dieser hat bei normaler Fahrweise ~7.5 - 8 Liter verbraucht und beim Heizen einen Liter mehr, also 8,5 - 9 Liter. Alles iO gewesen.
Nun wurde er durch einen VW Eos ersetzt (122ps, 1,4 tsi). Dieser braucht bei zurückhaltender Fahrweise ca 6.5 - 7 Liter, aber bei Vollgas, und nun kommts, >10 Liter, was mich dann doch immer recht erschreckt, vorallem da ich den Verglecih mit dem Fiat habe (der nat. leichter war).
Nun überlege ich mein anderes Auto durch einen VW Golf GTI zu tauschen, die Verkäufer werben ja immer damit dass man das Auto mit 8 Litern fahren könne...
ABER man kauft sich ja keinen GTI zum dahinschleichen, und ich habe die Befürchtung, dass der Verbrauch beim GTI genauso explodieren wird wie beim VW Eos. Und genau eben DAS kenne ich nicht von den alten Saugmotoren.
Seht ihr das genauso?
Danke und Gruß
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Und genau eben DAS kenne ich nicht von den alten Saugmotoren.
Bei turbomotoren wird allgemein bei vollast das gemisch stark angefettet, denn ein teil des sprits wird zur brennraumkühlung verwendet, ansonsten würden die abgastemperaturen schnell die 1000° erreichen was den turbo oder allgemein die kolben schädigen könnten..
Bei saugern ist dieses thema kein problem denn die erreichen nicht solche temperaturen, sie sind daher bei vollast einfach sparsamer gegenüber einem gleich starken turbomotor..
Der Vorteil des downsizing gegenüber einem sauger ist, dass man hubraum einsparen kann und mit hilfe des turbos die leistung abrufen kann wenn sie wirklich benötigt wird.. Da überwiegend viele autofahrer sich meist im teillastbereich aufhalten, kann man so schon sprit sparen..
76 Antworten
Zitat:
Hast Du jetzt grob 12 l geteilt durch 0.69 und dann mal 0.49 gerechnet, um diesen Wert zu bekommen?
Nein, dann wäre ich ja bei ca 8,5L/100km gelandet und nicht bei gut 9L/100km. Zumindest den Rollwiderstand sollte man da schon mit einbauen.
Für derartige Berechnungen, habe ich ein eigenes Excelmodell, das diverse Bedingungen, inkl. Luftdichte, Steigung, Windgeschwindigkeit beachtet.
Zitat:
Original geschrieben von navec
Für derartige Berechnungen, habe ich ein eigenes Excelmodell, das diverse Bedingungen, inkl. Luftdichte, Steigung, Windgeschwindigkeit beachtet.
Feine Sache! Selbst erstellt?
Respekt. Schade, dass ich keine Ahnung über Excel habe. 🙁
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb
Respekt. Schade, dass ich keine Ahnung über Excel habe. 🙁
😁😁😁😁😁😁 der fred gefällt mir, einfach löschen
Sehr interessanter Thread, den ich gierig verschlungen hab, da ich mit der Überlegung schwanger laufe, mir einen Seat Leon ST zu bestellen... aber derzeit noch sehr mit der Wunschmotorisierung hadere.
Auf dem Papier hört sich das ja alles toll an, dass es bei den aktuellen TSIs keine Volllastanfettung mehr geben soll, aber vom Realverbrauch auf meiner Probefahrt war ich dann doch eher enttäuscht?
Da ich auf das Vorführfahrzeug damals warten musste, war der Motor nicht kalt (jedenfalls nicht völlig, die Wegstrecke des vorherigen Fahrers kenne ich natürlich nicht). Anschließend ging's dann sachte aus dem Ortsgebiet raus auf eine Bundesstraße, immer brav niedertourig im Verkehr mit. Ich glaub, einmal hab ich einen Laster überholt. Anschließend das zweite Drittel über kleinere Straßen, was insgesamt wohl deutlich verbrauchsintensiver war, da ich die Strecke erstens nicht kannte, und ich zweitens auch häufig das volle Drehmoment ausgenutzt habe. Insgesamt wurde dabei aber nie über 3.500/min gedreht, und ich hab auch immer sofort hochgeschaltet, sobald die gerade gebrauchte Leistung auch im höheren Gang abrufbar war. Das letzte Drittel ging's dann über gerade Landstraßen ohne viel Abwechslung oder Ortschaften - den Großteil davon im 6. Gang entspannt zwischen 80 und 100, nachdem ich nebenbei noch den Bordcomputer und das Navi durchprobieren "musste".
Insgesamt ergab sich dabei ein gemischtes Bild. Einerseits.... JA, der Motor macht Spaß und wirkt im getesteten Drehzahlbereich bis 3.500/min sogar kräftiger als der 2.5er R6 in meinem bisherigen Auto.
Andererseits... NEIN, die große Erleuchtung in Sachen Verbrauch war's nicht. Am Ende zeigte der Bordcomputer 8,3 Liter/100km für den aktuellen Trip, bzw. 8,6 Liter seit der letzten Rückstellung (Historie wie gesagt unbekannt). Klar, ich war mit dem Auto noch nicht vertraut, ich war mit der Strecke nicht vertraut, und vielleicht hätte es mitunter eine bessere Schaltstrategie gegegeben. Und so weiter. Und mit Sicherheit liesse sich im Alltag noch mindestens ein weiterer Liter sparen. Aber gut die Hälfte der Strecke war einfach nur Mitrollen im 6. Gang auf Landstraßen bzw. mal im 5. Gang durch Ortschaften - da kann man quasi so viel nicht falschmachen. Und drum fand ich das Ergebnis eben nicht gerade berauschend.
Und genau diese Erkenntnis bringt mich nun eben auch keinen Schritt weiter, ob ich zum 1.4 TSI mit 140PS, dem 1.8 TSI mit 180PS oder zum 2.0 TDI mit 184PS greifen sollte... :-(
Mein wöchentliches Fahrprofil besteht einerseits aus 6 bis 10mal Arbeitspendeln, jeweils 24km pro Fahrt, davon 60% Landstraße und 40% innerorts, mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und etlichen Ampeln, alles komplett auf 30 bis maximal 70km/h reglementiert. Dafür wäre der 1.4 TSI sicherlich schon fast Übermotorisierung, und auf jeden Fall die beste Wahl unter den obigen dreien. Und dabei deutlich sparsamer als mein aktueller 323i, der bei diesem stockenden Fahrprofil die meiste Zeit im Wandler rumpanscht und sich entsprechend leider die Zeit mit Trinken vertreibt (9-10 Liter).
Hinzu kommen aber so 2 bis 6 mal pro Woche noch 70km Autobahn. Manchmal mit 100-120km/h (was wieder für den 1.4 TSI sprechen würde), wenn freie Bahn oder Zeitdruck herrscht, dann aber oft auch mit 160 bis 180. Hinzu kommen ganzjährig immer mal wieder Freizeitfahrten in die Alpen (ca. 100-200km einfach), ebenfalls mit diesen beiden unterschiedlichen Geschwindigkeiten, je nach Zeitdruck und Verkehr. Diese Autobahnfahrten sind eben der Punkt, wo der Diesel finanziell ins Spiel kommt. Bzw. eben die Frage, ob das Anfetten des TSI bei hoher Leistungsabgabe wirklich vollkommen vom Tisch und der Wirkungsgrad noch einen Vorteil gegenüber größeren Saugmotoren hat...
Erschwerend für die Auswahl kommt allerdings auch noch hinzu, dass sich mein jetziger 323i durch die extreme Overdrive-Übersetzung der Automatik auf der Autobahn zwar ungefähr so agil wie der Tidengang anfühlt, aber dafür auch extrem sparsam unterwegs ist (etwa 6 Liter bei 110-120, etwa 8 Liter bei 160). Das heisst, wenn ich beim Verbrauch zukünftig wirklich Geld sparen will - und mein nächstes Auto soll deutlich sparsamer sein, sonst lässt mich mein Geldspar-Unterbewusstsein gar keins kaufen!! - dann muss ich fast zum Diesel greifen, denn die TSI werden diese Werte wohl auch kaum nenneswert unterbieten können.
Was (neben dem Spaßfaktor) ebenfalls für den Top-Diesel spricht: Ich werde in Zukunft öfter mal einen Wohnwagen (ca. 1400kg) leihen können, und da darf es zur Stressvermeidung an Steigungen des Raddrehmoments und der abrufbaren Maximalleistung bekanntlich nie genug sein. Der Diesel erscheint mir aber ob des kurzen Arbeitswegs, des DPFs und der allgemein komplexen Technik (die technischen Neuerungen des neuen EA288 lesen sich wie das Who-is-who der absehbaren Fehlerquellen?) nicht so richtig erstrebenswert...
Und so kommt angesichts der gleichen maximalen Leistung eben der 1.8 TSI wieder zusätzlich ins Bild. Der ebenfalls die Mehrlenker-Hinterachse hat, die ich irgendwie schon gerne haben würde, auch wenn mir die Verbundlenkerachse des 1.4 TSI bei der Probefahrt so wenig negativ aufgefallen ist wie bei noch keinem Auto zuvor. Aber der 1.8er verbraucht mit Sicherheit einen Liter mehr als der kleine TSI, und bringt zwischen 1.500 und 3.500/min letztlich überhaupt keinen Vorteil (identische 250Nm, gleiches Getriebe, gleiche Endübersetzung).
Ihr seht: komplette Ratlosigkeit macht sich breit... :-(
Und je mehr ich dann in Foren über TSI und TDI lese, um mir ein genaueres Bild zu machen, umso mehr beschleicht mich die Panik, ob ich nicht weiterhin bei einem altbewährten Motor bleiben sollte, der in der Regel einfach 300.000km ohne Komplikationen runterreisst? Im Endeffekt kauft man bei den aktuellen MQB-Motoren leider in jedem Fall die Katze im Sack, da entweder komplett neu entwickelt (EA211, EA288) oder zumindest stark überarbeitet (EA888). Wie bei letzterem z.B. der Betrieb mit Saugrohreinspritzung zuverlässig funktionieren soll, ohne dass die Einspritzdüsen der Direkteinspritzung dabei potentiell Schaden nehmen, ist mir noch schleierhaft? Sämtliche Gasumrüster haben sich nämlich genau daran die Zähne ausgebissen... aber das ist wieder ein anderes Thema....
Was würdet ihr an meiner Stelle tun? 😕
Ganz ehrlich?
Erfreue dich an deinem 6 Zylinder!
Durch die Spritersparnis von einem Neuen musst du erstmal dessen Anschaffungskosten reinfahren. Da würde ich lieber den 3er behalten und eben etwas Mehrverbrauch in Kauf nehmen.
Nie würde ich den gegen so nen 1.4 oder 1.8 TSI eintauschen
Also wenn du einen Rat von einem langjährigen VW-Fahrer haben möchtest, ich bin seit 20 Jahren VW-Fahrer. Mittlerweile bin ich 45 Jahre alt. Dann bleibe bitte bei Deinem jetzigen Fahrzeug, ein besseres wirst du von VW nicht bekommen..... Dies ist ein sehr gut gemeinter Rat....
Tom
In dem fall, wenn kein Zugzwang vorliegt würde ich auch den seidigen r6 behalten. Auf der Bahn wird kaum ein Motor verbrauchsgünstiger sein, in der Stadt vielleicht aber auch nicht um Welten, die verbrauchswunder passieren inzwischen fast nur noch auf dem Papier.
Vielen Dank für Eure Rückmeldungen! Rein von der motorischen Seite würde ich den BMW auch gerne behalten, da der R6 schon eine gewisse technische Faszination ausstrahlt. Trotz Langstrecke keinerlei Öl-Nachfüllbedarf, toller Sound und der beinahe unhörbare, vibrationsfreie Leerlauf erfreuen mich jedes Mal wieder beim Garagentor-Öffnen. Da muss man die Ohren schon fast an den Auspuff halten, um was zu hören. Welcher übrigens ab Werk aus Edelstahl ist und dadurch ewig hält - auch so eine Sache, die man bei einem neuen Auto wohl nicht so einfach wieder bekommt!?!
Was mich trotzdem zum neuen Auto treibt, sind letztlich drei Sachen: zum einen hatte ich vorher einen Kombi, und entsprechend nervt mich der Platzmangel und die fehlende Variabilität in der Limousine mittlerweile immer mehr. Zweitens gehen am Rest des Autos im Alter von 13,5 Jahren langsam die kleinen Problemchen los (auch wenn der Grundmotor noch so zuverlässig sein sollte). In den letzten zwei Jahren gab's leider ständig wieder irgendeine Kleinigkeit zu reparieren (z.B. drei Fensterheber, Schiebedach, Lichtmaschine, Klima-Endstufe, beide Nockenwellen-Positionssensoren, Kurbelwellengehäuse-Entlüftungsventil, Hydrolager der Querlenker, Stabi-Koppelstangen, korrodierte Bremsleitungen, etc.). Das sind alles bekannte Sachen und nicht übermäßig kompliziert zu reparieren (Bruder ist Kfz-Meister bei BMW), aber mich nervt es einfach, wenn das "Baby krank" ist und so häufig was zu machen ist (zudem bin ich auf dem Land täglich aufs Auto angewiesen). Vielleicht kann man zwar langsam hoffen, dass alles anfällige schon einmal durchrepariert ist und dann wieder ewig Ruhe herrscht, aber wer steckt da schon drin...
Der wichtigste Punkt ist aber: ich bin Autofanatiker und mich gelüstet einfach mal wieder nach was Neuem - wieder mit Schaltgetriebe, integriertem Navi und ein paar weiteren Wünschen. Dummerweise bin ich auf der anderen Seite aber viel zu nachdenklich beim Geldausgeben, um mir einfach spontan zu kaufen, was mir gefällt. Autofan und vernünftig gleichzeitig zu sein, das ist eine äußerst unleidliche Kombination beim Neuwagenkauf... 😉
Ich darf gar nicht drüber nachdenken, wie lange ich nun schon drüber sinniere, was es denn werden soll. Aber am Leon ST hab ich mich vom Preisleistungs-Verhältnis her nun eben schon am längsten festgebissen, weil er zumindest vernünftiger ist als ein doppelt so teures "Premiumprodukt", und andererseits fahrerisch unterhaltsamer als z.B. ein vernunftbetonter Nichts-ist-unmöglich-Japaner. Aber das gehört eigentlich alles nicht mehr in diesen TSI-Motoren-Thread... vielleicht eröffne ich die Tage mal ein separates Thema in einem passenderen Bereich - zumindest, wenn ich den Eindruck habe, dass mir bei dieser Entscheidung überhaupt noch zu helfen ist?!? 😛
Noch mal zum Titel dieses Threads:
In der aktuellen AB wurden Verbräuche bei Vmax von einigen Autos ermittelt.
Interessant wären da in diesem Zusammenhang der Golf 1,4-ACT-TSI und der Skoda Octavia Combi 1,2TSI.
Der Golf hatte eine gemessene Vmax von 213km/h und brauchte dabei 20,2L/100km.
Der Skoda hatte eine Vmax von 192km/h und brauchte 13,4L/100km.
Ich habe das mal grob rück gerechnet und komme dann beim Skoda auf ca 255g/kwh spez. Verbrauch, was angesichts der Tatsache, dass besser als rund 235g/kwh ohnehin nicht möglich wäre und man schließlich bei 5000rpm (5.Gang) und Volllast war, gar nicht schlecht ist.
Beim Golf 1,4TSI-ACT kommt man allerdings auf rund 330g/kwh und das ist definitiv für angebliche 4800rpm (6.Gang) und Volllast jenseits von Gut und Böse.
Für den neuen (EA211) einfachen 1,4TSI mit 90kW wird ja behauptet (da gibt es ein Schaubild, dass ich mir irgendwo heruntergeladen habe), dass der bei Volllast und 5000rpm angeblich 20% weniger verbrauchen soll, als der alte 1,4TSI mit 90kW (EA111).
Entweder ist die Entwicklung beim 103kW 1,4TSI im Volllastbereich (da ist es wohl völlig unerheblich, ob mit oder ohne ACT) komplett in die Hose gegangen oder AB hat falsch gemessen...
Ich würde sagen, dass die AB beim 1.2 er falsch gemessen hat.
Warum sollte der 1.2 so viel besser sein? Technisch gibt es dafür absolut keinen Grund.
Ich ziehe das jetzt auch mal zurück, da die AB wirklich nur eine Durchschnittsverbrauchsmessung zwischen 2 Tankterminen mit sehr großem Vmax-Anteil gemacht hat. (So entnehme ich das jedenfalls dem Text)
So etwas hat mit einer Verbrauchsmessung bei maximaler Leistung (i.d.R. bei Vmax) nicht allzu viel zu tun und ist daher auch nicht auswertbar.
Man braucht dazu nicht mal zu unterstellen, dass die AB-Leute falsch gemessen haben.
Sie haben nur nicht unbedingt das gemessen, was sie eigentlich lautstark verkündet haben.
Hi,
Mal meine Erfahrungen über 50000km mit dem Seat Ibiza Cupra 6J mit dem 1.4 Twincharger und 180PS.
Mein Auto lässt sich sparsam mit knapp 6l fahren, wenn man sachte (!) beschleunigt und nicht schneller als 120 fährt.
Fährt man über 180 und beschleunigt oft mit Kickdown durch, so können es auch mal 12-14l sein.
Da ich immer die selbe Strecke über 50km fahre, habe ich bei sanftem Gasfuss bis 130 um 6,5l im Durchschnitt, bei schnellem Fahren sind's dann 10,5.
Die Strecke hat ca 5km Stadt, und 45km Autobahn, wobei ca. rund 30km davon unbeschränkt sind.
Over all im gemischten Betrieb sind es im Schnitt 7,5l, die ich für angemessen halte.
Mit dem Vorgänger, einem Ibiza1,4 mit 86PS lag ich im Schnitt bei 7,2.
Insofern stimmt es schon, dass der TSI im Vergleich zu meinem Alten Sauger offensichtlich sparsamer ist.
LG
Micha