Trunkenheit am Steuer
Hallo Leute, ich wurde vor ca 2 Monaten angehalten und musste pusten (1.1) ich bin dummerweise nach einem Streit ins Auto eingestiegen und wollte nach Hause fahren, es gibt dafür natürlich keine Entschuldigung es war das dümmste was ich je gemacht habe. Ich bin zu schnell in eine Ausfahrt reingefahren und dann gegen ein Verkehrsschild geknallt, es ist Gott sei Dank nichts passiert jedoch musste ich natürlich zur blutentnahme. Bei der Entnahme ist der Wert jetzt bei 1,17 ausgefallen, mit was für einer Strafe kann ich rechnen, würde es was bringen wenn ich meinen Anwalt einschalte?
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Zitat:
@fehlzündung schrieb am 26. November 2023 um 14:27:36 Uhr:
Meine Aussage diente auch keiner Bewertung verschiedener Grenzen, sondern als Hinweis darauf, dass man mit 1,1 Promille nicht völlig out-of-order ist.
Ich hab dich schon richtig verstanden. Mein Hinweis sollte lediglich ergänzend sein.
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 26. November 2023 um 14:27:36 Uhr:
Meine Aussage diente auch keiner Bewertung verschiedener Grenzen, sondern als Hinweis darauf, dass man mit 1,1 Promille nicht völlig out-of-order ist.
Wenn man öfter Alkohol trinkt stimmt das. Leute die so gut wie nie Alkohol trinken haben bereits bei 0,3 Promille deutlich merkliche Einschränkungen. Die gesellschaftliche Normalität von Alkohol führt dazu das wir das kaum noch normal einschätzen, auch der der "nur" 2 mal im Monat am Wochenende was Trinkt ist über die Jahre Alkohol gewohnt.
In der Verwaltung wird man außer der Putzfrau keinen finden der in seiner Ausbildung nicht zumindest einen erheblichen Anteil Recht hatte.
Zitat:
@Moers75 schrieb am 26. November 2023 um 14:43:34 Uhr:
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 26. November 2023 um 14:27:36 Uhr:
Meine Aussage diente auch keiner Bewertung verschiedener Grenzen, sondern als Hinweis darauf, dass man mit 1,1 Promille nicht völlig out-of-order ist.Wenn man öfter Alkohol trinkt stimmt das. Leute die so gut wie nie Alkohol trinken haben bereits bei 0,3 Promille deutlich merkliche Einschränkungen. Die gesellschaftliche Normalität von Alkohol führt dazu das wir das kaum noch normal einschätzen, auch der der "nur" 2 mal im Monat am Wochenende was Trinkt ist über die Jahre Alkohol gewohnt.
In der Verwaltung wird man außer der Putzfrau keinen finden der in seiner Ausbildung nicht zumindest einen erheblichen Anteil Recht hatte.
Schon wieder Quatsch.
Normale Verwaltungsfachangestelle in einer öffentlichen Verwaltung dürfen garnicht justistisch urteilen.
Brauchen sie auch nicht. Sie müssen Gesetze und rechtliche Arbeitsanweisungen lesen und verstehen können und danach handeln.
Wenn eine juristische Entscheidung vonnöten ist, erfolgt eine Vorlage beim Hausjuristen.
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@fehlzündung
Das ist aber etwas anderes als diese Aussage
.......... "Dort sitzen Menschen, die den weitaus größten Teil im Rahmen ihrer Ausbildung juristisch ausgebildet werden. "
😉
Ja stimmt.
Der Verwaltungsangestellte hat halt im Rahmen der Ausbildung auch juristische Ausbildung und Unterricht gehabt, ist aber eben kein Jurist.
Für Sachverhalte, wo eine juristische Ausbildung zur Entscheidungsfindung nötig ist, gibt er den Sachverhalt an den Hausjuristen ab (der hat auch entsprechend ein Jura-Studium absolviert), der entscheidet und der Verwaltungsangestellte wiederum führt die Entscheidung aus.
Auf jeden Fall wird es nicht so sein, dass solche Entscheidungen (MPU ja oder nein) da nach Tageslaune und Zufall entschieden werden.
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 26. November 2023 um 14:57:31 Uhr:
Wenn eine juristische Entscheidung vonnöten ist, erfolgt eine Vorlage beim Hausjuristen.
Äh, nein. Auch der kann nur den Verwaltungsangestellten juristisch Beraten. Der Hausjurist ist nicht dafür da irgendwelche Entscheidungen zu treffen sondern hilft lediglich dabei dass die getroffenen Entscheidungen rechtlich korrekt sind. Verwaltung ist Teil der Exekutive, nicht der Judikative.
Eine juristische Entscheidung im wörtlichen Sinne darf in D nur ein Richter treffen.
Da habe ich mich unklar ausgedrückt.
Natürlich spricht der Hausjurist kein Recht, das kann, wie du ja selber sagst, nur ein Richter.
Der Hausjurist wird oft bei komplizierteren oder komplexeren Sachverhalten eingeschaltet oder wo es um Ausübung eines Ermessens geht. Also Sachverhalte, die nicht 08/15 sind.
Ob der Hausjurist berät oder entscheidet, hängt von der Struktur der Behörde ab. Wenn der Hausjurist dem Verwaltungsangestellten fachlich vorgesetzt ist oder der Sachverhalt in seinen Entscheidungsbereich fällt, trifft er die Entscheidung und der VWA führt sie nur aus.
Gute Gründe, auf einen Anwalt zu verzichten gibt es m.E. nicht. Es sei denn, man kann es sich nicht leisten.
Ein Anwalt kann schon dabei behilflich sein, das beste aus der leidigen Sache im Sinne des TE rauszuholen.
Zitat:
@yellwork schrieb am 26. November 2023 um 14:53:41 Uhr:
Normale Verwaltungsfachangestelle in einer öffentlichen Verwaltung dürfen garnicht justistisch urteilen.
Tun sie ja auch nicht. Die MPU ist ja keine Strafe sondern für den Kandidaten eine Chance, berechtigte Zweifel an der Eignung für den Führerschein auszuräumen. Und die sind bei Alkoholfahrern immer vorhanden.
Zitat:
@AS60 schrieb am 26. November 2023 um 12:58:10 Uhr:
Auch bei 1,1 Promille oder einem ähnlichen Ergebnis. Sonst kann man das nicht vergleichen.
Alleineunfall mit einem Leih-Elektroroller.
Zitat:
@Melosine schrieb am 26. November 2023 um 13:03:45 Uhr:
In den Führerscheinstellen sitzen Menschen bar jeglicher juristischer Ausbildung, die je nach Tagesform über Wohl und Wehe ihrer Klienten entscheiden dürfen. Das ist, bei Lichte betrachtet, ein Skandal sondergleichen.
Quark. Allerdings wäre es mir auch lieber, wenn die MPU zwingend bei jeder Alkoholfahrt angeordnet werden würde.
Der liebe Kollege hat sich halt im Vorfeld um nichts gekümmert. Und außerdem wird er ja sowieso völlig ungerecht behandelt, schließlich ist er ja extra Elektroroller gefahren und nicht mit dem Auto.
Ich habe ihm geraten, das bei der MPU genau so darzulegen...
Man kann einen Anwalt einschalten, aber man sollte wissen, dass dieser keinen Einfluß darauf hat, ob der TE zur MPU muß oder nicht.
Gegen die Anordnung einer MPU kann man auch keine Rechtsmittel einlegen. Insofern sind auch dem besten Anwalt da die Hände gebunden. Sollte eine MPU nötig sein, ist es sinnvoller, sich in einem speziellen Forum anzumelden und sich da beraten zu lassen. Allerdings geben die keine Tips, wie man sich durch die MPU durchmogeln kann, sondern helfen bei der Aufarbeitung des Problems.
Hinsichtlich der Bemessung der Strafe kann ein Anwalt ggf. was rausholen. Ob und wieviel, weiß man vorher nicht.