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Toyota ohne Ralle

Themenstarteram 1. Oktober 2007 um 14:33

Naja, ne überraschung wars ja nicht wirklich :)

Zitat:

Offiziell: Ralf Schumacher verlässt Toyota!

 

Ralf Schumacher wird 2008 definitiv nicht mehr für Toyota fahren, wird aber erst am Saisonende seine Zukunftspläne bekannt geben

 

(Motorsport-Total.com) - Ralf Schumacher hat heute etwas überraschend offiziell bekannt gegeben, dass er Toyota zum Jahresende verlassen wird: "Ich habe mich entschieden, nach drei Jahren Toyota eine neue Herausforderung zu suchen", erklärte er in Shanghai, wo er sich auf sein vorletztes Rennen für den japanischen Rennstall vorbereitet.

"Ich bin mit großen Erwartungen zu Toyota gekommen", sagte er in einer Stellungnahme auf seiner Internetseite. "Einerseits, weil ich große Hoffnung in die Entwicklung eines neuen Rennautos gesetzt hatte, andererseits aber auch, weil ich mich bei meinem langen Aufenthalt in Japan vor der Formel 1 mit der japanischen Lebensart sehr angefreundet hatte. Mit der japanischen Mentalität komme ich nach wie vor gut zurecht, aber auf ein konkurrenzfähiges Auto habe ich leider jahrelang warten müssen!"

 

Voll motiviert für Shanghai und São Paulo

Toyota sei eine "schöne und interessante Erfahrung" gewesen, "vor allem die Zusammenarbeit mit dem Team, den Ingenieuren und den Mechanikern. Aber nun ist es Zeit, etwas Neues auszuprobieren!" Und weiter: "Natürlich bin ich nach wie vor für die Rennen in Shanghai und São Paulo hoch motiviert und werde mein Bestes versuchen, nach der verpatzten Saison zumindest einen guten Abschluss mit und für Toyota zu erreichen!"

Noch unklar ist, für welches Team der Deutsche im nächsten Jahr fahren wird. Dies konnte er auch heute noch nicht verraten: "Ich werde in den nächsten Wochen einige Gespräche führen und nach Ende der Saison meine Entscheidung mitteilen. Wichtig ist für mich nicht so sehr der finanzielle Aspekt, sondern die Möglichkeit, ein Rennauto mitzuentwickeln und damit auch erfolgreich zu sein", gab er zu Protokoll.

 

Erwartete Erfolge blieben aus

Schumacher war 2005 nach zwei Jahren bei Jordan und sechs bei Williams zu Toyota gestoßen. Für die Japaner hat er bisher 51 Grands Prix bestritten, nach Shanghai und São Paulo werden es 53 sein. Dreimal - 2005 in Ungarn und China sowie im Vorjahr in Australien - gelang ihm als Dritter der Sprung auf das Podium, der anvisierte Sieg oder gar ein WM-Titel waren aber nie in Reichweite. Bestes WM-Gesamtergebnis war Rang sechs 2005.

Erfolgreich war seine Zeit beim in Köln stationierten Rennstall aber zumindest in finanzieller Hinsicht, denn der seinerzeit noch von Willi Weber ausgehandelte Vertrag - inzwischen arbeitet der 32-Jährige ja mit Hans Mahr zusammen - soll ihm pro Jahr eine Gage von kolportierten 14 Millionen Euro eingebracht haben. Dass er in Zukunft in dieser Hinsicht kräftige Einbußen hinnehmen muss, steht außer Frage.

http://www.motorsport-total.com/.../..._verlaesst_Toyota_07100110.html

ich frage mich aber ernsthaft wo er unterkommen sollte - auch wenn er sich mit wesentlich weniger gehalt zufrieden geben würde.

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104 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Mr-SHL

oh, da sitzt wohl doch noch etwas Frust hinter.....

Jaja... :rolleyes:

Zitat:

Original geschrieben von boofoode

Ralf Schumacher ist genauso gut wie sein Bruder.

Wer weiss, vielleicht wenn man Ralf das beste Auto im Feld und Michael das schlechteste geben und zusätzlich auf die Hälfte der Motorleistung drosseln würde, dann hätte Ralf eine realistische Siegchance. :D

Spass bei Seite, Ralf Schumacher ist genauso gut wie sein Bruder, nur nicht was die F1 angeht.

Und wenn ihr eigener Vater einst sagte "Michael ist in der F1 um Rennen zu gewinnen, Ralf um Geld zu machen." dann ist das doch recht aussagekräftig.

am 27. Oktober 2007 um 15:54

ich will jetzt nicht auch boofoode zitieren:D (Der meist zitierte Satz in diesem Thread)

 

Ralf ging zu Williams. Dort hatten auch "Experten" vor seiner ersten Saison gesagt, dass Williams so ein tolles Auto hingestellt hat. 

Was wurde Toyota vorher gelobt oder auch von der Konkurrenz gefürchtet.

 

Mich würde es wirklich interessieren, wenn Ralf zu leisten imstande gewesen wäre, wenn er einen Ferrari, Renault oder MCL auf dem Zinit gefahren wäre.

 

Aber das werden wir alle nicht mehr herausbekommen.

 

Ich sage hier bewußt nicht, dass ich ihn für gut oder schlecht halte. Vielleicht hat er mit Williams und Toyota falsche Entscheidungen getroffen oder sein Management hat ihm diese Entscheidungen mit Verträgen, die auf einer sehr hohen Gage beruhen, schmackhaft gemacht.

Jetzt soll er ja angeblich bei Spyker im Gespräch sein und bald erste Testrunden in Jerez drehen.

Neben Fahrern wie Klien, Fisico...

Da könnte er (wenns gut kommt, im Mittelfeld) noch paar Millionen abschöpfen, um dann endlich in der Versenkung zu verschwinden.

am 10. November 2007 um 22:07

Zitat:

Original geschrieben von Cleandevil

Jetzt soll er ja angeblich bei Spyker im Gespräch sein und bald erste Testrunden in Jerez drehen.

Neben Fahrern wie Klien, Fisico...

Da könnte er (wenns gut kommt, im Mittelfeld) noch paar Millionen abschöpfen, um dann endlich in der Versenkung zu verschwinden.

 

 

Hier auch Link dazu

 

Na also kommt ja doch so, wie ich das anfangs schon vermutet habe. Entweder Schluß, oder Hinterbänklerteam.:D

Rein von der Autos her war Toyota trotz des größten Geldbeutels auch ein Hinterbänkler Team...

Aber auch nicht schlecht, wenn er uns erhalten bleibt.

 

Dann gibts wenigstens auch nächstes Jahr paar Threads zu Ralf. ;)

 

Vielleicht sollte er sich ein Beispiel an anderen Fahrern nehmen.

Die wußten, wenn der richtige Zeitpunkt zum Aufhören ist.

Was Ralf jetzt macht, daß kann eigentlich nur noch ,,wehtun''.

 

PS: Oder ich irre mich und er fährt next Jahr um die WM mit. :cool:

Themenstarteram 18. November 2007 um 16:07

und ring frei:

Ralf Schumacher kritisiert den "Toyota-Weg"

Zitat:

(Motorsport-Total.com) - Als Ralf Schumacher in der Saison 2005 zu Toyota wechselte, da hatte er allen Grund, sich glücklich zu schätzen. Zum einen hatte sein Manager Willi Weber einmal mehr ausgesprochen gut verhandelt, was ihm ein luxuriöses Gehalt sicherte. Zum anderen hatte sich Toyota ehrgeizige Ziele gesetzt und besitzt die notwendigen technologischen und finanziellen Mittel, um diese zu erreichen.

Sportlich wurden die drei Jahre bei den Japanern jedoch zu einer herben Enttäuschung. Im ersten Jahr lief es für den Deutschen noch recht gut, er sicherte sich eine Pole Position, stand zweimal auf dem Podium, fuhr eine schnellste Rennrunde und sammelte 45 WM-Punkte. Ein Jahr später gelangen ihm nur eine Podiumsplatzierung sowie 20 WM-Punkte. In der vergangenen Saison war die Ausbeute noch geringer: 5 WM-Zähler.

Honda und Toyota sind derzeit die großen Sorgenkinder der Branche, denn obwohl sie sehr ehrgeizig sind und viel Geld in die Formel 1 investieren, läuft es für sie alles andere als rund, und das schon seit Jahren. Eines Tages, so ist zu befürchten, wird das Management entsprechende Konsequenzen ziehen und aus der Formel 1 aussteigen.

Immer wieder gab es bei Honda fragwürdige Entscheidungen, so zum Beispiel die Entlassung von Technik-Direktor Geoffrey Willis. Nun jedoch sprang man für japanische Verhältnisse ins kalte Wasser und holte mit Ross Brawn einen bekannten Namen der Szene als neuen Teamchef an Bord - auf dass es endlich aufwärts gehen wird.

Toyota trennte sich von ihrem Technischen Direktor Mike Gascoyne, denn der Brite fügte sich nicht in das Toyota-System ein, so wie das von den Japanern gewünscht wurde. Also steht man nach wie vor ohne einen "großen Namen" der Branche da, der dem lahmenden Auto die Sporen geben kann.

Toyota verfolgt weiterhin die Philosophie, dass man auf herausragende Einzelpersönlichkeiten verzichtet, man nennt dies den "Toyota-Weg". Man hält weiterhin an den eigenen Methoden fest, anstatt sich an jenen Methoden zu orientieren, die andere Teams in den vergangenen Jahren erfolgreich angewandt haben. Williams und McLaren-Mercedes gewannen mit Star-Designer Adrian Newey, Benetton und Ferrari mit der klaren Nummer 1 Michael Schumacher Rennen und WM-Titel.

Ralf Schumacher schaut heute auf seine Zeit bei Toyota kopfschüttelnd zurück: "Toyota ist meines Wissens das einzige Team, das mit Ross Brawn noch nicht mal auch nur reden wollte", so der 32-Jährige gegenüber dem 'Express', der sogar angeboten hatte, einen Kontakt herzustellen: "Null Reaktion darauf. Nicht ein einziges Treffen hat es gegeben."

Die Struktur des in Köln stationierten Rennstalls entspreche exakt den Vorgaben des "Toyota-Wegs": "Diesen Weg kann man aber mit einem Formel-1-Urgestein wie Ross Brawn nicht gehen". In seinen Augen wäre Brawn gut geeignet gewesen, um das Team zu verstärken: "Aber Toyota will halt keine One-Man-Show".

Auch wenn hier einige mich steinigen wollen :D , das Toyota-Problem sah ich nie bei den Fahrern, auch wenn ich der Meinung bin das Ralf nicht die gleichen Fähigkeiten besitzt wie sein Bruder.

Ein Siegfahrer war er allemal.

Gruss

Smilinho

Das Toyota Problem war ein fehlender Michael Schumacher mit seinen Mannen, der vielleicht MEHR Einfluß auf das gesamte Team genommen hätte. Ein Trulli und ein Ralf sind da weder Hüh noch Hott. ;)

 

 

 

Klar, als Zugpferd sehe ich Ralf auch nicht, aber so wie Ralf es darstellt, bemühen sich die Toyota-Mannen nicht mal um echte Spitzenkräfte.

Jetzt haben wir ein Statement von Ralf, ich würde nur gerne wissen ob Trulli es genauso sieht.

Gruss

Smilinho

Wenn sie sich DA nicht bemühen, werden sie sich auch weiterhin um vordere Plätze Mühen.

 

Aber wenn das so weitergeht, dürfte eh der Ausstieg aus der F1 besiegelt sein.

Also wenn ich eines nicht mag, dann sind es immer diese Rückzugsgedanken, die Konzerne manchmal an den Tag legen, wie z.b bei Renault.

Hoffentlich bleibt Toyota dabei und lernt auch ein bisschen von anderen Teams wie man nach vorn kommt.

Das was Ralf sagt, hört sich für mich schon fast unglaublich an, weist es doch auf eine erhebliche Portion Arroganz von Toyotas Konzernlenkern hin.

Gruss

Smilinho

Rückzug ist manchmal die beste Verteidigung. ;)

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