Tipps gesucht: Motor vor kühlem Fahrtwind abdecken (Spritersparnis) ?!
Hallo,
Bei einigen Fahrzeugen z.B. werden Vorrichtungen verbaut die es ermöglichen, dass der Motor im kalten Zustand vor Fahrtwind (automatisches Schließsystem am Kühlergrill) geschützt und somit schneller seine Betriebstemperatur erreicht.
Sicherlich bin ich nicht der einzige, der auf die Idee kommt, dass am eigenen Auto ausprobieren und wollte mich bezüglich Erfahrungen Eurerseits erkundigen.
Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Abdecken des Kühlers zur kalten Jahreszeit gemacht ?
Hat es einen Spritsparenden Effekt ?
Mfg
bluskoda
Beste Antwort im Thema
Der Kühler ist in der Kaltlaufphase (kleiner Kühlkreislauf) nicht eingebunden. Daher entzieht sich mir der Nutzen.
Zudem müsste dann der Motor auch von unten und oben verkleidet werden (falls er es aufgrund von Schallschutzmaßnahmen nicht ist).
109 Antworten
Der einzige Effekt wird der sein, dass der Fahrtwind den Motorblock direkt nicht mehr so stark kühlen kann. Ich denke, dass jeder minimale Gasstoß zuviel diese marginale Ersparnis zunichte machen wird. Und vor allem: Wann die Pappe wieder entnehmen? Du glaubst gar nicht, wie schnell so ein Motor mit abgedecktem Kühler überhitzt.
Moin,
Ich denke auch das z.B. Korrekter Reifenluftdruck bzw. Im Winter 0,2 Bar mehr Luftdruck eine wesentlich höhere Ersparnis bringen und ich auch nicht Gefahr laufe, das mir irgendwas überhitzt...
Gruß aus Kassel
Zitat:
Original geschrieben von CV626
Beim Citroen 2CV gibt es sogar einen eigenen Winter-Kühlergrill für Temparaturen unter 5 Grad.Zitat:
Im Sommer schon überhaupt nicht.
Früher haben sich einige im Winter Andeckvorrichtungen vor dem Kühler gamacht.Ob das für den Motor so viel gebracht hat weiß ich nicht, aber es hat immerhin dafür gesorgt, dass bei -10 Grad Außentemperatur die Heizung den Innenraum nach einiger Zeit auf Plusgrade erwärmt hat... 😁
Nur zu blöd, dass die Ente gar keinen (Wasser-)Kühler hatte.
Stimmt, aber auch luftgekühlte Motoren haben eine optimale Betriebstemperatur, es ist deshalb nicht völlig sinnlos, sich darüber Gedanken zu machen, wie diese (a) möglichst schnell erreicht und (b) nach Möglichkeit nicht überschritten wird.
Bei 30 Grad Außentemperatur mit dem Wintergrill zu fahren wäre jedenfalls keine gute Idee gewesen. Der Motor hätte die hohe Temperatur zwar vermutlich ausgehalten, aber möglicherweise mit Leistungsverlust (bzw wenn bei hoher Motortemperatur versucht wird volle Leistung abzurufen, hätte er sich uU geweigert)
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Weil hier gerade der Citroen 2CV6 erwähnt wurde. Dieses, äähm, "Auto" bin ich mal im Frankreichurlaub gefahren. Ich war neugierig und wollte mal wissen, wie die Heizung bei einem luftgekühlten Motor aussieht. Unter der Haube dann entdeckte ich eine Art Blechwanne, die über die Abgaskrümmer gestülpt war. Die würzige Motorraumluft (vermutlich noch mit ein paar Asbestfasern aus der Dichtung angereichert) gelangt auf diese Weise flott angewärmt direkt in den Innenraum. 😁
Richtig, genau so funktioniert das, ein Schlauch vom Motorraum direkt ins Cockpit, mit einem Schieberegler um die Öffnung zu öffnen/schließen.
Spaß gemacht hat der 2CV im Winter aber trotzdem. Bei geschlossener Schneedecke sind die meisten anderen Fahrer gekrochen, da hat meiner damals die Überholspur kennengelernt.. 😎
Leider hat das Streusalz der Kiste alles in allem nicht wirklich gut getan... 🙁
Ich kann mich an Zeiten erinnern, da haben wir im Winter Pappe vor die Lufteinlässe gebunden. Das diente aber nicht der Verbrauchsoptimierung sondern der Chance zu überleben und nicht während der Fahrt zu erfrieren.
Heute ist das, so denke ich, nicht mehr notwendig, weder um die Hütte warm zu bekommen, noch um Sprit zu sparen.
Bei meinem Löwen kleben die Zeiger, Öl und Wasser, Sommers wie Winters an der gleichen Stelle, ohne mein zutun.
Zitat:
Original geschrieben von blueskoda
Vielen Dank für die Antworten !
Nun habe ich mir zwei Platten (Thermodämmplatten) selbst angefertig, mit der ich die Luftzufuhr größtenteils abdecken kann. Die Lufteinlasshutze als Sauerstoffzufuhr für den Motor habe ich allerdings offen.Kleine Anmerkung:
Reguläre Temperaturen ohne Abdgeckung lagen bei meine PKW bei 83C° (abgelesen von der digital Kühlmitteltemperatur)Was ich bemerkt habe ist, dass wenn die Front komplett verschlossen ist (inklusive Frontgrill), die Temperaturen für Kühlmittel auf bis zu 93C° steigen.
Daraus resultierte dann, dass mehr Kühlmittellflüssigkeit benötigt wurde, als notwendig war. Seit 2011 habe ich dann 2013 das erste mal Kühlmittelflüssigkeit (500ml) nachkippen müssen.blueskoda
93 °C sind sehr hoch für einen Motor bei normaler Belastung. Überdies wird kein "mehr" an Kühlflüssigkeit "benötigt". Ein Absinken der Flüssigkeit ist in jedem Fall die Folge eines Schadens im Kühlkreislauf
Das Abdecken der Kühlerfläche im süddeutschen Winter kenne ich vornehmlich aus den 70er und frühen 80er Jahren bei Opel, Ford und Daimler. Trotz meiner heutigen Fahrzeugmarke spiegelt diese Erfahrung den Westen wider.
Ein Pappkarton wurde vor die Kühlrippen gehängt und mehr oder weniger professionell "vertüddelt", angedrahtet oder festgeklebt. Nach einigen Kilometern und betriebswarmem Motor wurde das Konstrukt dann wieder entfernt.
Bei Außentemperaturen von -20 oder -30 °C macht(e) das auch Sinn und war dadurch, daß es eine gängige Methode in der Region war, keine Assi-Status- oder Sonderlingsvorgehensweise. Auch das seinerzeit noch erheblich geringere Verkehrsaufkommen und eine etwas ruhigere allgemeine "Gangart" der VT ließen solche Aktionen zu.
Ob sich das in der heutigen Zeit, in der Fahrzeuge auf weit mehr als 100tkm Laufleistung ausgelegt sind, exzentrische / unzeitgemäße Handlungen einer sozialen Stigmatisierung und (Ab-)Wertung unterliegen und das Verkehrsaufkommen ein noch so kurzes Verweilen am Straßenrand nicht mehr zuläßt, gesellschaftlich oder technisch noch lohnt, bezweifle ich stark. Zumal die gängigen Fahrzeuge Wegwerfprodukte sind, die nach 4-6 Jahren entweder mit technischen Problemen entsorgt oder gegen ein neueres Modell ausgetauscht werden. Ob der Kompressionswert bei einem Benziner dann bei 10,3 oder 11,8 liegt, ist völlig wurscht.
Der Kraftstoffersparnis diente die Kühlerabdeckung indes nie, sondern nur einer schnellen und verschleißreduzierenden Erwärmung der seinerzeitigen Graugußtechnik, bei der der Motor oftmals mehr Platz im Motorraum hatte als ein heutiges freilaufendes Bio-Huhn.
Physik ist keine Zauberei, auch wenn es hier bei diesem Thema gern als "Hexenwerk" abgetan wird.
Bei renommierten Herstellern hat man dies (wieder) erkannt und rüstet die Fahrzeuge damit aus:
http://www.bmw.lu/de/new-vehicles/x/x6/2012/effizienz.html (Stichwort Luftklappensteuerung)
http://....mercedes-benz-passion.com/.../ (Airpanel)
oder: http://diedieseiner.com/htm/referenzen.html
Das schnelle(re) Erreichen der Betriebstemperatur erspart nun mal Energie, in diesem Fall Treibstoff.
Ich selbst mache es an meinem Golf seid 4 Jahren mit kontrollierter Motorblocktemperaturmessung. Auch die schnellere Wärmeentwicklung im Fahrzeug kommt mir sehr entgegen.
Zitat:
Original geschrieben von ladafahrer
93 °C sind sehr hoch für einen Motor bei normaler Belastung. Überdies wird kein "mehr" an Kühlflüssigkeit "benötigt". Ein Absinken der Flüssigkeit ist in jedem Fall die Folge eines Schadens im KühlkreislaufZitat:
Original geschrieben von blueskoda
Vielen Dank für die Antworten !
Nun habe ich mir zwei Platten (Thermodämmplatten) selbst angefertig, mit der ich die Luftzufuhr größtenteils abdecken kann. Die Lufteinlasshutze als Sauerstoffzufuhr für den Motor habe ich allerdings offen.Kleine Anmerkung:
Reguläre Temperaturen ohne Abdgeckung lagen bei meine PKW bei 83C° (abgelesen von der digital Kühlmitteltemperatur)Was ich bemerkt habe ist, dass wenn die Front komplett verschlossen ist (inklusive Frontgrill), die Temperaturen für Kühlmittel auf bis zu 93C° steigen.
Daraus resultierte dann, dass mehr Kühlmittellflüssigkeit benötigt wurde, als notwendig war. Seit 2011 habe ich dann 2013 das erste mal Kühlmittelflüssigkeit (500ml) nachkippen müssen.blueskoda
Das Abdecken der Kühlerfläche im süddeutschen Winter kenne ich vornehmlich aus den 70er und frühen 80er Jahren bei Opel, Ford und Daimler. Trotz meiner heutigen Fahrzeugmarke spiegelt diese Erfahrung den Westen wider.
Ein Pappkarton wurde vor die Kühlrippen gehängt und mehr oder weniger professionell "vertüddelt", angedrahtet oder festgeklebt. Nach einigen Kilometern und betriebswarmem Motor wurde das Konstrukt dann wieder entfernt.
Bei Außentemperaturen von -20 oder -30 °C macht(e) das auch Sinn und war dadurch, daß es eine gängige Methode in der Region war, keine Assi-Status- oder Sonderlingsvorgehensweise. Auch das seinerzeit noch erheblich geringere Verkehrsaufkommen und eine etwas ruhigere allgemeine "Gangart" der VT ließen solche Aktionen zu.
Ob sich das in der heutigen Zeit, in der Fahrzeuge auf weit mehr als 100tkm Laufleistung ausgelegt sind, exzentrische / unzeitgemäße Handlungen einer sozialen Stigmatisierung und (Ab-)Wertung unterliegen und das Verkehrsaufkommen ein noch so kurzes Verweilen am Straßenrand nicht mehr zuläßt, gesellschaftlich oder technisch noch lohnt, bezweifle ich stark. Zumal die gängigen Fahrzeuge Wegwerfprodukte sind, die nach 4-6 Jahren entweder mit technischen Problemen entsorgt oder gegen ein neueres Modell ausgetauscht werden. Ob der Kompressionswert bei einem Benziner dann bei 10,3 oder 11,8 liegt, ist völlig wurscht.Der Kraftstoffersparnis diente die Kühlerabdeckung indes nie, sondern nur einer schnellen und verschleißreduzierenden Erwärmung der seinerzeitigen Graugußtechnik, bei der der Motor oftmals mehr Platz im Motorraum hatte als ein heutiges freilaufendes Bio-Huhn.
Also bei meinen W123, W124 ,W201, E30 und Volvo 340 konnte ich mich über Kaminwärme bei -25° Winter nicht beschweren, auch ohne Pappe vor dem Kühler.
Hat vielleicht damit zu tun, dass da noch einige Liter Kühlmittel im System vorhanden waren, was heute nicht mehr ist.
Selbst mein Heizungsmensch von der Hausheizung hat zugegeben, das bei Häusern heutzutage manchmal nur noch 10L (früher 40L) Wasser gepumpt werden und wenn dann die Isolierung vom Haus nicht stimmt, ist es kalt.
In den heutigen Autos sind nur noch Wärmetauscher im Einsatz, nicht wie früher ein Heizungkühler mit einer großen Fläche, der die Wärme abgeben konnte.
Zum Glück habe ich einen elektrischen Zuheizer (der bei entsprechender Einstellung anständige Wärme liefert), sonst würde das KFZ schon längst zum Verkauf stehen.
Zitat:
Original geschrieben von GVV_fite
...
Ich selbst mache es an meinem Golf seid 4 Jahren mit kontrollierter Motorblocktemperaturmessung. Auch die schnellere Wärmeentwicklung im Fahrzeug kommt mir sehr entgegen.
ich machs mit ner standheizung ;-)
Der Ford Focus MK 3 hat variabel kühler lamellen. Das heißt wenn es im Winter kalt ist werden die geschlossen damit der Motor schneller warm wird . Und wenn es zu heiß wird dann öffnen die sich wie es erforderlich ist.
Im focus sind auch zwei Wasserpumpen verbaut eine ist elektrisch die kühlt z.b. Den Turbo dann auch noch im stand wenn der Motor aus ist.
Ich persönlich finde schon das man es merkt das Auto wird im Winter viel schneller warm wenn es sehr kalt ist.
Zitat:
Original geschrieben von Corsadiesel
Also bei meinen W123, W124 ,W201, E30 und Volvo 340 konnte ich mich über Kaminwärme bei -25° Winter nicht beschweren, auch ohne Pappe vor dem Kühler.Hat vielleicht damit zu tun, dass da noch einige Liter Kühlmittel im System vorhanden waren, was heute nicht mehr ist.
Blöd nur, dass sich der Post, auf den du dich Beziehst, auf Autos der 70er und frühen 80er bezieht. Deine - sagen wir Abneigung - gegen vieles Moderne im Automobilbau ist in diesem Zusammenhang also gänzlich fehl am Platze 🙄
Bei den aktuellen Autos macht es keinen Sinn den Kühler abzudecken, man riskiert nur einen Motorschaden wegen Überhitzung.
Was BMW macht sind Klappen vor dem Kühler, das dient aber nur der Aerodynamik und nicht dem Kühlsystem.
Gruß
SVEAGLE