Teilnahme Straßenverkehr und Medikamente

Moin,

Zitat " . Wenn Sie zum Beispiel unter Antidepressiva mit dem Auto oder mit dem Motorrad unterwegs sind, kostet Sie ein Drogen- und Medikamententest den Führerschein. "

Quelle: https://www.bussgeldsiegen.de/fuehrerscheinentzug-medikamente

Ich verstehe nicht ganz warum Antidepressiva bei einem Drogentest bzw. Medi Test anschlägt.

Kann das zu "falschen " Ergebnissen führen?
Wenn Ich meine Beipackzettel studiere dürfte Ich Theoretisch gar nicht mehr fahren.

Obwohl es aus Medizinischer Sicht verordnet ist.

52 Antworten

Zitat:

@SuedschwedeV70 schrieb am 17. April 2024 um 08:37:49 Uhr:


Moin,

Zitat " . Wenn Sie zum Beispiel unter Antidepressiva mit dem Auto oder mit dem Motorrad unterwegs sind, kostet Sie ein Drogen- und Medikamententest den Führerschein. "

Quelle: https://www.bussgeldsiegen.de/fuehrerscheinentzug-medikamente

Ich verstehe nicht ganz warum Antidepressiva bei einem Drogentest bzw. Medi Test anschlägt.

Kann das zu "falschen " Ergebnissen führen?
Wenn Ich meine Beipackzettel studiere dürfte Ich Theoretisch gar nicht mehr fahren.

Obwohl es aus Medizinischer Sicht verordnet ist.

Es handelt sich dann um falsch positive Ergebnisse, die bei einem Bluttest vermutlich nicht bestätigt werden können. Was du nimmst, geht die Polizei nix an, du machst dann keine Angaben. Was man letztlich nehmen kann oder nicht, hängt von der Erkrankung ab und dem Medikament.
Es ist sinnlos, hier darüber eine Laiendiskussion zu führen, weil selbst der Anwalt in dem Text nicht en Detail erklärt, was er meint. So verkürzt, ist es falsch.
Viele Medikamente, die stark wirken und gesunde Menschen ausknocken, führen bei Kranken zu einem normalen Verhalten im Verkehr.
Man muss daher den Einzelfall betrachten.
In der Einschleichphase kann es sinnvoll sein, auf das Autofahren zu verzichten, wegen der Nebenwirkungen, wenn das Antidepressivum wirkt, dann lindert sich die Depression und du kannst sicherer Auto fahren als als unbehandelter Depressiver, der zb verlangsamt ist in der Wahrnehmung und Reaktion.

Zitat:

@SuedschwedeV70 schrieb am 17. April 2024 um 10:35:58 Uhr:


Ich bin durch Zufall auf den Artikel gestoßen und war erstaunt das es solche Tests gibt.

Gibt es nicht, jedenfalls nicht für die Polizei, der Artikel ist ziemlich effektheischend

Hier wird in großem Stil Blödsinn geschrieben...

Der Beipackzettel ist ein reines (Des)Informationszettelchen, das NULL Rechtswirksamkeit besitzt. Es dient lediglich der Information, dass ein Wirkstoff die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen KANN. Es liegt ganz allein in der Verantwortlichkeit des KFZ-Lenkers, seine Fahrtauglichkeit einzuschätzen und im Ernstfall die Finger vom Lenkrad zu lassen.

Antidepressiva per se sind nicht generell fahrtüchtigkeitsbeeinträchtigend

Betäubungsmittel schließen ebenfalls nicht zwingend von der Teilnahme am SV als Fahrzeugführer aus - auch hier ist der Anwender eigenverantwortlich

Es gibt bestimmte Medikamente, die Fahrtauglichkeit und Geschäftsfähigkeit zwingend ausschließen, hier ist der verordnende Arzt in der Aufklärungs - und Dokumentationspflicht.

Ob bestimmte Medikamente Suchtests anschlagen lassen weiß ich nicht, denkbar wäre es. Daher ist ja auch nicht der Suchtest, sondern der direkte Nachweis strafrelevant

Zitat:

@B196BerlinScooter schrieb am 17. April 2024 um 21:46:55 Uhr:



Zitat:

@SuedschwedeV70 schrieb am 17. April 2024 um 10:35:58 Uhr:


Ich bin durch Zufall auf den Artikel gestoßen und war erstaunt das es solche Tests gibt.

Gibt es nicht, jedenfalls nicht für die Polizei, der Artikel ist ziemlich effektheischend

Merke - in der Medizin gibt es nichts, was es nicht gibt. Da habe ich schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen.... Schüler hatten in der Corona-Pandemie schnell heraus, dass bestimmte Fruchtgetränke den Schnelltest falsch-positiv anzeigen lassen können.

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Es gibt keine Drogentests der Polizei, die die Einnahme eines Antidepressivums nachweisen, es kann nur ein falsch positives Ergebnis auf zb Amphetamine geben.

Zitat:

@SuedschwedeV70 schrieb am 17. April 2024 um 09:31:18 Uhr:


Um Missverständnis zu vermeiden, nach einer OP war nötig starke Schmerzmittel zu nehmen.

Darauf bezog sich der Kommentar zu den Beipackzetteln.

Der Artikel des Genossen Rechtsanwalts ist allerdings auch absoluter Unsinn.

Zitat:

@B196BerlinScooter schrieb am 17. April 2024 um 21:29:35 Uhr:



Zitat:

@berlin-paul schrieb am 17. April 2024 um 10:00:51 Uhr:


Solche Medikamente enthalten Wirkstoffe aus dem BTM-Bereich, bzw. reagieren Tests auf Stoffwechselprodukte die daraus entstehen. Starke Schmerzmedikamente beinhalten gerne mal Morphium und ähnliches. Genaues kann dir da nur der Arzt sagen und der sollte dir eine Handlungsempfehlung zu solchen Medikamenten geben. Wenn nichts gesagt wurde, kann es in der Hektik des Praxisalltags vergessen worden sein und das ist kein zwingendes Indiz dafür, dass aus ärztlicher Sicht keine Einschränkungen im Umgang mit Maschinen und dem Straßenverkehr bestehen.

Nein: das ist bei Antidepressiva nicht der Fall, wenn du dich nicht auskennst, dann bitte keine Halbwahrheiten schreiben.

Tests reagieren wenn überhaupt, dann falsch positiv

Wenn du nicht gelesen hast was der TE schrieb, dann solltest du deine unqualifizierte persönliche Kritik für dich behalten. In seinem zweiten Beitrag spricht der TE zusätzlich von starken Schmerzmitteln nach einer OP. Wissenschaftliche Präzision wird hier auch niemand erwarten.

Es ging um Antidepressiva bei Drogentests. Und da bin ich fachlich qualifiziert. Wenn du was anderes in deinem 1. Absatz meinst, dann musst du das auch so schreiben oder zitieren.

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Zitat:

@B196BerlinScooter schrieb am 17. April 2024 um 22:21:23 Uhr:


Es ging um Antidepressiva bei Drogentests. Und da bin ich fachlich qualifiziert. Wenn du was anderes in deinem 1. Absatz meinst, dann musst du das auch so schreiben.

Falsch- es geht um Drogen und Medikamententests

Zitat:

@SuedschwedeV70 schrieb am 17. April 2024 um 08:37:49 Uhr:


Moin,

Zitat " . Wenn Sie zum Beispiel unter Antidepressiva mit dem Auto oder mit dem Motorrad unterwegs sind, kostet Sie ein Drogen- und Medikamententest den Führerschein. "

Quelle: https://www.bussgeldsiegen.de/fuehrerscheinentzug-medikamente

Ich verstehe nicht ganz warum Antidepressiva bei einem Drogentest bzw. Medi Test anschlägt.

Kann das zu "falschen " Ergebnissen führen?
Wenn Ich meine Beipackzettel studiere dürfte Ich Theoretisch gar nicht mehr fahren.

Obwohl es aus Medizinischer Sicht verordnet ist.

Pauschal lässt sich erstmal nichts sagen, im Bereich der Depressionsbehandlung gibt es eine ziemliche Bandbreite an Medikamenten. Depressionen mit Angsstörungen können mit Benzodiazepinen behandelt werden, auf die spricht ein Drogentest gewollt an.

https://www.bussgeldkatalog.org/.../?...

Letztlich ist bei verschreibungspflichtigem Zeugs der Arzt in der Aufklärungspflicht und der erste Ansprechpartner wenn man Fragen hat oder sich mit einem Medikament nicht mehr voll fahrtüchtig fühlt. Dass man im letzteren Fall nicht mehr Auto fährt versteht sich von selbst. Problematisch wird es aber dann wenn aufgrund der Medikamente oder der Krankheit die Entscheidung ob man fahrtüchtig ist nicht mehr nüchtern getroffen werden kann, wir reden ja schon von einer psychischen Erkrankung mit einer ziemlichen Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten.

Bis jetzt war es auch so das mein Arzt und die Apotheke mich drauf hingewiesen haben.

Grade bei der Vielzahl sind gegenseitige Beeinflussung der Medikamente nicht ohne.

Zitat:

@Moers75 schrieb am 17. April 2024 um 22:28:21 Uhr:


Pauschal lässt sich erstmal nichts sagen, im Bereich der Depressionsbehandlung gibt es eine ziemliche Bandbreite an Medikamenten. Depressionen mit Angsstörungen können mit Benzodiazepinen behandelt werden, auf die spricht ein Drogentest gewollt an.

https://www.bussgeldkatalog.org/.../?...

Letztlich ist bei verschreibungspflichtigem Zeugs der Arzt in der Aufklärungspflicht und der erste Ansprechpartner wenn man Fragen hat oder sich mit einem Medikament nicht mehr voll fahrtüchtig fühlt. Dass man im letzteren Fall nicht mehr Auto fährt versteht sich von selbst. Problematisch wird es aber dann wenn aufgrund der Medikamente oder der Krankheit die Entscheidung ob man fahrtüchtig ist nicht mehr nüchtern getroffen werden kann, wir reden ja schon von einer psychischen Erkrankung mit einer ziemlichen Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten.

Wo steht da, dass bei Benzos ein Drogentest anschlägt, mal ganz abgesehen davon, dass das keine Seite ist, die sich fachlich mit dem Thema beschäftigt

Zitat:

@twindance schrieb am 17. April 2024 um 22:24:58 Uhr:



Zitat:

@B196BerlinScooter schrieb am 17. April 2024 um 22:21:23 Uhr:


Es ging um Antidepressiva bei Drogentests. Und da bin ich fachlich qualifiziert. Wenn du was anderes in deinem 1. Absatz meinst, dann musst du das auch so schreiben.

Falsch- es geht um Drogen und Medikamententests

Zitat:

@twindance schrieb am 17. April 2024 um 22:24:58 Uhr:



Zitat:

@SuedschwedeV70 schrieb am 17. April 2024 um 08:37:49 Uhr:


Moin,

Zitat " . Wenn Sie zum Beispiel unter Antidepressiva mit dem Auto oder mit dem Motorrad unterwegs sind, kostet Sie ein Drogen- und Medikamententest den Führerschein. "

Quelle: https://www.bussgeldsiegen.de/fuehrerscheinentzug-medikamente

Ich verstehe nicht ganz warum Antidepressiva bei einem Drogentest bzw. Medi Test anschlägt.

Kann das zu "falschen " Ergebnissen führen?
Wenn Ich meine Beipackzettel studiere dürfte Ich Theoretisch gar nicht mehr fahren.

Obwohl es aus Medizinischer Sicht verordnet ist.

Es ist nicht "Falsch", nur weil jemand im Netz eine Seite gefunden hat, wo ein Anwalt (der gewisse Absichten verfolgt) behauptet, es gäbe einen "Medikamententest" analog zu einem Drogentest, wie zb den Wischtest, den die Polizei "anbietet". Ich kenne solche Tests nicht, die "Medikamente" nachweisen.

Die Polizei darf nicht nach Medikamenten testen, es gibt auch keinen Test dafür im Streifenwagen oder auf der Wache. Die Polizei darf allenfalls und bei Einwilligung des Bürgers nach ILLEGALEN Substanzen suchen.

Es kann bei dem Wischtest vorkommen, dass der "anschlägt", wenn man bestimmte Opiate legal einnimmt aber auch da hätte man nicht nach Medikamenten gesucht und auch da verliert man nicht den Führerschein, nur weil der Test positiv ist. Wie weiter oben beschrieben, kommt es dann auf den Einzelfall an.

Das einzige echte Risiko ist die Möglichkeit, dass es zu falsch positiven Ergebnissen kommt, wie weiter oben in einem Fachartikel verlinkt. Dann gäbe es ja eh einen Bluttest und dann würde der Test auf zb Amphetamine negativ verlaufen bei Einnahme eines trizyklischen Medikamentes. Und dann wäre die Sache idR erledigt, vor allem gilt hier auch: Keine Angaben machen.

Ich kann Betroffenen nur empfehlen, niemals einen Wischtest machen zu lassen.

Die Geschichte ist eben nicht vom Tisch, wenn man ein Medikament aufgrund ärztlicher Verschreibung einnimmt.
Richtig, weder die StVO noch das StVG verbieten die Einnahme von Medikamenten. Bei Ausfallerscheinungen oder einem Unfall sind wir im Bereich des StGB... und da kommt es nicht mehr darauf an ob ein Medikament verschrieben wurde.
Ein Falsch-Positiver Schnelltest ist dann schonmal ein guter Anhaltspunkt nach der Ursache für die Ausfälle zu suchen...

Ein Falsch-Positiv im Schnelltest bringt den Betroffenen erstmal in Erklärungsnot. Selbst sowas harmlos erscheinendes wie Ibuprofen kann anschlagen (auf PCP und THC).

Nein, niemand muss sich wegen eines falsch positiven Tests rechtfertigen, die Beweislast liegt beim Staat.
Die hier vorliegende Frage war, ob jemand mit einem Test der Einnahme von Antidepressiva „überführt“ werden kann und dies zum Führerschein Entzug führen kann.
Und das ist so nicht richtig.

Unabhängig davon, kann jeder uU bei einem Unfall auch deswegen bestraft werden, der zb überdosiert Medikamente nimmt, falsche Medikamente nimmt oder sie in fahrlässiger Weise NICHT nimmt, zb ein Epileptiker. Oder jemand nimmt das Medikament gg Epilepsie ein, obwohl er das nicht darf und hat dann starke Nebenwirkungen, etc. Oder weil er seine Brille nicht getragen hat, wenn das eingetragen war.

Das ist alles möglich aber darum ging es nicht.

„Wenn Sie zum Beispiel unter Antidepressiva mit dem Auto oder mit dem Motorrad unterwegs sind, kostet Sie ein Drogen- und Medikamententest den Führerschein. " „

Diese Aussage ist falsch. Die Einnahme von Medikamenten führt nicht automatisch zum Entzug der Fahrerlaubnis.

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