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Suzuki GR650 läuft nur auf einem Zylinder

Suzuki GR 650
Themenstarteram 8. Februar 2020 um 21:59

Hallo,

meine GR650 läuft nur noch auf einem Zylinder.

Folgendes habe ich geprüft:

1. Zündfunke ist da, also zuerst die Kerze getauscht --> keine Änderung

2. Kerzenstecker inkl. Zündkabel und Zündspule von links nach rechts getauscht --> keine Änderung

3. Zündbox durch eine ersetzt, die 100% funktioniert --> keine Änderung

4. Verkabelung von Zündbox zur Spule auf Durchgang geprüft --> passt alles

5. Widerstand der Impulsgeberspulen getestet --> alles im grünen Bereich

Nun könnte man meinen, es muss am Vergaser liegen --> ABER:

6. der wurde komplett zerlegt und gründlichst gereinigt (Ultraschallbad)

Jetzt kommt der kuriose Teil der Geschichte...

Wenn ich den Kerzenstecker abziehe und nur mit der unteren Gummiummantelung des Steckers die Kerze berühre, steigt der zweite Zylinder ein!

Ich bin mit meinem Latein am Ende...

Hat jemand irgendeine Idee was das verursachen könnte oder was ich noch prüfen kann?

Morgen teste ich noch den Gleichrichter. Habe gehört, dass der bei Defekt das Zündverhalten stark beeinflussen kann.

Bin für jeden Tip dankbar!

Grüße,

Sebastian

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51 Antworten

Kauf 2 neue Zündspulen und Kerzenstecker.

Wie hoch war der Widerstand der beiden PICKUP s ?

Themenstarteram 9. Februar 2020 um 8:42

Ich habe zwei GRs und die andere läuft ohne Probleme. Von der hab ich jetzt mal probeweise die Zündspulen inkl. Stecker verbaut --> es ändert sich NICHTS! Daran liegt es nicht.

Widerstand lag bei ca. 520 Ohm

Es ist aber nicht so, dass evtl. ein Zündkerzenstecker für eine Zündkerze mit Gewinde oben ausgelegt ist und der andere für eine mit einem Ball oben und der dann keinen Kontakt hat? Oder dass der Ball evtl. locker ist, das Problem gibts bei Motorsägen öfter, da gibt´s sogar Zündkerzen, bei denen der Ball nicht abschraubbar ist.

Ich hatte das mal bei einem meiner Motorräder, bin da ewig nicht draufgekommen.

Zitat:

@seleveng schrieb am 8. Februar 2020 um 21:59:42 Uhr:

Hallo,

 

Jetzt kommt der kuriose Teil der Geschichte...

Wenn ich den Kerzenstecker abziehe und nur mit der unteren Gummiummantelung des Steckers die Kerze berühre, steigt der zweite Zylinder ein!

 

Grüße,

Sebastian

Du hast somit eine Vorfunkenstrecke.

Gab es früher mal zum einschleifen um die Zündspannung zu erhöhen.

Hast du die richtigen Kerzen mit eingebautem Vorwiderstand drin?

Springt irgendwo seitlich der Funke über bei kleiner Zündspannung?

Wenn du durch die Vorfunkenstrecke diese erhöhst, kommt auch noch was an der Kerze an.

Gruß Mani

Was sagt der Kompressionstest ?

Themenstarteram 9. Februar 2020 um 13:02

@BlackyST170

Die Kompression habe ich noch nicht geprüft...

Ich bin davon ausgegangen, dass es daran nicht liegen kann, da der Zylinder ja mitläuft, sobald ich den Kerzenstecker ziehe. Werde das aber noch machen!

@ManfredBochum

Deine Aussage hört sich interessant an!

DR8ES-L Zündkerzen sind bei beiden Motorrädern verbaut und wie bereits geschrieben - die andere GR läuft tadellos!

Also gehe ich davon aus, dass die Kerzen grundlegend passen. Laut WHB sollen DR8ES-L oder D8EA Kerzen verbaut werden.

Dass ich mit dem Anheben des Kerzensteckers die Spannung erhöhe hatte ich auch schon vermutet...

Das der Funke irgendwo seitlich überspringt, konnte ich nicht beobachten.

Was kann denn die Ursache dafür sein, dass die Zündspannung nicht ausreichend hoch ist, bei korrekt aufgesetztem Stecker? Kann der Gleichrichter die Ursache dafür sein?

Gruß,

Sebastian

Nein.

Zündung hat nix mit Gleichrichter zu.

Hast Du die Zündbox auch probeweise getauscht ?

Themenstarteram 9. Februar 2020 um 15:48

Hatte ich eingangs schon geschrieben...

Die Zündbox meiner anderen GR brachte auch keine Verbesserung.

Dass der Gleichrichter nichts direkt mit der Zündung zu tun hat, ist soweit klar, aber ich hab mal gelesen, dass ein defekter Gleichrichter für ordentlich Unruhe in der gesamten Elektrik hervorrufen kann.

Morgen klemme ich ihn ab und teste mal - heute killen mich die Nachbarn wenn ich das Mopet starte :-)

Dein Motor ist ja wohl ein Parallel Twin.

Hast du eine Zündspule mit zwei Zündkabeln dran?

Kenn ja dein Modell nicht.

Dann wären beide Zündkerzen in Reihe geschaltet und eine zündet im Auslass, was aber normal ist.

Mess mal die Kompression, nicht dass ein Zylinder halb tot ist.

Gruß Mani

Themenstarteram 9. Februar 2020 um 19:43

Nein, es sind zwei Zündspulen - für jeden Zylinder eine.

Wenn die Kompression nicht stimmt, warum läuft der zweite Zylinder an wenn ich den Kerzenstecker abziehe???

Je größer der Arbeitsdruck im Zylinder umso höher muss die Zündspannung sein damit der Funke an der Elektrode überspringt.

Bei geringer Kompression ist das Gemisch schon sehr Zündunwillig.

Wenn dann der Funke schon bei geringer Spannung überspringt kann das nicht ausreichen.

Bei der Vorfunkenstrecke muss die Spannung erst auf einen höheren Wert ansteigen damit der Funke überspringt.

Heisst im Klartext größerer Zündstrom ergo mehr Energie.

Das kann jetzt für das Gemisch ausreichend sein.

Die Spannung ist ja nicht schlagartig voll da, sondern baut sich langsam auf. Sind nur ein paar µS, jenachdem wie schnell sich das Magnetfeld in der Spule ändert. Ist abhängig von der Induktivität.

Viel Glück

Themenstarteram 10. Februar 2020 um 10:14

Da scheint sich jemand gut auszukennen...

Danke Manfred, für die gute Beschreibung!

Ich werde heute im Laufe des Vormittags die Kompression auf beiden Zylindern prüfen,

dann sehen wir weiter.

Grüße,

Sebastian

Themenstarteram 10. Februar 2020 um 11:42

So, hab jetzt die Kompression auf beiden Zylindern gemessen... jetzt wirds noch verrückter!

Der rechte Zylinder, also der, der bislang Probleme macht, baut 11.0bar Druck auf.

Der linke Zylinder, der sofort anspringt, hat nur 8.0bar.

Wenn ich im letzten Post von Manfred den ersten Satz richtig interpretiere, dann sollte es so eigentlich passen... oder?

"Je größer der Arbeitsdruck im Zylinder umso höher muss die Zündspannung sein damit der Funke an der Elektrode überspringt."

Arbeitsdruck gering = geringere Zündspannung erforderlich.

Ist der Arbeitsdruck höher, muss auch die Zündspannung größer sein, so, wie im rechten Zylinder.

Das erreiche ich dann, indem ich die Funkenvorstrecke erhöhe, richtig?

Allerdings passt es nicht mit der "Zündfreudigkeit" des Gemisches zusammen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, zündet das Gemisch früher bei höherem Arbeitsdruck...

Widerspricht sich das nicht ein wenig?

Grüße,

Sebastian

Bevor Du hier in die Theorie abdriftest :

Mess die Zündspulen-Spitzenspannung beider Spulen.

Dann hast Du einen Anhaltspunkt.

Und mess mal die Versorgungsspannung der Zündspulen durch.

Da muss auf beiden Leitungen min.Batteriespannung angezeigt werden.

Hast Du das Ventilspiel schon kontrolliert ?

Vergaser probeweise getauscht ?

BTW

Der Motor ist ein Gegenläufer,deshalb zwei Spulen.

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