SUV Wahn - hier ist die Lösung
Damit die in Fragestellung der Sinnhaftigkeit dieser Fahrzeuge endgültig vom Tisch ist hier ein Vorschlag (der für alle Fahrzeuge bis 3,5to gilt):
Leergewicht max. 1,5to
cwxA darf einen gewiseen Wert nicht überschreiten
- ausgeglicherene Chance bei Verkehrsunfällen (vielleicht müsste der neue Fiat 500 dann nicht 1,2to leer wiegen)
- SUV haben keinen "Ökomalus" mehr (werden aber wahrscheinlich teurer)
-...
336 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Stefan Payne
Und gerade das ist ja DAS Problem der SUVs im Straßenverkehr, die Teile sind aufgrund des Gewichtes für andere Verkehrsteilnehmer sau gefährlich
Das ist wie im richtigen Leben, dass Problem ist nicht der Gegenstand der bewegt wird, sondern der, der den Gegenstand bewegt 😉
Für den Fall das es nicht verständlich war, mal ein Beispiel das mit dem Forum hier zu tun hat. Wenn großer Mist geschrieben wird liegt das nicht an Motor-Talk, oder den einzelnen Foren, sondern an dem der an der Tastatur sitzt 😉 Aber das genau weißt DU bestimmt selber 😉 😁
Gruß
Afralu
Hm. Ich finde schon, dass schwere Fahrzeuge und SUV's den Verkehr gefährlicher machen.
Die bisherigen Crashtests zwischen SUV's und kleineren Fahrzeugen haben keine guten Ergebnisse gezeigt. Der SUV steigt auf den Kleinwagen auf und die Abstützmechanismen dessen greifen ins leere.
Uns wurde das Mehr-Gewicht als notwendige passive Sicherheit eingeredet, dabei ist es nichts weiter als Kostenreduzierung für den Hersteller. Der Trend zu immer schwereren Fahrzeugen ist vor allem deswegen ärgerlich, weil durch die weitere Verbreitung schwerer Kisten, der Rückweg zu leichten und sparsamen Fahrzeugen aus Sicherheitsgründen immer schwieriger wird.
Der loremo zB gefällt mir sehr, aber mit 500kg Leergewicht und der niedrigen Karosserie wird es nicht einfach, sich damit im Crash zu behaupten...
Die Entscheidung für ein SUV kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Grüße
eciman
Hallo eciman
konsequenter Weise müßtest Du dann auch gegen Vans sein, denn die sind auch meist höher gesetzt, wie PKW, ich meine nicht die Vans, die auf PKW-Basis gehen, wie die Toyota Verso, ich meine VW Sharan etc.
Das problem beim Crash ist grundsätzlich mehr Masse gegen weniger Masse, egal ob nun den großen lexus gegen den kleinen Aygo setzt oder einen 40 Tonner gegen den VW Bulli, der kleinere ist fast immer der leidtragende.
Die Frage, die allerdings nicht geklärt ist, wie wäre es z.B. mit Crash vom RAV und dem Lexus PKW, geht das immer noch so ungleich auf?
Nordjoe
seh ich genauso;
http://www.motor-talk.de/showthread.php?...
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Guten Abend,
Wenn man sich die Frage nach dem Unfallausgang zwischen einem leichteren und einem schwereren Wagen stellt, dann würde ich vom Handlungsbedarf zuallerst mal die Frage Pkw vs. Lkw aufwerfen.
Bei den Lkws wurde z.B. per EU-Gesetzt ein angeblich besserer Schutz der Pkws bei Auffahrunfällen hinter Lkws geschaffen. Wie aber die Realität bereits zeigt, ereignen sich in diesem Bereich immer noch viel zu viele Unfälle (Lkws entpuppen sich hier als regelrechte Guillotine). In viele schweren Pkw-Unfälle ist ein Lkw verwickelt. Wie richtig gesagt wurde, bei einem Unfall z.B. eines Aygo versus einen SUV müsste man fairerweise auch die Frage nach dem gleichen Ausgang zwischen einem Aygo und z.B. einem Oberklasse-Wagen stellen.
Eine bessere Berücksichtigung der Frage leichter Pkw gegen schwerere Pkw bei den Herstellern wäre schon einmal die richtige Richtung. Gegen das physikalische Grundproblem der kinetischen Energie und der Verformung beim Aufprall gibt es aber diesbezüglich klare Grenzen - da hilft schlussendlich nur ein vernünftiges Verhalten auf unseren Strassen.. oder hat schon mal jemand davon gehört, dass man vor einem drohenden Aufprall mit einem anderen Fahrzeug Gas geben soll um für eine höhere kinetische Energie beim Aufprall zu sorgen als die des Kontrahenten ??? Es ist nicht nur die Verformung von Fahrzeugkarosserien, die zu tödlichen Unfällen führt, hohe Verzögerungskräfte werden vom menschlichen Körper nicht gerade bevorzugt..
Ich bin gegen einen Trend zu grossen SUV in Europa aufgrund oekonomischer und oekologischer Resourcenbetrachtung und selbstverständlich stellt sich die Sicherheitsfrage gerade bei grösseren SUV. Dies jedoch als Hauptargument gegen SUV aufzuführen, ist mir zu pauschal. Wenn man mit verboten durch Sicherheitsaspekte mal beginnt, dann hört das nicht mehr so schnell auf. Man könnte ja auch getönte Scheiben bei allen Fahrzeugen verbieten, diese stellen ja auch ein Sicherheitsrisiko dar (inkl. für VIP, safety first) ? Oder endlich Schleicher büssen, die mit 1 km/h Geschwindigkeitsdifferenz ausscheren um den Vorderman zu überholen - nur weil ich blöderweise durch den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand eine anscheinend zu Grosse Lücke offengelassen habe.. etc. etc.
Eine Analyse der Unfälle und Ursachen und Prioretisierung bei den Massnahmen bringt immer mehr, als ein isoliert gefordertes Verbot. Isolierte Betrachtungen sind eigentlich eher das Metier vieler Politiker - die Realität ist komplexer.. jegliche Massnahmen zu einer Verbesserung der Sicherheit müssen auch Kriterien eines verbesserten Verkehrsflusses standhalten: Verkehrsfluss und Sicherheit gehen Hand in Hand..
Gruss,
Lex
Zitat:
Original geschrieben von bjoern1980
Erstens bezweifle ich, dass SUV häufiger von "Opa" gefahren werden,
Doch, ist wirklich so!
Aufgrund der Bauart dieser Fahrzeuge und der körperlichen Situation entscheiden die sich häufiger für einen SUV.
Zitat:
Original geschrieben von bjoern1980
zweitens glaube ich nicht, dass SUV häufiger in Unfälle, bzw. tödliche Unfälle, verwickelt sind als "normale" Fahrzeuge (kannst du das belegen?) und drittens glaube ich, wenn jemand, z.B. in einem RX7, die Autobahnabfahrt verpennt, weil er z.B. über fette Vetter nachdenkt, und in den Gegenverkehr fährt und auf "somebody else" trifft, ist das auch nicht weniger gefährlich (höchstens für dich)...
Nur ist der RX7 Fahrer so oder so matsch, egal auf was für ein Fahzeug er trifft.
Denn hier gilt:
Wer schwerer ist, gewinnt (oder überlebt), ein RX7 wiegt nix, SA2/FB etwa 1000kg, ein FC/FD etwa 1250kg, da ist schon ein normaler, nicht allzualter, Golf Diesel drüber.
Ergo:
Überlebenschancen für Golf Diesel Fahrer besser als für RX7 Fahrer.
Zitat:
Original geschrieben von bjoern1980
Ich liebe es, wenn SUV-Fahrer als Unfallverursacher Nr. 1 und Kinder-Totfahrer hingestellt werden...
Dann schau dir mal Dinge wie Massenträgheit und ähnlichem Physikalischem Zeugs an.
Kurzum:
Je schwerer desto mehr Energie steckt drin, bei gleicher Geschwindigkeit...
Beim Zusammenstoß schauts für den besser aus, der das schwerere Fahrzeug hat (aus dem Grunde sterben auch die älteren Verursacher nicht soo oft, die fahren nämlich meist was recht aktuelles, was etwas teurer und schwerer ist (z.B. E-Klasse oder 5er/7er BMW) als das der üblichen Ziele...
Zitat:
Doch, ist wirklich so! Aufgrund der Bauart dieser Fahrzeuge und der körperlichen Situation entscheiden die sich häufiger für einen SUV.
Würdest du das dann bitte auch BELEGEN?! 🙄
In Hamburg scheint das zumindest nicht zu gelten, es sei denn, Menschen ab 30 sind für dich alt... 😉
Zitat:
Dann schau dir mal Dinge wie Massenträgheit und ähnlichem Physikalischem Zeugs an. Kurzum:
Je schwerer desto mehr Energie steckt drin, bei gleicher Geschwindigkeit...
Beim Zusammenstoß schauts für den besser aus, der das schwerere Fahrzeug hat (aus dem Grunde sterben auch die älteren Verursacher nicht soo oft, die fahren nämlich meist was recht aktuelles, was etwas teurer und schwerer ist (z.B. E-Klasse oder 5er/7er BMW) als das der üblichen Ziele...
Super, Herr Professor...Du setzt aber mal wieder voraus, dass SUV-Fahrer alles niedermähen...
Ich warte auf die Statistik, die das belegt... 😉
Gruß
Björn
Zitat:
Original geschrieben von LexPacis
Bei den Lkws wurde z.B. per EU-Gesetzt ein angeblich besserer Schutz der Pkws bei Auffahrunfällen hinter Lkws geschaffen. Wie aber die Realität bereits zeigt, ereignen sich in diesem Bereich immer noch viel zu viele Unfälle (Lkws entpuppen sich hier als regelrechte Guillotine).
Das Problem hier sind nicht die vielen Unfälle an sich, sondern der nicht ausreichend wirksame Unterfahrschutz bei LKWs. Der knickt zu leicht ab, was erst das Köpfen der PKW-Fahrer ermöglicht.
Zitat:
Original geschrieben von LexPacis
oder hat schon mal jemand davon gehört, dass man vor einem drohenden Aufprall mit einem anderen Fahrzeug Gas geben soll um für eine höhere kinetische Energie beim Aufprall zu sorgen als die des Kontrahenten ???
Autsch! Da bei einem Unfall alles relativ ist, erhöhte man damit die Verletzungswahrscheinlichkeit massiv.
Zitat:
Original geschrieben von LexPacis
Es ist nicht nur die Verformung von Fahrzeugkarosserien, die zu tödlichen Unfällen führt, hohe Verzögerungskräfte werden vom menschlichen Körper nicht gerade bevorzugt..
Richtig. Daher hat man auch die Knautschzone erfunden. Heutzutage scheint bei vielen aber wieder der Eindruck vorzuherrschen, dass ein superstabile Fahrzeugstruktur besonders sicher wäre. Allerdings hatte man sowas ganz, ganz früher, da waren die Autos nach einem Unfall heile und die Insassen tot. Der Smart ist ein moderner Vertreter dieser Spezies - solange ein "weicher" Gegner da ist, geht es gut, wenn der Gegner hart ist, überlebt nur die Fahrgastzelle. Eine Knautschzone ist eben nur durch eine Knautschzone zu ersetzen...
Gruß
Pibaer
PS: Der grüne Getriebesand sollte langsam gegen den gelben ausgetauscht werden... 😉
Zitat:
Original geschrieben von bjoern1980
[...]Ich liebe es, wenn SUV-Fahrer als Unfallverursacher Nr. 1 und Kinder-Totfahrer hingestellt werden [...]
Damit bist Du nicht allein. Was glaubst Du, warum so viele Leute das machen?
Eine Knautschzone ist absolut notwendig. Letztlich muss der Körper beim Aufprall über eine möglichst lange Zeit abgebremst werden, damit die Beschleunigung minimal ist.
Für das Crashverhalten zählt klarerweise nicht nur die Masse. Hier ist es ähnlich, wie mit dem Unterfahrschutz bei LKW's. Die Abstützstrukturen des PKW's finden nirgendswo beim Gegner halt. (das gilt auch für SUV's)
Ich bin mir schon darüber im Klaren, dass LKW ein viel größeres Risiko darstellen, aber in dem Thread ging es ja um SUV's. Außerdem haben LKW's einen praktischen Nutzen... 😉
Ich klinke mich hier aus, weil ich bei dem Thema nur sehr emotional diskutieren kann, was niemandem hilft.
Viel Spass noch & Grüße
eciman
Ciao Pibaer,
Der neue Unterfahrschutz bei Lkws wurde getestet und als unzureichend befunden. Insgesamt war es ein Beispiel zum Thema Lkw und ihren verheerenden Einfluss bei Verkehrsunfällen mit Pkws.
Ich gehe davon aus, dass Du die tragische Ironie mit dem Gas geben vor einem Aufprall verstanden hast. Tragisch deshalb, weil das Ganze für den Fahrer eines Kleinwagens keinesfalls amüsant ist.
Gruss,
Lex
P.S: Getriebesand wird erst Ende April gewechselt, es könnte ja immer noch Schneefall bis in die Niederungen geben. Ich tendiere mittlerweile doch eher zu SAND SAE-10 :-)
Zitat:
Damit bist Du nicht allein. Was glaubst Du, warum so viele Leute das machen?
Ich habe meine Vermutung. Aber solange ich keine Statistik finde, bzw. gezeigt bekomme, die diesen Vorwurf belegt... 😉
Gruß
Björn
Zitat:
Original geschrieben von Stefan Payne
Je schwerer desto mehr Energie steckt drin, bei gleicher Geschwindigkeit...
Stimmt im Prinzip. Allerdings steigt die Energie mit zunehmender Geschwindigkeit quadratisch an, während sie mit zunehmender Masse nur linear ansteigt. Somit ist in diesem Zusammenhang eine höhere Aufprallgeschwindigkeit problematischer als ein höheres Gewicht.
Da kann der Unfallgegner froh sein, wenn ihm ein SUV mit 50 km/h ins Heck knallt anstatt ein Sportwagen mit 100 km/h...
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
Stimmt im Prinzip. Allerdings steigt die Energie mit zunehmender Geschwindigkeit quadratisch an, während sie mit zunehmender Masse nur linear ansteigt. Somit ist in diesem Zusammenhang eine höhere Aufprallgeschwindigkeit problematischer als ein höheres Gewicht.
Das ist schon richtig, aber die Geschwindigkeiten bei Kleinwagen und SUVs im normalen Verkehr unterscheiden sich praktisch nicht. Somit dürfte letztlich der Masseunterschied beim Durchschnittsunfall gegenüber dem Geschwindigkeitsunterschied bei unterschiedlichen Fahrzeugmassen (LKWs ausgenommen) eine deutlich größere Rolle spielen.
Gruß
Pibaer
Zitat:
Original geschrieben von bjoern1980
Ich habe meine Vermutung. Aber solange ich keine Statistik finde, bzw. gezeigt bekomme, die diesen Vorwurf belegt... 😉 [...]
Frag mal den GDV oder schau Dir die Haftpflichttypklassen an! Die Geländekisten sind tendenziell etwas höher eingestuft als alles Andere. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
MfG Meehster