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Störungssuche Batterie-Entladung

Mercedes C-Klasse CL203 Sportcoupé
Themenstarteram 9. November 2018 um 14:36

Hallo Leute,

nach Monaten von Mitlesen und Hilfe suchen und eigenem ausprobieren ist es jetzt Zeit doch mal die Experten hier im Forum zu fragen...

Es geht um ein C-Klasse Sportcoupé, 203.752, Motor 272.920, Getriebe 722.998 (Automatic), Baujahr 2005, Serienstand, keine Nachrüstungen.

Zur Vorgeschichte: seit Mai hab ich das Problem, dass ab und zu innerhalb von ca. 3 Tagen meine Batterie komplett leer ist. Komplett leer heisst, dass die Restspannung <3 Volt ist. Wochenlang geht alles gut, ich kann fahren, das Fahrzeug abstellen und auch nach 3 Wochen springt er ohne Murren an. Aber dann wieder, wie aus heiterem Himmel ist Schluss und nach 3 Tagen leer. Batterie war mein erster Gedanke, war sie doch 13 Jahre alt. Also eine neue rein aber wieder gleiches Problem. 3 Tage und fertig. <3 Volt. Die aktuelle Batterie ist gut, trotz einiger Tiefentladungen ist die Kapazität OK. Nicht neuwertig aber OK. (Geprüft mit Lastwiderständen C20 und C100 nach Voll-Aufladung, entsprechend Batterie-Kapazität messen)

Reststrommessung mit Multimeter in die Masseleitung der Batterie eingeschleift und über Wochen nach jeder Fahrt gemessen. Immer nach knapp 2 Minuten ~50-70 mA und nach ca. 5 1/2 Minuten < 20 mA. Nur ein einziges Mal hatte ich ca. 1,1 A Reststrom. Dummerweise hatte ich da das Fahrzeug verschlossen so dass ich nicht an die einzelnen Sicherungen kam. Nach Öffnen und Wiederverschliessen mit dann offener aber geschlossen simulierter Fahrertür und Heckklappe war der Reststrom wieder normal gering; dummerweise konnte ich da also nicht weitersuchen. Und ebenso dummerweise konnte ich diesen hohen Reststrom nur ein einziges mal wirklich messen.

Bleibt die Suche mit Star/Diagnose. Erst mal alle Fehler gelöscht, die sich nach den ganzen Entladungen angesammelt hatten. Das Gesamtfahrzeug hat im Kurztest keine aktuellen oder gespeicherten Fehlercodes oder Ereignisse und alles funktioniert auch einwandfrei. Motor, Innenraum, Audio (Comand mit CD-Wechsler und Sound-System); alles läuft klaglos.

Über mehrere Wochen dann immer mal wieder Kurztests gemacht - keine Auffälligkeiten; nur ein einziges Mal, nachdem der Tempomat während der Fahrt auf Störung ging hatte ich folendes:

  • im ESP: C1703 Die CAN-Kommunikation zum Steuergerät Mantelrohrmodul ist fehlerhaft
  • im MRM: 9326 Das Bauteil S40/4 (Tastrschalter TPM) ist defekt.

Keine anderen Meldungen über mehrere Wochen; dummerweise trat aber auch der Reststromfehler in dieser Zeit nicht auf.

Was bleibt sind Fragen und Vermutungen....

Ohne dass ich das wirklich beweisen kann ist mein Eindruck, dass der hohe Reststrom immer an diesen heissen Tagen im Sommer auftrat wenn das Fahrzeug nach längerer Hitzfahrt abgestellt wurde. Jetzt im Herbst tritt der Fehler offenbar nicht mehr auf. Kann es sein, dass einzelne Steuergeräte "zicken", wenn sie nur genügend heiss sind?

Was sonst auffällt ist die "Innenraum-CAN-Prüfung". In ca. 9 von 10 Fällen liefert sie für das Audio-Gateway AGW (welches ja im Comand integriert ist) einen Istwert "NICHT VORHANDEN" bei Sollwert "VORHANDEN". Auch gab es einen einzigen Fall bei dem andere Geräte (OBF, DBE, MRM) als "NICHT VORHANDEN" erkannt wurden aber ausgerechnet das Audio Gateway erkannt wurde. Also: bei der Innenraum-CAN-Prüfung fehlen grundsätzlich einzelne Geräte, meistens das Audio-Gateway. Aber alle diese Geräte sind über Kurztest oder Steuergerät-Analyse immer problemlos ansprechbar und ausser dieser einen Störung im Tempomat gab es nie ein CAN-Bus Problem im laufenden Betrieb...

So, genug Text; es gäb noch vieles mehr was ich getestet hab; alles ohne Ergebnis bzw. ohne Erfolg. Im Moment scheint Ruhe zu sein - vielleicht weil es Winter wird. Aber ich weiss das Problem ist noch da. Ich bin wirklich dankbar für jeden Tipp dem ich nachgehen kann - auch wenn's nur Spekulationen sind...

Und konkret gefragt: was ist das mit "heissen" Steuergeräten? Kann das sein?

Und was hat es mit den nicht erkannten Geräten auf dem Innenraum-CAN auf sich wenn sie ansonsten einwandfrei ansprechbar sind und funktionieren?

Ach und dann noch dies: wie kann es sein, dass die Batterie wirklich bis auf <3 Volt leergesaugt wird? Müsste da nicht vorher irgendein Energiemanmagement eingreifen?

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17 Antworten

Hast du eine Alarmanlage???

Dann ziehe als 1. mal den Schalter für die Haubenverriegelung- Motorhaube aufmachen mit einen Schraubenzieher das Blech vom Schalter etwas nach oben. Wenn das nicht hilft, dann

klemme die Alarmanlage ab, sitzt unter der Verkleidung re.vorn Kotflügel ganz unten li.

So war es bei mir, die Batterie war auch öfter Leer, immer bei heißen Tagen nach dem Abstellen.

Themenstarteram 9. November 2018 um 15:33

Zitat:

@Maik270CDI schrieb am 9. November 2018 um 15:24:50 Uhr:

Hast du eine Alarmanlage???

Ja, es hat eine Alarmanlage. Kann ich mal testen, die abzuklemmen. Ein Versuch ist's vielleicht Wert...

Zitat:

Dann ziehe als 1. mal den Schalter für die Haubenverriegelung- Motorhaube aufmachen mit einen Schraubenzieher das Blech vom Schalter etwas nach oben.

Ich weiss nicht geanu, was du meinst. Den Motorhauben-Schalter hab ich getestet. Er schaltet einwandfrei (direkt am Schalter gemessen) und das Blech sieht OK aus. Auch sehe ich im DAS, dass er einwandfrei schaltet...

Zitat:

@Haeckli schrieb am 9. November 2018 um 15:33:06 Uhr:

Zitat:

@Maik270CDI schrieb am 9. November 2018 um 15:24:50 Uhr:

Hast du eine Alarmanlage???

Ja, es hat eine Alarmanlage. Kann ich mal testen, die abzuklemmen. Ein Versuch ist's vielleicht Wert...

Zitat:

@Haeckli schrieb am 9. November 2018 um 15:33:06 Uhr:

Zitat:

Dann ziehe als 1. mal den Schalter für die Haubenverriegelung- Motorhaube aufmachen mit einen Schraubenzieher das Blech vom Schalter etwas nach oben.

Ich weiss nicht geanu, was du meinst. Den Motorhauben-Schalter hab ich getestet. Er schaltet einwandfrei (direkt am Schalter gemessen) und das Blech sieht OK aus. Auch sehe ich im DAS, dass er einwandfrei schaltet...

-----------------------------------------------------------------

Bei 45° kann sich das manchmal endern mit dem Schalter,

das Blech sollte eine kleine Wölbung nach oben haben.

Wenn du drinn sitzt im Auto, verriegel mal die Türen mit dem Schlüssel

und mach dann von innen die Tür auf. Dann sollte es normal Hupen und blinken, wenn nicht, dann

wird die Hupe defekt sein und Strom ziehen weil dann die internen Batterien der Hupe dauerhaft

geladen werden und nicht abschalten.

Einfach mal testen

 

Themenstarteram 9. November 2018 um 17:40

Zitat:

@Maik270CDI schrieb am 9. November 2018 um 17:19:57 Uhr:

Bei 45° kann sich das manchmal endern mit dem Schalter,

das Blech sollte eine kleine Wölbung nach oben haben.

OK, das muss ich prüfen. Aus der Erinnerung hat's eine Wölbung nach unten.

Zitat:

Wenn du drinn sitzt im Auto, verriegel mal die Türen mit dem Schlüssel

und mach dann von innen die Tür auf. Dann sollte es normal Hupen und blinken, wenn nicht, dann wird die Hupe defekt sein und Strom ziehen weil dann die internen Batterien der Hupe dauerhaft geladen werden und nicht abschalten.

Also die Hupe geht einwandfrei. Reagiert auf Innenraumsensor, Türen öffnen und Abklemmen der Batterie. Also sollten auch die internen Batterien der Hupe IO sein.

Ist dein Ansatz, dass bei Hitze allenfalls der Motorhaubenschalter auf OFFEN "springt" und so einen Alarm auslöst der unbemerkt bleibt weil die Hupe defekt ist?

Zitat:

@Haeckli schrieb am 9. November 2018 um 17:40:02 Uhr:

Zitat:

@Maik270CDI schrieb am 9. November 2018 um 17:19:57 Uhr:

Bei 45° kann sich das manchmal endern mit dem Schalter,

das Blech sollte eine kleine Wölbung nach oben haben.

OK, das muss ich prüfen. Aus der Erinnerung hat's eine Wölbung nach unten.

Zitat:

@Haeckli schrieb am 9. November 2018 um 17:40:02 Uhr:

Zitat:

Wenn du drinn sitzt im Auto, verriegel mal die Türen mit dem Schlüssel

und mach dann von innen die Tür auf. Dann sollte es normal Hupen und blinken, wenn nicht, dann wird die Hupe defekt sein und Strom ziehen weil dann die internen Batterien der Hupe dauerhaft geladen werden und nicht abschalten.

Also die Hupe geht einwandfrei. Reagiert auf Innenraumsensor, Türen öffnen und Abklemmen der Batterie. Also sollten auch die internen Batterien der Hupe IO sein.

Ist dein Ansatz, dass bei Hitze allenfalls der Motorhaubenschalter auf OFFEN "springt" und so einen Alarm auslöst der unbemerkt bleibt weil die Hupe defekt ist?

----------------------------------------------

So ist es, genau so war es bei mir.

Aber bei dir scheint ja dann wohl alles ok. zu sein wenn die Hupe geht.

Hat das FZ denn EDW ?

Elektrische Sitzverstellung?

Themenstarteram 9. November 2018 um 18:54

Zitat:

@db-fuchs schrieb am 9. November 2018 um 18:44:25 Uhr:

Hat das FZ denn EDW ?

Elektrische Sitzverstellung?

EDW: ja

Sitzverstellung: nein

Gut dann sind wohl die Hupe (EDW-Einheit) und das AGW als Fehler Quelle ganz vorn.(welches ja im Comand integriert ist)(Energiemanmagement eingreifen) Wo hast du die Infos her?

Themenstarteram 9. November 2018 um 19:56

Zitat:

@db-fuchs schrieb am 9. November 2018 um 19:52:00 Uhr:

Gut dann sind wohl die Hupe (EDW-Einheit) und das AGW als Fehler Quelle ganz vorn.(welches ja im Comand integriert ist)(Energiemanmagement eingreifen) Wo hast du die Infos her?

Hupe: Wie kann die Hupe die Batterie leerziehen? Was kann ich prüfen?

Welche Infos meinst du, wo ich die her habe?

Ich zeigt dir mal Montag die Einbau Orte von AWG und EDW-Einheit mit Horn.

Zitat:

@Haeckli schrieb am 9. November 2018 um 19:56:16 Uhr:

Zitat:

@db-fuchs schrieb am 9. November 2018 um 19:52:00 Uhr:

Gut dann sind wohl die Hupe (EDW-Einheit) und das AGW als Fehler Quelle ganz vorn.(welches ja im Comand integriert ist)(Energiemanmagement eingreifen) Wo hast du die Infos her?

Hupe: Wie kann die Hupe die Batterie leerziehen? Was kann ich prüfen?

Welche Infos meinst du, wo ich die her habe?

-------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Alarmhupe ist eine Extrahupe welche 2 Batterien enthält die eingeschweißt sind.

Die nach 13 Jahren meistens oxidiert und vergammelt sind und nicht mehr funktionieren.

Der Ladevorgang aber immer weiter geht und unnötig Strom verbraucht.

Ich weiß jetzt nicht ob nur im Fahrbetrieb oder auch im Stillstand geladen wird und die

Batterien mit Dauerstrom versehen werden.

----------------------------------------------------------------------------------------------

 

Themenstarteram 10. November 2018 um 12:46

Zitat:

@Maik270CDI schrieb am 10. November 2018 um 12:35:52 Uhr:

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Die Alarmhupe ist eine Extrahupe welche 2 Batterien enthält die eingeschweißt sind. Die nach 13 Jahren meistens oxidiert und vergammelt sind und nicht mehr funktionieren. Der Ladevorgang aber immer weiter geht und unnötig Strom verbraucht. Ich weiß jetzt nicht ob nur im Fahrbetrieb oder auch im Stillstand geladen wird und die mit Dauerstrom versehen werden.

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OK, das ist eine Variante. Sie hängt an Klemme 30, sollte also immer geladen werden. Aber 1,1 Ampere? Und das nur alle paar Wochen/Monate mal? In dem Fall würde ich erwarten, dass ich ständig (mindestens regelmässig) zu hohen Ruhestrom habe. Und mindestens funktionieren die Hupen-Batterien noch, da ja bei abklemmen der Fahrzeug-Batterie einwandfrei Alarm ausgelöst wird...

Gedanklich bin ich vielmehr bei Steuergeräten die manchmal einfach nicht in den Ruhemodus gehen - CAN-Bus... Weiss aber nicht, wie ich das eiingrenzen soll...

Hatte einen ähnlichen Fall - da war es die Generatorleitung - diese hat bei Feuchtigkeit einen guten Kontakt zur Masse gebildet... aber eben nur bei Feuchtigkeit.

Themenstarteram 11. November 2018 um 7:20

Zitat:

@Andi_Wand666 schrieb am 10. November 2018 um 21:42:38 Uhr:

Hatte einen ähnlichen Fall - da war es die Generatorleitung - diese hat bei Feuchtigkeit einen guten Kontakt zur Masse gebildet... aber eben nur bei Feuchtigkeit.

Die komplette Generator Gruppe hatte ich schon geprüft, eben weil es um leere Batterie geht. Konnte keine Fehler finden. Prüfung bei Feuchtigkeit war natürlich schwierig in diesem Sommer und jetzt, wo es feucht ich scheint das Problem nicht aufzutreten...

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