Stimmt es da es Plätze gibt an dem überschuss Neuware rum steht
Hi,
ich hab derzeit ein Japanischen kleinwagen im Netz (2014er) und einer ruft vorhin an und wollte unbedingt 2000€ weniger für mein Auto ausgeben , einer seiner Argumente war das ich den Wagen ehh nicht loswerden würde , weil es jah sowieso zuviel Autos geben tut und es Plätze gibt in DE an dem alle Autos die zuviel Produziert sind rum stehen , und die Händler die nicht verkaufen können , und der Deutsche wäre
Arbeits verrrückt und Arbeit zuviel an Autoherstellung usw. usf.
Beste Antwort im Thema
Solche Plätze gibt es:
http://...schallundrauch.blogspot.de/.../...de-unverkauften-autos.html
http://...wirtschafts-nachrichten.de/.../
Aber Du wirst ja sicher die Preissituation für Deinen Wagen gecheckt haben, bevor Du ihn im Net inseriert hast. Und Du wirst auch Dein Limit haben, für das Du den Wagen abgibst.
Wenn sein Gebot unter Deinem Limit liegt, hat er eben Pech gehabt und soll einen Anderen volllabern.
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Zitat:
@passi-vari schrieb am 24. Juli 2015 um 21:58:56 Uhr:
...der eine Parkplatz im Elsass ist von PSA und dort stehen sie zum verrotten...
Auch das ist ein Hoax, wie man an der Qualität der Quelle unschwer erkennen kann.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 24. Juli 2015 um 21:01:14 Uhr:
Du unterstellst, dass es ein signifikantes Angebot an privaten Jahreswagen gibt.
Falsch gedacht.
Ich unterstelle (zu lesen weiter oben), dass es praktisch keine Nachfrage nach privaten Jahreswagen gibt.
Zitat:
@Matsches schrieb am 25. Juli 2015 um 19:16:49 Uhr:
Falsch gedacht.Zitat:
@Jupp78 schrieb am 24. Juli 2015 um 21:01:14 Uhr:
Du unterstellst, dass es ein signifikantes Angebot an privaten Jahreswagen gibt.
Ich unterstelle (zu lesen weiter oben), dass es praktisch keine Nachfrage nach privaten Jahreswagen gibt.
Was sich aber null belegen lässt, weil es bereits praktisch kein Angebot gibt 😉.
Bevor die Hersteller Autos verrotten lassen werden Sie an Schrotthändler verscherbelt, dann kommt wenigstens der Schrottwert wieder rein.
In der Regel werden Sie aber Haldenfahrzeuge nach einer gewissen Zeit günstig an freie Händler verscherbeln die dann gleich mal eine größere Menge abnehmen. Dieser graue Markt wird auch genutzt um Fahrzeuge ohne Kundenauftag in den Markt zu drücken, statt Sie den Händlern zu gutem Kurs anzubieten.
Oftmals sind solche "Halden" aber auch ein Zeichen schlechten Marketings. Mein Händler hat letzten Herbst innerhalb weniger Wochen eine zweistellige Zahl Tageszulassungen seines Haupthändlers verkauft.
Der Haupthändler hatte knapp 400 Tageszulassungen irgendwo im Nirgendwo geparkt, mein Händler hat Sie dort geholt und an die Straße gestellt und Einige waren schneller verkauft als es Ihm Recht war da Sie für die Ausstellungshallte gedacht waren.
Wenn aber Autos einige Wochen irgenwo in der Pampa geparkt werden sehen Sie allerdings schnell aus als ob man Sie verrotten lassen würde.
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Dieser Thread liefert ein schönes Beispiel dafür.Zitat:
@Jupp78 [url=http://www.motor-talk.de/.../...ss-neuware-rum-steht-t5380789.html?...]schrieb am 25. Juli 2015 um 19:58:30 Uhr
Was sich aber null belegen lässt, weil es bereits praktisch kein Angebot gibt 😉.
Angebot ist da, der Preis ist niedriger als bei vergleichbaren Angeboten, kauft aber keiner.
Ohne nun alle Seiten gelesen zu haben meine Geschichte aus dem Jahr 2002.
Mein Vater hatte bei Chrysler einen neuen Leasingwagen bestellt - 300M in Silber....Alles lief nach Plan bis....das Auto geliefert wurde.
Der Händler rief an und bat um Entschuldigung, aber er müsse die Übergabe um 14 Tage verschieben. Hintergrund war, dass der gelieferte Wagen in den Schützen durchbohrt war (ein zurück gebauter Startech Tuning). Mein Händler wollte den Wagen also nicht weiter geben und bekam 14 Tage später einen unverbastelten Wagen.
Die Mutmaßung war, dass ein Händler pleite gegangen war und der Wagen wurde zurück gebaut und wieder abgegeben. Die Tatsache, dass man binnen von 14 Tagen aber auch einen neuen Wagen hatte, ließ mich schon dran glauben, dass es eine "Halde" gibt.
Natürlich geht so was nur bei Kfz die kaum konfigurierbar sind.
Ist bei asiatischen Marken auch oft so. Da dauert die Lieferung ab der Bestellung nur etwa 8 Wochen, da alle möglichen Konfigurationen eh beständig auf den Schiffen unterwegs sind. Hat man Glück und es steht aktuell das genau passende Fahrzeug im Hafen, kann es sogar nur 4 Wochen dauern.
Bei Individualbestellungen, also Kombinationen, die es nicht in deutschen Katalogen gibt, dauert es bis zu einem halben Jahr - so zumindest laut Mazda-Händler.
Ich finde das gar nicht schlecht: 3 Motoren, 2 Getriebe, 5 Farben und 3 Austattungen: Leer, Mittel, Voll. Ergebnis: Kürze Lieferzeit, kleinere Preise.
Na klar bekommt man Austattung, die man nicht braucht "zu viel", aber dann faktisch ohne Aufpreis.
Zitat:
@Taxidiesel schrieb am 27. Juli 2015 um 18:33:50 Uhr:
Na klar bekommt man Austattung, die man nicht braucht "zu viel", aber dann faktisch ohne Aufpreis.
Gut, davon würde ich nun lieber nicht ausgehen.
Du zahlst das schon mit, ob Du es brauchst/willst oder nicht.
Im Prinzip gebe ich dir aber recht, für mich erschloss sich noch nie der Sinn, warum jedes kleinste Extra konfigurierbar sein muss, warum es 13 Motoren in 5 PS Abstufungen geben muss.
Ist allerdings eine rel. deutsche Angewohnheit.
In anderen Ländern werden Autos nicht auf die gleiche Weise gekauft wie hierzulande.
Zitat:
@Matsches schrieb am 28. Juli 2015 um 06:47:27 Uhr:
Ist allerdings eine rel. deutsche Angewohnheit.
In anderen Ländern werden Autos nicht auf die gleiche Weise gekauft wie hierzulande.
Ja, das ist mir auch schon aufgefallen.
Ich rätsel allerdings bis heute, welche speziellen Faktoren hier in den letzten Jahrzehnten vorlagen, die dann in der Folge zu dieser bizarren Angewohnheit geführt haben.
Zitat:
@Drahkke schrieb am 28. Juli 2015 um 18:35:36 Uhr:
Ja, das ist mir auch schon aufgefallen.Zitat:
@Matsches schrieb am 28. Juli 2015 um 06:47:27 Uhr:
Ist allerdings eine rel. deutsche Angewohnheit.
In anderen Ländern werden Autos nicht auf die gleiche Weise gekauft wie hierzulande.Ich rätsel allerdings bis heute, welche speziellen Faktoren hier in den letzten Jahrzehnten vorlagen, die dann in der Folge zu dieser bizarren Angewohnheit geführt haben.
In anderen Ländern hat sich das auch mehr und mehr geändert in den letzten Jahren.
Selbst die Amis konfigurieren und bestellen ab Werk inzwischen und kaufen nicht mehr nur das, was beim Händler steht.
Ansonsten machen Extras aus meiner Sicht Sinn, die wirklich nicht jeder haben will bzw. braucht. Wenn es mehr als 90% dazu bestellen (gibt es natürlich auch immer wieder mal), dann braucht es kein Extra sein.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 28. Juli 2015 um 19:44:42 Uhr:
Ansonsten machen Extras aus meiner Sicht Sinn, die wirklich nicht jeder haben will bzw. braucht. Wenn es mehr als 90% dazu bestellen (gibt es natürlich auch immer wieder mal), dann braucht es kein Extra sein.
Ja und nein, dahinter stecken sowohl klare witschaftliche Kalkulationen als auch firmenstrategische Gründe.
Es kann an sich für den Hersteller billiger sein ein „Extra“ serienmäßig zu verbauen, anstatt es als Option anzubieten.
Frage ist aber, ob er dies dem Kunden "gönnen" will.
Beispiel: Japanische Autos (auch heute, aber weniger ausgeprägt als in den 80er und 90er Jahren):
Was drin war war drin, Extas gab es keine, bestenfalls zwei oder drei Ausstattungslinien (nackig, mittel, voll) und es gab 3 Farben zur Wahl.
Vorteil für den Hersteller er konnte „blind“ massenweise gleiche Autos vom Band werfen, die Herstellkosten waren vergleichsweise niedrig.
Zumindest früher gestand der Hersteller seinen Kunden wesentlich mehr Ausstattung ohne aufpreispflichtige Optionen zu (er konnteaufgrund geringer Individualität ja trotzdem billig produzieren) als das bei deutschen Herstellern der Fall war.
Man vergleiche wenn man mag einmal einen Basis Mazda 323 von 1985 mit einem Kadett oder Golf gleichen Baujahres.
Selbst heute werden manche Extras (z.B. Navis) erst beim Händler nachgerüstet, selbst heute gibt es oft nur Ausstattungspakete (wer Sitzheizung will muss halt Klimaautomatik, Tempomat und Colorglas mit dazu nehmen).
Eine Horrorvorstellung für den deutschen Mainstreamkonfigurator, zahlt er doch (vermeintlich) für Dinge die er gar nicht will.
Die Autos werden dementsprechend regelmäßig in Auto – Tests dafür verrissen.
Ausnahme: Sondermodelle nimmt der deutsche Käufer gerne mit, vermitteln die ihm doch das Gefühl all das zusätzliche geschenkt zu bekommen.
Dem Gegenüber steht die Philosophie von sagen wir VW/Audi/Mercedes:
Was der Kunde haben möchte muss er zahlen, „geschenkt“ gibt’s hier nichts.
Er sieht dies ebenso, ja er liebt diese Philosophie als scharfer Kalkulator geradezu.
In der Konsequenz ergeben sich tausende verschiedene Ausstattungsvarianten, jeder Haltegriff und jedes Chromrändchen kostet Aufpreis.
Da wird dann z.B. der von Skoda entwickelte Konzerndreizylinder mit 68PS mit finanziellem Aufwand auf 60PS gedrosselt, damit man ihn später (natürlich nur gegen Aufpreis) auch mit 75Ps verkaufen kann.
Klingt komisch, iss aber so.
Man kann alles mit allem kombinieren, man kann einen VW Comfortline durch gezielte Auswahl zu einem Highline machen und nur ein einziges Ablagefach weglassen und so weiter und so fort.
Kaum ein Auto am Band gleicht einem anderen, denn die Basis ist so nackt dass sie kaum ein Kunde kauft.
Natürlich verlangt der deutsche Käufer ein Auto exakt nach seinen Wünschen für sein Geld.
Steht da der Golf beim Händler der alles das hat war er will, nur eben mit 150 PS anstatt der gewünschten 110, dann bleibt das Auto trotz vielleicht günstigen Preises stehen und es wird lieber bestellt, auch wenns dann 5 Monate dauert.
Motto: Brauche ich nicht, zahl ich nicht, will ich nicht.
Der Kunde sieht sich vermeintlich im Vorteil, zahlt er doch exakt für das was er will, nicht mehr und nicht weniger.
Ein Hochgenuss für den strukturierten, aufgeklärten deutschen logischen Denker.
Diese Aufpreispolitik funktioniert natürlich auch bei diesen Firmen nur auf dem Binnenmarkt. Auf anderen Märkten wird anders (eben den dortigen Käufergewohnheiten entsprechend) agiert.
Nehmen wir um Beispiel die Amis und die Chinesen:
An sich natürlich auch kundenorientiert durch sehr lange individuell wählbare Optionslisten.
Da die Kunden dort allerdings traditionell nur „volle Hütten“ kaufen kann man die Fahrzeuge entsprechend produzieren und anbieten und auch Händler trauen sich diese im Gegensatz zu den deutschen Markenhändlern auf Lager zu legen.
Wenn 80% der Ausstattung passen wird das Auto gekauft, die Kunden wollen einfach so viel Auto wie möglich für ihr Geld.
Dabei wird gerne auch über Modell- und sogar Markentellerränder hinaus gewählt, entsprechend gibt es riesige Multi-brand-dealer mit hunderten, manchmal tausenden von in Frage kommenden Modellen auf dem Hof.
Aussuchen, zahlen, mitnehmen, glücklich sein.
Ob dann ein Schiebedach dran ist was man eigentlich nicht gewählt hätte oder ein 3l anstatt des 2,5l unter der Haube rumort interessiert kaum.
Wartezeiten von mehreren Monaten wären den Kunden nicht vermittelbar, eher geht der zum nächsten Händler.
Natürlich gibt es heute in der Zeit globaler Märkte Angleichungen (die deutsche Basis ist weniger nackt als früher, Brot und Butter - Modelle von Nissan, Toyota und Mazda sind nicht mehr „voll“ ausgestattet, manche Amis bestellen auch mal ein individuell konfiguriertes Auto und auch VW koppelt mal ein Extra an eine bestimmte Motorvariante) , die Tendenz des unterschiedlichen Kaufverhaltens auf verschiedenen Märkten blieb allerdings.
Zitat:
@Drahkke schrieb am 28. Juli 2015 um 18:35:36 Uhr:
Ich rätsel allerdings bis heute, welche speziellen Faktoren hier in den letzten Jahrzehnten vorlagen, die dann in der Folge zu dieser bizarren Angewohnheit geführt haben.
Ich glaube, dass diesbezüglich selbst heute noch die Nachkriegsjahre wirken.
Während die Amis bereits in den 50ern und 60ern aus dem vollen schöpften bestand der Luxus den sich ein paar wenige deutsche Käufer leisten konnten darin, mehr als 2 Räder und ein Dach zu haben.
Ein Roller für Papa war üblich, die Isetta vom Gemüsehändler schon was besonderes und ein Käfer blieb ein Traum.
Opel oder gar Mercedes fuhren nur Fabrikanten und Industriekapitäne, während in den USA bereits jeder angestellte Familienvater mit großvolumigen Limousinen unterwegs war, und sich die besser betuchten schon mit Corvette und Mustang die Zeit vertrieben.
Jahrzehntelang wurde dem deutschen Mainstreamkäufer durch Käfer und Co. erfolgreich eingetrichtert: Mehr brauchst Du nicht, spare lieber (Es gab glaube ich sogar tatsächlich einen „Sparkäfer“).
Dies hat sich in den Köpfen festbetoniert, hat sich auf folgende Generationen übertragen da dies von Eltern und Großeltern vorgelebt wurde.
Heute gilt: Du mbekommst von uns das was Du unbedingt brauchst, wir geben dir gerne mehr aber dafür musst Du eben extra Geld ausgeben.
Die Käufer akzeptieren das offenbar noch immer wenn ihnen das „ihr“ Hersteller so sagt.