Steuerfestsetzung bei Zunahme der e-Mobilität
Diese Frage ist natürlich nicht spezifisch für die Tesla-Gemeinde, sondern betrifft die e-Mobilität generell:
Momentan geniessen Besitzer von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen steuerlich zahlreiche Vorteile. Nach der 10-jährigen KFZ-Steuerbefreiung, ist die festgesetzte Steuer sehr niedrig angesetzt. Ausserdem ist der Steueranteil im Strom nach meinen Recherchen bei ca. 22.2% oder 6.7ct/kWh - verglichen mit Diesel, wo der Steueranteil bei 51% oder 69,4ct/L liegt (Basispreis € 1,36/L).
Machen wir mal eine kurze Rechnung: Bei einer jährlichen Fahrleistung von 20`000 km und einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 200Wh/km, bedeutet das 4`000 kWh und damit ca. 268€ Steuereinnahmen für den Staat.
Bei der selben Rechnung und 8L/100km Dieselverbrauch nimmt der Staat ca. 1`110€ an Steuern ein.
Ich gehe davon aus, dass sich der Fiskus diese massiven Einnahmen (2017 waren es gesamt 41 Mrd. €) im Zuge des Umstiegs auf die Elektromobilität so einfach nicht nehmen lassen wird. Daher meine Frage in die Runde:
Wie denkt Ihr, wird die Steuererhebung auf "für KFZ genutzte" Elektrizität wohl aussehen?
Man kann ja nicht an jede Steckdose einen eigenen Zähler anbringen - oder werden die Fahrleistungen als Grundlage berücksichtigt? Dann kann man wiederum annehmen, dass manche Menschen sehr kreativ werden, um den Tacho zu manipulieren.
Schon jetzt Dank für Euer Feedback.
P.S.: Bleibt bitte beim Thema.
Ich gehe zwar fest davon aus, dass in spätestens 20 Jahren keine Verbrennerfahrzeuge mehr neu verkauft werden, aber ich möchte niemanden von den Vorteilen der Elektromobilität überzeugen, im Gegenteil: Noch bin ich froh, wenn es weiterhin viele petrol heads gibt, die uns Tesla/Leaf/Zoe - Fahrer (unfreiwillig) beim Tanken subventionieren.
Beste Antwort im Thema
Die werden die Stromsteuern deswegen nicht anfassen, sondern die immer gerne mal wieder hochgelobte PKW-Maut für alle dafür nutzen. Es werden bald alle PKW eine OBU wie die LKW haben, die die gefahrernen km meldet und danach wird abgerechnet. Gewichtsabhängig wäre fair, deswegen wird es sicher nicht gewichtsabhängig sein, sondern wahrscheinlich abhängig von der Farbe der Außenspiegel oder so (auf jeden Fall irgendwas völlig dämliches) ...
40 Antworten
Zitat:
@MariusLola schrieb am 18. Oktober 2018 um 13:59:51 Uhr:
Zitat:
@SirMike007: Das ist relativ einfach. E-Autos wird die Nutzung der Hauselektrizität verboten.
Also diesen Vorschlag halte ich für komplett nicht durchsetzbar (wahrscheinlich meintest Du es ironisch?). Strom ist nun bereits in jedem Haushalt verlegt, eine Tankstelle nicht. Die Rotfärbung des Heizöls konnte immerhin die unerlaubte Nutzung in Dieselfahrzeugen eindämmen, aber Elektrizität hat nun mal keine Farbe 😉.
Ich würde auch eine km-abhängige Nutzungsabgabe vermuten, wobei die Erfassung der tatsächlich gefahrenen km nicht ganz simpel sein wird...
Es war Ironie dabei - aber wie will man das sonst regeln? Wenn die Automatisierung der EV kommen sollte, dann kann man die Informationen leicht über die eingebaute SIM-Karte -Zugriff auf die internen Daten im Auto - abfragen. Datenschutzfragen in diesem Fall.
Zitat:
@KaJu74 schrieb am 18. Oktober 2018 um 19:27:32 Uhr:
Oder einfach die Subventionen von fossilen Energien nehmen.
Das würde dir so gefallen. Wer es sich leisten kann hat kostenlosen Strom von der PV am eigenen Haus und steuergünstige Elektroautos, die gratis fahren und parken und das Gesocks zahlt fleißig Steuern, weil sie mit Öl heizen und fahren müssen.
Wenn ich so drüber nachdenke würde mir das auch gefallen. 😉
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Genau. Und dazu noch Roadpricing, damit meine Sekretärin morgens früh um 7:30 Uhr 15 Rappen pro Minute löhnen darf und ich dann meine Arbeitszeiten so lege, dass ich fast gratis über die Piste fahre.
https://www.focus.de/.../...erhoehung-bei-spritpreisen_id_9749011.html
https://www.google.de/.../...ollen-noch-teurer-werden;art55462,3759767
Das ist aber ein praktisches Instrument zur Erreichung der diverser Ziele. Schadstoffsenkung in den Städten, Förderung der Emobilität.
Und spült Geld in die Kassen. Das halte ich für ein sehr wahrscheinliches Szenario.
Wenn man Wahlen gewinnen will sollte man wohl eher die Finger davon lassen.
Oder man nimmt die Grünen in eine Koalition, schiebt das denen in die Schuhe, die verlieren dadurch bei der nächen Wahl und man hat zwei Fliegen mit eine Klappe geschlagen (mehr Geld und die Grünen verkleinert).
Ich sollte Politiker werden. 😁
Zitat:
@DaimlerDriver schrieb am 19. Oktober 2018 um 12:16:19 Uhr:
Wenn man Wahlen gewinnen will sollte man wohl eher die Finger davon lassen.Oder man nimmt die Grünen in eine Koalition, schiebt das denen in die Schuhe, die verlieren dadurch bei der nächen Wahl und man hat zwei Fliegen mit eine Klappe geschlagen (mehr Geld und die Grünen verkleinert).
Ich sollte Politiker werden. 😁
Ich bin Dein Fan
So wirds kommen. Die Schwarzgrün-Groko wird die Schwarzrot-GroKo ablösen, weil die SPD dann eh nicht mehr Gro ist und die Grünen mit der SPD die Prozente getauscht haben.
Zitat:
@DaimlerDriver schrieb am 18. Oktober 2018 um 17:23:37 Uhr:
...und PV Anlagen besteuert.
Was willst du da noch zusätzlich besteuern? 😕
Zitat:
@Drahkke schrieb am 19. Oktober 2018 um 21:58:16 Uhr:
Zitat:
@DaimlerDriver schrieb am 18. Oktober 2018 um 17:23:37 Uhr:
...und PV Anlagen besteuert.
Was willst du da noch zusätzlich besteuern? 😕
Ich bin wirklich der Letzte, der für weitere Steuern ist. Das Gegenteil ist der Fall. Ich bin nicht der Überzeugung, dass der Staat Geld besser ausgeben kann als ich.
Man sollte sich allerdings nicht der Illusion hingeben, dass Mobilität geringer besteuert wird. Steuern bringen Geld und Geld gibt Macht. Die wollen Politiker sicher nicht hergeben.