Spritverbrauch beim Beschleunigen

Hallo,

triviale Frage:
Zwei gleiche Autos beschleunigen auf 100km/h, eines langsam, eines schnell. Ist der Verbrauch identisch um auf die gleiche Endgeschwindigkeit zu kommen?
Meine banale Theorie- bei schnellem Beschleunigen ist der Momentanverbrauch hoch, dafür aber wesentlich kürzer als beim langsamen Beschleunigen auf einem wesentlich längerem Zeitraum (Energieerhaltungsgesetz).

Bitte um greif- /nachweisbare Antworten und nicht um persönliche Empfindungen oder irgendwelchem nichtssagendem Blabla (davon gibts genug).

Danke schon mal!!!

Grüße, Mario

Beste Antwort im Thema

Effizienz ist nicht gleich Sparsamkeit, sondern sagt nur etwas über das Verhältnis von zugeführter Krafztstoffmenge und verwertbarer Energieausmenge aus. Das nennt man spezifischen Verbrauch.

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Zitat:

Meinen 116PS schwachen 2L Benziner krieg ich auch überland auf 6L wenn ich mag.

Im zweiten Gang bei Vollgas??? 😉

Die Zeit die man sich gegenüber dem rumdackeln spart, kann man in eine etwas niedrige Höchstgeschwindigkeit investieren.
Wenn man bei beiden Varianten die selbe Durchschnittsgeschwindigkeit fährt, bei der einen etwas schneller beschleunigt aber dafür etwas langsamer fährt, und bei der anderen langsamer beschleunigt aber schnellere Konstantfahrt betreibt, wirst du mit erstgenannter Variante einen Spritvorteil erreichen, trotz gleichem Zeitaufwands.

Hm, hm.
Zwei verschiedene Fahrstile, aber identische Durchschnittsgeschwindigkeit.
Wie kommt man da, bei indentischen Strecken, auf unterschiedliche Fahrzeiten???³

Ui, jetzt häng dich an einem verschreiber auf. Sollte natürlich Spritvorteil bedeuten.

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Vollgas !
Ich bin so schnell auf 100, da passt nicht viel durch die Düsen.

Wann kann ich denn am Ortsausgang mit Vollgas auf die erlaubte Geschwindigkeit beschleunigen? Ist doch fast immer einer vor mir, der mich genau daran hindert. Also sind die Überlegungen viel Theorie für wenig Praxis.

Bei erlaubter V-Max wird der Tempomat eingeschaltet und die Kiste rollt ruhig, gleichmäßig und sparsam dahin.

Beim Überholen auf der "Nicht"-BAB ist mir der Spritverbrauch egal, das Manöver muss schnellstens erledigt sein.

http://www.wikidorf.de/reintechnisch/Inhalt/SpritsparendAutofahren

Zitat:

* Zügig beschleunigen
Ziel ist es, möglichst schnell in hohe Gänge zu kommen. Zudem ist ein Motor, der beim Beschleunigen viel leistet, effizient. Man gibt also gut Gas beim Beschleunigen, schaltet aber ganz früh in den nächsten Gang (z.B. bei 2000UPM). Man sollte aber nicht mit Vollgas beschleunigen, denn hier reichern manche Motoren das Sprit-Luftgemisch an (Volllastanreicherung). Ein fetteres Gemisch holt nochmal mehr Leistung aus dem Motor, ist aber aus Effizienzgründen nicht günstig. Gas also max. 3/4 durchtreten, oft reicht aber auch weniger, weil bei mehr der Motor auch nicht stärker beschleunigt. Gerade bei niedrigen Drehzahlen ist mancher Motor schon bei recht wenig Gas an seinem maximalen Leistungsvermögen. Auch ein hektisches Durchtreten des Gaspedals führt bei manchen Autos zu einer Gemischanreicherung, sollte also vermieden werden.

Und genau das rot markierte mache ich nähmlich.
Es bringt nichts, das Gaspedal weiter durchzutreten, den Motor sinnlos mit Sprit vollzupumpen, wenn er ebend nicht, oder nur minimal schneller beschleunigt , als mit deutlich weniger Gas geben und dafür aber mit zunehmender Geschwindigkeit kontinuierlich stärker durchtreten.

Und weiter oben steht ja, für die, die aus niedrigen Gängen beschleunigen.

Zitat:

Ein Motor braucht um so mehr Treibstoff, je schneller er dreht.

Das spart nämlich überhaupt keinen Sprit. Lediglich bei nem Diesel könnte das funktionieren, weil der mit zunehmender Drehzahl, bei konstanter Gaspedalstellung, die Einspritzmenge reduziert. Sprich, mit zunehmender Geschwindigkeit im selben Gang und konstanter Gaspedalstellung reduziert sich beim Diesel der Verbrauch. Beim Benziner steigt er kontinuierlich an.

Das kann man auch schön auf Youtube-Videos nachvollziehen, wenn da Leute ihre max. Speed-Tests demonstrieren und zufälligerweise der BC auf Momentanverbrauch steht. Da sieht man immer sehr schön den Unterschied zw. Diesel und Benziner, wie bei dem einen (Diesel) der Verbrauch allmählig sinkt, wärend er beim anderen (Benziner) bis zur max. Geschwindigkleit stetig zunimmt.

Und aus zu wenig Drehzahl beschleunige ich auch kein Fahrzeug. Ab 4.Gang aufwärts sollten schon mindestens 1500U/min anliegen (auch für Dauergeschwindigkeit), weil man darunter das Pedal deutlich weiter durchtreten muss, damit etwas passiert. Außerdem ist das nicht gut für die Kolben-Zylinder Paarung, wenn einem Motor aus sehr niedrigen Drehzalen hohe Zugkraft abverlangt wird. Deshalb mag ich auch keine Downsizing-Turbomotoren, die ja genau darauf ausgelegt sind um sparsam zu laufen. Viel Drehmoment bei sehr niedrigen Drehzahlen.
Und damit's den Motor dabei nicht durchschüttelt, werden Ausgleichswellen zur Vibrationsminderung verbaut. Ändert aber nix daran, das der Motor überbeansprucht wird.

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 25. März 2016 um 17:40:51 Uhr:


Vollgas !
Ich bin so schnell auf 100, da passt nicht viel durch die Düsen.

Mit deinem 207? Dann meinst du bestimmt so schnell von 99 auf 100, oder?
Sieht mit der XJR schon anders aus, da kann das wirklich beschleunigen nennen.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 25. März 2016 um 17:45:38 Uhr:



Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 25. März 2016 um 17:40:51 Uhr:


Vollgas !
Ich bin so schnell auf 100, da passt nicht viel durch die Düsen.

Mit deinem 207? Dann meinst du bestimmt so schnell von 99 auf 100, oder?

120 PS auf das Leichtgewicht, da scheitern viele schon an dem Überraschungsmoment, die blas ich weg, einfach so.

Und die Dicke, naja, ohne Kommentar, wenn ich da am Hahn ziehe bläst es mich weg, einfach so ! 😁

Das Überraschungsmoment hat aber nun gar nichts mit der Beschleunigungszeit zu tun. Oder misst man die neuerdings nicht mehr ab dem Zeitpunkt des Anfahrens?

Beim Motorrad muss ich auch immer Lachen, wenn sich Menschen mit ihren Mittelklasseautos an der Ampel neben mich stellen. Ist fast schon schwierig, die nicht sofort zu versägen, sondern ihnen die ersten paar Meter noch etwas Hoffnung zu lassen.

Zitat:

@hoerb 13 schrieb am 25. März 2016 um 14:10:52 Uhr:


Hallo,

triviale Frage:
Zwei gleiche Autos beschleunigen auf 100km/h, eines langsam, eines schnell. Ist der Verbrauch identisch um auf die gleiche Endgeschwindigkeit zu kommen?
Meine banale Theorie- bei schnellem Beschleunigen ist der Momentanverbrauch hoch, dafür aber wesentlich kürzer als beim langsamen Beschleunigen auf einem wesentlich längerem Zeitraum (Energieerhaltungsgesetz).

Bitte um greif- /nachweisbare Antworten und nicht um persönliche Empfindungen oder irgendwelchem nichtssagendem Blabla (davon gibts genug).

Danke schon mal!!!

Grüße, Mario

Tja, wo steckt da der Verbrauch?
Antwort: In der Motorleistung. Denn der eingesetzte Treibstoff beeinflusst erstmal nur die Motorleistung.
Doch leider ist der Zusammenhang zwischen frei werdender Motorleistung und Verbrauch nicht linear. Und genau hier kommt der Wirkungsgrad des Motors ins Spiel. Der definiert sich grob aus abgegebener (Nutz-)Leistung zu zugeführter Leistung.

Hier spielt also das Verhalten des Motors eine Rolle:
Was stellt der bei welcher Last und bei welcher Drehzahl mit dem Treibstoff an bzw. in welchem Bereich ist die Verbrennung am effektivsten und damit der Verbrauch "leistungsoptimal"?

Der Wirkungsgrad ist dort am höchsten, wo die Verbrennung am effektivsten abläuft, also am meisten in mechanische Energie umgewandelt wird, ohne zuviel Wärme zu verlieren.
Und das ist nun mal beim besten Füllungsgrad, sofern natürlich genug Zeit für vollständige Verbrennung bleibt.
Der hat nämlich den Vorteil, dass eine große Menge "kaltes" Gemisch den Zylinder kühlt und gleichzeitig unter größtem Druck eine sehr plötzliche Verbrennung stattfindet. Also vollständige Verbrennung und wenig thermische Verluste.

Tja, Füllungsgrad... der hängt von Drehzahl und Gaspedalstellung ab.

Folge: zumindest bei modernen geregelten Dieseln und Direkt-Einspritzer-Benzinern gilt deshalb, dass Vollgas bei niedrigen bis mittleren Drehzahlen die beste Verbrennung und damit den besten Wirkungsgrad ausnutzt.

Bezogen auf das Erreichen einer bestimmten Geschwindigkeit wird also der "Spurt" ohne hohe Drehzahlen die besseren Verbrauchswerte erzielen.
Doch man sollte den Effekt bei modernen Motoren nicht überschätzen. Die regeln und verbrennen bei jeder Drehzahl so gut, dass der Unterschied nicht groß sein wird.

Am auffälligsten wird der Verschleiss der Reifen sein 😁

k-hm

Zitat:

@PeterBH schrieb am 25. März 2016 um 18:39:09 Uhr:


Das Überraschungsmoment hat aber nun gar nichts mit der Beschleunigungszeit zu tun. Oder misst man die neuerdings nicht mehr ab dem Zeitpunkt des Anfahrens?

Du verstehst dat nich.
Setze Dich mal in einen Kleinwagen mir "ordentlich" Power.

Danke euch für die Antworten! Hoffe, dass reicht an "Beweismitteln" in meiner Kumpel-Diskussionsrunde!

Stichwort: Muscheldiagramm

Vollgas kann da schon zu viel sein, kommt aber auf den Motor an. Turbobenziner haben eigentlich im mittleren Lastbereich ihre höchste Effizienz. Deshalb saufen die auch, wenn man sie "digital" fährt.

Ob ein Auto beim schnellen Beschleunigen auf 100 km/h weniger verbraucht, hängt vom Motor ab. Bei einer Corvette (großer Motor) würde ich behaupten ja, weil die bis 80 km/h unter sehr niedriger Last läuft, der Momentanverbrauch wahrscheinlich irgendwo bei 80 km/h sein Minimum hat. Kleinstwagen hingegen haben ihren niedrigsten Verbrauch bei rund 35 km/h im 5. Gang.

Die Corvette zieht man also unter viel Gas schnell von 0 auf 80, legt den höchsten Gang ein und lässt dann bei geringster Beschleunigung rollen, den Kleinwagen zieht man jedoch nur auf 35 km/h legt schon dort den 5. Gang ein und beschleunigt ganz langsam weiter.

Hintergrund des "schnellen" Beschleunigens ist nur der Hintergedanke, dass eigentlich kein Mensch mit 1.500 U/min beschleunigt, weil es früher hieß, so niedrige Drehzahlen wären schlecht für den Motor (war es vielleicht auch) und doch auch jeder immer "ordentlichen Durchzug" haben will. Also hat man eigentlich immer den zu niedrigen Gang eingelegt, auch wenn man nur langsam beschleunigen wollte bzw. schon 50 km/h gefahren ist, noch im 2. oder 3. Gang (niedrige Last, hoher spezifischer Verbrauch).

PS:

Am niedrigsten ist der Verbrauch (im Falle des Kleinstwagen), wenn man auf einer Wegstrecke von 2 km so vorgeht:

0-35 km/h -> auf den ersten 20 m mit viel Gas (1. Gang)
35 km/h -> für 1.800 m halten (5. Gang)
35-100 km/h -> auf den letzten 180 m mit viel Gas (2./3. Gang)

Macht natürlich keiner, aber so hat man die 2 km mit dem niedrigsten Verbrauch zurückgelegt und dennoch 100 km/h erreicht. 😁 😰

35km/h im 5.Gang???

Was soll das sparen? Da stottert ja der Motor, weil er schon fast im Standgas läuft.
Das mag vielleicht gerade so funktionieren, wenn die Straße absolut in Waage verläuft, bzw mit nem Auto, das eine sehr niedrige Übersetzung hat.

Wenn ich mal an meinen Xsara denke, 1500U/min bei 60, das macht 875U/min bei 35. Bei etwa 850U/min lief der im Standgas. Heute hast du auch bei Kleinwagen Übersetzungen im 5.Gang wo die 1500U/min zw. 70 und 80km/h anliegen. Da tuckert der Mtor im 5.Gang bei 35km/h unterhalb des Standgases. Lediglich bei den kleinen Saugmotoren sind es bei Tempo 60 im 5.Gang zw. 1600 und 1700U/min.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, das ein 1.2l Saugmotor bei einer Tonne Leergewicht das Auto mit 900U/min im höchsten Gang irgendwie vernüftig vorwärtsbewegt.

Ich glaube mit solch einer Art Sprit zu sparen ruckelst du dir eher den Motor kaputt. Zumal ich bezweifele, dass das Kraftstoff spart.

Fahre ich mit meinem Fiesta unterhalb 60 im 4.Gang (1500U/min bei 60), dann tingelt die Momentanzeige mit etwas höheren Zahlen herum, als wenn wenn ich im Dritten mit 50/55 dahinrolle. Jeder minimalste Anstieg im Promillebereich muß mit größerem Gasgeben ausgeglichen werden, wohingegen mit einem Gang niedriger der Motor so leicht läuft, das er dies garnicht merkt.
Noch nen Gang höher, daran will ich garnicht denken.

Bei mir ist das zB. jetzt so, das bei

50 im 3.Gang
60 im 4.Gang
80 im 5.Gang

im Prinzip kein Unterschied in der Momentanverbrauchsanzeige ausmachbar ist. Fahre ich im 4. und 5. Gang langsamer, merke ich das dann schon an der Anzeige. Immer dann , wenn der Motor ganz leicht ziehen muss, im Schnitt 0,3 bis 0,5l/100km höhere Werte als dann einen Gang niedriger.

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