Spritverbrauch beim Beschleunigen

Hallo,

triviale Frage:
Zwei gleiche Autos beschleunigen auf 100km/h, eines langsam, eines schnell. Ist der Verbrauch identisch um auf die gleiche Endgeschwindigkeit zu kommen?
Meine banale Theorie- bei schnellem Beschleunigen ist der Momentanverbrauch hoch, dafür aber wesentlich kürzer als beim langsamen Beschleunigen auf einem wesentlich längerem Zeitraum (Energieerhaltungsgesetz).

Bitte um greif- /nachweisbare Antworten und nicht um persönliche Empfindungen oder irgendwelchem nichtssagendem Blabla (davon gibts genug).

Danke schon mal!!!

Grüße, Mario

Beste Antwort im Thema

Effizienz ist nicht gleich Sparsamkeit, sondern sagt nur etwas über das Verhältnis von zugeführter Krafztstoffmenge und verwertbarer Energieausmenge aus. Das nennt man spezifischen Verbrauch.

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Die Energie, die rein zum Beschleunigen gebraucht wird, ist bei beiden gleich.
Die Energie, die zum momentanen Halten der jeweils gefahrenen Geschwindigkeit benötigt wird, ist bei beiden ebenfalls gleich. Dieser Teil ist aber zeitabhängig, daraus folgt, dass das Auto, das länger benötigt, auch mehr verbraucht. Stell dir den Extremfall vor: Auto 1 beschleunigt in 20 Sekunden von 0 auf 100, Auto 2 lässt sich dafür 1 ganzes Jahr Zeit. Ist doch nachvollziehbar, dass Auto 2 wesentlich mehr verbraucht, weil ja der Motor ein ganzes Jahr läuft.

http://www.motor-talk.de/.../...fahren-wie-beschleunigen-t2430347.html

Einfach mal den Selbsttest machen.

ZB. Ortsausgang.

1. langsam bis 100km/h beschleunigen

2. schnell bis 100km/h beschleunigen

Und nun schaut man dabei auf den Tageskilometerzähler und die Momentanverbrauchsanzeige.
Im ersten Test brauche ich ca 400m bis ich auf 100km/h bin und habe Monentanverbrauch X
Im zweiten Test brauche 150m bis 100km/h mit Momentanverbrauch X + 250m Reisegeschw. mit Monentanverbrauch Xa.

1.
Momentanverbrauch X / 400m

2.
Momentanverbrauch X / 150m + Momentanverbrauch Xa / 250m

Unterm Strich steht quasi der Durchschnitsverbrauch pro gefahrenen Meter für diese 400m Strecke.

Ich vermute mal, das der Mehrverbrauch beim starken Beschleunigen höher ist, als das, was auf die paar hundert Meter mehr an Reisegschw. gegenüber dem sanften Beschleunigen eingespart wird. Insbesondere, wenn dafür noch mal extra runtergeschaltet wird, bzw dies ja dann die Automatik beim Kickdown selbst macht.

ohne jetzt recherchiert zu haben hier meine Erfahrung:
möglichst schnell auf die gewünschte Geschwindigkeit beschleunigen, damit man dann früher mit geringerer Drehzahl die Geschwindigkeit halten kann. Macht auch meine stufenlose Automatik so und das hat sicher seinen Grund, u.a. auch im geringeren Verbrauch.
Experten empfehlen auch, beim Schalter mit Vollgas zu beschleunigen (was nicht automatisch hohe Drehzahlen bedeutet !!) und abhängig vom Drehmomentsverlauf des Motors zu schalten. Das kann bei 3000 Touren sein, 3500 oder auch schon 2500, je nach Motor.

Als ich noch meinen handgeschalteten Vectra B hatte, beschleunigte ich auf diversen Landstrassen immer im 3. Gang so weit (bis gut 70 km/h) , dass ich gleich in den 5. hochschalten konnte, ohne dass er Motor untertourig lief. Sparte auf die Tankfüllung Sprit ohne Ende (ca. 0,5 Liter/100 km), vor allem bei dem Kurzstreckenprofil, was ich hatte und immer noch habe... und nein - diese Fahr-/ Schaltweise schadet weder dem Motor, noch dem Getriebe.

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Zitat:

Experten empfehlen auch, beim Schalter mit Vollgas zu beschleunigen

Stammt diese Empfehlung nicht noch aus der Zeit mit Vergasermotoren?
Heutzutage mit Einspritztechnik und elektronischem Motormanagment, dürften doch Verluste durch Kraftstoffniederschlag im Ansaugtracht der Vergangenheit angehören.

stand irgendwann mal in diversen Fachzeitschriften, aber nicht mehr zu Vergaserzeiten 😉
Bei meinem Vectra B hats funktioniert, bei anderen Motoren funktionierts evtl. nicht so gut oder garnicht. Kann ich nicht beurteilen.
Wenn ich meinen Avensis mit stufenloser Automatik tempomatgesteuert fahre, macht die Software das auch - Beschleunigen auf die gewünschte / eingestellte Geschwindigkeit so schnell wie möglich. Da tourt er auf der AB auchmal gern kurz bis 5000 Touren hoch. Allerdings kann ich noch nicht sagen, ob sich das hier positiv auf den Spritverbrauch auswirkt... auf der Landstrasse fahr ich selten bis garnicht mit Tempomat 😉
Und ich bin dank Automatik eher der gemächliche Cruiser mit sanfter Beschleunigung 🙂

Mit meinem Citroen Xsara 1.4 75PS hatte ich im Alltag (16km Entfernung zur Arbeit/ über Land) unter 5,5l Verbrauch in den frostfreien Monaten. Und auch ich habe sanft beschleunigt (Gaspedal allmählig nachgedrückt), ab 60km/h zu 95% im 5.Gang (1500U/min).
Beim "Beschleunigen" aus dem Dritten, ging es maximal bis Tempo 70. Ob dann der 4. oder 5.Gang folgte hing natürlich auch von den Gegebenheiten ab. Je nach dem wo die Endgeschwindigkeit lag und ob es schon leicht bergauf ging.

Jetz beim Ford, mit BC, kann ich zumindest sagen, das beim sanften Beschleunigen der Verbrauch etwas höher als das doppelte wie bei Tempo 90 ist ( von 60 bis 90 brauche ich um die 300 bis 350m). Wenn ich zügiger beschleunige etwas mehr als dreimal so hoch. Ich glaube nicht, das ich das auf die 100 mehr an Reisegeschw. wieder einspare.

Eigene Erfahrung: Bis etwa n_Mmax mit so viel Gas beschleunigen, dass die Volllastanfettung nicht eingreift. Das ist die effizienteste Methode, zu beschleunigen.

Vielleicht noch nen Zusatz zu meinen Beiutrag davor.

Mehr als ein Drittel des Gaspedalweges habe ich im Citroem Xsara so gut wie nicht genutzt.
Im Ford sind es jetzt max. 25%.

Bei so wenig Leistung dann auch noch so wenig Gaspedalstellung? Bist du nur in der Stadt gefahren, oder wie soll man sich das vorstellen?😰

Ich habe mit meinem Golf 4 TDI, dem GTD und auch dem Scout folgende Feststellung gemacht:
Stete Geschwindigkeit = niedriger Verbrauch.
Wenn ich immer schön sachte beschleunige und zum Beispiel untertourig im 5ten Gang rausbeschleunige, verbrenne ich dabei mehr Kraftstoff als wenn ich im 4ten ein mal richtig drauf trete.
Darum schalte ich am Ortsausgang in den 4ten, gebe Vollgas und schalte dann immer bei 2000- 2200 U/min.

Gleiches gilt auch für den Vergleich VW Up (1,2l 60PS) und Skoda Fabia (1,2l 70PS). Der Fabia meiner Freundin hat am Anfang immer um die 6-7l gebraucht. Ich selber hatte zwischendurch für 1 Woche einen VW UP. Weil mir dieses lahme Schüssel so dermaßen auf die Ketten ging, habe ich am Ortsausgang in den 3ten geschaltet und dann immer bis in den Begrenzer gedreht. Wenn ich dann 110km/h hatte habe ich in den 5ten geschaltet. Also im Prinzip alles per Vollgas.
Verbrauch nach 1 Woche und 400km: 22l. Also 5,5l/ 100km/h.

Meine Freundin hat bei ihrem Fabia immer schön sachte aufs Gas getreten und sehr früh hochgeschaltet.
Verbrauch 6-7l. Seit sie Vollgas gibt und den Motor bis 3000 U/min zieht verbraucht der Fabia unter 6l.

Zitat:

Bei so wenig Leistung dann auch noch so wenig Gaspedalstellung? Bist du nur in der Stadt gefahren, oder wie soll man sich das vorstellen?😰

Nee, der Motor (Citroen) hatte halt auch als Sauger nen ganz guten Drehmomentverlauf.

118Nm bei 3700U/min
Da ist der schon bei 1500U/min im 5.Gang ganz gut mit dem sanft und stetig durchtretenden Gaspadel mitgegangen. Und ca. 5km/h vor der Endgeschw. brauchte ich das Pedal nur noch geringfügig zurücknehmen. Ich war mit dem Pedal quasi immer nur ein Stückchen der Geschw. voraus.
Für meinen butterweichen, rollenden Fahrstil hat das exellent gepasst. 🙄

Ist halt was anderes, als heutige 1.2 oder 1.25l 75PS Saugmotoren mit gerade mal ganz knapp mehr als 100Nm (mitunter reichlich) oberhalb von 4000U/min. Die bekommst du auch nicht so sparsam gefahren, weil unten rum viel zu schwachbrüstig.

Der Xsara mit dem 1.4l 75PS Motor hatte gegenüber dem Vorgänger ZX mit 1.4l und 75PS bei ca. 100kg höherem Leergewicht und breiteren Reifen im Schnitt einen dreiviertel Liter weniger verbraucht. Das nenne ich mal Fortschritt. Wobei sich der ZX genauso gut fahren ließ.

Die höchste Effizienz hat ein Motor bei komplett geöffneter Drosselklappe, und das ist nun mal das durchgetretene Gaspedal.

Wenn es dir nur um das Ziel geht, auf 100 zu kommen, ist es am effizientesten wenn du dein Pedal durchdrückst und die Drehzahl zwischen 2 und 3k hältst.

Meinen 116PS schwachen 2L Benziner krieg ich auch überland auf 6L wenn ich mag.

Effizienz ist nicht gleich Sparsamkeit, sondern sagt nur etwas über das Verhältnis von zugeführter Krafztstoffmenge und verwertbarer Energieausmenge aus. Das nennt man spezifischen Verbrauch.

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