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Software Update 9.0 angekündigt für August (Jahr hat Elon Musk nicht genannt)

Tesla Model 3, Tesla Model S, Tesla Model X
Themenstarteram 11. Juni 2018 um 16:38

Hallo

http://teslamag.de/.../...-autopilot-version9-august-startschuss-19057

Der Tesla Autopilot ist seit etwa zwei Jahren auf der Version 8, obgleich er seither zahlreiche Updates erhalten hat.

Nun kündigte Elon Musk auf Twitter an, dass es im August ein großes Update auf die Version 9 geben wird, welches zudem der Startschuss sein wird, für die ersten Funktionen, die Tesla im Online-Konfigurator mit „Volles Potenzial für autonomes Fahren“ bewirbt.

https://twitter.com/elonmusk/status/1005782088841232385

Auf der diesjährigen Aktionärsversammlung sprach Musk davon, dass die „verbesserten Autopilot-Funktionalitäten“ womöglich in wenigen Monat vollständig sind. Aktuell soll es zwei Versionen davon geben: Eine sehr komplizierte Version, die zurzeit noch nicht so gut funktioniert, und eine vereinfachte Version, die gut funktioniert und auch von Elon Musk selbst getestet wird. Er nutzte diese beispielsweise um von der Autobahn automatisch auf und ab zu fahren.

Es bleibt spannend. :D

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19 Antworten

Aus seinem Tweet als Antwort auf das unzureichende Fahrverhalten bei zusammenführenden Spuren:

Zitat:

That issue is better in latest Autopilot software rolling out now & fully fixed in August update as part of our long-awaited Tesla Version 9. To date, Autopilot resources have rightly focused entirely on safety.

Ich finde diese Aussage einen Hohn. Erstmal dass bis heute angeblich die Sicherheit im Vordergrund gestanden hätte.

Tesla war der Hersteller, der anfangs extrem lax mit Safety umgegangen ist (man erinnert sich, als Leute nach hinten klettern konnten), sehr lange Zeiten zwischen den Lenkradrückkopplungen erlaubte (im Bereich 30 Minuten!), was dann schrittweise verkürzt wurde (auf immer noch lange 3 Minuten). Dann mit der temporären Deaktivierung bis zum kompletten Halt und Neuanfahren. Aber immer noch als der Hersteller, der die ACC+Autosteer-Funktion auf quasi allen Strecken aktivierbar machte. Wo sich andere auf Autobahnen und Straßen mit getrennten Richtungsfahrbahnen beschränkt haben. Trotz dessen, dass z.B. rote Ampeln nicht erkannt wurden.

Zitat:

With V9, we will begin to enable full self-driving features.

Und wenn jetzt die Full self-driving features nicht mehr "entirely on safety" fokussiert sind: Was kommen denn da bald für Überraschungen? Und hat Tesla denn die Freigabe der US-Behörden? Wenn er nicht mal nennt, in welche Länder es im August kommen soll, dann steht zu vermuten, dass das erstmal mit der USA und da vielleicht Kalifornien beginnen wird. Auch ein Elon Musk samt Tesla dahinter muss kapieren, dass er behördliche Freigaben für sowas braucht. Für jeden US-Bundesstaat, dann die USA und für jedes weitere Land getrennt.

Und warum macht er nicht erstmal ein Testprogramm mit externen Reviews? Dann bekommt Consumer Reports (nachweislich Tesla-freundlich) eben 10 Autos mit der neuen Software, die Automagazine bekommen ein paar Autos mit der Software, Tesla-Mitarbeiter, die NHTSA, die US-Versicherungswirtschaft, und die Zulassungsbehörden (z.B. DMV) sowieso, und auch AAA (quasi der ADAC für die USA) noch ein paar, sowie große US-Medien und technologie-affine Unis sowie die Feuerwehren und Polizei sowie Stadtvertreter. Ein groß angelegter, öffentlicher Test. Über z.B. 1 Jahr, damit alle klimatischen Bedingungen auch mal dabei abgedeckt sind. Gern auch gleich für Kanada mit.

Audi könnte 5 A8 mit pilotiertem Fahren (bis 60 km/h auf Autobahnen) an Tesla zum Test geben, Tesla dafür 5 Model S mit AP9 an Audi.

Mit diesen Flottentests verbessert Tesla dann die Software und auch sowas wie Karten oder die Kommunikation mit Behörden über Aufstellen von Verkehrsschildern, Einrichten von Baustellen, etc., behebt Bugs, die in internen Tests übersehen wurden.

Ich finde, hätte er etwas gelernt aus den Vorfällen der Vergangenheit, dann sollte er so rangehen. Zumal sich Elon Musk ja durchaus der Grenzen von AI bewusst ist.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 11. Juni 2018 um 23:02:14 Uhr:

Audi könnte 5 A8 mit pilotiertem Fahren (bis 60 km/h auf Autobahnen) an Tesla zum Test geben,

Tja, könnte. Wenn sie denn welche hätten. Leider fahren die Dinger immer noch nichtmal ansatzweise so autonom wie ein Model S aus 2015. Die Grüchteküche sagt, dass Audi die komplette Mannschaft im Bereicht autonomes Fahren davongelaufen ist.

Wenn Firmware 9.0 wirklich im August kommt, hat Tesla wahrscheinlich wieder jahrelangen Vorsprung auf alle anderen, die erst jetzt schön langsam aufgeholt haben. Wobei sowieso Volvo die einzigen sind, die halbwegs auf dem Level von Tesla sind.

Ich bin auch gespannt, ob sie aus AP1 noch mehr rausholen können oder ob da die Hardware mit den derzeitigen Funktionen ausgereizt ist.

am 12. Juni 2018 um 7:58

Zitat:

@Grasoman schrieb am 11. Juni 2018 um 23:02:14 Uhr:

Tesla war der Hersteller, der anfangs extrem lax mit Safety umgegangen ist (man erinnert sich, als Leute nach hinten klettern konnten), sehr lange Zeiten zwischen den Lenkradrückkopplungen erlaubte (im Bereich 30 Minuten!), was dann schrittweise verkürzt wurde (auf immer noch lange 3 Minuten). Dann mit der temporären Deaktivierung bis zum kompletten Halt und Neuanfahren. Aber immer noch als der Hersteller, der die ACC+Autosteer-Funktion auf quasi allen Strecken aktivierbar machte. Wo sich andere auf Autobahnen und Straßen mit getrennten Richtungsfahrbahnen beschränkt haben. Trotz dessen, dass z.B. rote Ampeln nicht erkannt wurden.

Das hat nichts mit Safety zu tun, sondern damit, dass Tesla die Intelligenz seiner Fahrer überschätzt hat. Das passiert mir hier leider auch regelmässig, wenn ich die Beiträge lese und Nackenschmerzen vom Kopfschütteln bekomme.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 11. Juni 2018 um 23:02:14 Uhr:

Zitat:

With V9, we will begin to enable full self-driving features.

Und wenn jetzt die Full self-driving features nicht mehr "entirely on safety" fokussiert sind:

Bitte nochmal lesen: Du vermischt das. Bis jetzt wurden die Resourcen "entirely on safety" investiert. Das macht ja nun auch durchaus Sinn, denn es sind ja keinen Funktionen hinzugekommen. Jetzt kommt die v9 und es werden "full self-driving features" ausgerollt, die ja bereits 2016 angekündigt wurden. Hier steht nicht, dass ab v9 safety komplett egal ist - so wie du es hinstellst.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 11. Juni 2018 um 23:02:14 Uhr:

Was kommen denn da bald für Überraschungen?

Um das zu erfahren hast du diverse Möglichkeiten: Du kannst Dir einen Tesla kaufen und das miterleben oder aber weiter vom Hörensagen mitdiskutieren.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 11. Juni 2018 um 23:02:14 Uhr:

Und hat Tesla denn die Freigabe der US-Behörden? Wenn er nicht mal nennt, in welche Länder es im August kommen soll, dann steht zu vermuten, dass das erstmal mit der USA und da vielleicht Kalifornien beginnen wird. Auch ein Elon Musk samt Tesla dahinter muss kapieren, dass er behördliche Freigaben für sowas braucht. Für jeden US-Bundesstaat, dann die USA und für jedes weitere Land getrennt.

Das steht (wenn du einmal archiv.org bemühst), seit 2016 auf der Webseite von Tesla. Wahrscheinlich hat auch EM die Webseite zwischendurch mal lesen können. Es hiess dort:

Zitat:

Please note that Self-Driving functionality is dependent upon extensive software validation and regulatory approval, which may vary widely by jurisdiction.

Und das bereits vor Weihnachten 2016 (https://www.web.archive.org/.../autopilot).

Zitat:

@Grasoman schrieb am 11. Juni 2018 um 23:02:14 Uhr:

Und warum macht er nicht erstmal ein Testprogramm mit externen Reviews?

Das klingt ja zunächst immer super, aber ich würde mein System auch ungerne zerreissen lassen, bevor es auf dem Markt ist. Ich denke Tesla hat genug Beta Tester, die das gerne übernehmen und deren Input wahrscheinlich nicht so viel schlechter ist als jener etwaiger Testfahrer, die im dunkeln ebenfalls Fussgänger übermähen.

am 12. Juni 2018 um 8:10

Zitat:

@MartinBru schrieb am 11. Juni 2018 um 23:18:59 Uhr:

Tja, könnte. Wenn sie denn welche hätten. Leider fahren die Dinger immer noch nichtmal ansatzweise so autonom wie ein Model S aus 2015.

Wobei man sagen muss, dass Teslas ACC selbst auf einen Skoda mehr als 5 Jahre zurückhängt - das ist ganz einfach erheblich schlechter als bei allen anderen Systemen, die ich je gefahren bin. Deshalb verwende ich das ACC unterdessen auch nur noch auf Autobahnen, Nationalstrassen und ausserorts auf Kantonsstrassen. Einfach in der Ortschaft anschalten, um die Busse zu vermeiden, ist zu gefährlich. Vielleicht kriegen die das mit v9 ja auch in den Griff.

Tesla hat IMHO ein Problem: das der Overconfidence eines Großteils seiner Nutzer. Lange funktioniert das ganze recht gut, aber das Auto semmelt dann irgendwann aus heiterem Himmel in ein stationäres Hindernis. Das kann ein Spurentrenner an einer Ausfahrt sein, ein am Wegrand parkendes Auto, eine Feuerwehr an einer roten Ampel.

Gründe:

Übertriebene Wortwahl im Marketing seitens Tesla. Erst das "Autopilot", nun soll das getoppt werden mit "Full Self-Driving Capability".

An sich müsste Tesla etwas tun, um dieser Overconfidence zu begegnen:

* Lerninhalte / CBT zu den Grenzen der Autopilot-Funktion an seine Nutzer, samt einer Prüfung des Verständnisses (z.B. Multiple Choice und 90% richtig), dann erst Freischaltung

* stärkere, verlässlichere Überwachung des Fahrers und seiner Aufmerksamkeit

* Einschränkung auf geeignete Straßen/abschnitte

* Software erstmal zur Reife weiterentwicklen, bis keine Beta mehr, bevor neue Features dazukommen

Erst letzte Woche (4.6.2018) habe ich in einem Model X (Vorführer von Tesla) P100D gesessen.

VIN 82164

V8.1 (20.05.2018) -- also aktuelle Software

Blick ins UI: Autosteer: Beta. Herbeirufen: Beta.

(Bilder habe ich unten mal angehängt.) Und das in einem Fahrzeug, das mit Insassen und Gepäck 3 Tonnen hat und in 3,1 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt, bis 250 km/h (alles Herstellerangaben). Terroristen-Dienstfahrzeug wäre dafür noch geschmeichelt.

Vergleicht das doch mal mit den leichten, kleinen, automatisierten Google-Eier-Autos mit bis was waren das 40 km/h! Ein Unterschied im Risiko wie Tag und Nacht.

Der Status von 8.1 ist also immer noch BETA. Leute, wie realistisch ist es denn, wenn v8.1 noch BETA ist, dass 9.0 im August kommt? Erstmal braucht es doch dann eine 8.1 STABLE (dann deren Test und Freigabe und Roll-Out) und dann kommt eine 9.0 BETA.

Tesla Hinweise auf der Webseite oder im Handbuch (dort der Disclaimer mit den Ausschlüssen) sind nicht das Entscheidende, wenn parallel Elon Musk (via Twitter) und das Tesla Marketing (-> Konfigurator) große Versprechungen machen. EM kann die Behörden nicht mit einem Release-Termin oder Roll-Out-Termin unter Druck setzen. Solange er keine Freigabe hat, sollte er lieber auch keine Termine veröffentlichen. Behörden arbeiten nicht schneller, wenn man ihnen befiehlt "In 8 Wochen müsst ihr gefälligst fertig sein.". Zumal unklar ist, ob Tesla shcon eine stabile Version (!) an die Behördentests übergeben hat. Denn mit der Übergabe zur Abnahme gibt es ja dann erstmal einen Freeze. Denn man kann nix testen und freigeben, was sich noch mit jedem nightly build ändert.

Zitat:

Das klingt ja zunächst immer super, aber ich würde mein System auch ungerne zerreissen lassen, bevor es auf dem Markt ist. Ich denke Tesla hat genug Beta Tester, die das gerne übernehmen und deren Input wahrscheinlich nicht so viel schlechter ist als jener etwaiger Testfahrer, die im dunkeln ebenfalls Fussgänger übermähen.

Wenn mein System derartig große Risiken mit sich bringt, lasse ich es mir lieber vorher "zerreißen" und arbeite an den Kritikpunkten auto-erfahrener Tester, die mit Knebelagreements ihre Zustimmung gegeben haben, keine Haftungsansprüche an Tesla zu stellen. Damit dann meine Kundschaft eben genau nicht Beta-Tester spielen muss. Und einer nach dem anderen Unfälle hat, verletzt wird oder stirbt, weil er overconfident war.

Zitat:

Bitte nochmal lesen: Du vermischt das. Bis jetzt wurden die Resourcen "entirely on safety" investiert. Das macht ja nun auch durchaus Sinn, denn es sind ja keinen Funktionen hinzugekommen.

Bisher wurde nicht entirely on safety fokussiert: "Auto-Summon" kam als Feature zwischendurch hinzu (fahrerloses Fahren langsam ein paar Meter vor und zurück in die/aus der Garage mit menschlicher Überwachung von außen), Sensing Hw1 ging auf Sensing Hw2 (plus 4 Seiten-Kameras ringsrum in die Ecken, Ultraschallsensoren mit mehr Reichweite), die neue nvidia-Ausführungsplattform mit Tesla-GPU-Code statt Mobileye-ASIC-Plattform mit Code von Mobileye/Tesla, und dort auch schon die 2. Version der nvidia-Plattform. Ein Fokus wirklich "entirely on safety" hätte die Ausführungsplattform und die Sensorik gleich gelassen (Mobileye AP1) und nur die Software in Richtung sicherer getrimmt.

Zitat:

Jetzt kommt die v9 und es werden "full self-driving features" ausgerollt, die ja bereits 2016 angekündigt wurden. Hier steht nicht, dass ab v9 safety komplett egal ist - so wie du es hinstellst.

Auto-Summon war/ist bereits das erste full self-driving feature. Sogar ohne jegliche Menschen an Bord. Das hätte erstmal gereicht, um für vergangene Versprechungen eine implementierte Funktion zu belegen.

Ich stelle es nicht so hin, dass mit V9 Safety komplett egal wäre. Aber die allgemeine Erfahrung aus der Software-Entwicklung zeigt, dass mit neu eingeführten Features auch die Fehlerrate erstmal wieder ansteigt.

Zitat:

Deshalb verwende ich das ACC unterdessen auch nur noch auf Autobahnen, Nationalstrassen und ausserorts auf Kantonsstrassen.

Schau mal ins Handbuch. Abseits von Straßen mit baulich getrennten Spuren wird sowieso von Tesla von einer Benutzung abgeraten.

Ich wünsche mir übrigens, dass die Fahrautomatisierung sowas ähnliches wie die Freigaben nach Medizinproduktegesetz bekommen muss: mit Beipackzettel, Risiken und Nebenwirkungen aus großen Studien (einige Jahre) und mit den Risiko-Häufigkeiten (1 von 100, 1 von 1000, 1 von 10.000, 1 von 100.000) und Schadenschwere im Eintrittsfall Unfall, Verletzung, Tod von Insassen oder externen Personen. Mit false positive und false negative Raten. Nur so sehe ich eine verantwortliche Einführung dieser Funktionen, und dann auch nur in dafür geeignete Umgebungen.

Und dass dann Fahrassistenzfunktionen quasi ärztlich verschrieben werden müssen/können. Wie eine Brille, wie Tabletten. Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen (alte Menschen, Menschen mit Behinderungen) können auf diese Art ein paar ihrer körperlichen Defizite ausgleichen und eben noch Auto fahren. Aber gesunde Menschen dürfen damit nicht ihre Aufmerksamkeit und Fahrkonzentration zurücknehmen und an die Maschine übergeben, während sie vorher gute und umsichtige Fahrer waren. Und die nun die Funktion nutzen, um nebenbei essen, schlafen, telefonieren, im Web surfen oder sich im Auto rasieren zu können.

Die Fahrautomation gehört nicht in schwere Sportlimousinen und Sport-Pseudo-Geländewagen. Sondern in "Behinderten-Fahrzeuge" und Rentner-Fahrzeuge mit starker Einschränkung in Masse und Fahrdynamik.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. Juni 2018 um 09:36:02 Uhr:

Gründe:

Übertriebene Wortwahl im Marketing seitens Tesla. Erst das "Autopilot", nun soll das getoppt werden mit "Full Self-Driving Capability".

Ach was. Namen sind nur Schall und Rauch. Kein Mensch würde sich ein Bettlaken auf den Rücken binden und aus einem Flugzeug springen, nur weil das wer als "Fallschirm" verkauft hat.

Die Wahrheit ist, dass der AP zu gut funktioniert. Wenn man als Normalsterblicher damit ein paar Tage, Wochen oder Monate gefahren ist, glaubt man der kann alles perfekt.

Wenn man aber weiß wie das Ding funktioniert, worauf es achtet und was es sieht und nicht sieht, weiß man, dass es an manchen Stellen oder unter gewissen Bedingungen nicht funktionieren kann.

Wenn man diese Situationen kennt und darauf achtet, dass man dann achtsam ist oder den AP gleich ganz abschaltet, dann ist man sicher unterwegs. Wenn man aber blind auf das Ding vertraut, ist man früher oder später ein Teil der Unfallbilanz.

Und das hat nur mit dem eigenen Wissen bzw. Unwissen und der Erfahrung zu tun. Der Name ist da egal.

am 12. Juni 2018 um 9:59

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. Juni 2018 um 09:36:02 Uhr:

Blick ins UI: Autosteer: Beta. Herbeirufen: Beta.

Genau - und trotzdem schreien (teilweise berechtigt) alle, wenn's nicht klappt.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. Juni 2018 um 09:36:02 Uhr:

Der Status von 8.1 ist also immer noch BETA. Leute, wie realistisch ist es denn, wenn v8.1 noch BETA ist, dass 9.0 im August kommt? Erstmal braucht es doch dann eine 8.1 STABLE (dann deren Test und Freigabe und Roll-Out) und dann kommt eine 9.0 BETA.

Das ist leider falsch. Die Software ist stabil - du pickst dir hingegen eine einzige Funktion raus, die instabil ist. Mit diesem Vorgehen ist Tesla übrigens nicht alleine, sondern selbst meine kleine Bude macht das in der Entwicklung mit neuen Funktionen so und selbst Apple hat am 4.10.2011 Siri als beta auf iOS 5 ausgerollt. Siri blieb übrigens weiterhin beta - bis iOS 6 kam. Und natürlich ist die beta, die für Endkunden zugänglich ist, nicht zu verwechseln mit dem Nightly Build mit dem der Testfahrer evtl. unterwegs ist.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. Juni 2018 um 09:36:02 Uhr:

Bisher wurde nicht entirely on safety fokussiert: "Auto-Summon" kam als Feature zwischendurch hinzu (fahrerloses Fahren langsam ein paar Meter vor und zurück in die/aus der Garage mit menschlicher Überwachung von außen), Sensing Hw1 ging auf Sensing Hw2 (plus 4 Seiten-Kameras ringsrum in die Ecken), die neue nvidia-Ausführungsplattform mit Tesla-GPU-Code statt Mobileye-ASIC-Plattform mit Code von Mobileye/Tesla, und dort auch schon die 2. Version der nvidia-Plattform. Ein Fokus wirklich "entirely on safety" hätte die Ausführungsplattform und die Sensorik gleich gelassen (Mobileye AP1) und nur die Software in Richtung sicherer getrimmt.

Der AP2 war ein Neustart für die Entwicklung - das weisst Du ja auch.

Ansonsten wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so sein, dass Funktionen wie "Herbeirufen" und "Autobahnabfahrt nehmen" als Funktionen schon lange im System verfügbar sind, aber eben noch nicht freigeschaltet werden. Solltest Du da keine andere Informationen haben, würde ich zu Gunsten Teslas erstmal davon ausgehen, dass das nicht ganz falsch ist.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. Juni 2018 um 09:36:02 Uhr:

Ich stelle es nicht so hin, dass mit V9 Safety komplett egal wäre. Aber die allgemeine Erfahrung aus der Software-Entwicklung zeigt, dass mit neu eingeführten Features auch die Fehlerrate erstmal wieder ansteigt.

Wie gesagt: Du unterstellst, dass die Funktionen nie vorhanden waren. Ich unterstelle, dass du falsch liegst.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. Juni 2018 um 09:36:02 Uhr:

Schau mal ins Handbuch. Abseits von Straßen mit baulich getrennten Spuren wird sowieso von Tesla von einer Benutzung abgeraten.

Es heisst in der Anleitung:

Zitat:

Warnung:

Verwenden Sie den Abstandsgeschwindigkeitsregler nicht im innerstädtischen Verkehr, da er hierfür aufgrund der naturgemäß veränderlichen Verkehrssituation und der Anwesenheit von Radfahrern und Fußgängern nicht geeignet ist.

und

Zitat:

Warnung:

Verwenden Sie den Abstandsgeschwindigkeitsregler nicht auf vereisten oder rutschigen Straßen oder

wenn die Witterung (z. B. starker Regen, Schnee, Nebel usw.) eine Fahrt mit konstanter Geschwindigkeit nicht zulässt.

Der Abstandsgeschwindigkeitsregler passt die Fahrgeschwindigkeit nicht an die Straßenverhältnisse und andere Bedingungen an.

Die baulich getrennte Strasse ist also nicht vorgeschrieben. Da wir ja wissen, dass auch ACC vor Kurven abbremst, ist die zweite Warnung zumindest in Teilen überholt. Aber Du hast natürlich recht: Auch Tesla weiss, dass der ACC so schlecht ist, dass er in der Stadt nicht sinnvoll eingesetzt werden kann und rät deshalb von der Verwendungn ab - was sinnvoll ist. Schade ist einfach, dass ich dann nicht den normalen Tempomat ohne ACC aktivieren kann.

Zitat:

Das ist leider falsch. Die Software ist stabil - du pickst dir hingegen eine einzige Funktion raus, die instabil ist.

Es sind ja zwei, wo es dran steht: Autosteer (Lenkassistent) und Auto-Summon (Herbeirufen). Und sieht man die Unfälle/Vorfälle der Vergangenheit: wo war da die Wirkung des Automatischen Notbremsassistenten? Der ist zumindest in seiner Funktion ganz sicher nicht ausgereift. Auch wenn nicht BETA dran steht.

Unten das habe ich teils verwechselt. Aber dein Auszug zum ACC ist viel zu stark verkürzt.

Man braucht schon alle Seiten 79-85, um die Funktion des ACC zu verstehen. Und auch seine vielen Detail-Beschränkungen. Von ACC rät Tesla nicht nur in der Stadt ab, sondern auch bei vielen weiteren Sachen, die auf Landstraßen vorkommen können: Radfahrer, Fußgänger. Und Bedingungen, die auf Kraftfahrstraßen und Autobahnen vorkommen können, nicht nur die Wetterbedingeungen, sondern auch Ausfahrten, stationäre Objekte.

Es braucht folglich viel Intelligenz und Merkvermögen, um alle Regeln zu beherrschen und zu beachten, die für das Fahren mit ACC aufgelistet sind.

Für Autosteer (im deutschen treffender übersetzt als Lenkassistent) steht das mit den baulich getrennten Straßen, dort geschrieben als "Autobahnen und Kraftfahrstraßen":

http://tesla-chiemgau.de/.../...Touchscreen_DAS_EU_R20160317_de_DE.pdf

Zitat:

Warnung: Beim Lenkassistenten müssen sich Ihre Hände jederzeit am Lenkrad befinden.

Warnung: Der Lenkassistent ist ausschließlich für Autobahnen und Kraftfahrstraßen geeignet und erfordert

die volle Aufmerksamkeit des Fahrers. Halten Sie bei der Verwendung des Lenkassistenten das Lenkrad in der Hand,

und behalten Sie die Straßenbedingungen sowie die Verkehrssituation im Auge. Verwenden Sie den Lenkassistenten nicht in der Stadt oder auf Straßen, die auch von Fahrradfahrern und Fußgängern genutzt werden. Verlassen Sie sich bei der Bestimmung der Fahrtrichtung niemals ausschließlich auf den Lenkassistenten. Halten Sie sich stets bereit, angemessen zu reagieren. Andernfalls kann es zu schweren Schäden, Verletzungen oder tödlichen Unfällen kommen.

Beschränkungen

Der Lenkassistent funktioniert insbesondere in den folgenden Fällen wahrscheinlich nicht erwartungsgemäß:

• Der Lenkassistent kann aufgrund schlechter Sicht (starker Regen, Schnee, Nebel usw.) oder einer versperrten,

verdeckten oder beschädigten Kamera bzw. Sensors die Fahrspurmarkierungen nicht genau erkennen.

• Sie fahren in einer hügeligen Gegend.

• Die Straße hat scharfe Kurven oder ist sehr uneben.

• Helles Licht (z. B. direktes Sonnenlicht) stört die Sicht der Kamera.

• Die Sensoren werden von anderen elektrischen Geräten oder Geräten, die Ultraschall erzeugen, beeinflusst.

Warnung: Die Funktionsfähigkeit des Lenkassistenten kann durch zahlreiche unvorhersehbare Umstände

beeinträchtigt werden. Seien Sie sich jederzeit hierüber im Klaren, und beachten Sie, dass der Lenkassistent das

Model S möglicherweise nicht auf angemessene Weise unterstützend lenken kann. Fahren Sie immer mit voller

Aufmerksamkeit, und seien Sie bereit, angemessen zu reagieren.

Diese Warnung müsste an sich in gelb auf Cockpit stehen und sein Verständnis immer wieder mit variablen Multiple-Choice-Tests abgefragt werden.

Zitat:

Da wir ja wissen, dass auch ACC vor Kurven abbremst, ist die zweite Warnung zumindest in Teilen überholt.

Wenn Tesla flockig dynamisch seine Funktionen aktualisiert, dann muss es auch seine Handbücher flockig dynamisch aktualisieren. Man kann als Nutzer nicht einfach sagen: "Da wir ja wissen, dass auch ACC vor Kurven abbremst, ...". Wenn diese Funktion nicht zugesichert ist, kann sie auch nicht vorausgesetzt werden.

Zitat:

Schade ist einfach, dass ich dann nicht den normalen Tempomat ohne ACC aktivieren kann.

Ich denke, es würde viele Nutzer in der Praxis überfordern, zwischen ACC-Betrieb und klassischem Tempomat-Betrieb zu unterscheiden. Gerade wer einen hohen Anteil ACC-Betrieb gewohnt wäre.

Zitat:

Mit diesem Vorgehen ist Tesla übrigens nicht alleine, sondern selbst meine kleine Bude macht das in der Entwicklung mit neuen Funktionen so und selbst Apple hat am 4.10.2011 Siri als beta auf iOS 5 ausgerollt. Siri blieb übrigens weiterhin beta - bis iOS 6 kam. Und natürlich ist die beta, die für Endkunden zugänglich ist, nicht zu verwechseln mit dem Nightly Build mit dem der Testfahrer evtl. unterwegs ist.

Ich finde diese Bemerkung reichlich geschmacklos und respektlos den bisherigen Opfern gegenüber. Ein Tesla bewegt 2,5-3 Tonnen und bis zu 7 Insassen mit bis zu 150 km/h unter ACC. Davon gehen erhebliche Risiken nach innen und außen aus. In bestimmt an die 100.000 Tesla-Fahrzeuge weltweit. Das zusammen bestimmt das Risikopotenzial, wenn man es mit halbgarer Fahrautomatisierung betraut, große Erwartungen weckt, aber eine Menge Small Print und Legalese ins Handbuch schreibt, was kaum einer liest oder versteht.

Wenn "deine kleine Bude" was macht, hat sie denn ein vergleichbares Risiko? Hat die Siri-Funktion ein vergleichbares Risiko? Nein. Und deshalb ist es auch ein Unterschied, ob man einen Kräutertee selbstgepflückt für die Familie macht (deine Softwarebude), oder eben ein weltweiter Pharmakonzern ist (Tesla im Vergleich).

Ich finde es spannend, wann im Land der Produkthaftung (USA) Tesla mal zur Vernunft kommt und dann wirklich die Sicherheit an erste Stelle rückt.

am 12. Juni 2018 um 15:22

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. Juni 2018 um 14:54:25 Uhr:

Ich finde diese Bemerkung reichlich geschmacklos und respektlos den bisherigen Opfern gegenüber.

Ich breche die Diskussion hier ab. In dem Moment als Du die Opferkarte gespielt hast - das Zeichen für "jetzt weiss ich auch nicht mehr weiter und deshalb probieren wir es mit Mitleid" - macht eine Diskussion keinen Sinn mehr. Die Opfer müssen ihr Fahrzeug führen. Weil Sie das nicht gemacht haben, sind sie tot. Das finde ich bedauerlich, aber passiert leider.

Von dem Software Update haben wir uns thematisch ohnehin so weit wegbewegt, dass es gleich wieder Ärger gibt.

@Grasoman,

ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen (muss auch zugeben, dass mir deine Texte mit den vielen Zitaten manchmal etwas lang sind).

1) Hast du grundsaätzlich etwas gegen Level 2 Assistenzsysteme?

2) Hast du etwas gegen Tesla's Level 2 Assistezsystem (Autopilot)?

3) Bist du der Meinung, dass Tesla's Level 2 Assistenzsystem schlechter funktioniert oder gefährlicher ist, als die Systeme anderer Hersteller?

4) Bist du der Meinung, dass Tesla's Notbremsassisten schlechter funktioniert als die anderer Hersteller?

Frage an alle:

Hat hier irgend jemand ein Dokument, Video oder Link, in dem eindeutig dargelegt ist, dass der AP oder der Notbremsassistent MOMENTAN so konzipiert sind, dass sie für andere, stehende Hindernisse als Fahrzeuge, Fahrräder und Fussgänger bremsen? Bis jetzt habe ich nichts dazu gefunden und ich gehe stark davon aus, dass dies nicht der Fall ist. Solange die Kamera(s) ein Hindernis nicht als Fahrzeug, Fahrrad oder Fussgänger einstuft, wird mMn etwaiges Hindernis ignoriert.

@derJan82. Kannst du besser beschreiben, was dich momentan am ACC stört? Sowohl im AP1 Fahrzeug als auch mittlerweile im AP2 Fahrzeug funktioriert bei mir das ACC tadellos, bremst rechtzeitig und sanft ab, deutlich besser als die ACCs in meinen vorherigen Autos (waren sehr digital). Ich habe beide immer auf Stufe 6.

Ich bin sehr gespannt, was V9 bringen wird. Ich hoffe sehr, dass die neuen Features für "Volles Potenzial für autonomes Fahren" nicht solche sind, die auch unter "verbesserte Autopilot-Funktionalitäten" erwartet werden. Die Features, die bis jetzt hier diskutiert wurden, gehören mMn zu den "verbesserte Autopilot-Funktionalitäten". Deswegen hoffe ich sehr auf Verkehrszeichen- und Ampelerkennung ausserhalb der AB. Diese Features (für Level 3 Autonomie nicht zwingend notwendig) assoziiere ich eher mit "Volles Potenzial für autonomes Fahren".

Was auch immer unter V9 kommen wird, der AP wird auch danach mit höchster Wahrscheinlichkeit immer noch ein Level 2 Assistenzsystem bleiben.

Zitat:

Ich breche die Diskussion hier ab. In dem Moment als Du die Opferkarte gespielt hast - das Zeichen für "jetzt weiss ich auch nicht mehr weiter und deshalb probieren wir es mit Mitleid" - macht eine Diskussion keinen Sinn mehr. Die Opfer müssen ihr Fahrzeug führen. Weil Sie das nicht gemacht haben, sind sie tot. Das finde ich bedauerlich, aber passiert leider.

Der Respekt gegenüber den Opfern verlangt es aus meiner Sicht, dass eben nicht so argumentiert wird, "naja ist zwar beta aber andre machen auch beta." Sondern dass nur gut getestete Sachen in den passenden Regionen freigegeben werden. Und dass immer Sicherheit vor Funktionalität geht. Also z.B. auch die Zusage: Wenn was dabei schief geht, dann deaktivieren wir das auch wieder Over the air, überarbeiten es und bringen es dann erst wieder und schalten es dann erst wieder aktiv.

 

Zitat:

Von dem Software Update haben wir uns thematisch ohnehin so weit wegbewegt, dass es gleich wieder Ärger gibt.

Was kann denn überhaupt an Full Self-driving capabilities kommen, wenn man mal so spekuliert?

Das schreibt Tesla auf seine deutsche Webseite im Model S Konfigurator bei der passenden Option:

Quelle: https://www.tesla.com/de_DE/models/design

 

Zitat:

Verbesserte Autopilot-Funktion - 6000 EUR, Aktivierung nach der Auslieferung 6200 EUR

Die verbesserte Autopilot-Funktionalität wertet Ihr Tesla-Erlebnis weiter auf. Diese verbesserte Version arbeitet mit vier Kameras statt mit einer. Der Vorteil: erhöhte Präzision, Redundanz und Erkennung von schnell herankommenden Fahrzeugen auf benachbarten Spuren. Ergänzt werden die Kameras durch 12 Ultraschallsensoren, die eine 360°-Rundumüberwachung der Fahrzeugumgebung ermöglichen. Diese Sensoren bieten im Vergleich zur Vorgängerversion fast die doppelte Reichweite.

Die wesentlich umfangreicheren Sensorinformationen werden nun von einem Computer verarbeitet, der im Vergleich zum Vorgänger eine mehr als 40-fache Rechenleistung erbringt. Dadurch kann Ihr Tesla ohne Fahrereingriff die Geschwindigkeit an den Verkehr anpassen, die Spur halten oder automatisch wechseln, korrekt durch Autobahnkreuze navigieren und am Ziel von der Autobahn abfahren. Sie können Ihrem Tesla selbst die Parklückensuche und das Einparken überlassen. Und am Morgen fährt Ihr Tesla dann auf "Zuruf" sogar von alleine vor. Dennoch gilt, dass die Autopilot-Funktionalität nur ein Fahrerassistenzsystem darstellt. Daher muss der Fahrer das Fahrzeug zu allen Zeiten überwachen, um im Bedarfsfall sofort einzugreifen.

Die verbesserte Tesla Autopilot-Funktionalität wird gegenwärtig implementiert. Sobald die einschlägigen Prüfungen abgeschlossen sind, werden weitere Merkmale und Funktionen hinzugefügt, vorausgesetzt sie werden rechtlich genehmigt.

Also wäre hier an Fahrfunktionen doch als erstes mal das interessant, wo die anderen Hersteller heute gegenüber Tesla einen Vorsprung hatten/haben:

* Tempoänderungen durch Verkehrsschild werden in bestimmten Fällen (Autobahnbetrieb, Ortseinfahrten) bei ACC-Betrieb automatisch übernommen (so wie es Mercedes Drive Pilot heute schon hat), der Fahrer muss das nicht mehr bestätigen

* Pilotiertes Fahren im Stau auf der Autobahn bis 60 km/h (wie es Audi im A8 Stauassistent einführen will)

* Spurwechsel ohne explizites Blinken müssen

* Heute kann Auto-Summon nicht mal in eine Querlücke einparken/ausparken. Also dann Auto-Summon auch in Querlücken rein und aus Querlücken heraus. Nicht nur Längslücken mit wenigen Grad Lenkwinkel. Aber dann sucht er sich problemlos einen Parkplatz?

* Tesla-unterstützte Parkhäuser/Tiefgaragen könnten die Navigation zu einem freien Platz unterstützen. Aber wieviele gibt's davon? Wieviele Parkplätze /Parkhäuser sind denn mit der Technologie vorgerüstet und Tesla-kompatibel?

Fakt ist auch: als Assistenzsystem muss immer der Fahrer in der überwachenden Nähe sein. Oder im Auto. Dann kann/muss man im Parkhaus also nebenher laufen. Nicht wirklich sinnvoll.

 

Aber nun ja das, wo erste Features im August kommen sollen: Full Self-Driving Capability:

Zitat:

Volles Potenzial für autonomes Fahren - 3600 EUR, Aktivierung nach der Auslieferng 4200 EUR, erfordert EAP

Folglich erhöht sich die Anzahl der aktiven Kameras von vier auf acht, um voll autonomes Fahren für die meisten Szenarien ermöglichen zu können. Autonomes Fahren ist unserer Meinung nach doppelt so sicher wie der durchschnittliche menschliche Fahrer. Dieses System ist auf souveräne Durchführung von Kurz- sowie Langstrecken ohne Fahrereingriff ausgelegt. Bei Superchargem mit Ladeautomatik müssen Sie nicht einmal mehr Ihr Fahrzeug selbst anschließen.

Ihre Aufgabe beschränkt sich dann auf das Vorgeben des Zieles. Sollten Sie kein Ziel nennen, checkt Ihr Fahrzeug Ihren Terminkalender und bringt Sie ans angenommene Ziel oder einfach nach Hause, falls nichts vermerkt ist. Ihr Tesla berechnet dabei von selbst die optimale Route, navigiert dann souverän durch den Stadtverkehr (auch ohne Fahrbahnmarkierungen), meistert selbst den Kreisverkehr und komplexe Kreuzungen mit Ampeln und Stoppschildern. Kolonnenfahren auf Autobahnen mit hoher Geschwindigkeit gehört natürlich auch zu seinen Talenten. Sobald Sie am Ziel ankommen, müssen Sie nur noch aussteigen, wonach Ihr Tesla auf Parkplatzsuche schaltet und sich nach der Parkplatzwahl von selbst einparkt. Danach müssen Sie Ihr Smartphone nur kurz antippen und Ihr Tesla kommt wie durch einen Chauffeur vorgefahren.

Bitte beachten Sie, dass die Funktionalität für autonomes Fahren auf ausgedehnten Softwaretests basiert und rechtliche Zulassung erfordert, die zwischen den einzelnen Rechtsprechungen stark variieren kann. Wir können noch nicht präzise voraussagen, wann die einzelnen Elemente der oben beschriebenen Funktionalität verfügbar sein werden, da sie jeweils die rechtliche Zulassung durch die zuständigen Behörden benötigen. Bitte beachten Sie, dass der Einsatz eines "selbstfahrenden" Tesla für privates Car-Sharing- und Mitnehmen von Freunden und Familie gestattet ist. Jedoch sind kommerzielles Car-Sharing und Personentransport gegen Entgelt nur über das Tesla-Netzwerk zulässig - Einzelheiten dazu werden im nächsten Jahr veröffentlicht.

Und wenn man diese Werbe-Aussagen (alle relativiert durch das Warten auf rechtliche Freigabe) mal so durchdenkt und quercheckt:

* Gibt es solche Supercharger mit Ladeautomatik schon? Wenn ja, wieviele und wo?

* Gibt es den Zugriff auf den Terminkalender des Nutzers? Wer pflegt da die Orte mit GPS-Koordinaten? Wären die überhaupt konkret genug für eine Navigation dorthin?

* Heute darf ACC nicht mal in der Stadt angewendet werden, bei Fußgängern, Ampeln, Radfahrern, engen Kurven und mit FSDC fährt er dann problemlos automatisiert durch die Stadt?

* Einsatz für privates Carsharing und Mitnehmen von Freunden und Familie. Gibt es die Plattform dafür überhaupt schon?

 

Und so ein Zukunftsthema:

* Ampelassistent an Ampeln, die dafür vorbereitet sind. (quasi eine Rot/Gelb/Grün-Erkennung), und die Ampelfarbe für die aktuelle Richtung und gewünschte Zielrichtung kommt über einen Web-Service, den der Ampelanlagenbetreiber zur Verfügung stellt. Oder per WLAN von der Ampel an sich. Wieviele Ampeln und wo machen das denn schon? Denn mit reiner Kamera-Erkennung wird das schwierig werden vom Blickwinkel.

am 12. Juni 2018 um 17:09

Zitat:

@chrisschorsch schrieb am 12. Juni 2018 um 16:39:58 Uhr:

@derJan82. Kannst du besser beschreiben, was dich momentan am ACC stört? Sowohl im AP1 Fahrzeug als auch mittlerweile im AP2 Fahrzeug funktioriert bei mir das ACC tadellos, bremst rechtzeitig und sanft ab, deutlich besser als die ACCs in meinen vorherigen Autos (waren sehr digital). Ich habe beide immer auf Stufe 6.

Klar, in der Stadt:

  • Kommt mit den gelben Fahrradlinien oft nicht korrekt klar und betrachtet den Fahrradfahrer dann als auf der Strasse. Das Problem ist, dass er erst recht spät zu dieser Einsicht gelangt und dann oft hart bremst. Das hatte ich in keinem von 3 ACC-Audis jemals.
  • Sobald leichte Steigungen im Spiel sind, erkennt er plötzlich Fahrzeuge auf der Strasse, die eigentlich auf dem Parkplatz sind. Auch hier das Ergebnis: Starkes verzögern. Auch das kenne ich erst, seit ich Tesla fahre
  • In der Stadt gibt es quasi kaum Kurven, für die das System verzögert. Beim Audi klappt das nahezu perfekt.
  • Kreisverkehre sind analog zu den scharfen Kurven: Audi verzögert, Tesla brettert rein.
  • Teilweise nimmt er aus vollkommen unverständlichen Gründen Strom weg und wird langsamer (5km/h oder so), um dann wieder zu beschleunigen
  • Ein Fahrzeug, dass von der Seite schnell auf eine Kreuzung zufährt und an der Haltelinie hält, führt ab und an zu Alarmen (diese Alarmsignal mit rot eingefärbtem Fahrzeug)
  • Das System erkennt bei mir keine Fussgänger - ist dafür auch nicht gemacht, aber der Audi 4M kann das (der 4G nicht).

 

Stadt bezieht sich auf 2018.12 (glaub ich) - danach hab ich's gelassen.

Landstrasse:

  • teilweise Verzögert das Fahrzeug NACH der Kurve - vollkommen unnötig und ich kassiere die Hupe im Berufsverkehr von hinten. Übersteure jetzt regelmässig drei Kurven auf dem Arbeitsweg. An Tesla gemeldet Anfang Juni.
  • Für einige Kurven wird gebremst, für viele nicht
  • Bei schärferen Kurven wird oft deutlich vor dem Kurvenscheitel beschleunigt

Als Antwort auf meine Reklamationen, die ich jeweils mit Ort, Datum, teilweise mit Fotos oder Skizzen an Tesla gesendet habe - auch wegen den falschen Navi Karten - wurde mir nun von Tesla aktualiertes Kartenmaterial in Aussicht gestellt. Ob das hilft, kann ich euch Ende kommender Woche mitteilen.

PS: Natürlich regelt der ACC für mich auch viel zu dynamisch. Sanfter bremsen und beschleunigen würde mich Sicherheit viele freuen. Aber das wird bald ohnehin kommen - so die Auskunft.

am 12. Juni 2018 um 17:34

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. Juni 2018 um 16:49:39 Uhr:

* Ampelassistent an Ampeln, die dafür vorbereitet sind. (quasi eine Rot/Gelb/Grün-Erkennung), und die Ampelfarbe für die aktuelle Richtung und gewünschte Zielrichtung kommt über einen Web-Service, den der Ampelanlagenbetreiber zur Verfügung stellt. Oder per WLAN von der Ampel an sich. Wieviele Ampeln und wo machen das denn schon? Denn mit reiner Kamera-Erkennung wird das schwierig werden vom Blickwinkel.

Durfte ich vor vielen Jahren (vielleicht 5) mit einem ausgerüsteten Passat CC in Wolfsburg testen. Absolut genial. Er zeigt dir an wie schnell du fahren darfst, damit du grün hast (grüne Welle) und bremst, wenn der Tempomat aktiv war. Beschleunigen bei grün durfte er nur nach einem Tritt aufs Gas. Technisch ist das also möglich. War einfach ein VW Test mit 3 Strassen und rund 15 Ampeln.

Zitat:

@chrisschorsch schrieb am 12. Juni 2018 um 16:39:58 Uhr:

@Grasoman,

ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen (muss auch zugeben, dass mir deine Texte mit den vielen Zitaten manchmal etwas lang sind).

Die Zitate finde ich wichtig, weil Tesla keine verbindlichen festen Dokumente hat. Die Software ändert sich, dann ändern sich auch die elektronischen Handbücher (muss ja so sein). Die Aussagen im Konfigurator ändern sich auch alle Nase lang, aber das ist nicht versioniert (und Copy und Paste aus der Konfigurator-Webseite ist auch deaktiviert!). Wenn man Teslas Aussagen festhalten will, muss man also zitieren.

Die Zitate sind mir auch wichtig, um Aussagen im Konfigurator (die macht das Tesla Marketing) und Aussagen im Handbuch (die werden von technischem Personal erstellt und auch von der Rechtsabteiltung abgesegnet) gegenüberzustellen. Es treten da doch deutliche Diskrepanzen zu tage.

Zitat:

1) Hast du grundsaätzlich etwas gegen Level 2 Assistenzsysteme?

Nein. Wenn Autofahrer die dafür geeignete Reife und Intelligenz dafür haben. Also eine quasi "Level 2 Assistenzsysteme" Zusatzausbildung/Erlaubnisschein zur Fahrerlaubnis. Und die auf eine Fahrzeugfamilie ausgestellt, was sich alles ähnlich bedienen lässt, hier also z.B. Model S/X. So wie Piloten auf die Assistenzsysteme der Flugzeuge trainiert werden, immer konkret auf eine Flugzeugfamilie. Mit Simulatortraining, mit Regelprüfungen kritischer Situationen. So stelle ich mir die Freigabe vor.

Oder für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, dann mit MPU drumrum, ärztlicher Anweisung.

Für den Fahrzeuganteil: nach Medizinproduktegesetz, wie oben schon beschreiben. Mit Studien und Zahlen, Risiken, Beipackzettel.

Was mich sehr stört ist: das Zeug landet heute in Mietwagen, Flottenwagen, Neuwagen. Es hat eine extrem unterschiedliche Qualität (siehe immer mal wieder Vergleichstests). Und die Leute lernen es so Learning by doing. Das zusammen halte ich für fatal. Herstellerübergreifend. Deshalb gehen auch die Schäden nicht nennenswert runter:

http://www.manager-magazin.de/.../...-versicherern-kaum-a-1152153.html

Ich wünsche mir dort mehr Level 2 Assistenzsysteme, wo sie wirklich Schäden verringern und mehr Sicherheit bringen. Menschen können nur in eine Richtnug schauen: aber 16 Sensoren können viel mehr abdecken. Menschen können nachts schlecht sehen: Radar, Lidar, Infrarot (und das in verschiedene Richtungen) kann das besser. Die Chancen für mehr Sicherheit sind also klar da.

Menschen haben lange Reaktionszeiten und bremsen zaghaft: gute Notbremsassistenten können das verbessert.

Menschen rasen, halten sich nicht an Tempolimits, sind mal Geisterfahrer, fahren über Ampeln: gute, dann eben bevormundende Level 2 Assistenzsysteme können all das abfangen und glätten.

Menschen haben nur 1 zentrales Bremspedal, ESP kann an allen 4 Rädern einzeln und selektiv wirken: dort ist Assistenz natürlich überlegen.

Menschen haben nur 1 Lenkrad, eine Vorderachs- und Hinterachslenkung (und dann konkrete Ansteuerung je nach Situation) kann aber viel besser sein. Auch dort kann Assistenz hin.

Wofür will ich Assistenz nicht: damit Leute futtern, telefonieren, Video schauen, dösen, schlafen, besoffen fahren. Ich will sie nicht für "Komfort" oder "Entspannung", sondern nur für echt mehr Sicherheit eines eh schon guten, aufmerksamen, konzentrierten Fahrers. Ich will es als elektronischen Wächter und gut aufpassenden Fahrlehrer und Schutzengel.

Zitat:

2) Hast du etwas gegen Tesla's Level 2 Assistezsystem (Autopilot)?

Ergibt sich aus dem oben.

Und höchst bedenklich finde ich das Tesla Marketing als Autopilot. Und die Versprechungen rund um EAP (ist ja immer noch Level 2) schon seit 1-2 Jahren. Man lässt die Leute Geld bezahlen, aber liefert erstmal nix, weckt aber große Erwartungen. Das macht so kein anderer Hersteller. Ausnahme: Beim Audi A8 weiß ich es nicht für die Level-3-Funktion Stau-Pilot.

Zitat:

3) Bist du der Meinung, dass Tesla's Level 2 Assistenzsystem schlechter funktioniert oder gefährlicher ist, als die Systeme anderer Hersteller?

Ich hab's nicht so mit besser/schlechter. Ich mag diese Vereinfachungen nicht.

Auf der Sensorseite ist klar:

Tesla hat keine 2 Radare nach hinten, das macht es schwer auf der dt. Autobahn. Quasi alle anderen Hersteller haben das, selbst in der Kompaktklasse, aber gegen Aufpreis.

IMHO setzt Tesla da zu einfache und zu billige Hardware ein. Schon für Level 2. Nur damit sie die Hardware (alles günstiges Zeug) serienmäßig verbauen können und als quasi reines Software-Feature (dann für so 6000 EUR/USD oder 6000 plus 4000 = 10.000 USD/EUR) anbieten können. Dabei wäre auf der Software-Seite ein Software-Abo viel interessanter. Also Bezahlung pro Nutzungsjahr und Nutzungsgebiet und nicht flat einmal bei Kauf.

Das finde ich schäbig, dass ein Tesla Kunde nicht mal optional gegen Aufpreis noch 2 Radare nach hinten bekommt. Oder optional ein LIDAR dazu. Ein Tesla ist dort zwangsweise blind. Die Kameras spätestens bei Regen, Nebel oder wenn es dunkel wird.

Zitat:

4) Bist du der Meinung, dass Tesla's Notbremsassistent schlechter funktioniert als die anderer Hersteller?

Ich hab's nicht so mit besser/schlechter. Ich mag diese Vereinfachungen nicht.

Teslas Notbremsassistent kann im UI deaktiviert werden (siehe Bild oben). Bei anderen Herstellern ist das nicht der Fall. Damit ist Teslas in diesem Punkt schlechter.

Das mal so in a nutshell. Sonst wird es wieder zu lang. So ein komplexes Thema eignet sich eher mal für eine Vortragsreihe/runde, aber nicht für eine knackige Diskussionsrunde hier.

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