Seriöser Verkäufer? Keine Gewährleistung, aber Garantie (Kundenauftrag)
Hallo Leute,
ich brauche mal etwas Hilfe/Rat.
Ein Autohändler verkauft ein Auto als Kundenauftrag, ich habe mit dem Händler etwas über WhatsApp geschrieben und er meinte, dass das Auto seinen Sohn gehört und er wegen Familiennachwuchs ein größeres Auto kaufen möchte. Soweit so klar.
Auf meine Frage, ob ich eine Gewährleistung bzw Garantie bekomme meinte der Händler, das eine Gewährleistung ausgeschlossen sei, aber er mir eine Garantie verkaufen könnte und ich gern ein Gebrauchtwagencheck bei ADAC,Dekra usw machen kann und es auch ausgiebig testen darf.
Das Fahrzeug ist voll Checkheft gepflegt bei Volvo, und Innen/Außen sowie technisch - laut Bilder und Beschreibung- in einem hervorragenden Zustand. Der Händler hat auf Mobile und Google sehr viele positive Bewertungen und verkauft mehrere Autos ganz normal, also mit Gewährleistung, und nur dieses Fahrzeug in Kundenauftrag.
Da ich schon vor Vorfreude nicht schlafen kann und ich wegen der Rosaroten Brille nicht die Katze im Sack kaufen möchte, will ich gerne etwas Rat von euch, ob ich ein Kauf bei diesem Händler in Betracht ziehen kann, oder lieber ein großen Bogen. Es sind fast 500km dahin und knapp 12000 Euro.
Beste Antwort im Thema
Bitte beachte zudem, dass der Händler dir die Garantie über eine Versicherung anbieten wird, welche das Risiko trägt. Je nach Fahrzeugalter und Laufleistung sinkt hier üblicherweise der übernommene prozentuale Anteil der Reparaturkosten und Dein Eigenanteil, den Du bei einem Schaden zuzahlen musst, steigt deutlich an. Es ist auch nicht unüblich, dass die Garantie gewisse Bereiche ausschließt. Insofern ist das keinesfalls eine sorglose Absicherung.
31 Antworten
Zitat:
@tomato schrieb am 25. Sep. 2018 um 10:35:29 Uhr:
den Versuch zu unternehmen, sich aus der Pflicht zur gesetzlichen Sachmängelhaftung illegal herauszumogeln.
Etwas großartig anderes ist die Masche mit den Garantieversicherungen nämlich nicht.
Auch ein Händler kann und darf privat ein Auto verkaufen. Gerade wenn der hier angesprochene Sachverhalt zutrifft, dürfte das auch recht wasserdicht sein.
In der Sache mit dem "kennt den Wagen", hast du ggf. nicht unrecht.
Was ich als Interessent bei dieser Konstllation noch fragen würde:
Ist der Sohn auch der Halter und wenn ja, seit wann?
Wenn der Sohn schon seit längerer Zeit Halter des Fahrzeugs ist hätte ich weniger Bedenken.
Wenn der Sohn gar nicht der Halter, bzw. erst seit kurzem ist, dann wäre ich vorsichtig - zumal wenn dann nicht klar ist aus welcher Quelle (evtl. Vater?) das Fahrzeug stammt.
Ist doch hier wieder das selbe wie in jeden "Händler ohne Gewährleistung" Thread... Gibt doch sogar einen eigenen extra dafür.
Ihr macht immer so ein Fass auf, wegen nichts.
Ein Auto was 7 Jahre alt ist, 110k + km und dann vom Sohn (wenn es stimmt) - wieso sollte man da noch Gewährleistung geben? Ist doch sein gutes Recht und logisch es nicht zu tun.
Hat noch lange nichts mit versteckten Mängeln oder sonstiges zu tun. Auch da ist der Händler auch privat Haftbar.
Ich würde den Wagen ordentlich checken - ADAC /TÜV Check machen lassen - dann verhandeln und alles ordentlich abwickeln.
Vorher natürlich gründlich alles checken wie Checkheft, TÜV berichte und co.
Du kaufst einen gebrauchten, da wird immer ein gewisses Risiko bestehen. Das sollte jeden klar sein. Macht der Händler einen seriösen Eindruck und ist sonst auch positiv präsent im Netz - würde ich mich da nicht so schnell abschrecken lassen.
Auch noch eine weitere Person bei Besichtigung dabei haben (anbessten mit Ahnung) - damit man vll jemanden hat der einen auf den Boden zurück holt.
Ansonsten würde ich hier wie bei jeden gebrauchten vorgehen und die Garantie mit nehmen. Wenn dass Auto zusagt und dich positiv anspricht - was soll dann so negativ an "im Kundenauftrag" sein?
Habe so schon etliche Fahrzeuge gekauft und nie Probleme gehabt.
Aber wieder diese ganzen Skeptiker - die im Netz sitzen - nie mit den Händler gesprochen oder allgemein kommuniziert haben - werden dir immer den teufel an die Wand malen und irgendwelche wilden Storys ausdenken.
Zitat:
@Didi95 schrieb am 25. September 2018 um 13:36:08 Uhr:
Ein Auto was 7 Jahre alt ist, 110k + km und dann vom Sohn (wenn es stimmt) - wieso sollte man da noch Gewährleistung geben? Ist doch sein gutes Recht und logisch es nicht zu tun.Hat noch lange nichts mit versteckten Mängeln oder sonstiges zu tun. Auch da ist der Händler auch privat Haftbar.
Ich würde den Wagen ordentlich checken - ADAC /TÜV Check machen lassen - dann verhandeln und alles ordentlich abwickeln.
Vorher natürlich gründlich alles checken wie Checkheft, TÜV berichte und co.
Das sehe ich genauso!
Wenn der Wagen tatsächlich privat in der Familie gefahren wurde, dann müsste der Händler diesen ankaufen, eine Handelsspanne drauflegen und natürlich die gesetzliche MwSt.. Damit würde das gleiche Fahrzeug ca. 3000,- € teurer.
Wenn der Händler von sich aus schon angeboten hat das eine ausgiebige Prüfung und eine Gebrauchtwagencheck durch die Prüforganisationen oder ADAC möglich ist, dann würde ich auch genau dies tun.
Die vom Händler angebotene CarGarantie (Gebrauchtwagengarantie) deckt vielleicht nicht alle gesetzl. Gewährleistungsansprüche ab, ist für den Kunden aber bei jeder Werkstatt abrufbar. Gerade bei einem Fahrzeug welches ca. 500 km entfernt gekauft wurde wäre mir diese Garantie wichtiger als ein Gewährleistungsanspruch welchen ich 1. durchsetzen muss, und 2. auch noch beim Händler durchführen lassen muss. Die Dauer der Garantie, der Umfang und die Kosten der Prüfung sollten in die Verhandlung einfließen.
Wer nicht allzu blauäugig daran geht, ist schon mal gut beraten. Wenn dann auch noch die Kommunikation und das Bauchgefühl stimmen, sollte man sich nicht auch noch selbst die Steine in den Weg rollen. 🙂
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Zitat:
@Sikoluk94 schrieb am 24. September 2018 um 22:57:29 Uhr:
Es ist ein Volvo S60 D5 mit der Summum Ausstattung/Vollausstattung Baujahr 2011 mit ca 130tkm
Also demnächst 8 Jahre alt und schon über 100'000 km. Lass dir doch einfach mal die Bedingungen der Gebrauchtwagenversicherung geben.
Grüße, Martin
Zitat:
@Didi95 schrieb am 25. September 2018 um 13:36:08 Uhr:
Ist doch hier wieder das selbe wie in jeden "Händler ohne Gewährleistung" Thread... Gibt doch sogar einen eigenen extra dafür.Ihr macht immer so ein Fass auf, wegen nichts.
Ein Auto was 7 Jahre alt ist, 110k + km und dann vom Sohn (wenn es stimmt) - wieso sollte man da noch Gewährleistung geben? Ist doch sein gutes Recht und logisch es nicht zu tun.
Hat noch lange nichts mit versteckten Mängeln oder sonstiges zu tun. Auch da ist der Händler auch privat Haftbar.
Ich würde den Wagen ordentlich checken - ADAC /TÜV Check machen lassen - dann verhandeln und alles ordentlich abwickeln.
Vorher natürlich gründlich alles checken wie Checkheft, TÜV berichte und co.
Du kaufst einen gebrauchten, da wird immer ein gewisses Risiko bestehen. Das sollte jeden klar sein. Macht der Händler einen seriösen Eindruck und ist sonst auch positiv präsent im Netz - würde ich mich da nicht so schnell abschrecken lassen.
Auch noch eine weitere Person bei Besichtigung dabei haben (anbessten mit Ahnung) - damit man vll jemanden hat der einen auf den Boden zurück holt.
Ansonsten würde ich hier wie bei jeden gebrauchten vorgehen und die Garantie mit nehmen. Wenn dass Auto zusagt und dich positiv anspricht - was soll dann so negativ an "im Kundenauftrag" sein?
Habe so schon etliche Fahrzeuge gekauft und nie Probleme gehabt.
Aber wieder diese ganzen Skeptiker - die im Netz sitzen - nie mit den Händler gesprochen oder allgemein kommuniziert haben - werden dir immer den teufel an die Wand malen und irgendwelche wilden Storys ausdenken.
7 Jahre und etwas über 100 tkm ist jetzt kein Grund vor Gewährleistung Angst zu haben. Komischerweise verkauft der Händler Kisten für 2500 € mit Gewährleistung. Da ist das Risiko um einiges höher. Dazu weiß der Händler auch nichts über die eingekauften Fahrzeuge Bescheid. Aber bei einer Kiste von der er genau die Historie kennt und die angeblich im super Zustand sein soll, will er keine Gewährleistung geben? Also seltsam finde ich es schon.
Zitat:
@Nyasty schrieb am 25. Sep. 2018 um 23:5:23 Uhr:
7 Jahre und etwas über 100 tkm ist jetzt kein Grund vor Gewährleistung Angst zu haben.
Es ist aber auch kein Grund sich sie ohne Nutzen une Not ans Bein zu binden. Der Händler macht sein Geld über den Einkauf.
Dem eigenen Sohn wird er wohl kaum nur den üblichen, lächerlichen Ankaufswert zahlen bzw zugestehen wollen. Er müsste also das Risiko der Sachmängelhaftung übernehmen, ohne dass er daraus einen Vorteil ziehen würde. Warum soll er das tun? Damit der TE glùcklicher isz und ruhiger schlafen kann?
Zitat:
@guruhu schrieb am 25. September 2018 um 23:31:25 Uhr:
Zitat:
@Nyasty schrieb am 25. Sep. 2018 um 23:5:23 Uhr:
7 Jahre und etwas über 100 tkm ist jetzt kein Grund vor Gewährleistung Angst zu haben.Es ist aber auch kein Grund sich sie ohne Nutzen une Not ans Bein zu binden. Der Händler macht sein Geld über den Einkauf.
Dem eigenen Sohn wird er wohl kaum nur den üblichen, lächerlichen Ankaufswert zahlen bzw zugestehen wollen. Er müsste also das Risiko der Sachmängelhaftung übernehmen, ohne dass er daraus einen Vorteil ziehen würde. Warum soll er das tun? Damit der TE glùcklicher isz und ruhiger schlafen kann?
Natürlich hat man ein Nutzen. Man wird die Karre schnell los. Wenn das Auto top gepflegt ist, besteht kaum ein Risiko für die Gewährleistung. Und man kann zusätzlich 500 € auf den Preis draufschlagen wegen der Gewährleistung. Der Käufer fühlt sich sicherer, der Sohn bekommt seinen gewünschten Betrag und der Vati kassiert 500€ für lau. Win win für alle drei Seiten.
Zitat:
@Nyasty schrieb am 25. Sep. 2018 um 23:48:32 Uhr:
Wenn das Auto top gepflegt ist, besteht kaum ein Risiko für die Gewährleistung.
Soso, du kannst also in Bauteile reingucken?
Von den 500 gehen schonmal 80 an den Staat, dann hat das Unternehmen auch noch interne Kosten, seien es Buchhaltung, Steuerberater, whatever. Gewinn möchte übrigens auch noch versteuert werden. Dann bleiben von den 500 ganz schnell noch 200 übrig.
Wieviel dafür kaputt gehen darf, kannst du dir jetzt an deinen zehn Fingern abzählen.
Ich spezifiziere also meine Frage mal: wenn keine Verkaufsnot besteht, warum sollte der Verkäufer sich das zusätzliche Risiko ans Bein binden?
Zitat:
@guruhu schrieb am 26. September 2018 um 00:06:47 Uhr:
Zitat:
@Nyasty schrieb am 25. Sep. 2018 um 23:48:32 Uhr:
Wenn das Auto top gepflegt ist, besteht kaum ein Risiko für die Gewährleistung.Soso, du kannst also in Bauteile reingucken?
Von den 500 gehen schonmal 80 an den Staat, dann hat das Unternehmen auch noch interne Kosten, seien es Buchhaltung, Steuerberater, whatever. Gewinn möchte übrigens auch noch versteuert werden. Dann bleiben von den 500 ganz schnell noch 200 übrig.
Wieviel dafür kaputt gehen darf, kannst du dir jetzt an deinen zehn Fingern abzählen.
Ich spezifiziere also meine Frage mal: wenn keine Verkaufsnot besteht, warum sollte der Verkäufer sich das zusätzliche Risiko ans Bein binden?
Das ist aber bei 2500€ Fahrzeuge aus fremder Hand, ohne Kenntnis über die bisherige Nutzung und sicherlich ohne Wartungsheft nicht anders und sehr sehr wahrscheinlicher.
Und trotzdem verkauft der Händler diese letzte Bestellung TÜV Autos mit Gewährleistung, aber bei relativ sicheren Geschäft will er das nicht machen. Warum? Das wäre die Frage die ich mir als potentieller Verkäufer stellen würde.
Moin,
Das er das Fahrzeug nicht in seinen Bestand aufnimmt kann ich verstehen, er muss es schließlich nicht und die Kosten kann er sich eben sparen. Ist es ein echtes Vermittlungsgeschäft, dann ist es das eben. Daran gibt es nix rumzumäckeln.
Ich find es nur immer unpraktisch Autos zu kaufen, die so weit weg sind. Der Aufwand für mich als Käufer ist auch hoch.
LG Kester
Natürlich sollte man prüfen ob der Wagen was taugt, aber für mich steht und fällt die Entscheidung für oder gegen den Wagen mit dem Preis, der dafür verlangt wird.
Wenn ein Händler "im Kundenauftrag" verkauft, ist das für den Käufer so als ob er von Privat kauft. Ich würde daher auch nur den Preis bezahlen wollen, den der Wagen auf dem Markt von Privat zu Privat kosten würde. Wenn der Händler seinen Service bezahlt haben will, soll das der Verkäufer von seinem Verkaufserlös zahlen. Ich wüsste nicht warum ich als Käufer mehr zahlen soll, damit der Verkäufer es einfacher hat.
Das ist nämlich nach meiner Beobachtung der zweite Fallstrick bei Verkäufen im Kundenauftrag. Der erste ist, die Gewährleistung zu umgehen. Der zweite ist der psychologische Mechanismus dem Kunden das Gefühl zu geben vom Händler zu kaufen und dabei mehr Geld abzunehmen als bei einem offensichtlichen Privatverkauf.
Da gibt es komische Garantien, die die Hinterhofhändler anbieten, würde da genau schauen was das für eine Garantie ist.
Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass man Gewährleistungsansprüche gegen die meisten Hinterhofhändler durchsetzen kann, am Ende schraubt eben seiner Cousins dran rum und das Auto macht bald wieder Mucken oder man wird man gleich vom Hof gejagt.
Ist es zufällig der hier
https://www.autoscout24.de/.../...8d8e-365a-4a36-b5de-2a1da3dc0ec5?...