Seitenschaden durch ausländischen LKW

Mercedes C-Klasse W205

Die Polizei klingelte heute morgen bei mir, mein Auto sei beschädigt worden. Wir gingen zusammen hin und sie hatten bereits alles dokumentiert und geregelt.

Der verursachende LKW kommt aus Polen und hat mein regulär geparktes Auto beim Rangieren erwischt, siehe Foto. Ein Mitarbeiter der Firma, für die die Lieferung bestimmt war, rief sofort die Polizei.

Ich habe alles da, inkl. Versicherungsschein für Zugmaschine und Anhänger, sowie die Daten der Spedtition und des Fahrers etc.

Der Schaden wird über eine deutsche Versicherung reguliert, die das Geld von der polnischen Versicherung zurückbekommt.
Die deutsche Versicherung sagte, auch wenn die polnische Spedition den Schaden nicht ihrer Versicherung meldet (kommt wohl öfter vor), sei die Regulierung kein Problem, wegen der Zeugen und der Aufnahme durch die Polizei etc.

Ich möchte den Wagen so nicht an der Straße stehen lassen, sondern ihn am liebsten schon zur MB-Vertragswerkstatt bringen, die den Schaden dann auch instandsetzen wird, wobei ich natürlich noch klären muss, wie der weitere Verlauf dann ist (Freigabe durch Versicherung etc.).

Hat jemand von euch noch Tipps zu der ganzen Sache?

20191220
Beste Antwort im Thema

Hallo

Auch wenn man informiert ist kann man mal fragen.

Vielleicht haben andere Tipps die man noch nicht kennt.
Vielleicht haben andere schlechte Erfahrungen gemacht und können einen warnen.
Vielleicht ist auch die Angst ein wenig dabei etwas falsch zu machen, gerade wenn es ein Fahrzeug aus einem anderen Land ist.

Nach meiner Meinung ist ein Forum für solche Fragen da.

Frohes Fest und einen guten Rutsch

Didi2708

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Zitat:

@3dition schrieb am 28. Dezember 2019 um 15:59:43 Uhr:


Jeder von einer Versicherung bezahlte RA verteuert für alle die Prämien!

Nur warum muss man inzwischen alles über einen Anwalt laufen lassen ?

In den 80er Jahren war das nicht notwendig, da hatte ich zwei unverschuldete Unfälle, Auto in die Werkstatt und die Versicherung des Verursachers hat bezahlt.

Diese Zeiten sind vorbei, die Versicherungen versuchen mit allen Mitteln Zahlungen zu vermeiden.
Ohne Rechtsbeistand hat man kaum eine Chance, ist für viele rein zeitlich kaum zu stemmen.

Zitat:

@Tim_Tayl0r schrieb am 28. Dezember 2019 um 16:23:31 Uhr:



Zitat:

@3dition schrieb am 28. Dezember 2019 um 15:59:43 Uhr:


Jeder von einer Versicherung bezahlte RA verteuert für alle die Prämien!

Nur warum muss man inzwischen alles über einen Anwalt laufen lassen ?

In den 80er Jahren war das nicht notwendig, da hatte ich zwei unverschuldete Unfälle, Auto in die Werkstatt und die Versicherung des Verursachers hat bezahlt.

Diese Zeiten sind vorbei, die Versicherungen versuchen mit allen Mitteln Zahlungen zu vermeiden.
Ohne Rechtsbeistand hat man kaum eine Chance, ist für viele rein zeitlich kaum zu stemmen.

Genau so sieht es nämlich aus!
Würden die Versicherungen ihrer Pflicht nachkommen, ohne dass man mit Nachdruck dabei bleiben muss, müsste auch kein Anwalt die Sache regeln!

Die Sachbearbeiter der Versicherungen werden darauf gedrillt Zahlungen zu vermeiden und der variable Anteil des Gehaltes richtet sich danach wie erfolgreich Zahlungsforderungen abgewiegelt werden.
Besonders bei älteren Kunden sind die Sachbearbeiter alles andere als zimperlich.
Haben meinem Vater(ü-80) eine Schadensabwicklung verweigert, weil er angeblich das betroffene Objekt gar nicht versichert hatte.
Der Anspruch musste mit einem Anwalt durchgesetzt werden, obwohl mein Vater mit der Versicherungspolice direkt vor Ort bei der Versicherung war.

Ich war vor rund 20 Jahren in der IT-Abteilung von einem der größten Versicherer tätig.

Versicherungen sind nicht ohne Grund einer der größten Arbeitgeber für Juristen. Sie leben - nicht schlecht - davon, Ansprüche so weit wie legal möglich (und manchmal sogar über die Legalität hinaus) abzulehnen. Dem kann man nur mit einem erfahrenen Anwalt begegnen.

Hinhalte- und Zermürbungstaktik gehören dabei zum täglichen Handwerk. Wenn von 10 Anspruchsberechtigten nur 3 oder 4 klein beigeben, ist schon eine Menge gewonnen.

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Also ich kann denen auch ohne Anwalt begegnen. Nur wenn die dann nicht reagieren, quasi die Mehrkosten für den Anwalt provozieren, bin ich dabei! Aber erstmal habe ich selbst genug Eier in der Hose, um so einem Versicherungsfuzzi meine Forderung zuzuschicken.

Aber es stimmt schon: Die sollen Abwiegeln und bei 9 von 10 klappt das, so dass sich das Prozessrisiko ausgleicht. Ich rechne aber auch stets fiktiv ab und bleibe dann Herr des Abrechnungs- und Reparaturverfahrens. Wenn ich eh in eine Werkstatt abtrete, dann braucht es keinen Anwalt, denn die Rechtslage ist doch klar. Was die Werkstatt repariert, wird gezahlt. Ansonsten sollen das die beiden klären. Nutzungsausfall und Wertminderung stehen im Gutachten - fertig.

Meine Werkstatt spielt da aber nur mit, wenn auch gleichzeitig ein Anwalt eingeschaltet wird. Ansonsten muss ich alles selbst regeln. Dafür habe ich weder Zeit, noch Lust!

Wie, du überlässt denen deinen Namen und deinen Vorgang, um Kasse zu machen? Denen würde ich was husten!

Dafür muss ich mich um nichts kümmern und bekomme ein repariertes Auto. Was ist daran falsch? Mehr möchte ich gar nicht.

Du spielst bei der Kostentreiberei mit und an deinem Schaden verdient dann deine Werkstatt satt und noch deren befreundeter Anwalt.

Ich lasse Karosserieschäden in einer KAROSSERIE-Werkstatt beheben, nicht bei den geschulten Computer-Auslesern und Teile-Tauschern der Hersteller-Niederlassungen! Und siehe da: Es geht billiger und oft besser! Man muss sich halt um die Dinge in seinem Leben kümmern. Und wenn es nicht für den eigenen Vorteil ist, dann wenigstens, um die Prämien für die Gemeinschaft nicht in die Höhe zu treiben. Stell dir mal vor, alle Mercedes-Werkstätten würden immer mit einem Anwalt arbeiten. Dann würden Mercedes-Fahrzeuge bei den Versicherungen rasch deutlich steigen!

Sorry. Ich lasse meinen Mercedes immer beim Vertragshändler reparieren und nicht in einer Hinterhofwerkstatt. Sie können das gerne anders tun, ich nicht! Die Prämien interessieren mich überhaupt nicht! Ich möchte, dass mein Auto wieder hergestellt wird, mit möglichst wenig eigenem Zeitaufwand. Da zahle ich gerne jedes Jahr ein paar Euro mehr Versicherung, wenn ich dafür mehr Freizeit und weniger Ärger habe.

Zitat:

@3dition schrieb am 28. Dezember 2019 um 20:00:14 Uhr:


Ich lasse Karosserieschäden in einer KAROSSERIE-Werkstatt beheben

Auch die Karosserie Werkstatt will bezahlt werden.
Schön wenn Du selber für den Schaden aufkommst, ich lasse den Schaden vom Verursacher bzw. von der Versicherung des Verursachers bezahlen.
Da die Versicherungen meist erst zahlen sobald Rechtsmittel drohen, überlasse ich das einem Anwalt.
Ist es so schwer zu verstehen das man auf seinen Rechten besteht ?

Ist doch total egal in welcher Werkstatt repariert wird.

Die Karosseriewerkstatt lässt sich die ARBEIT bezahlen, nicht die Glaspaläste! Und nirgends habe ich gesagt, dass ich selbst dafür aufkomme! Ich regele das nur zunächst selbst, denn die Ansprüche sind in aller Regel eindeutig. Wenn die Versicherung dann nicht zahlt, Anwalt. Aber sofort zum Anwalt zu rennen, finde ich falsch.

"Das gebe ich meinem Anwalt" sind meist die, die damals im Sandkasten sagten "das sage ich meiner Mama".

Dankeschön!

Zitat:

@3dition schrieb am 28. Dezember 2019 um 20:32:32 Uhr:


Ich regele das nur zunächst selbst, denn die Ansprüche sind in aller Regel eindeutig.

Du hast ja gar keine Ahnung wie Versicherungen das aktuell handhaben, auch bei eindeutigen Ansprüchen.

August 2019
Meine Frau steht an einer roten Ampel, ein Kleintransporter fährt auf weil der Fahrer mit dem Handy am Ohr telefoniert.
Zeugen haben das beobachtet und die Polizei gerufen und die haben alles aufgenommen incl. Zeugenaussagen die den Unfall gesehen haben.
Eindeutig ?

Die Versicherung des Unfallverursachers weigert sich zu zahlen, auf telefonische Anfrage bekomme ich wortwörtlich gesagt "Wir zahlen keinen Cent, wir gehen so lange vor Gericht bis Sie aufgeben"

Einzelfall ?

Nach dem Einschalten eines Anwalts ging es dann relativ schnell und der Schaden wurde bezahlt.
Mein Anwalt meinte nur lapidar das wäre inzwischen normal bei vielen Versicherungen, es gäbe genug Leute die sich einschüchtern lassen und kein Geld für einen Anwalt haben.

Es wäre für mich sehr interessant zu erfahren wie Du sowas persönlich regelst

Zitat:

@Tim_Tayl0r schrieb am 28. Dez. 2019 um 20:43:24 Uhr:


Die Versicherung des Unfallverursachers weigert sich zu zahlen, auf telefonische Anfrage bekomme ich wortwörtlich gesagt "Wir zahlen keinen Cent, wir gehen so lange vor Gericht bis Sie aufgeben"

Einzelfall ?

Nach dem Einschalten eines Anwalts ging es dann relativ schnell und der Schaden wurde bezahlt.
Mein Anwalt meinte nur lapidar das wäre inzwischen normal bei vielen Versicherungen, es gäbe genug Leute die sich einschüchtern lassen und kein Geld für einen Anwalt haben.

Guckst Du hier:
https://www.motor-talk.de/.../...-auslaendischen-lkw-t6762861.html?...

Damit ist eigentlich alles zu diesem Thema gesagt

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