SBC-Probleme lösen? Der Maybach machte es vor
Ja, schon wieder ein neuer SBC-Thread, aber der nun folgende Gedanke geht mir sowieso schon dauernd im Kopf rum, seit ich selbst einen 211er mit SBC besitze. Mir war nur nicht bewußt, daß es sogar ein Auto aus dem Daimler-Konzern gibt, bei dem dieser simple und in der (z.B.) Flugzeug- und Computertechnik als selbstverständlich angesehene Ansatz realisiert wurde.
Das Stichwort lautet ganz einfach Redundanz. Beim Maybach durften die Ingenieure den Zeigefinger erhoben halten, als es um die Sicherheit der Bremsanlage ging und man erlaubte ihnen, was die Rotstiftler beim 211er und R230 noch verboten hatten. Der Maybach hat zwei SBC-Einheiten, zwei Gaspedalwegsensoren, zwei Druckspeicher, zwei Hochdruckpumpen und zwei Bremssättel pro Rad. Ich habe mir das System nicht en detail angeschaut und möglicherweise gibt es auch bei der SBC des Maybach einen single point of failure, aber so legt man ein System aus, das nicht ausfallen darf.
Eine etwas einfachere Art der Redundanz mit nur einer Einheit, aber z.B. trotzdem zwei Druckspeichern und -pumpen hätte man sicher auch im 211er realisieren können. Und wenn ich höre, daß die SBC den Dienst quittiert, weil die Steuerelektronik ausfällt, dann hätte auch diese redundant ausgelegt werden müssen. Das wäre aber dann endgültig zu teuer für ein Massenmobil geworden ...
Jedenfalls bestätigt das wieder mal den Eindruck, daß der Rotstift überall regiert. Die Entwicklungsingenieure, die die SBC in Mercedes-Fahrzeuge implementieren sollten, wußten jedenfalls von den möglichen Implikationen; ihnen darf man nicht die Schuld für ausfallende SBC-Bremsen geben.
LG
Rüdiger
Beste Antwort im Thema
Ist das hier die Selbsthilfegruppe für traumatisierte Paranoiker ?
216 Antworten
Ich finde die Diskussionen bezüglich Wartungskosten hier recht interessant.
Bei mir ist das so:
Ich fahr recht viel.ca. 120.000KM p.a. und bin kein Taxifahrer.
Tanken muss ich immer wenn die Kiste leer ist.
Wartung muss ich immer machen wenn die fällig ist.
Reparaturen auch.
Laufende Kosten sind natürlich dem entsprechend.
Laufen will ich aber dennoch nicht.
Also fahr ich und zahl.
Der überwiegende Teil der Fahrer muss doch höchstens 1 - 2 Mal im Jahr eine Wartung machen,
über die kann ich nur lachen.
Ich versteh das ganze so:
Viel fahren viel Wartungskosten.
Bodo
Ich denke, dass viele Leute keinen großen Vorteil in der SBC sehen und sich darüber ärgern, dass sie jetzt einfach mal 2000€ hinlegen müssen für etwas, was sie eigentlich nicht gebraucht hätten aber nicht abwählen konnten.
So ähnlich sehe ich es jedenfalls und bin deshalb froh, dass ich keine SBC habe.
Außerdem: 2000€ sind bei einem 40.000€-Auto 5% des Neupreises. Das sehe ich wirklich nicht als Kleinigkeit an. Egal ob mir diese 2000€ nun wirklich weh tun oder nicht. Das ist einfach ärgerlich.
So ärgerlich wie ein Zahnriemenwechsel für 1000 oder mehr Euronen.
... und leider wird es eines Tages so sein, dass diese Reparatur
einen wirtschaftlichen Totalschaden darstellen wird, jedenfalls
im Sinne vieler "End"nutzer.
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von Luke1973
Ich denke, dass viele Leute keinen großen Vorteil in der SBC sehen und sich darüber ärgern, dass sie jetzt einfach mal 2000€ hinlegen müssen für etwas, was sie eigentlich nicht gebraucht hätten aber nicht abwählen konnten.
...
So ärgerlich wie ein Zahnriemenwechsel für 1000 oder mehr Euronen.
Ich kann verstehen was Du sagen willst ... aber nur so als Gegenbemerkung:
Kannst Du die Airbags abwählen? Wenn die Sprengkapseln eventuell mal nicht mehr wollen dann müssen die getauscht werden.
Was machst Du wenn der Rost am Auto nagt - irgendwann sagt Dir der TÜV: "So nicht"
Was ist mit all den anderen Verschleißartikeln? Bremsbeläge, Bremsflüssigkleit, Öl, Glühkerzen, zig verschiedene Filter, Lüfter, Motoren, Schalter, Reifen, neue Batterie für 200 Euro, Auspuffanlage, ...
Sorry, auch wer nur Mountainbike fährt muss mit teuren Reparaturen an Schaltung und Bremse rechnen. Und dann bist Du nicht mit 5% dabei!´
H.
Zitat:
Original geschrieben von C3PO V3.0
Zitat:@Falke22
Du wiedersprcihst Dir gerade selbst
Was bei dem nichts aussergewöhnliches ist
Aufmerksam die Beiträge lesen und sachlich bleiben....
Sachlich kommt von Sache und wenn man mit der Sache nichts zu tun hat und nur der Meinung ist MB macht Fehler, sollte man vor der eigenen Haustüre kehren.
Zitat:
Original geschrieben von Old Man
Sachlich kommt von Sache und wenn man mit der Sache nichts zu tun hat und nur der Meinung ist MB macht Fehler, sollte man vor der eigenen Haustüre kehren.
Weiß nicht welche Animositäten hier bestehen😁
MB hat das System eingeführt und etwas blauäugig verbaut, mußte feststellen daß Probleme auflaufen und hatte in der Folge den Fehler korrigiert, indem die Geschichte wegen Anfälligkeit gestoppt wurde. Welches Problem besteht denn das "Kind beim Namen zu nennen"?
Zitat:
Original geschrieben von Martin_230TE_87
Klar ist.....alle zwei Jahre Bremsflüssigkeitswechsel und einmal im Jahr auslesen der Betriebsdauer der Hydraulikeinheit...
(sofern keine Fehler auftauchen)...
Sollte dann die Service Schwelle erreicht sein fliegt das Dingen, denn ich möchte jenseits der 200 nicht diesen roten Tacho sehen (aus eigenen verschulden).
Hallo,
das ist ein ganz interessanter Ansatz. Kann man beim Auslesen auch eine Angabe zur "Restlaufzeit" bekommen, oder gibts es hinterher nur die Unterscheidung zwischen "Austausch fällig" oder "Weiterfahren"?
Damit wäre das ganze zumindest einigermaßen planbar, und kein reines Lotteriespiel mehr. Ich würde mal vermuten, dass gerade diese Ungewissheit viele hier am meisten stört.
Außerdem ist das auch der wesentliche Unterschied zu allen anderen "Verschleißteilen", bei denen der Zustand entweder kontrollierbar (Reifen, Bremsbeläge...) oder der Wechsel planbar (Zahnriemen nebst Wasserpumpe) ist.
Einen schönen Gruß von jemandem, der sich vor kurzem bewusst einen Gebrauchten mit SBC gekauft hat, weil ein V6 einfach kein R6 ist.
Zitat:
Original geschrieben von Falke22
Aufmerksam die Beiträge lesen und sachlich bleiben....Zitat:
Original geschrieben von C3PO V3.0
Zitat:@Falke22
Du wiedersprcihst Dir gerade selbstWas bei dem nichts aussergewöhnliches ist
Habe ich getan, und bin leider zum Ergebnis gekommen, das Rechnen nicht deine Stärke sein kann
Zitat:
Original geschrieben von mcaudio
Moin,Zitat:
Original geschrieben von fini
Ein anderes Thema ist der Fortschritt. Wenn Mercedes die SBC-Bremse im Programm gelassen hätte und weiterentwickelt hätte, wären heute sicher noch bessere Bremssysteme realisierbar. Aber da die Medien so laut waren, hat Mercedes die Bremse aus dem Programm genommen und nicht in dem Maß weiterentwickelt.Mal sehen was die andern SBC-Themen so machen 🙄
ich hätte da ein anderes Thema.
Es gibt die SBC Bremse immer noch!!! Und zwar in allen Fahrzeugen. Sie wurde geändert und heißt eben nicht mehr so. Ohne diese Technik wären die ganzen Assistenzsysteme einfach nicht möglich.Und auch der Falke fliegt mit einer weiterentwickelten SBC Bremse über die Straßen.
Gruß
Mc
Er fährt mit KEINER SBC Bremse durch die Gegend, ganz egal wie die Marketing "Experten" das nennen. Seit W211 Mopf haben alle E-Klassen eine konventionelle Bremsanlage und auch beim W213 wird das (bei normalen Verbrennungsfahrzeugen) der Fall sein. Der große Unterschied ist, das bei der SBC ein Brake-by-Wire System realisiert war (Fahrer tritt in Potentiometer / "Joystick" --> Druckaufbau über Pumpe), bei den konventionellen Systemen ist immer die direkte Verbindung vom Fahrerfuss zur Bremse gegeben (Pedal-Vakuumbremskraftverstärker-Hauptbremszylinder). Dies ist DER ganz große Pluspunkt in der Betriebssicherheit. Dass aktuelle ESP Systeme über ihre immer besseren Pumpen und Elektronik dieses System überlagern können und neue Funktionen bieten, ist ok (und nenn es von mir aus "SBC neu"😉, ändert aber nichts daran, dass es kein reines Brake-by-Wire System ist, sondern eben von der Basis her die klassische Bremsanlage.
Zitat:
Original geschrieben von toelke
Er fährt mit KEINER SBC Bremse durch die Gegend, ganz egal wie die Marketing "Experten" das nennen. Seit W211 Mopf haben alle E-Klassen eine konventionelle Bremsanlage und auch beim W213 wird das (bei normalen Verbrennungsfahrzeugen) der Fall sein. Der große Unterschied ist, das bei der SBC ein Brake-by-Wire System realisiert war (Fahrer tritt in Potentiometer / "Joystick" --> Druckaufbau über Pumpe), bei den konventionellen Systemen ist immer die direkte Verbindung vom Fahrerfuss zur Bremse gegeben (Pedal-Vakuumbremskraftverstärker-Hauptbremszylinder). Dies ist DER ganz große Pluspunkt in der Betriebssicherheit. Dass aktuelle ESP Systeme über ihre immer besseren Pumpen und Elektronik dieses System überlagern können und neue Funktionen bieten, ist ok (und nenn es von mir aus "SBC neu"😉, ändert aber nichts daran, dass es kein reines Brake-by-Wire System ist, sondern eben von der Basis her die klassische Bremsanlage.Zitat:
Original geschrieben von mcaudio
Moin,
ich hätte da ein anderes Thema.
Es gibt die SBC Bremse immer noch!!! Und zwar in allen Fahrzeugen. Sie wurde geändert und heißt eben nicht mehr so. Ohne diese Technik wären die ganzen Assistenzsysteme einfach nicht möglich.Und auch der Falke fliegt mit einer weiterentwickelten SBC Bremse über die Straßen.
Gruß
Mc
Vielen Dank für die detaillierte Ausführung und Unterstützung.
Sind eben einige Teilnehmer sehr "fixiert".
Zitat:
Original geschrieben von Hyperbel
Ich kann verstehen was Du sagen willst ... aber nur so als Gegenbemerkung:Zitat:
Original geschrieben von Luke1973
Ich denke, dass viele Leute keinen großen Vorteil in der SBC sehen und sich darüber ärgern, dass sie jetzt einfach mal 2000€ hinlegen müssen für etwas, was sie eigentlich nicht gebraucht hätten aber nicht abwählen konnten.
...
So ärgerlich wie ein Zahnriemenwechsel für 1000 oder mehr Euronen.Kannst Du die Airbags abwählen? Wenn die Sprengkapseln eventuell mal nicht mehr wollen dann müssen die getauscht werden.
Was machst Du wenn der Rost am Auto nagt - irgendwann sagt Dir der TÜV: "So nicht"
Was ist mit all den anderen Verschleißartikeln? Bremsbeläge, Bremsflüssigkleit, Öl, Glühkerzen, zig verschiedene Filter, Lüfter, Motoren, Schalter, Reifen, neue Batterie für 200 Euro, Auspuffanlage, ...
Sorry, auch wer nur Mountainbike fährt muss mit teuren Reparaturen an Schaltung und Bremse rechnen. Und dann bist Du nicht mit 5% dabei!´
H.
Kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen.
Das mit den Airbags habe ich bei MB abgefragt. Es gibt eine Emfehlung sie zu wechseln. Man muss es aber nicht.
Rost ist sowieso ärgerlich, da heutzutage eigentlich überflüssig. Man weiß wie man das verhindern kann. Peinlich, dass MB (und auch andere Hersteller) es so vernachlässigt haben.
Verschleißteile sind Verschleißteile. Ärgerlich, aber dagegen kann man kaum was machen. Angenehm, dass z.B. Bremsen bei MB so dimensioniert sind, dass sie sehr lange halten.
Daher verstehe ich Dein Argument nicht so ganz. Das Ärgerliche an der SBC ist doch, dass noch mehr Verschleißteile hinzukommen, ohne dasss man einen (großen) Nutzen davon hat.
Die meisten denken sicherlich:"Meine Güte, was bringt mir eigentlich die SBC außer höheren Kosten?" SBC Hold? geht auch so. Und selbst wenn nicht. Ich habs noch nie gebraucht. Am Berg anfahren ist mit Automatik sowieso kein Thema. Und Fuß auf der Bremse stehen lassen ist nicht soooo anstrengend, dass man das brauchte.
Zitat:
Original geschrieben von Luke1973
Die meisten denken sicherlich:"Meine Güte, was bringt mir eigentlich die SBC außer höheren Kosten?" SBC Hold? geht auch so. Und selbst wenn nicht. Ich habs noch nie gebraucht. Am Berg anfahren ist mit Automatik sowieso kein Thema. Und Fuß auf der Bremse stehen lassen ist nicht soooo anstrengend, dass man das brauchte.
Sorry, aber der Mopf hat auch die Hold-Funktion, solltest Du mal ausprobieren, ist ne schöne Sache🙂
Aber vielleicht habe ich Deine Info auch ganz falsch verstanden😉
Allen einen sonnig- frostigen Sonntag