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S211 -- welches Modell kaufen?

Mercedes E-Klasse W211
Themenstarteram 9. Januar 2019 um 19:22

Guten Abend Leute...

Ich möchte in naher Zukunft einen w211 T Modell ab 2007 kaufen.

Nun hoffe ich ein paar gute Tipps zu bekommen zum Thema

:Welcher Motor ist langlebig und stabil?

:welche Macken können auftreten?

:Automatik oder Schalter?

:welche Probleme sind bekannt?

Ich hatte an einen cdi2.2 mit 170PS und einer laufleistung bis maximal 175000km gedacht. Bitte pro und kontra mitteilen!!!

Schöne grüße von der Ostsee und danke im voraus für eure Antworten ;)

Beste Antwort im Thema

Abgesehen davon, dass es wirklich schwer wird, nachweislich bis glaubhaft wenig gelaufene CDIs einer 10 bis 18 Jahre alten Baureihe zu finden möchte ich folgendes beitragen:

  • Mit der MOPF wurden beide Versionen des Vierzylinders deutlich spürbar kräftiger. Auch hat der 200 CDI dann denselben Laufruhe fördernden Lancester-Ausgleich wie der 220 CDI.
  • Der 200 CDI lässt sich wunderbar durch ein neues Kennfeld zum 220 CDI machen, ohne dass er an schwächeren Bauteilen leidet. Beim T-Modell ist sogar die Bremsanlage ident.
  • Auch ein Vierzylinder-CDI kann einiges an finanziellem Durchhaltevermögen abverlangen: Unser 200 CDI verlangte nach 100.000 km nach 2 neuen Injektoren und nach weiteren 100.000 km waren offenbar die anderen beiden fertig (Kaltstartschütteln). Auch war beim AT-Getriebe die Steuerplatine schon kaputt und der Klimakühler musste ersetzt werden, der Anschluss an die Verrohrung war nicht mehr dicht zu bekommen. Dann noch die üblichen Verschleißteile wie Längslenker, Traggelenke und Spurstangenköpfe an der Vorderachse und Motor-Gummilager, das häufig defekte elektrisch unterstützte Kofferraumschloss (Zuziehhilfe), die kalte Lötstelle am IR-Empfänger am Fahrertür-Schloss sowie der selten funktionierende Laderaumabdeckungslift. Und die Gasdruckfedern der Rückwandtür sind alle 1-2 Jahre wieder schlapp. Aktuell 215.000 km, da klappert nix und die Innenausstattung ist (bis aufs Lenkrad und Wählhebel) nicht sichtbar abgenutzt.
  • Ein "Modelljahr 2009" (Ausstattungscode 809), also produziert ab Frühsommer 2008, ist die beste Wahl, insbesondere wenn man ein Comand (Navi) haben will -- dieses wurde neben ein paar anderen Kleinigkeiten (Steinschlagschutz hintere Radhäuser, andere Nahtabdichtung in den Falzen der Türen) nochmal aktualisiert (Festplatte, SD-Karten-Slot, eingebautes Bluetooth-Freisprechen etc.), fühlt sich auch nach heutigen Maßstäben noch erträglich an.
  • Rost ist zwar inzwischen auch bei Mercedes kein großes Thema mehr, jedoch muss man bei einem älteren Fahrzeug schon vor dem Kauf ein wenig kontrollieren, wie der Zustand tatsächlich ist. Zu Beginn der Baureihenproduktion gab es noch einige Berichte über Falzrost, vereinzelt auch am Schweller und an den Radläufen, auch beginnen die Schweißpunkte am Unterboden und in den Radhäusern halt doch irgendwann zu blühen. Ab der MOPF ist hier über die "braune Pest" so gut wie nichts mehr lesen. Beim T-Modell sollte man unter der Chromblende über dem Nummernschild auf Rost kontrollieren, dort gibt es bei manchen Serien nur verzinkte Schrauben, die dann irgendwann zu rosten beginnen und den Lack zerfressen.
  • Kalt neigt der Vierzylinder zum Nageln und ein wenig zum Vibrieren, das mildert sich aber nach wenigen Minuten. Verbrauch bei gemischter Fahrstrecke und "mit Hirn" bei ca. 6 bis 7 Liter auf 100 km, in der Stadt geht es in Richtung 8-9.
  • Wichtig ist meines Erachtens als Ausstattungsdetail die beheizte Waschanlage, manche E-Klassen haben ohne diesem Extra (Heizung auch im Wassertank) nicht einmal beheizte Waschdüsen!
  • Avant-Garde-Ausstattung bedeutet neben den hellen Tacho-Skalen auch ein wenig tiefergelegt und knackiger abgestimmt, ab der MOPF ist das Fahrwerk eher straff, also kann man darauf eher auch verzichten.
  • Die Projektions-Scheinwerfer werden im Alter blind, die Linsen werden trüb und die Reflektoren im Inneren blind. Hier hilft nur Komplettaustausch. Bei Xenon nicht ganz billig, bei ILS richtig teuer.

An sich ist das ein gutes, robustes Auto, mit viel Nutzwert und -- einmal warmgefahren -- sehr befriedigendem Komfort, als 220 CDU recht "quirlig" zu fahren und einigermaßen sparsam.

Natürlich ist ein altes Auto eine Wundertüte, keiner weiß, was da kommt. Und wo viel drinnen ist, da kann viel kaputtgehen, die Qualität an sich ist bei Mercedes inzwischen nicht anders als bei anderen Herstellern.

Automatik oder nicht ... auf jeden Fall macht eine Automatik geringfügig öfter Ärger und die Behebung ist meist teurer, auch kostet die empfohlene Wartung etwas (ca. alle 80.000 km rund 300-400 Euro). Der Fünfgang-Automat ist an und für sich für 300.000 bis 400.000 km gut.

Der Motor OM646 EVO ist an und für sich auch langlebig, jedoch ist das Einspritzsystem nicht verschleißfrei und Ersatzteile sind relativ teuer (Injektoren, Hochdruckpumpe), die Fehlerfindung für manche (freie) Werkstatt nicht ganz einfach. Ab 300.000 km kann man mit neuen Injektoren rechnen, wer sich anbahnende Mängel ignoriert kann von Startproblemen bis u.U. zum Motorbrand alles erleben.

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Das kann man doch nicht pauschal sagen !

Ich habe vor 2 Monaten einen w211 aus 2007 mit 146.000 km, scheckheft gepflegt aus 1.Hand gekauft. Der 280er ist ein super Motor.

 

Man muss Geduld und ein wenig Glück haben. Dann findet man auch was.

 

Für die die jetzt meinen 146.000 km in 11 Jahren bei einem Diesel geht nicht.... es geht.

Hallo,

ich habe seit 03/2009 den 320 CDI Mopf Kombi. Mittlerweile hat er 248.000km auf der Uhr. Bis jetzt habe ich nur Verschleissteile wie Bremsen, Keilriemen oder Silent Blocks ausgewechselt.

Die einzigen ausserordentlichen Reparaturen waren:

- Stossdämpfer vorne bei 150.tkm weil in einer frühzeitig aufgelösten Baustelle noch ein Riesen Schlagloch vorhanden war

- Temperatursensoren vor und nach dem DPF (100 Euro/Stk)

- neue Kofferraumdichtung wegen Wasser im Kofferraum

Was der Motor sich immer wieder genehmigt sind Glühkerzen (80 Euro). Da brennt gerne mal eine durch. Bis jetzt habe ich so um die 4 Stück gewechselt. Ist anscheinend bei Mercedes so üblich wie ich von anderen Fahrern gehört habe. Bei Ford oder Fiat hatte ich das selbst nach 400.000km nie erlebt.

Bremsklötze vorne (100 Euro) sind so alle 50.000km runter, die Scheiben vorne (250 Euro) bei 125.000km

Die hinteren Bremsklötze habe ich bei 187.000km zum ersten Mal gewechselt

Die Scheibenwischer werden alle 100.000km getauscht.

Die Xenon Brenner (73 Euro/St) haben bis 230.000 km durchgehalten, die Kennzeichenbeleuchtung etwas weniger, sonst sind die originalen Lämpchen noch drin

Also alles überschaubar. Ein in der Wartung so günstiges Auto wie diesen Mercedes habe ich nie gehabt.

Gruss

Zitat:

@Kochpott schrieb am 10. Januar 2019 um 09:18:35 Uhr:

Das kann man doch nicht pauschal sagen !

Was genau hast Du an 95 + x% nicht verstanden ?

Ich habe ja kürzlich auch gesucht. Bei der Frage nach der FIN haben schon ein paar nicht mehr geantwortet. Von daher war meine oberste Prämisse einen Wagen mit nachvollziehbarer Historie zu finden.

Dann kam die Karosserieform. Dann der Rest.

Ich würde deutlich lieber von privat kaufen als vom Händler. Denn, von einigen Ausnahmen abgesehen, werden die meisten 211er von Schotterhändlern angeboten.

Man braucht Glück. Viel Glück. Denn die 1. Hand Verkäufe von Opa sind in 99% der Fälle weg, bevor sie inseriert werden. Und wenn sie inseriert sind, dann zum Teil zu unfassbaren Preisen.

 

Der 211 wird teilweise noch in Preisregionen des 212 gehandelt. Das ist Wahnsinn.

Ist doch klar, ein gepflegter Mopf mit wirklich echten unter 100000 Km wird nicht zum Fähnchen Händler Preis angeboten. Wenn zumal aus 1. oder 2. Hand. Mir wäre ein Scheckheft völlig egal wenn der Besitzer eine lückenlose Wartung anderweitig nachweisen kann. Die Wagen sind mittlerweile alle über 10 J alt aber oft in einem Top Zustand. Wer suchet der findet.

220CDI Mopf, 366.000km bisher, erster Motor, erster Turbo, erste Kupplung, erstes Getriebe, regelmäßig Hängerbetrieb mit einem ca. 2to. schweren Viehanhänger. Hab erst Anfang Januar den Langzeitzähler wieder zurückgestellt, auf den letzten 35.000km hat er im Durchschnitt 6,1 Liter verbraucht, laut Anzeige.

Außer Verschleißteilen hat er bisher nur einen neuen Kühler gebraucht, ein neues Flexrohr und neue Federn. Was empfehlenswerteres als dieses Auto kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Zitat:

@Typ-P1 schrieb am 10. Januar 2019 um 12:41:09 Uhr:

220CDI Mopf, 366.000km bisher, erster Motor, erster Turbo, erste Kupplung, erstes Getriebe, regelmäßig Hängerbetrieb mit einem ca. 2to. schweren Viehanhänger. Hab erst Anfang Januar den Langzeitzähler wieder zurückgestellt, auf den letzten 35.000km hat er im Durchschnitt 6,1 Liter verbraucht, laut Anzeige.

Außer Verschleißteilen hat er bisher nur einen neuen Kühler gebraucht, ein neues Flexrohr und neue Federn. Was empfehlenswerteres als dieses Auto kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Mich hat ein User angeschrieben, wie viel Arbeit der Tausch des Kühlers ist. Kannst du das beantworten? Oder hast du es machen lassen? Wenn ja, wo und was hat es gekostet? Wir sprechen vom Wasserkühler? Laut WIS ist da einiges zu demontieren und bei Seite zu legen, bevor man den Kühler herausziehen kann.

Wasserkühler war es bei mir, ja. Hab mir die Anleitung vom WIS besorgt, laut denen muss die Stoßstange ab, das ist aber unnötig und ich habe die drangelassen.

Es ist schon wieder eine Weile her, ich hoffe ich bringe es noch zusammen.

 

Hab das Auto auf Rampen gefahren, die beiden Verkleidungen unter dem Motorraum entfernt.

Das Mittelteil vom Schloßträger abgeschraubt und die Lüfterzarge ausgebaut.

Die Clips der Wasserschläuche raus und das Kühlmittel aufgefangen. Die O-Ringe auf den Kühlerschläuchen besorgt man sich am besten neu. Getriebeölanschlüsse hat meiner nicht wegen Schaltgetriebe. Der neue Kühler hatte die Anschlüsse standardmäßig, hab ich einfach blind gelassen.

Die Hupe vorne am Kühler abgeschraubt und ich glaube danach die Kühlschlange von der Servo ausgeklippt und danach von unten den Ladeluftkühler.

Dann noch den Klimakühler vom Wasserkühler trennen und schon kann man den rausnehmen.

Das sitzt alles zusammen wie Lego, viel kann man nicht falsch machen. Ich hab sogar die Zeitvorgabe von MB aus dem WIS um eine halbe Stunde unterboten und hab das zum ersten Mal gemacht.

Das fummeligste war es den Ladeluftkühler wieder in seine Aufnahme zu bewegen, und die Sicherungsclips der Kühlerschläuche. Da muss man drauf achten daß die Schläuche richtig sitzen. Ich hab die O-Ringe in reichlich Silikonöl gebadet, damit die ordentlich in ihren Sitz gingen.

Ist der Getriebeölkühler in Verwendung sollte das Öl aufgefangen und möglichsten genau gemessen werden und dem Getriebe wieder ergänzt werden, sonst stimmt der Ölstand nicht mehr.

Der Kühler war von Nissens, hat damals ca. 125.-€ gekostet. 0 Probleme.

Ok danke. Ja den LLK hatte ich mal ausgebaut und gereinigt. War fast wie Lego. Beim Einbau musste man nur schauen welche Seite wo und wie wieder zu erst rein. Da hast du Recht.

Nur als Hinweis: Ab der Modellpflege 2007 ist der Motor des 200 CDI abgesehen vom Kennfeld (und damit der Leistung) wohl völlig identisch mit dem 220 CDI. Das Kennfeld kann man anpassen lassen und bekommt dann in etwa die gleiche Leistung (auf Wunsch geht auch mehr) raus wie im 220 - also rund 180 PS und 400 Nm.

Das kostet natürlich auch Geld, aber es erweitert die Suchkriterien deutlich. Ich selbst habe vor knapp 3 Jahren auch länger gesucht und keinen 220 gefunden, aber einen nicht gedrehten 200er aus erster Hand mit der Ausstattung die ich unbedingt wollte - aber z.B. (eher ungewöhnlich) in Uni-schwarz. Habe die "Leistungsanpassung" in einer Werkstatt meines Vertrauens vor Ort (war mir wichtig) machen lassen und der Wagen hat seitdem ca. 55.000 KM sehr angenehme KM abgespult. Der Wagen lief im Nachbarort, ich habe ihn beim Händler gekauft und mich von der vorhandenen Werks-AHK und dem Hufeisen am Kühlergrill nicht abschrecken lassen.

Zitat:

@chruetters schrieb am 10. Januar 2019 um 12:46:13 Uhr:

Zitat:

@Typ-P1 schrieb am 10. Januar 2019 um 12:41:09 Uhr:

220CDI Mopf, 366.000km bisher, erster Motor, erster Turbo, erste Kupplung, erstes Getriebe, regelmäßig Hängerbetrieb mit einem ca. 2to. schweren Viehanhänger. Hab erst Anfang Januar den Langzeitzähler wieder zurückgestellt, auf den letzten 35.000km hat er im Durchschnitt 6,1 Liter verbraucht, laut Anzeige.

Außer Verschleißteilen hat er bisher nur einen neuen Kühler gebraucht, ein neues Flexrohr und neue Federn. Was empfehlenswerteres als dieses Auto kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Mich hat ein User angeschrieben, wie viel Arbeit der Tausch des Kühlers ist. Kannst du das beantworten? Oder hast du es machen lassen? Wenn ja, wo und was hat es gekostet? Wir sprechen vom Wasserkühler? Laut WIS ist da einiges zu demontieren und bei Seite zu legen, bevor man den Kühler herausziehen kann.

Ich habe den Wasserkühler ohne Hebebühne, vor der Garage in ca. 2,5 Stunden ausgetauscht, ohne die Stossstange zu demontieren.

Geht eigentlich ganz gut.

Ok danke.

Zitat:

@Andimp3 schrieb am 10. Januar 2019 um 09:31:59 Uhr:

Zitat:

@Kochpott schrieb am 10. Januar 2019 um 09:18:35 Uhr:

Das kann man doch nicht pauschal sagen !

Was genau hast Du an 95 + x% nicht verstanden ?

Ich habe das schon verstanden. Aber deine Aussage ist schlichtweg erfunden und mit absoluter Sicherheit so nicht richtig.

Aber nun gut; jeder wie er meint.

Es immer wieder schön, wenn EINER das Glück hatte, ein Fahrzeug mit nachgewiesen wenig km zu kaufen, dann behauptet, man muss nur warten, dann kann JEDER ein solches Auto bekommen. In diesem Land hocken 100.000ende Hartz4-Empfänger mit gefalteten Händen da, weil jemand gesagt hat: du musst nur lange genug warten, dann bekommst Du auch einen Job.

Gute 211er werden jetzt schon rar, aber wer lange genug wartet, stirbt dabei u.U. weg. Zumindest war derjenige geduldig.

Ich wünsche gaaaaaaanz viel Geduld

Zitat:

@Kochpott schrieb am 11. Januar 2019 um 16:33:04 Uhr:

Aber deine Aussage ist schlichtweg erfunden und mit absoluter Sicherheit so nicht richtig.

Woher nimmst Du diese Sicherheit ? Wieviel Fahrzeuge in dem Segment hast Du schon selbst darauf geprüft ?

Nur mal so als Basis: der ADAC berichtet dass laut Polizeistatistik 30% ALLER Gebrauchtwagen gedreht sind.

Dazu kommt eine gewisse Dunkelziffer die wohl nicht zu unterschätzen sein dürfte.

Und was denkst Du wohl welche Fahrzeuge am ehesten gedreht sind ? Selbstverständlich Fahrzeuge welche üblicherweise viel gefahren werden und schon mehrere Halter hinter sich haben. Und da gehören nunmal unsere W211 ganz klar dazu.

Aber mach Dir ruhig weiter was vor wenn es Dich glücklich macht.

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