Rücklichter beschlagen manchmal
Hallo zusammen,
ich habe heute bemerkt, das die hinteren Rücklichter (also die inneren beiden) manchmal beschlagen.
Es läuft innen nicht das Wasser runter, aber es ist schon nass.
Geht aber auch relativ schnell wieder weg. Ist eigentlich von Temperatur und so unabhängig.
Ist das normal?
Hab das bei den vorderen Scheinwerfern auch, aber da ist es ja normal.
Danke
Woke
Beste Antwort im Thema
Ich stell hier mal einen Auszug aus der TPL von VW rein:
"Moderne Scheinwerfer in Klarglas-Optik zeigen bei ungünstigen Bedingungen, z.B. nach einer Autowäsche im Winter, manchmal recht hartnäckige Betauung der Innenseite der Abdeckscheiben. Kunden beanstanden das, weil sie Undichtigkeit und Auswirkungen auf Funktion und Lebensdauer vermuten. Hinzu kommt die Befürchtung einer Rückweisung bei der § 29 Hauptuntersuchung (TÜV).
Serien-Lösung: Keine Änderung.
KD-Lösung: Bei Kundenbeanstandung bitte die Argumentation benutzen. Sichtbare Betauung der Abdeckscheiben ist eine konzeptbedingte Eigenart moderner Beleuchtungssysteme, von der alle Hersteller betroffen sind und die weder die Funktion noch die Lebensdauer beeinträchtigen:
- Sie ist kein Indiz für Wassereintritt als Folge einer Undichtigkeit.
- Korrosion kann aufgrund der verwendeten Materialien nicht eintrete.
- Kein Lichtverlust oder Blendwirkung, da die Lichtdurchtrittsfläche nach Einschalten des Scheinwerfers abtrocknet.
Eine Teileersatz kann das Phänomen nicht beseitigen und ist daher zu vermeinden! Kein Mangel im Sinne der Gewährleistung.
Luftfeuchte oder Undichtigkeit?
Für die Prüfung im Stand empfehlen wir, dass die eigentliche Lichtaustrittsfläche kurze Zeit nach Einschalten des Scheinwerfers abgetaut sein muss.
Sollte nach der angegebenen Zeit die Lichtaustrittsfläche nicht abgetaut sein oder auf der Innenseite der Abdeckscheibe Tropfen ablaufen, ist der Scheinwerfer zu überprüfen. Dabei ist zuerst darauf zu achten, dass die Abdeckkappe richtig sitzt. Darüber hinaus sollte die Belüftung auf Durchlässigkeit geprüft werden.
Argumentation
In der Luft gebundene Feuchtigkeit hat die Tendenz sich an kalten Stellen niederzuschlagen. In den Scheinwerfern entsteht im eingeschalteten Zustand große Wärme, die über die Belüftungsöffnungen (offenes System) abgeführt wird. Schaltet man den Scheinwerfer aus, kühlt er ab und es kann kalte, feuchte Luft über die Belüftung angesaugt werden. Diese Luft setzt sich als Betauung an der kältesten Stelle von innen an der Scheibe ab. Beim Scheinwerfer ist das vor allem die Abdeckscheibe. Dabei handelt es sich um einen normalen pysikalischen Prozess!
Das war im Prinzip immer schon so, fiel aber durch die starke Riffelung der früher verwendeten Streuglasscheiben weniger oder gar nicht auf.
Die Betauung verflüchtigt sich im Stand bzw. Fahrbetrieb wieder.
Die Betauung kann aber immer wieder auftreten.
Während nun der Lichtdurchtrittsbereich der Abdeckscheibe bei eingeschaltetem Licht und besonders bei Fahrt schnell trocknet, geschieht dies am Scheibenrand manchmal langsam, dass die Kunden einen Fehler vermuten. Technisch und pysikalisch ist dieser Restbeschlag ohne Bedeutung.
Aber was sind die Gründe für dieses langsame Abtauen?
Bei modernen Scheinwerfersystemen mit Klarglasoptik wird das Licht nicht mehr erst durch die Streuscheibe, sondern vorher durch Linsensystem und Reflektor gerichtet. Die Abdeckscheiben werden daher nur noch punktuell bestrahlt und erwärmen sich von der Mitte her. Dies hat zur Folge, das das Abtauen zum Scheibenrand hin verlangsamt stattfindet."
Gruß
deBORA
15 Antworten
Ich hatte auch mal Probleme mit beschlagenen Rückleuchten. Das war schon fast ein Aquarium, obwohl das Auto in der Tiefgarage steht.
Die Leuchten wurden dann beide ersetzt, und seitdem waren die nie wieder beschlagen.
Gruß
Frank