Ruckeln bei Kaltstart - Strategische Vorgehensweise erbeten
Liebe BMWler,
Ich habe seit zwei Wochen einen E61 520i Lci (EZ 06/2009, Laufleistung 114000 km) und leider ein kleines Problem damit. Ist von privat gekauft und daher ohne Garantie.
Vor 500 km wurde der komplette Kettentrieb erneuert und das Auto fährt sonst tadellos. Allerdings gibt es ein Problem beim absoluten Kaltstart des Motors, also nach minimum 6 Stunden aus. Nach dem Start sobald die Drehzahl anfängt leicht zu fallen ( nach ca. 30 s) , fängt der Motor an zu ruckeln, es gibt eine Meldung "Motorstörung Leistungsabfall". Schalte ich den Motor aus und starte dann neu, dann ist alles OK und das Auto fährt absolut gut.
Nur nervt mich das und ich würde das gerne beheben.
Carly meldet:
0029cd - Verbrennungsaussetzer, Zylinder 1
002c87 - Abgastemperatursensor, Signal
Das Ruckeln ist nur abhängig vom ersten Fehler. Sobald ich den Motor abgeschaltet habe, den Fehler gelöscht, sind für die gesamte Fahrt ( bisher 60km getestet) keine weiteren Zündaussetzer festzustellen. Erst beim nächsten kompletten Kaltstart kommt es wieder zum Ruckeln. Ich kann mir das nicht so richtig erklären. Weil nach einer Minute ist der Motor ja auch noch nicht richtig warm.
Ich habe hier natürlich schon gelesen und mögliche Fehlerquellen sind wohl Kerzen, Zündspule, Injektor. Nun will ich nicht 50x in die Werkstatt, daher wäre mein Vorschlag für den ersten Besuch:
Alle vier Zündkerzen und Zundspuen neu und Injektor von zylinder 1 nach zylinder 2.
Haltet ihr das für eine vernünftige Strategie? Welche Fehlerquellen könnte es noch geben?
Ich bin für jeden Kommentar dankbar.
Grüße dsred
Beste Antwort im Thema
So mal ein Fazit:
Heute morgen Motor bei +1°C gestartet, keine Ruckler, keine Zündaussetzer, keine Motorkontrollleuchte. Laufunruhe vom Start weg im Soll.
Das Problem scheint also beseitigt, ich habe durch den Selbstumbau fast 400€ gespart und die Kiste läuft wieder sauber.
Damit kann der Thread als gelöst betrachtet werden.
An alle die mir mit Rat geholfen haben : Besten Dank nochmals.
Grüße dsred
66 Antworten
Zitat:
@dsred schrieb am 5. Mai 2019 um 17:37:41 Uhr:
Also ich habe eben Werkzeug bestellt und mich entschlossen die Injektoren umzusetzen.Es wird empfohlen die Batterie abzuklemmen. Da das mein erster BMW ist habe ich eine dumme Frage : Gibt es für das System einen "Radiocode". In meinen Unterlagen finde ich keinen. Das verbaute System ist ein Navi Professional mit Cic.
Danke für die Hilfe und Sorry für die dumme Frage...
Hi, Batterie abklemmen ist nicht nötig, solange die Zündung aus ist. Habe es erst am Samstag alle 6 Injektoren gewechselt. Spezielles Werkzeug ist nicht nötig, die gehen auch so raus. Sind nicht Festgebacken wie in einem Dieselmotor. Kräftig mit den Händen ziehen und dabei etwas hin und her drehen. Wenn neue eingesetzt oder nur quergetauscht werden ist dem Steuergerät es mitzuteilen (Werte auf dem Injektor) . Viel Erfolg
Zitat:
@Calibra20BO schrieb am 5. Mai 2019 um 21:20:15 Uhr:
Zitat:
@dsred schrieb am 5. Mai 2019 um 17:37:41 Uhr:
Also ich habe eben Werkzeug bestellt und mich entschlossen die Injektoren umzusetzen.Es wird empfohlen die Batterie abzuklemmen. Da das mein erster BMW ist habe ich eine dumme Frage : Gibt es für das System einen "Radiocode". In meinen Unterlagen finde ich keinen. Das verbaute System ist ein Navi Professional mit Cic.
Danke für die Hilfe und Sorry für die dumme Frage...
Hi, Batterie abklemmen ist nicht nötig, solange die Zündung aus ist. Habe es erst am Samstag alle 6 Injektoren gewechselt. Spezielles Werkzeug ist nicht nötig, die gehen auch so raus. Sind nicht Festgebacken wie in einem Dieselmotor. Kräftig mit den Händen ziehen und dabei etwas hin und her drehen. Wenn neue eingesetzt oder nur quergetauscht werden ist dem Steuergerät es mitzuteilen (Werte auf dem Injektor) . Viel Erfolg
Das Werkzeug ist nicht zum Ausbauen des Injektors sondern für die Teflondichtringe unten an der Injektorspitze.
Einmal gibt es eine Hülse zum drüberziehen da der Ring sich ausdehnt wenn er entspannt ist und dann nicht wieder reingeht.
Und dann benötigt man wohl einen Speziellen konus um einen neuen Ring zu montieren und nach der Montage muss dann die Hülse gleich drüber oder der Injektor gleich eingebaut werden.
dsred macht bestimmt mal ein paar Bilder wenn er da bei geht.
Genau, die Arbeitsvorschrift sieht einen Austausch der Teflonringe, sowie der Entkopplungselemente vor. Für ersteres braucht man das Werkzeug, wobei ich jetzt keins zum Herausschneiden des Dichtringes habe, das mache ich vorsichtig mit denen Skalpell, aber Konus und Quetschhulsen müssten die Woche kommen.
Bilder mache ich in jedem Fall, allein schon wegen des Rückbaus. Wird aber wohl nächstes Wochenende bis ich damit loslegen kann.
Grüße dsred
Die Injektoren müssen auf die neuen Zylinder Position entspreche kodiert werden !
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Also morgen sollte alles da sein, so dass ich am Sonntag loslegen kann. Ich habe aber leider noch eine Frage, da davon nichts in der Arbeitsanweisungen steht:
Wenn ich die Injektoren tausche, dann kommt auf jeden Fall Luft in das Kraftstoff-System und die Kiste dürfte schlecht bis ganz schlecht anspringen. GIbt es da Tricks wie man die leeren Kraftstoffleitungen wieder befüllt bekommt? Wie wird das in der Werkstatt gemacht?
Vielen dank,
dsred
Also korrekt ist, dass im tis alles steht, jede Reihenfolge Arbeitsschritte, Anzugsmomente,...
Aber es schließt nach dem Injektorabgleich mit
- Motor kompletieren
- Dichtigkeitsprufung
- DME auf Funktion prüfen
Kein Wort über eingebrachte Luft. Ich bilde mir ein das sehr sorgsam gelesen zu haben. Ich würde daraus deuten, dass man die Kiste nach dem Einbau gut orgeln darf, bis sie anspringt. Da hier aber genug Profis im Forum sind, wollte ich nach deren Meinung / Vorgehensweise fragen.
Grüße dsred
Das entlüftet sich selbst. Ist beim Diesel auch nicht anders da der Druck nach der Einspritzpumpe so hoch ist das jede art der Entlüftung zu gefährlich wäre.
Das steht leider nicht immer direkt dabei.
Aber wenn es wie beim Diesel sein sollte dann einfach die Zündung 2 eine Minute anlassen und dann starten. So steht es für den Diesel im TIS.
So nächstes Problem. Ich wollte vor dem Umbau das Injektorabgleichen mit Rhxxxgold testen.
Folgende Werte standen im Steuergerät:
Zylinder 1: 579 231
Zylinder 2: 578 228
Zylinder 3: 576 233
Zylinder 4: 577 226
Zu Testzwecken habe ich versucht den ersten Zylinder neu zu programmieren mit 578 228. Das hat einmal geklappt, aber wenn ich nun versuche die Werte zurückzusetzen, dann geht das nicht: "Werte nicht in Ordnung"
Hat einer von euch eine Idee?
Kann ich den Umbau trotzdem machen, auch wenn die Injektorwerte abweichen? Und dann im schlimmsten Fall zur Werkstatt fahren, die allerdings ca. 20 km weg ist. Oder startet die Kiste dann nicht?
Mit inpa kann ich mich trotz E60/E61 nicht in den Motor "einloggen". Dort müsste msd80 stehen aber es steht dde 5.1 und daher gibt es Kompatibilitätsprobleme. Bin wie immer für eure Hilfe dankbar.
Grüße dsred
Kann dir zur Software nichts spezifisches sagen.
Du hast den Injektormengenabgleich gemacht. Und die Nummer von injektor 2 auf die 1 geschrieben?
Hast du geschaut ob die Nummern auch auf den Injektoren stehen? Nicht das du irgendwelche anderen Werte genommen hast? Mir kommt die Zahl recht kurz vor.
In Rhei*** muss man eine sechsziffrige Zahlenfolge eingegeben. Dass hat auch einmal funktioniert. Das war nur ein test, um zu prüfen, ob das codieren geht. Aber auf die exakt gleiche Methode kann ich die alten Werte nicht zurückschreiben.
Jetzt muss ich erst das codieren klären, bevor ich umbauen. Ich muss mich erst mal mit inpa beschäftigen. Ich glaube, dass ist einfach nur ein konfiguartionfehler...
Ich halte euch auf dem laufenden...
Ja ist schon klar nur die Nummer muss ja auf dem Injektor stehen nicht das du nur den vom Steuergerät selbst erstellten code zur injektor Korrektur genommen hast das meine ich.