Rost,Rost ,Rost...Restaurierung von Mercedes-Alltagsklassikern...

Mercedes E-Klasse W210

Hallo Gemeinde ,
beim Stöbern im Netz bin ich auf ein paar schöne Beispiele gestoßen , die veranschaulichen , was Rost wirklich heißt und welchen Aufwand man treiben muss , um seiner Herr zu werden ! Daher : Pflegt und konserviert eure Schätzchen beizeiten , wenn ihr sie lange fahren wollt !

Erstes Beispiel :
Ein Mercedes 200 D von 1973 , gut gepflegt , äußerlich ein paar sichtbare Roststellen. Beginn der Teilrestauration ( Motor und Getriebe mussten nicht eröffnet und überholt werden , ein Oberflächenreinigung reichte aus ) war
1997 ; allein die Schweißarbeiten erforderten 400 Arbeitsstunden !

http://www.dembski-minssen.de/ricklef/mercedes/

Das Ergebnis ist beeindruckend , jedoch eine reine Liebhaber - Angelegenheit , da sich der ungeheure Aufwand in keiner Weise im Wert des restaurierten Fahrzeuges widerspiegeln wird . Nach 24 Jahren war dieser "gut gepflegte" und "klassische , echte Mercedes" mit allen Mercedes - typischen , früheren Qualitäts - Attributen ein völlig durchgerostetes Wrack - aber Motor und Getriebe waren in Ordnung !
Daran musste ich angesichts unserer Rostprobleme mit unserer Baureihe 210 denken - alles nicht neu bei Mercedes , schon in den 60er Jahren rosteten die Autos deutlich mehr als zuvor , auch ohne Wasserlack !

Zweites Beispiel :
Eine 300er Heckflosse von 1962 , ebenfalls gut gepflegt mit ein paar Roststellen . Bei näherer Betrachtung ein Fall für eine Totalrestauration , die 2004 begonnen wurde - bei einem Alter von 42 Jahren und nur ca .90 000 km Laufleistung eines stets gepflegten Oberklasse - Fahrzeuges .

http://www.classic-freunde.de/gallery/index.php?cat=8

Drittes Beispiel :
Ein Packard 120 von 1937 . Dieses Einstiegsmodell des amerikanischen
Luxuswagen- Herstellers entsprach in der Hierarchie dem Mercedes 170 V
von 1936 , besaß aber einen Achtzylinder - Reihenmotor mit 120 PS und auch sonst wirkte der Mercedes 170 V bestenfalls wie der "kleine Bruder" des Packards !🙄😛🙁 Der Preis betrug 1936 1115 Dollar für den hier gezeigten Packard 120 Touring Sedan .

http://www.youtube.com/watch?v=7xG88YstGZ8&feature=related

Bezeichnenderweise ist dieses viel ältere Auto viel weniger verrostet als
die Mercedes - Fahrzeuge der 60er und 70er Jahre . Damals wurden eben
selbst in den USA noch Qualitätsprodukte hergestellt , von denen man heute noch nicht einmal träumen kann !🙄😰

Ich selber hatte schon die Gelegenheit , die Restauration mehrerer Packards
unmittelbar verfolgen zu können ( Packard 120 Convertible Coupe von 1936,
Packard Super 8 Touring Sedan von 1938 , Super Clipper Four Door Sedan von 1947 und Custom Eight Convertible von 1948 ) - das sind einfach phantastische Autos !

Viel Spaß beim Angucken !🙂

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Hallo Gemeinde ,
beim Stöbern im Netz bin ich auf ein paar schöne Beispiele gestoßen , die veranschaulichen , was Rost wirklich heißt und welchen Aufwand man treiben muss , um seiner Herr zu werden ! Daher : Pflegt und konserviert eure Schätzchen beizeiten , wenn ihr sie lange fahren wollt !

Erstes Beispiel :
Ein Mercedes 200 D von 1973 , gut gepflegt , äußerlich ein paar sichtbare Roststellen. Beginn der Teilrestauration ( Motor und Getriebe mussten nicht eröffnet und überholt werden , ein Oberflächenreinigung reichte aus ) war
1997 ; allein die Schweißarbeiten erforderten 400 Arbeitsstunden !

http://www.dembski-minssen.de/ricklef/mercedes/

Das Ergebnis ist beeindruckend , jedoch eine reine Liebhaber - Angelegenheit , da sich der ungeheure Aufwand in keiner Weise im Wert des restaurierten Fahrzeuges widerspiegeln wird . Nach 24 Jahren war dieser "gut gepflegte" und "klassische , echte Mercedes" mit allen Mercedes - typischen , früheren Qualitäts - Attributen ein völlig durchgerostetes Wrack - aber Motor und Getriebe waren in Ordnung !
Daran musste ich angesichts unserer Rostprobleme mit unserer Baureihe 210 denken - alles nicht neu bei Mercedes , schon in den 60er Jahren rosteten die Autos deutlich mehr als zuvor , auch ohne Wasserlack !

Zweites Beispiel :
Eine 300er Heckflosse von 1962 , ebenfalls gut gepflegt mit ein paar Roststellen . Bei näherer Betrachtung ein Fall für eine Totalrestauration , die 2004 begonnen wurde - bei einem Alter von 42 Jahren und nur ca .90 000 km Laufleistung eines stets gepflegten Oberklasse - Fahrzeuges .

http://www.classic-freunde.de/gallery/index.php?cat=8

Drittes Beispiel :
Ein Packard 120 von 1937 . Dieses Einstiegsmodell des amerikanischen
Luxuswagen- Herstellers entsprach in der Hierarchie dem Mercedes 170 V
von 1936 , besaß aber einen Achtzylinder - Reihenmotor mit 120 PS und auch sonst wirkte der Mercedes 170 V bestenfalls wie der "kleine Bruder" des Packards !🙄😛🙁 Der Preis betrug 1936 1115 Dollar für den hier gezeigten Packard 120 Touring Sedan .

http://www.youtube.com/watch?v=7xG88YstGZ8&feature=related

Bezeichnenderweise ist dieses viel ältere Auto viel weniger verrostet als
die Mercedes - Fahrzeuge der 60er und 70er Jahre . Damals wurden eben
selbst in den USA noch Qualitätsprodukte hergestellt , von denen man heute noch nicht einmal träumen kann !🙄😰

Ich selber hatte schon die Gelegenheit , die Restauration mehrerer Packards
unmittelbar verfolgen zu können ( Packard 120 Convertible Coupe von 1936,
Packard Super 8 Touring Sedan von 1938 , Super Clipper Four Door Sedan von 1947 und Custom Eight Convertible von 1948 ) - das sind einfach phantastische Autos !

Viel Spaß beim Angucken !🙂

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Auch innerhalb von Fahrzeugbaureihen ist das Gefälle nicht unerheblich - ein E 320 Vollausstatter wird eher einer Restaurierung unterzogen als ein gleich-maroder E 200 Buchhalter, es sei denn, für das Fahrzeug sprechen besondere Gründe (Familienstück, oder, wie bei Frank, vorhandene Gasanlage).

Jedenfalls Hut ab vor jedem, der einen Nicht-Mercedes-BMW-Porsche restauriert oder zumindest erhält.

Auf einem Youngtimer-Treffen zu Pfingsten habe ich einen Audi 100 5D gesehen, Baujahr 1981, tadelloser Zustand mit H-Kennzeichen. Sofern überhaupt noch Typ 43 leben, ist nur der 5-Zylinder 2,2E interessant, am liebsten als CD 5E. Aber wer will schon den Diesel haben und dann noch in Basisausstattung? Dabei ist gerade der die wahre Rarität. Nach dem 300 D im W 115 und W 123 war das der zweite, neuzeitliche 5-Zylinder-Diesel, den Audi da lanciert hatte und moderner als die entsprechenden OM's im W 123. Aber wer hat so einen aufbewahrt? Und das Ding ist heute noch nichts wert, da in Zeiten fliegender Turbodiesel kaum noch jemand einen lahmen Sauger mit schlappen 70 PS haben will.

Ansonsten gab es auf dem Treffen die üblichen Verdächtigen, viel Mercedes und VW, ein paar alte 911er, etwas Ami-Kram und nur ein paar echte Einzelstücke, wie besagter Audi 100 5D, oder auch ein seltener Fiat 125 (nein, nicht der 124 alias Lada, es gab auch einen 125er, schon 1970 mit 4 Scheibenbremsen und 5-Gang-Getriebe und Doppelnockenwellen-Motor, das konnte nicht nur Alfa).

Ein Bekannter von mir fährt einen unrestaurierten Mercedes 170 S-D Bj. 1953 im Originallack . Der wurde immer bei Bedarf fachgerecht repariert - sozusagen als rollende Restauration , ohne jemals wirklich auch nur teilrestauriert worden zu sein . Der Wagen hat mit seiner würdevollen Patina eine tolle Ausstrahlung . So etwas ist das Beste !🙂

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