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Richtiges Fahrprofil für iV

Skoda Superb 3 (3V)
Themenstarteram 6. März 2020 um 23:03

Ich stehe kurz vor dem Kauf eines neuen Superbs. Aktuell S2 mit TDI 170 PS.

Naheliegend wäre es nun den FL TDI 190 PS zu nehmen, der in der engen Auswahl steht. Allerdings eben auch der iV, gerade weil die täglichen Strecken (ca. 20 km, verteilt über den Tag, an 210 Tage) nicht gerade Diesel-freundlich sind.

Mein Fahrprofil: 25.000 km davon ca. 39% Stadt, 37% Autobahn und 24% Landstraße.

Gerade die Autobahn-Strecken kommen nicht häufig dafür in Länge vor. Landstraße eher oberhalb 50 km.

Lohnt sich hier der iV?

Welche Erfahrung habt ihr gemacht?

Welches Fahrprofil ist die Grenze bei der Wirtschaftlichkeit?

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7 Antworten

Ich fahre auch ein PHEV. Wenn Du daheim laden kannst, dann ist das Auto genau richtig für Dich!

Die erste Frage ist, ob Du daheim Laden kannst.

Ohne Lademöglichkeit ist ein PHEV vollkommen Zweckfrei. Als Dienstwagennnutzer würdest Du dann zwar auch von der 0,5% Regel profitieren aber zugegeben wäre das mehr als scheinheilig. (Stichwort: Wasser predigen und Wein saufen)

 

Die nächste Frage ist, was für Strom Du beziehst.

Sofern Dein Stromtarif den üblichen Drittel-Mix liefert, wäre deine Emissionsbilanz ebenfalls niederschmetternd. Grund ist der Kohlestrom-Anteil von gut 33%. Der sorgt dafür, dass je kWh ca. 600g CO² anfallen. Das klingt erstmal nach nicht viel ABER zu den ~15kWh/100km (9kg CO²) kommt ja noch ein wenn auch minimaler Benzinverbrauch von vermutlich ~2l/100km (2,3kg) und Ladeverluste von vermutlich 15-20% (ca. 1,5kg CO²) -> Diese Angabe ist ausgesprochen niedrig angesetzt: (https://www.welt.de/.../...-teuer-werden-Ladeverluste-bei-E-Autos.html)

Insgesaamt würde der Ausstoß also bei ~ 12,8kg / 100km liegen. Ein herkömmlicher, ebenfalls sparsam gefahrener Diesel liegt da bei ~ 14,3kg (bei 5,5l/100km)

Der PHEV läge also gerademal 1,5kg CO² je 100km unter dem Diesel und dabei habe ich die Ladeverluste noch sehr zugunsten des PHEV angenommen. Jeder kann sich vorstellen wie lange es nun dauern würde die Produktion der Batterien zu kompensieren. (170-180kg je kWh Kapazität -> https://edison.media/.../23828936.html)

Vermutlich müsste man > 100.000 rein elektrisch fahren damit der PHEV auf Niveau des Verbrenners liegt.

Daher gilt hier: PHEV bei Nutzung des Drittel-Strom-Mix bedarf einer ausgesprochen langen Nutzungsdauer um überhaupt erst eine Neutralität gegenüber dem Verbrenner zu erreichen.

 

Die Frage ist außerdem, wie Du die besagten, zwar selten vorkommenden, dann aber langen Autobahnstrecken zurücklegst. (das fällt zugegeben aber weniger ins Gesamtgewicht)

Auf der Bahn profitierst Du natürlich nur sehr begrenzt von einem PHEV. Natürlichlich finden immer wieder eine Rekuperation statt und Du hast den Elektro-Boost aber grundlegend wird das Fahrzeug ins dieser Situation natürlich vom Verbrenner angetrieben. Und da hat der iV nunmal "nur" den kleinen 1.4er TSI an Bord. Zum anhaltenden Tiefflug auf der Bahn ist dieser Motor eher nicht geeignet.

Nicht falsch verstehen - natürlich ist der iV ein tolles Reiseauto aber dieser "Umstand" mit dem kleinen TSI sollte einem einfach bewusst sein

 

Ob ein PHEV also "wirtschaftlich" und/oder "umweltfreundlich" ist hängt maßgebend von den Bedingungen ab. Sind gewisse Kriterien erfüllt, kann ein PHEV nach einer gewissen Zeit (wenn sich die Produktion amortisiert hat) eine gegenüber konventionellen Verbrennern sehr nachhaltige Mobilität gewährleisten.

Erfüllt man diese Bedingungen aber nicht oder nur teilweise, ist die Umweltbilanz des vermeintlich grünen Fahrzeugs aber ganz schnell absolut niederschmetternd.

Das regelmäßige zu Hause Laden ist der entscheidende Faktor beim Superb iV. Das kannst Du schon sobald Du in der Nähe einer von Dir betriebenen Schuko-Steckdose parken kannst.

Da der Superb iV einen relativ kleinen Akku hat, brauchst Du nicht zwingend eine Ladestation, denn die Haushaltsteckdose mit 230V reicht aus um ihn über Nacht vollzuladen.

Der Superb iV rekuperiert relativ schwach, so dass Du während der Fahrt auch bei disziplinierter Fahrweise nur begrenzt Energie zurückgewinnen kannst.

Wir haben den Superb iV für meine Frau bestellt, denn ihr gemischtes Fahrprofil könnte gut zum iV passen.

Sie fährt dreimal pro Woche ca. 120-150 km am Tag und an den anderen Tagen zwischen 25-40 km. Wir werden regelmäßig nachts bzw. auch tagsüber laden und können den Strom zu einem großen Teil dank privater PV-Anlage mit Speicher selbst erzeugen.

Im reinen E-Betrieb wird der Superb iV dann eher selten bewusst bewegt, sondern im Hybrid-Betrieb mit höchstmöglicher Rekuperation.

So sollte auch nach 120 km Fahrstrecke (davon 90% Autobahn/Schnellstraße mit Tempo häufig 80-120 km/h) immer noch ein Rest im Akku sein und auch der gelegentliche Spaß (beim Boosten) nicht zu kurz kommen. Bei der Testfahrt mit dem genannten Modus auf einer vergleichbaren Strecke hat sich Akkukapazität auf einer Strecke von 10 km um nur 3 km reduziert. Ich denke daher, dass die 50 km reine E-Reichweite sich auch im Hybridmodus mit Rekuperation auf knapp 150 km verteilen lassen, bevor der Akku ganz leer ist.

Zitat:

@Mazout schrieb am 8. März 2020 um 11:26:50 Uhr:

Da der Superb iV einen relativ kleinen Akku hat, brauchst Du nicht zwingend eine Ladestation, denn die Haushaltsteckdose mit 230V reicht aus um ihn über Nacht vollzuladen.

Bedenke aber die Ladeverluste bei 230V

Zitat:

@Dr.OeTzi schrieb am 8. März 2020 um 11:29:05 Uhr:

Zitat:

@Mazout schrieb am 8. März 2020 um 11:26:50 Uhr:

Da der Superb iV einen relativ kleinen Akku hat, brauchst Du nicht zwingend eine Ladestation, denn die Haushaltsteckdose mit 230V reicht aus um ihn über Nacht vollzuladen.

Bedenke aber die Ladeverluste bei 230V

Ja, das können evtl. 20-25% gegenüber ein professionellen Wallbox sein.

Allerdings muss man sehr lange und häufig Laden, dass diese Ladeverluste die Anschaffung einer Wallbox finanziell erreichen.

Bei selbsterzeugtem Strom tut es nicht ganz so weh. ;)

Dort wo ich Autos mit größerem Akku lade, habe ich eine Wallbox installiert.

Zitat:

@Mazout schrieb am 8. März 2020 um 11:35:15 Uhr:

Zitat:

@Dr.OeTzi schrieb am 8. März 2020 um 11:29:05 Uhr:

 

Bedenke aber die Ladeverluste bei 230V

[...]

Bei selbsterzeugtem Strom tut es nicht ganz so weh. ;)

[...]

Zweifelsohne absolut korrekt ABER bei gekauftem Strom (und wenn das dann auch noch Drittel-Strom-Mix ist) hingegen schon. :)

Ich haben meine ersten Erfahrungen mit dem iV hier zusammengeschrieben:

https://www.motor-talk.de/.../140-1600-91-25-t6830823.html

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