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Richtiger Umgang mit dem Lackstift zur Kratzer Beseitigung

Themenstarteram 17. August 2015 um 20:40

Hallo Gemeinde,

ein freundlicher Mitbürger hat an meinem Wagen tiefe Kratzer hinterlassen und sich danach entschieden, einfach weiterzufahren.

Deshalb muss ich an den Stellen, wo Polieren nicht mehr helfen kann, jetzt leider zum Lackstift greifen.

An meiner vorderen Stoßstange befindet sich unter anderem ein ca. 2 x 0,4 Cm langer Kratzer (BxH), der bis zum Kunststoff der Stoßstange durch geht, sprich der Lack komplett weg ist.

Ich frage mich nun folgendes:

1.: Wie bereite ich die Stelle richtig vor, damit der Lack auch hält, sprich wie reinige ich die stelle vorher am besten?

2.: Ein Lackstift besteht ja aus zwei Teilen, Farblack und Klarlack. Wie lange muss die erste Schicht trocknen, bevor man die Klarschicht drüber ziehen kann?

3.: Wie lange muss das ganze jetzt aushärten, bevor ich es glattpolieren kann?

4.: Gibt es sonst noch etwas Wichtiges, dass ich beachten sollte?

Ich habe noch nie mit einem Lackstift gearbeitet, daher schonmal danke für die Antworten.

Mfg

patze86

p.s.: Die anderen Kratzer sind teilweise recht tief, meiner Meinung nach jedoch noch nicht durch den Klarlack durch. Kann ich da jetzt solange rüberpolieren, bis die weg sind oder mache ich da ehr mehr kaputt als ganz, wenn die doch zu tief sind. Dumm drauf lospolieren will ich natürlich auch nicht, aber gibt es da eine sinnvolle Grenze wie viel, bzw. wie lange man an einer solchen stelle polieren kann/sollte?

Ein Bekannter von mir würde mich mit seiner Poliermaschine unterstützen, ein Fahrzeugpflegeprofi ist er aber auch nicht ^^.

Cam01328
Img-20150810-wa0012
Beste Antwort im Thema
am 18. August 2015 um 18:18

Warum soll das nix werden mit Lackstift???

Man arbeitet mit Skalpell und Pipette. Der Kratzer von Bild 1 wird mit einen Skalpell oder Schnitzmesser,meinetwegen auch Brechklinge , an den Rändern vorsichtig gesäubert und dann mit Aethanol gereinigt.

Mit einer Pipette (nicht Pinsel) der Grundlack eingebracht 2x ,nach etwa 20-30 min der Klarlack ebenfalls so. Nach etwa 1 Std. das Ergebnis begutachten und meist muß noch mal Klarlack 1-2x nach gefüllt werden. Das ganze dann 24 Std. trocknen lassen. Dann mit 1500-2000 Naßschleifpapier vorsichtig schleifen. Zum Schluß mit Kratzerreparaturpaste auf Hochglanz polieren.

So habe ich schon etliche Steinschläge im Spiegelbereich oder Motorhaube selbst repariert-man sieht nix davon wenn man sauber arbeitet.

Diese Kratzer würde ich immer nur mit Hand und nie mit Maschine bearbeiten.In der Hand hat man mehr gefühl.

Andreas

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da wir keine Bilder vom Schaden sehen, so beschreibe ich mal meine Vorgehensweise!!

Wenn du bis zum Kunststoff durch bist, so muss die Stelle und der Krater angeschliffen/ aufgeraut werden und danach würde ich einen Primer (Kunststoffhaftvermittler) aufbringen, so das für den folgenden Lack eine Grundlage geschaffen wird. Danach nicht mit dem Pinsel von dem Lack-Set arbeiten, sondern bestelle dir Pinsel der Größe 0 (null), der ist dann sehr fein und damit lässt sich gut arbeiten. Der Lack sollte dann gut durch trocknen bevor der Klarlack leicht erhöht auf gebracht wird. Und wie man dann solche Stellen mit Kovax oder Politur bearbeitet, ist z.B. in dem Blog gut beschrieben

Themenstarteram 17. August 2015 um 21:19

Hallo, Erstmal vielen Dank.

Ich war gerade dabei die bilder von meinem Handy auf den PC zu ziehen ;)

Cam01328
Img-20150810-wa0012

autsch, das ist eine sehr ungünstige Stelle für eine Defektkorrektur, da die eine Stelle an der Kante ist und die zu bearbeitende Fläche nicht eben ist. Nur mal so am Rande, hast du dir ein Angebot eingeholt für eine Lackierung/ Spot-Repair?

Wenn du das selber behen möchtest, lass dir Zeit und eine ruhige Hand beim arbeiten, ansonsten sieht man das!

Wie gesagt, lies dir den Blogartikel durch und ggf. kannst du mit der Methode den Kratzer beheben. Achso, eine Handpolitur als Meguiars UC und Handpolierschwamm solltest dann auch haben. Alles andere entnimmst du dem Blog

Themenstarteram 18. August 2015 um 14:38

Hallo, ich war heute bei drei Lackierereien/Lackdoktoren, eine Reparatur/Teillackierung würde ca. 130-170€ kosten und ich hätte danach auch keine Garantie, dass es keine Farbabweichungen gibt.

Da die Stelle ohnehin nicht sofort ins Auge fällt, möchte ich mich mit meinem Bekannten dort lieber selbst vorsichtig versuchen, auch wenn es mit Sicherheit nicht perfekt und so wie vorher wird, habe ich doch die Hoffnung, dass es wenigstens besser wird. Für alles andere ist mir der finanzielle Aufwand momentan zu groß.

Auf diesem Wege nochmal vielen Dank an den Verursacher, der sich aus dem Staub gemacht hat :mad:

mit einem Lackstift wird das nix. Da man bei dir sehr schlecht schleifen kann durch die Rundungen etc. Kauf dir die Meguiars Ultimate Compound Politur und von Lupus Autopflege den Handpolierschwamm hart und bearbeite die Stellen.

Themenstarteram 18. August 2015 um 16:32

Danke, ich muss mal sehen ob und wie man da mit der Maschiene ran kommt. Vlt geht es ja.

ist das

http://www.amazon.de/.../ref=sr_1_1?...

und das

http://www.autopflege24.net/.../...iars-ultimate-compound-politur.html

das gleiche?

Von Lupus meinst du sowas?

http://www.lupus-autopflege.de/Lupus-Handpolierschwamm-hart

http://www.amazon.de/.../ref=sr_1_fkmr0_1?...

MfG

ja, das ist die richtige Politur und auch der richtige Schwamm bei Lupus.

Mit der Maschine kommt man da höchstens mit dem Spot-Pad dran.

am 18. August 2015 um 18:18

Warum soll das nix werden mit Lackstift???

Man arbeitet mit Skalpell und Pipette. Der Kratzer von Bild 1 wird mit einen Skalpell oder Schnitzmesser,meinetwegen auch Brechklinge , an den Rändern vorsichtig gesäubert und dann mit Aethanol gereinigt.

Mit einer Pipette (nicht Pinsel) der Grundlack eingebracht 2x ,nach etwa 20-30 min der Klarlack ebenfalls so. Nach etwa 1 Std. das Ergebnis begutachten und meist muß noch mal Klarlack 1-2x nach gefüllt werden. Das ganze dann 24 Std. trocknen lassen. Dann mit 1500-2000 Naßschleifpapier vorsichtig schleifen. Zum Schluß mit Kratzerreparaturpaste auf Hochglanz polieren.

So habe ich schon etliche Steinschläge im Spiegelbereich oder Motorhaube selbst repariert-man sieht nix davon wenn man sauber arbeitet.

Diese Kratzer würde ich immer nur mit Hand und nie mit Maschine bearbeiten.In der Hand hat man mehr gefühl.

Andreas

Bin etwas hin- und hergerissen von dem bis jetzt geschriebenen.

die Kosten für Smart-Repair halte ich persönlich für durchaus angemessen und die beste Lösung.

Grundsätzlich:

Immer als Erstes eine großflächige perfekte Entsilikonisierung / Entfettung durchführen um Silikonkrater oder Anhaftungsprobleme durch sonstigen Schmutz zu vermeiden).

In Deinem Fall kannst Du z.B. Silikonentferner oder Bremsenreiniger (nur auf das Tuch und nicht zu heftig und lange reiben) - oder stinknormalen Spiritus (billigster "Ethanol / Aethanol") nehmen

Wenn Du die Defektbeseitigung wirklich selbst vornehmen willst, hast Du dann 2 Alternativen:

1. Relativ großflächiges Anschleifen mit Wasserschleifpaier (K240), K400, K 800 zur Unsichtbarmachung von "Kanten" und Übergängen, danach "Selbst-Sprayen" (Ideal mit Kunststoff-Primer als Basis) mit Basis- und Klarlack aus der Spraydose (hält bei penibler Untergrundvorbereitung erstaunlich lang - nur nicht bei Hochdruckreiniger-Orgien...)

2. Bei Bild 1: Schleifpapier K400 in "doppelter Überlappung" zusammenfalten und voorsichtig eventuell überstehende "Lackkanten" begradigen, die Mitte ein bisschen "Streicheln"

Bei Lackstift: Etwas Nitroverdünnung in den Stift geben, zwecks Verflüssigung der Farbe, Danach mit Pinsel (dort auch Größe 1) auftragen. Trocknungszeit abwarten, Klarlack auftragen.

Anschließend optimal mit Schleifblüte (K 1500 etc) oder Wasserschleifpapier mit Pattex auf Mineralwasserverschluss aufgeklebt gaanz vorsichtig Oberflächenegalisierung und nach reichlich Aushärtezeit händisches Auspolieren (Schleifpaste Rot-Weiss, Koch-Chenie, Mezerna, Meg-Sch.., etc. etc.).

Bei Spray: Basis- bzw. danach Klarlack in Kappe sprühen, Pinsel 1, vorsichtig auftragen. Aushärtezeit Basislack nicht vergessen. Rest: Siehe 1.

3. Bei Bild 2: Bei Lackstift: Gut "Lauffähige" Verdünnung des Lackes ist wichtig.

Gaanz vorsichtig und eventuell 2-3 mal dünnste Schichten Basislack auftragen (Pinsel 0)

Möglichst Übergänge zur intakten Schicht vermeiden.

Gaanz vorsichtig überstehende Farb-Kanten mit K1500 Papier (Blüte oder Heimwerkermethode) abnehmen (2-3-Striche genügen normal).

Klarlack (leicht verdünnt) mit Pinsel 0 auftragen, trocknen lassen. So lange Klarlack aufbringen bis minimale Überhöhung zu ursprünglich lackierter Fläche.

Aushärten lassen, dann vorsichtiges Anschliefen und Polieren.

Themenstarteram 18. August 2015 um 20:00

Ich probier mich mal aus und berichte.

Noch eine Frage zum Schluss. in den FAQ steht folgendes:

Unterschieden werden Polituren nach ihren Schärfegraden.

Lackreiniger: schärfste Politur, sehr stark abrasiv, sehr hoher Lackabtrag, Nacharbeiten mit milderen Polituren zwingend erforderlich¹

Schleifpaste: scharfe Politur, stark abrasiv, hoher Lackabtrag, Nacharbeiten mit milderen Polituren zwingend erforderlich

Feinschleifpaste: mittelscharfe Politur, mittelstark abrasiv, mittlerer Lackabtrag, Nacharbeiten mit milderen Polituren nicht zwingend erforderlich

Finish- / Antihologramm- / Hochglanzpolitur: milde Politur, schwach abrasiv, geringer Lackabtrag

Jetzt wird das Meguiars, z.B. bei Amazon, auch als Lackreiniger bezeichnet, muss ich hier also mit anderer Politur nochmal nacharbeiten oder reicht es die Stelle mit einem MFT abzuwischen und einzuwachsen?

Zitat:

Jetzt wird das Meguiars, z.B. bei Amazon, auch als Lackreiniger bezeichnet, muss ich hier also mit anderer Politur nochmal nacharbeiten oder reicht es die Stelle mit einem MFT abzuwischen und einzuwachsen?

die Meg. UC ist so gemacht, da bei richtiger Verarbeitung keine weitere Politur im Nachgang angehwendet werden muss;)

Themenstarteram 21. August 2015 um 13:00

Hallo, die Schäden habe ich so gut behoben, wie mir möglich.

Jetzt sind sier nur noch sichtbar, wenn man weiß, wo sie sind und man genau hinsieht.

Selbstverständlich ist es nicht ganz weg und würde den Ansprüchen vieler hier wahrscheinlich nicht genügen.

Die langen kratzer habr ich nur mit Meguiars bearbeitet, den cut mit Lack und Politur.

Allerdings werde ich hier nochmal anschleifen und polieren, was ich auf dem Foto noch nicht gemacht habe.

Cam01342
Cam01341

damit könnte ich auch leben, zumal es beim einem Stoßfänger ist und die eh ständig gefährdet sind beim parken

Hallo,

 

ich hole mal den Thread raus, da ich eine Frage zur Verdünnung des Lacks habe.

 

Ich habe letze Woche versucht, den Lack aus dem Lackstift (Mazda) mit Universalverdünnung zu verdünnen. Leider ist der Lack dabei klumpig geworden.

 

Habe ich etwas falsche gemacht oder taugt die Universal-Verdünnung einfach nicht?

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