Rettung von Old- und Youngtimern

Hallo liebe Old- und Youngtimerbesitzer,

neulich hatten wir das Thema der Rettung von Fahrzeugen, die zu schade für den Schrotti sind.
Es kam da ja doch häufig so ein bißchen Frust durch, was da in der Politik für Entscheidungen gegen unsere Fahrzeuge
getroffen wird.

Ich möchte da mal einen Thread eröffnen, in dem wir Positives berichten, also wie wir unseren Oldie gefunden haben,
und was wir gedenken, in Zukunft dafür zu tun.

Und da mache ich auch mal den Anfang: 🙂

Also meiner ist ein Opel Rekord E Typ1.
Er ist aus der letzten dieser Baureihe, die noch als 2-Türer mit Berlina-Ausstattung mit viel viel Chrom an den Fenstern
und mit Ausstellfenstern hinten zu bekommen war.😉
Er war etwa 19 Jahre in erster Hand, bis der Besitzer aus gesundheitlichen Gründen das Fahren einstellen mußte.
In dieser Zeit wurde aber regelmäßig Inspektion und Wartung durchgeführt.
Nach dieser Zeit wurde er in einer Tiefgarage abgestellt, die nicht unbedingt das Weiterleben eines alten Autos sichert.😠

Aber er mußte dort fast 6 jahre verbringen, und da habe ich ihn dann übernommen.
Sicher ist es nicht der klassische Scheunenfund, und seine Substanz war auch danach noch wirklich ordentlich.
Bisher noch ohne große Schweißarbeiten, was ja an sich schon ein Glück ist, brachte die Lack- und Innenraumaufarbeitung
schon eine Menge in Richtung Werterhalt.
Notwendig war jedoch der Einbau einer anderen Hinterachse, die komplette Überholung der Bremsanlage hinten,
Einfügen von neuen Bremsleitungen, Ersetzen von Anlasser, Batterie oder Kühler.
Das Ausspülen des Kühlsystems gehörte genauso dazu, wie das Ersetzen der Reifen, oder die Aufarbeitung des Innenraums.

Im Sommer 2006 wurde er dann erstmals wieder im Strasssenverkehr bewegt, und im Frühjahr 2007 zeigte eine
Abnahme bei einem TÜV Prüfer, daß er wieder voll im "Einsatz" ist.
Auch die erneute TÜV Prüfung vor ein paar Wochen läßt hoffen, daß er das H-Kennzeichen in 2 Jahren schaffen wird.

Mir macht er viel Spaß, er dankt jede Pflege mit einem zufriedenen Brummen seines alten Graugußmotors,
und eines ist ganz klar, Angie wird ihn nicht killen. 😁😁😁

Solche Autos leben noch, sie erzählen einem, wie es ihnen geht, und sind dankbar für jede Pflege.

Wie ist Eure Meinung dazu, machen wir weiter mit dem Erhalt dieser Wagen?
Und wie sind Eure Geschichten?

Freue mich auf viele nette Storys.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von M. Przibilski



ich lache mich tot...

... glaube ich dir nicht. Dazu schreibst du zu verbissen 😉

Nichts dagegen, wenn du VKOldies bevorzugst, aber schreibe doch bitte nicht ständig anderen vor, welche Autos erhaltenswert sind. Das darf doch wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Und ob die nun Oldtimer, YT, oder Klassiker heissen - Wayne?

Massgebend ist, was der Gesetzgeber sagt (Stichwort H-Kennzeichen), alles andere ist freie Entscheidung eines jeden selbst.

Also gönn den Leuten doch ihre Freude am "Gebrauchtwagen", statt gebetsmühlenartig auf die korrekte Bezeichnung zu pochen ...

Anders als du wollen die vielleicht nur ihr persönliches Schätzchen möglichst lange erhalten, aber nicht ums Überleben kämpfen.

Ich kopier das jetzt nicht in den anderen Thread - einmal muss reichen 🙂

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65 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von M. Przibilski


[…]

In den Köpfen der Oldtimer- / Veteranenfreunde mit Hobbybeginn vor 1990 sehen als Grenze bis zu ihrem Tode im Jahr 1960.
[…]

… und hier liegt der Hund begraben. Du bewegst Dich auf dermaßen eingefahrenen Spuren und versuchst

Deine

rein persönliche Definition des Begriffes "Oldtimer" anderen auf zu oktruieren. Das Oldtimer aber längst (nicht mehr) durch ein fixes Datum definiert werden, sondern durch das individuelle Alter, ist entweder an Dir vorbei gegangen oder aber Du ignorierst diese Tatsache bewusst.

Im übrigen bin ich davon überzeugt, das es gar nicht so viele Oldtimer- / Veteranenfreunde gibt, die ihr Hobby vor 1990 begonnen haben und die die Definition des Begriffes "Oldtimer" auch nur ähnlich verbissen sehen wie Du.

Da Du aber so wie so keine andere Meinung ausser der Deinen gelten lässt, ist doch jede weitere Diskussion überflüssig.

Eine abschliessende Frage hätte ich aber trotzdem noch: Wieso hast Du in

Deinem

Oldtimerforum eigentlich auch Boards zum Thema Nachkriegsautos?

Grüsse
Norske

PS: In meinem Beitrag erwähnte ich übrigens die FIVA, den Weltverband der Oldtimerclubs und nicht die FIA, die Vereinigung von Automobilclubs. Und insgesamt wird auch Deine Definition nicht bestätigt. Lies Dir die zwei Zitate doch noch einmal (auch wenn's Dir vielleicht schwerfällt) aufmerksam durch…

Zitat:

Original geschrieben von M. Przibilski


Ich freue mich schon auf die Zeit nach 2025. Dann haben wir VK II und auch die Messingleute unsere Ruhe und amüsieren uns dann über die VW EOS, BMW Z4, Mercedes Sprinter, Audi TT auf Euren Rallyes. Dann fangen die Yountimer- und Klasserfahrer an zu meckern...

Warum sollten die meckern, ist ja nicht jeder so drauf!

Sollte ich einmal in 30 Jahren mit meinem dann fast 60 Jahre alten Audi zu einem Old- bzw- Youngtimertreffen (wie immer das dann heissen wird) fahren und dann einen Mondeo BJ 2002 sehen, dann würde ich mich freuen, daß jemand auch so ein Auto erhalten hat und könnte meinen Töchtern dann sagen: "Schau mal, mit dem Auto hat der Papa die Mama zum Krankenhaus gefahren als sie Euch zur Welt gebracht hat" ... fals nicht eine der beiden einen Mondeo aus 'sentimentalen Gründen' selber als Oldtimer besitz... oder vieleicht einen Golf IX, weil das ihr erster Wagen war als sie mit 18 den FS gemacht hat.
Warum soll ich da meckern ?!?

Zitat:

Und der Oberbegriff Oldtimer (mit seinen Unterepochen) endet am 31.12.1960.

Abgesehen von der Überheblichkeit dieses Satzes (die ich dem Thema unangemessen finde) gibt es eine offizielle Definition des Begriffes:

Zitat:

Ein historisches Fahrzeug ist ein mechanisch angetriebenes Fahrzeug

das mindestens 30 Jahre alt ist,
das in einem historisch korrekten Zustand erhalten und gewartet wird,
dessen Nutzung nicht auf täglichen Transport ausgerichtet ist und
wegen seines technischen und historischen Wertes bewahrt wird

..und bitte keine Diskussion darum, daß da historisches Fahrzeug statt Oldtimer steht, denn der Ursprungstext ist englisch und in dieser Sprache bedeutet Oldtimer nunmal was anderes.

Gruß SRAM

@ Norske

Das ist ja ein wrirklich super erhaltener Wagen.
Leider kann ich ihn in meiner vorhandenen spärlichen Oldtimerlektüre nicht so ganz zuordnen.
Kannst Du noch ein paar technische Daten hier bringen?

@bigl.BA

Genauso ist es doch. Wenn wir wirklich in den Jahren nach 2025 oder wie auch immer auf ein Oldtimertreffen gehen,
würden wir uns wahrscheinlich genauso freuen, einen Mondeo, einen W124 Mercedes oder auch einen Omega🙂 zu sehen,
wie wir es heute über alte Käfer, Kadetten oder DKW tun .
Liegt doch daran, daß wir mit diesen Autos groß geworden sind.
Ich kann nicht verstehen, wie man das verteufeln kann.

Ähnliche Themen

@ teddy

Jo ganz gewiß 😁😁😁

Zitat:

Original geschrieben von Omega-875


@ Norske

Das ist ja ein wrirklich super erhaltener Wagen.
Leider kann ich ihn in meiner vorhandenen spärlichen Oldtimerlektüre nicht so ganz zuordnen.
Kannst Du noch ein paar technische Daten hier bringen?

@bigl.BA

Genauso ist es doch. Wenn wir wirklich in den Jahren nach 2025 oder wie auch immer auf ein Oldtimertreffen gehen,
würden wir uns wahrscheinlich genauso freuen, einen Mondeo, einen W124 Mercedes oder auch einen Omega🙂 zu sehen,
wie wir es heute über alte Käfer, Kadetten oder DKW tun .
Liegt doch daran, daß wir mit diesen Autos groß geworden sind.
Ich kann nicht verstehen, wie man das verteufeln kann.

Herzlichen Dank!

Es handelt sich bei dem Auto um einen 1965er Ford Thunderbird 2-door Hardtop Coupé, einem so genannten "Flair-Bird".

Das Auto ist 5,22m lang, 1,96m breit und 1,34m hoch. Angetrieben wird der 2.110kg schwere Wagen durch einen Ford FE BigBlock V8-Motor mit einem Volumen von 390cui (6.391ccm) mit einer Leistung von 300bhp (221kW) bei 4.600 U/min und einem max. Drehmoment von 427 lb-ft (578,9 Nm) bei 2.800 U/min. Die Kraftstoffversorgung geschieht mittels eines 4bbl Ford 4-V Vierfachvergasers mit automatischem Choke.

Diese nackten Zahlen sagen aber nichts über das Fahrgefühl aus. Auch die Reaktionen von Passanten, egal ob Männlein oder Weiblein, lassen sich mit Gold nicht aufwiegen, eine kleine Anekdote soll das verdeutlichen. Nach der Zulassung fuhr ich vom Amt für öffentliche Ordnung zurück nach Hause. An einer Kreuzung wurde ich von einem recht jungen Polizisten angehalten, der mich sofort fragte: (O-Ton!) "Was ist denn das Geiles?" Auf meine Erklärung, das es sich um einen 65er T-Bird handelt bat er mich, doch einmal Gas zu geben, was ich auch gerne tat. Es hätte sich bestimmt noch ein längeres Gespräch ergeben, wenn er nicht durch einen Funkspruch weggerufen wurde. (Das war übrigens ein Tag nach dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln, bei dem zwei Menschen den Tod fanden.)

Falls Du noch weitere Informationen zu meinem Auto haben möchtest, dann besuche doch einmal die Homepage, zu der Dich der

zweite Link

in meiner Signatur führt. Falls Du Dich auch für die gesamte Thunderbird-Baureihe interessierst, dann empfehle ich Dir auch einen Besuch auf der Homepage, zu der Dich der

erste Link

bringt. Ich bitte aber, mir nachzusehen, das beide Seiten noch (lange) nicht fertig sind, ich betreibe die Seiten nur als Hobby und bastel dementsprechend nur dann daran, wenn ich Lust und Zeit habe.

Grüsse
Norske

Zitat:

Original geschrieben von norske



Zitat:

Original geschrieben von teddybehindert



Upps das ist ja mal ein Schätzchen, gibt es da Bilder von wäre schön wenn du mal eines einstellen könntest.
Ich liebe diese Oldtimertreffen. Da sehe ich wenigsten mal öfters meinen Traumwagen, der heute eine Rarität ist und das ist kein Vorkriegsmodell. Beim der letzten Oldtimer- Ralley in Rüsselsheim gab es zu meinem Bedauern nur ein einziges Exemplar.
Dieser Bitte komme ich doch sehr gerne nach… 😁
Kommendes Wochenende ist das erste Full-Size Meeting in Köln. Zum Treffen sind alle amerikanischen Full-Size Modelle (Fahrzeuglänge min. 5m) bis Baujahr 1979 zugelassen. Wenn es nicht gerade in Strömen regnet werde ich sicher dort aufschlagen…

Grüsse
Norske

Danke echt Klasse Bilder.

Zitat:

Original geschrieben von norske



Zitat:

Original geschrieben von Omega-875


@ Norske

Das ist ja ein wrirklich super erhaltener Wagen.
Leider kann ich ihn in meiner vorhandenen spärlichen Oldtimerlektüre nicht so ganz zuordnen.
Kannst Du noch ein paar technische Daten hier bringen?

@bigl.BA

Genauso ist es doch. Wenn wir wirklich in den Jahren nach 2025 oder wie auch immer auf ein Oldtimertreffen gehen,
würden wir uns wahrscheinlich genauso freuen, einen Mondeo, einen W124 Mercedes oder auch einen Omega🙂 zu sehen,
wie wir es heute über alte Käfer, Kadetten oder DKW tun .
Liegt doch daran, daß wir mit diesen Autos groß geworden sind.
Ich kann nicht verstehen, wie man das verteufeln kann.

Herzlichen Dank!
Es handelt sich bei dem Auto um einen 1965er Ford Thunderbird 2-door Hardtop Coupé, einem so genannten "Flair-Bird".
Das Auto ist 5,22m lang, 1,96m breit und 1,34m hoch. Angetrieben wird der 2.110kg schwere Wagen durch einen Ford FE BigBlock V8-Motor mit einem Volumen von 390cui (6.391ccm) mit einer Leistung von 300bhp (221kW) bei 4.600 U/min und einem max. Drehmoment von 427 lb-ft (578,9 Nm) bei 2.800 U/min. Die Kraftstoffversorgung geschieht mittels eines 4bbl Ford 4-V Vierfachvergasers mit automatischem Choke.
Diese nackten Zahlen sagen aber nichts über das Fahrgefühl aus. Auch die Reaktionen von Passanten, egal ob Männlein oder Weiblein, lassen sich mit Gold nicht aufwiegen, eine kleine Anekdote soll das verdeutlichen. Nach der Zulassung fuhr ich vom Amt für öffentliche Ordnung zurück nach Hause. An einer Kreuzung wurde ich von einem recht jungen Polizisten angehalten, der mich sofort fragte: (O-Ton!) "Was ist denn das Geiles?" Auf meine Erklärung, das es sich um einen 65er T-Bird handelt bat er mich, doch einmal Gas zu geben, was ich auch gerne tat. Es hätte sich bestimmt noch ein längeres Gespräch ergeben, wenn er nicht durch einen Funkspruch weggerufen wurde. (Das war übrigens ein Tag nach dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln, bei dem zwei Menschen den Tod fanden.)
Falls Du noch weitere Informationen zu meinem Auto haben möchtest, dann besuche doch einmal die Homepage, zu der Dich der zweite Link in meiner Signatur führt. Falls Du Dich auch für die gesamte Thunderbird-Baureihe interessierst, dann empfehle ich Dir auch einen Besuch auf der Homepage, zu der Dich der erste Link bringt. Ich bitte aber, mir nachzusehen, das beide Seiten noch (lange) nicht fertig sind, ich betreibe die Seiten nur als Hobby und bastel dementsprechend nur dann daran, wenn ich Lust und Zeit habe.

Grüsse
Norske

Du sprichst von einer fertigen Homepage. Meine Partnerin und ich machen die Erfahrung, das unsere Homepage wohl nie fertig werden wird. (

www.teddybehindert.de

)Dort werden unsere Hobbys gezeigt. Berichte von der letzten KLassiktour in Rüsselsheim sind da unter anderem zu sehen + Bilder die ich allerdings nicht selbst gemacht habe.

Demnächst sollen noch selbstgeschossene Bilder drauf von der Oldtimertour. Ich werde das wohl in Angriff nehmen nach dem 28 Juni 2009. Am 28.09. 2009 ( 10- 16 Uhr) findet nämlich in Rüsselsheim ein Klassikertreffen statt. Da bin ich natürlich und werde einige Bilder schießen. Wenn du aus Köln(?) kommst könntest du teilnehmen. Ist ja nur ein Katzensprung grins mal ganz frech

Zitat:

Original geschrieben von norske



Zitat:

Original geschrieben von M. Przibilski


[…]

In den Köpfen der Oldtimer- / Veteranenfreunde mit Hobbybeginn vor 1990 sehen als Grenze bis zu ihrem Tode im Jahr 1960.
[…]

… und hier liegt der Hund begraben. Du bewegst Dich auf dermaßen eingefahrenen Spuren und versuchst Deine rein persönliche Definition des Begriffes "Oldtimer" anderen auf zu oktruieren. Das Oldtimer aber längst (nicht mehr) durch ein fixes Datum definiert werden, sondern durch das individuelle Alter, ist entweder an Dir vorbei gegangen oder aber Du ignorierst diese Tatsache bewusst.
Im übrigen bin ich davon überzeugt, das es gar nicht so viele Oldtimer- / Veteranenfreunde gibt, die ihr Hobby vor 1990 begonnen haben und die die Definition des Begriffes "Oldtimer" auch nur ähnlich verbissen sehen wie Du.
Da Du aber so wie so keine andere Meinung ausser der Deinen gelten lässt, ist doch jede weitere Diskussion überflüssig.
Eine abschliessende Frage hätte ich aber trotzdem noch: Wieso hast Du in Deinem Oldtimerforum eigentlich auch Boards zum Thema Nachkriegsautos?

Grüsse
Norske

PS: In meinem Beitrag erwähnte ich übrigens die FIVA, den Weltverband der Oldtimerclubs und nicht die FIA, die Vereinigung von Automobilclubs. Und insgesamt wird auch Deine Definition nicht bestätigt. Lies Dir die zwei Zitate doch noch einmal (auch wenn's Dir vielleicht schwerfällt) aufmerksam durch…

Die Kunstgeschichte bestätigt glasklar das vorhandensein von Epochen, die mehr oder weniger auf feste Jahreszahlen basieren. Richtig erkannt hast Du die Tatsache der eingefahren Spuren. Wie schon immer gesagt: Oldtimer (Veteran) gebaut bis 1960. Das ist das Baujahr, das für 10.000e von Oldtimerschraubern galt, die vor 1990 angefangen haben. Leider sind heute schon viele nicht mehr aktiv. Und die noch Aktiven zumeist ohne Internet.

Ja, wir /ich auch, ignorieren die von YT-Freunden geliebte Definition von Oldtimer gleich 30 Jahre. Wir ignorieren durch immer stärkeres fernbleiben (leider) und durch das organisieren eigener Veranstaltungen (werden immer mehr) und durch Diskussionen im Netz (machen nur wenige). Schon mal im Motoclub gesehen was die Leute sich aufregen über die Öffnung der Bj.-Grenze in Ibb?! Ganz Dänemark ist dieses Jahr ferngeblieben, alle Teilnehmer zusammen etwa 150 Fahrzeuge weniger als Demonstration gegen die Öffnung!

Ihr redet immer von Treffen und wie schön. Treffen ist ok. Da hat keiner von uns ein Problem mit. Das Problem beginnt mir der Ausfahrt bzw. Rallye. Geschwindigkeit, Bremsen, Wendigkeit...
Aber das wird ein YT- oder Klassiker-Fahrer nie verstehen, außer er setzt sich einmal in / auf einen richtigen Oldtimer (Veteran) und fährt mal eine Rallye mit! Beschleunigung auf Tempo 70 ( wenn überhaupt erreichbar) etwa 40 - 50 Sekunden, pro gefahrenem Km/h 1 Meter Anhalteweg. Solange alle Fahrzeuge einer Zeit entstammen ist alles i.O. Alle bremsen gleich schlecht. Sobald sich freundlich winkend ein YT in die Lücke begiebt müssen wir schlagartig den Sicherheitsabstand deutlich vergrößern. Für den nächsten der Grund zum überholenden...
Ein Auto der 20er Jahre kann gefahrlos mit etwa 50 km/h gefahren werden, darüber wird die Lenkung schwammig. Der Motor kann ohne Vorwarnung ausgehen, habe dann schon YT Vollbremsungen machen gesehen. Oder am Berg gefahren sind die Getriebe so unterschiedlich übersetzt das garantiert jemand über ein zu langsam oder zu schnell der Drehzahl in den Gängen spricht.

In meinem Forum haben wir auch die Nachkriegsjahre drauf weil VK auch noch nach 1945 unverändert weitergebaut wurde. Nicht zu vergessen die tatsache, dass die User dann vielleicht unsere Beweggründe besser verstehen können.

Ich kenne das Fahrgefühl von den alten Amischlitten. Ich selbst bin als Kind ofters in Portugal mit einem Caddilac mitgefahren. Der war genau so alt wie ich nämlich Jahrgang 1957. Erlebnisse die ich wohl nie vergessen werde. Das war ein echter Hingucker. Wenn wir mit diesem Schiff an einer Tankstelle ankamen, freute sich der Tankwart.
An ein Erlebnis kann ich mich noch besonders gut erinnern. In Lissabon kamen wir mal eine Tankstelle. Der Tankwart kam und wollte den Wagen betanken. Er betrachtete das Auto von alle Seiten und murmelte vor sich hin. Wo ist nur der Tank. Ich nahm in dann an die Hand, führte ihn zum Tankstutzen und meinte ganz trocken der kleine Tank ist hier. Das dumme Gesicht vom Tankwart werde ich nicht vergessen. Der Fahrer schmiss sich bald vor lachen weg wie ich dem Tankwart den Tankstutzen zeigte.

Dann setze Dich mal in einen Wagen, den die breite Masse fuhr. 24 PS max. 700 bis 800 Kubik, 80 bis 90 Spitze, unsyncronisiertem Getriebe mit 3 Gängen. Seilzugbremsen nicht vergessen.
Oder eines der großen Schütteleisen mit JAP 500 oder D-Rad aus den 20ern, in den 30ern die breite Masse mit max. 200 Kubik und 8 PS, 3-Gang-Handschaltung und Dosendeckelbremsen. Genauso wie sie bis etwa 1950 gebaut wurden.

Setze Dich in einen DIXI. Bis Tempo 60 dauert eine Ewigkeit. Der Wagen läuft wie bei Windstärke 12 mit einem Kutter auf See. Oder setze Dich an das Lenkrad eines großen schweren Wagen. Auch nicht viel anders mit Bremse und Beschleunigung. Tempo bis 100. Nur wirst Du dicke Arme bekommen vom lenken und dicke Waden vom Pedale treten.

Dann kannst Du Dir ein Bild machen. Das ist Fahrgefühl der anderen Art und noch richtige Arbeit. Hat mit den Sänften ab 1960 nichts mehr zu tun.

Jeder der das noch nicht getan hat ist nur ein Theoretiker.

Zitat:

Original geschrieben von M. Przibilski



Ja, wir /ich auch, ignorieren die von YT-Freunden geliebte Definition von Oldtimer gleich 30 Jahre.

Auch Definitionen ändern sich im Laufe der Zeit. Ignorieren ist eine Lösung, die Tatsachen zu akzeptieren eine andere. Sich aber öffentlich vehement den Tatsachen verschliessen und anderen gebetsmühlenartig die eigene (festgefahrene) Sichtweise als einzig richtige aufzwingen zeugt von wenig Achtung gegenüber dem Andersdenkenden.

Kurzer Schwenk in die Tuning-Scene: die haben doch wohl ein ähnliches Problem. Die gibt es schon seit den 70ern und ist mit der heutigen wohl ebenso wenig vergleichbar, wie das bei der Oldtimerscene aktuell ist. Soll ich jetzt Samstagabends bei Mac D mit den Leuten neben ihren "verbastelten Kirmesracern" über den ursprünglichen Sinn und Zweck von Tuning diskutieren? Das Motortuning "mechanischen Feinschliff" und den Austausch von Teilen im und am Motor bedeutet und man um jedes halbe PS ringt, während die davon überzeugt sind, man kauft sich 30 PS für 15 Euro in der E-Bucht? Das wäre ebenso sinnlos, wie dein Versuch hier. Mit einem kleinen Unterschied: im günstigen Fall bekäme ich ein "Alder verp*** dich zur Antwort. Wir versuchen immerhin auf die gesittete Art, dich darauf aufmerksam zu machen, das sich mit der Zeit ALLES ändert, auch die Oldtimerei.

Zitat:

Wir ignorieren durch immer stärkeres fernbleiben (leider)

Wer fernbleibt, ist nicht da. Wer nicht da ist, wird auch nicht mehr wahrgenommen. Wer nicht zur Wahl gegangen ist, hat durch seine Untätigkeit die Falschen gewählt. So ist das nun mal.

Zitat:

und durch das organisieren eigener Veranstaltungen (werden immer mehr)

... das ist schon mal ein guter Ansatz

Zitat:

und durch Diskussionen im Netz (machen nur wenige).

Auch das ist sinnvoll, aber - wie schon in meinem Vergleich mit der Tuning-Scene - diskutiere das dort, wo du auf Leute triffst, die ähnlicher Meinung sind, wie du. Du hättest schon anhand der ersten 5 Posts hier sehen können, das sich in diesem Thread eine andere Klientel austauschen will.

Zitat:

Schon mal im Motoclub gesehen was die Leute sich aufregen über die Öffnung der Bj.-Grenze in Ibb?! Ganz Dänemark ist dieses Jahr ferngeblieben, alle Teilnehmer zusammen etwa 150 Fahrzeuge weniger als Demonstration gegen die Öffnung!

Ich kenne den Motoclub nicht, und dein Satz macht ihn für mich nicht attraktiver. Ganz Dänemark ist ferngeblieben (die offensichtliche Übertreibung übersehe ich jetzt mal) - welch tolle Leistung!

Dem Veranstalter habt ihr es aber mal so richtig gezeigt - und euch selbst damit einen Bärendienst erwiesen. Wer da draussen in Deutschland hat, ausser dem Veranstalter und Euch, denn gemerkt, das "ganz Dänemark" gefehlt hat, und warum?

Als Demonstration gegen die Öffnung? Für mich als "Aussenstehender" ist damit klar - IHR wollt unter euch bleiben. Dann heul nicht über fehlenden Nachwuchs.

Zitat:

Ihr redet immer von Treffen und wie schön. Treffen ist ok. Da hat keiner von uns ein Problem mit. Das Problem beginnt mir der Ausfahrt bzw. Rallye. Geschwindigkeit, Bremsen, Wendigkeit...

Nein. Das Nachwuchsproblem beginnt bei den Treffen. Der Nachwuchs will nicht alles nur aus 5 Meter Abstand anschauen dürfen. Das bringt ihm nichts. Das ist langweiliger als die Bratwurstbude - da gibts wenigstens noch was zu essen.

Die Ausfahrt vergrössert das Problem nur. Da kann er nicht mal mehr lange genug gucken, was an sich schon langweilig ist. Von euren Ausfahrten hat der Nachwuchs also noch weniger - solange er nicht mitfahren darf (mal drüber nachdenken).

Zitat:

Aber das wird ein YT- oder Klassiker-Fahrer nie verstehen, außer er setzt sich einmal in / auf einen richtigen Oldtimer (Veteran) und fährt mal eine Rallye mit! Beschleunigung auf Tempo 70 ( wenn überhaupt erreichbar) etwa 40 - 50 Sekunden, pro gefahrenem Km/h 1 Meter Anhalteweg. Solange alle Fahrzeuge einer Zeit entstammen ist alles i.O. Alle bremsen gleich schlecht. Sobald sich freundlich winkend ein YT in die Lücke begiebt müssen wir schlagartig den Sicherheitsabstand deutlich vergrößern. Für den nächsten der Grund zum überholenden...
Ein Auto der 20er Jahre kann gefahrlos mit etwa 50 km/h gefahren werden, darüber wird die Lenkung schwammig. Der Motor kann ohne Vorwarnung ausgehen, habe dann schon YT Vollbremsungen machen gesehen. Oder am Berg gefahren sind die Getriebe so unterschiedlich übersetzt das garantiert jemand über ein zu langsam oder zu schnell der Drehzahl in den Gängen spricht.

Fahrt ihr eure "Rallyes" auf gesperrtem Terrain? Ansonsten dürfte der freundlich winkende YT weniger ein Problem darstellen, als der normale Verkehr. Wenn gesperrtes Gebiet, liegt es doch an Euch jenen YT VORHER mitzuteilen, welche Probleme euch bewegen, und sie um Rücksicht zu bitten. Das kann sehr gut funktionieren, wenn man dabei die richtigen Worte und den richtigen Ton trifft. Wir "YT- oder Klassiker-Fahrer" sind nämlich keineswegs alle so blöd und unwissend, wie du vielleicht denkst.

Meine Schüssel schafft sogar 93 km/h nach einer gefühlt endlos langen kaum vorhandenen Beschleunigung (65 PS zerren an 3 Tonnen). Ok, meine Bremsen sind etwas besser - wenn Zwillingsreifen blockieren hilft einem zu dicht auffahrenden Hintermann auch kein ABS mehr, zumal er nicht sehen konnte, warum ich bremse.

Zitat:

In meinem Forum haben wir auch die Nachkriegsjahre drauf weil VK auch noch nach 1945 unverändert weitergebaut wurde. Nicht zu vergessen die tatsache, dass die User dann vielleicht unsere Beweggründe besser verstehen können.

Hätte funktionieren können. Leider hast du uns in diesem Thread verbal die Tür vor der Nase zugeschlagen. 😉

Zitat:

Original geschrieben von M. Przibilski


Dann setze Dich mal in einen Wagen, den die breite Masse fuhr. 24 PS max. 700 bis 800 Kubik, 80 bis 90 Spitze, unsyncronisiertem Getriebe mit 3 Gängen. Seilzugbremsen nicht vergessen.
Oder eines der großen Schütteleisen mit JAP 500 oder D-Rad aus den 20ern, in den 30ern die breite Masse mit max. 200 Kubik und 8 PS, 3-Gang-Handschaltung und Dosendeckelbremsen. Genauso wie sie bis etwa 1950 gebaut wurden.

Setze Dich in einen DIXI. Bis Tempo 60 dauert eine Ewigkeit. Der Wagen läuft wie bei Windstärke 12 mit einem Kutter auf See. Oder setze Dich an das Lenkrad eines großen schweren Wagen. Auch nicht viel anders mit Bremse und Beschleunigung. Tempo bis 100. Nur wirst Du dicke Arme bekommen vom lenken und dicke Waden vom Pedale treten.

Dann kannst Du Dir ein Bild machen. Das ist Fahrgefühl der anderen Art und noch richtige Arbeit. Hat mit den Sänften ab 1960 nichts mehr zu tun.

Jeder der das noch nicht getan hat ist nur ein Theoretiker.

Würde ich deinen Schreibstil verwenden, könnte ich darüber nur lachen. Dann fahr mal einen ausgewachsenen LKW der 50er oder 60er, übrigens grossenteils auch ohne synchronisierte Schaltung, ohne Luftdruck, aber immerhin schon mit Trommelbremsen.

DANN weist du, warum LKW-Fahrer früher alle wandelnde Kleiderschränke waren.

Die meisten YT-Fahrer haben sich doch gerade deshalb so entschieden, weil sie ihre Schätzchen noch selbst fahren wollen, aber zum Krafttraining lieber in die Muckibude gehen, anstatt den Verkehr aufzuhalten - von ein paar Ausnahmen (mich eingeschlossen) mal abgesehen ...

Heule ich deshalb rum, das niemand mehr alte Laster fahren will?

Die wollen übrigens scheinbar auch unter sich bleiben, auch dort wirst du erst ab einer gewissen "Größe" zur Kenntnis genommen.

Bei euch ists halt das Baujahr ...

Übrigens - die breite Masse fuhr gar kein Auto. Erst in den 50ern wurde motorisierter Verkehr allmählich zur Masse ...

Yeeep Ich kann ein solches Fahrzeug überhaupt nicht selbst bewegen, selbst wenn ich es wollte, es liegt schlichtweg an einer Behinderung.
Ich brauche da einen Fahrer der den Oldtimer, dann für mich bewegt.
Fazit: Ich kann also nur allenfalls der Beifahrer sein.

@ teddybehindert:

Das ist bedauerlich.
Dann bleibst du beim "Krafttraining" schon mal aussen vor, falls das jemals für dich ein Grund war, dich für Oldies zu interessieren. Für viele ist gerade das ein Grund sich nicht dafür zu interessieren.
Aber auch als Beifahrer kannst du vermutlich Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen "erfahren".
Das ist schon mehr, als gewisse Interessengruppen dem Nachwuchs zugänglich machen, der dann auch prompt ausbleibt.

@ all:
Die Ausfahrt mit einem Oldie, ob als Fahrer oder Beifahrer, zu geniessen, ist eine feine Sache. Wenn man dabei zu mehreren ist, wird es noch schöner, besonders nach der Fahrt, wenn man in Ruhe beisammen sitzt und sich unterhält.
Deshalb ist für mich das Treffen noch interessanter, als die Fahrt, die kann ich ja machen, wann ich will. Dazu brauche ich keinen Veranstalter, der mir die Strasse freiräumt.

Wenn ich dazu aber "Normalvolk" als Publikum brauche, das mich bewundert, kriegt das Ganze bereits einen faden Beigeschmack. Bei Treffen kann ich mich auch mit interessierten Nichtoldiefahrern unterhalten, während der Ausfahrt können die nur gucken und hören, wie ich vorbeifahre. Das bringt denen wenig - und mir gar nix, sollte es jedenfalls nicht. Bei wem das anders ist, der sollte mal über seine Motive nachdenken.

Old- bzw. Youngtimerei ist eine sehr schöne Angelegenheit. Zusammen mit anderen, egal ob aktiv oder nur interessiert, wird sie noch schöner und kann auch den Nachwuchs fördern, wenn man keine zu engen Grenzen setzt. Wer das tut, will sich meiner Meinung nach nur mit "Leuten gleichen Niveaus" umgeben, gibt sich damit elitär, und sollte nicht über fehlenden Nachwuchs jammern.

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