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Mit Youngtimern auf große Reise?!

Themenstarteram 9. März 2004 um 10:41

Hallo!

Eine Haarsträubende Geschichte! 1991

Mitwirkende:11 meiner besten Freunde ich und vier Autos in üblem Zustand

1.ein Wartburg 353W Bj 81 50Ps

2.ein Polski Fiat Bj 74 60Ps

3.ein Opel c Kadett mit 350000km und 60 Ps

4. ein Ford Granada Bj 74 mit 75 Ps

Geplant war eine Urlaubsfahrt an den Balaton es war unser 1.gemeinsamer Urlaub jeweils das erste eigene Auto und die Sache ist jetzt 13 Jahre her.

Wir waren damals alle um die 18-20 und hatten von Autos überhaupt keine Ahnung aber jede menge Optimismus.

Bereits am Deutsch Tschechischem Grenzübergang hatten wir den Drogenfahnderhund im Opel Kofferraum der dort merkwürdigerweise nichts fand. Bei der Fahrt durch die Tschechei riss dem Wartburg der Keilriemen und es war nirgends Ersatz zu beschaffen. Letztendlich wurde der Wartburg von meinem Granni eben durchs halbe Land geschleppt bis wir an einer Tanke einem anderen Wartburg Fahrer seinen Ersatz Keilriemen Ausreden konnten.Am anderen Tag am Balaton angekommen waren wir einigermaßen negativ vom Dreck und der vielen Touris überrascht so das wir noch mal in die Karte schauten und überlegten wo es denn schöner sein könnte. Unglücklicherweise einigten wir uns auf Bulgarien Schwarzes Meer war ja nur 2000km entfernt!? Also rein ins Auto und los gings erst mal 20 Stunden an der Grenze stehen und warten dann einreise nach Rumänien. Katastrophale Straßen deren zustand mit unbeschreiblich noch am besten darzustellen ist. Irgendwann mussten wir tanken und es wurde uns am langen ende der Tanke gesagt das Spritt erst übermorgen da sei also weiter. Mit dem letzten Tropfen an die nächste Tanke und das selbe- Toll. Bei irgendwelchen windigen Zigeunern Sprit für Apothekenpreiße bekommen welcher schrecklich stank und sowohl für 2 und viertaktmotoren ohne Öl beimischen zu müssen geeignet sein soll. Folge dramatischer leistungseinbruch bei allen vier Fahrzeugen den Granni hats am schlimmsten erwischt V max ungefähr 100 und klingeln ohne ende nach motor aus glühzündung bis zum geht nicht mehr also immer in der4 abgewürgt.Dann erreichen der Rumänischen Staatsautobahn dort mehrere Pferdefuhrwerke und Ochsen karren überholzt(Grübel). Zu erwähnen das wir im gesamten Land nichts essbares bekamen ist nur nebensächlich. Irgendwann erreichen der Rumänisch Bulgarischen Grenze dort die Frage nach der Grünen Karte? Was nie Gehört und gehabt vergessen bei Versicherung zu beantragen. Dem Zöllner den gelben Antrag für Mitgliedschaft im ADAC unter die Nase gehalten und behauptet dies wäre die neue Grüne Karte hat funktioniert. Einreise in Bulgarien endlich wieder Essen und Sprit und Öl fürs Auto welches schon nicht mehr erpeilbar war Glück gehabt. Angekommen am Schwarzen Meer nach 36Stündiger fahrt ohne nennenswerte Rast nur mit Zigarettenpausen.Einfach die Autos an den Strand die letzten Bierreserven austrinken und endlich Pennen.Am nächsten morgen gleich wieder schreck wir waren einen nicht unerheblichen Steilhang hinunter gebrettert und die Autos wollten nicht von allein hoch also jedes einzeln hochschieben und weiter geht’s an irgend einen Zeltplatz.Plötzlich Plattfuß hat sich eine riesen schraube in mein Rad gebohrt und das Rad hat ein fingerdickes Loch. Reserverad raus und die Karkasse gerissen völlig unbrauchbar Leute auf die anderen Autos verteilt und weiter.Zeltplatz gefunden herrlich.Nach 2 Tagen relaxen kommt das schlechte Gewissen wegen fehlendem Rad also in eine windige Werkstatt keine hilfe möglich aber Angebot den Granni gegen einen Sapparosch zu tauschen abgelehnt. Nächste Werkstatt zaubert Schlauch in schlauchlosen Reifen 10DM bezahlt und glücklich nächster Tag Rad wieder platt wieder hin diesmal hälts wieder 10DM. Nächster Tag immer noch Glühzündung und überhaupt wiederlicher Motorlauf also mal den Vergaser ab und drin rumschauen man hat aber keine Ahnung was man tut es bleibt irgendwie eine Nadel übrig die kommt dann eben ins Portmanaisse.Ergebnis oh wunder Auto läuft deutlich besser.

Nach vierzehn Tagen und einem Herrlichem Urlaub dann die heimreise und die gewißheit um nichts in der Welt wieder durch Rumänien zu wollen also fahrt über Jugoslawien(Horrror).

Beginn der heimfahrt bei herrlichem Sommerwetzter im Gebirge dann Sintflutartige Regenfälle Straßen unter Wasser Flüsse aus den Betten über die Straßen überall legengebliebene Autos kein Katastropheschutz. Irgendwann ende der Straße ein Fluss hat sein Bett verlassen und fließt genau worüber? Der Wartburg Probierts als erstes und kommt durch ein einheimischer ermuntert vom erfog versuchts mit seinem Moskvich mit viel zuwenig schwung bleibt mitten drinn liegen Auto wird immer mehr vom Wasser erfasst irgendwann gibt der Besitzer auf und schwimmt raus Moskvich verabschiedet sich langsam in den Fluten.Davon unbeeindruckt fährt unser Poski und auch der c Kadett so wie auch einige Ladas mehr schlecht als recht durch das Wasserhindernis.Jetzt stehen nur noch ein paar ängstlich einheimische und mein Granni auf der falschen Seite.Ich fahre rückwärts um viel Anlauf zu holen wild gestikulierend Einheimische geben mir zu verstehen wie viel sie von der Idee halten der Granni war totol beladen und hing sehr tief.Mit ungefähr 80-90 bretter ich durch das Hindernis bin nur Passagier komm fast ganz durch dann aber Wasser im Vergaser und Motor stirbt ab mit dem Abschleppseil Rausgezogen irgendwie wieder angegangen und weiter an die Bulgarisch Jugoslawische Grenze.Hier funktioniert der grüne Karten Trick nicht und ich muss eine Haftpflichtversicherung für 1Jahr in Jugoslawien abschließen nur 100DM heul.

Komischerweise stehen an jeder Ecke Panzer und Soldaten mit Kalaschnikoffs und das ganze Land macht einen sehr unfreundlichen eindruck. Wir verfahren uns Richtung Belgrad Panzersperren (Krieg oder was)?! Wir trauen uns nicht anzuhalten trotz sich langsam verabschiedenden Auspuff und sprotzelnden Motoren und erreichen der Ungarischen Grenze. Sofort an den Balaton Zelt aufgebaut Radio an tatsächlich Bürgerkrieg in Jugoslawien. Schreck lass nach! Am Balaton mussten wir mit allen 4 Wagen in eine Werkstatt der Besitzer hat einen ganzen Tag geschraubt am nächsten Tag Heimreise über Österreich das schlechte Wetter und die Sintflutartigen Regenfälle aus Bulgarien scheinen auch schon wieder da zu sein egal uns kann nichts mehr erschüttern der Wartburg läuf nur noch auf 2 Töpfen auch egal wir kommen nach Hause. Vierzehn Tage später Tüv Termin mit dem Granni der Prüfer hat was von Hoffnungslos geschwafelt.Kurz nach der Wende war er garantiert direkt vom Schrott reanimiert und ich hab mit ihm den schönsten Urlaub meines Lebens verbracht.Na ja den Granni hab ich dann an einen Sowjetsoldaten verkauft der ihn mit nach Russland genommen hat wo er sicher noch das ein oder andere Abenteuer erlebt hat. Dieses Erlebnis hat mich so geprägt das für mich fortan immer feststand irgendwann kauf ich mir wieder einen Granada aber im Topzustand. Das hab ich vor 3 Jahren auch geten und dieses Jahr fahr ich mit ihm und meinen Freunden nach Kroatien damit.Drückt mir die Daumen gell aber so kaotisch wie damals wirds hoffentlich nie mehr.Schraubermässig hab ich viel gelernt und erwachsen sind wir auch alle geworden aber wenn ich an damals denke stellen sich mir noch immer die Haare zu berge. Mit freundlichen Grüßen hannes

Ps. Hat jemand ne ähnliche Erfahrung auf lager und der Anhang zeigt natürlich das Aktuelle Modell

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4 Antworten

klasse story.

Freut mich, dass es dir gefallen hat, trotz der hindernisse.

Viel glück bei deinem Urlaub. Viel spass bei deinem Urlaub.

Mave

am 14. März 2004 um 21:18

hey GEILE GESCHICHTE...!!!

hab vor diesen sommer mit meinen freunden (wir sind auch 18 bis 20 nach spaninen zufahren/das erstemal alleine) leider hab ich aber irgendwie das gefühl das es nicht wirklich so pannend wird lol :) !!

 

ist aber echt kewl wenn man sowas mal gemacht hat daran wirste dich dein ganzes leben erinnern!!!

war letzten sommer mit meinen 3 geschwistern (16-20, ich 19) mit nem bmw 02 touring bj 1972 an der französischen atlantikküste... einmal quer durch frankreich und 3 wochen später wieder zurück, zusammen 3000km. bin echt froh dass uns dabei sone tortour erspart geblieben is...so wars n rießen spass ohne nennswerte probleme

der scheibenwischer ging einmal ganz kurz nicht bei nem ziemlich plötzlichen regenschauer, also schnell rechts rangefahren und grad als wir standen ging er plötzlich wieder

dann is noch n sprung in der frontscheibe dazugekommen, da muss n stein gegengeflogen sein oder so - btw von euch hat net zufällig jemand ne 02-touring frontscheibe übrig ? :)

am 28. Mai 2004 um 21:21

"rumänischer" Granada

 

Hi ! Ich stamme aus Rumänien, mein Vater hat sich 1990 so einen '78er Granada gekauft, 2.3 V6 mit 115 ps, damit habe ich fahren gelernt, auf den (damaligen) Strassen dort echt GEIL ! Wir hatten leider nie genug Sprit für das Auto ; dafür fuhr das andere Auto, Dacia 1300 (eigentlich Renault 12) mit jeder Brühe...

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