Reparaturbericht, OM604, Lucas-Einspritzpumpe abdichten

Mercedes E-Klasse W210

Hallo zusammen,

ich möchte (hilfsweise) folgenden Reparaturbericht aus dem Jahre 2006 in Erinnerung rufen:

Dank an w210gtd!

Zitat:

Original geschrieben von w210gtd


Lucas Einspritzpumpe selbst abdichten

Nachdem in den Foren schon viel darüber berichtet und geschrieben wurde und ich bei meinem 220D Bj.96, 180tkm, auch mit dem Problem der leckenden ESP ( Typ Lucas ER0046) konfrontiert wurde, beschloß ich selbst Hand anzulegen! und meine Erfahrungen in diesem Forum weiterzugeben. Werkzeugmäßig bin ich gut ausgerüstet samt Torxsatz 5-50.

Technischen Rat zum Ausbau bekam ich u.a. von der DC Niederlassung SW!! und dem hiesigen Boschdienst, was das Abdichten der Pumpe anbelangt. Den Original Delphi Dichtungssatz 9109-760 samt Plan der Einspritzpumpe habe ich über eine Firma aus Crailsheim (A.E.D.) bezogen. Leckölschlauch, Ventildeckeldichtung, Dichtungen des Ansaugkrümmers, Dichtungen der Diesel Hin-und Rücklaufleitung, neue Befestigungsklammern und O-Ringe kaufte ich bei DC direkt.

Bevor ich ins Detail gehe einige Voranmerkungen:

Voraussezung für die "erfolgreiche" Abdichtung ist, "Mut", Zeit, technisches Verständnis und professionelles Werkzeug vorausgesetzt, dass die Elektronik der Pumpe einwandfrei funktioniert und das Gehäuse-Innere nicht "ausgeschliffen" ist.( Dazu später mehr ) Ebenso ist es bei einer Motorlaufleistung jenseits der 300tkm sicher immer sinvoll die Pumpe komplett zu erneuern!

Ausbau:

Batterie abklemmen um den Fehlerspeicher nicht gleich zu füttern! Ansaugrohr, Ventildeckel, Ansaugkrümmer, Einspritzleitungen, Kraftstoffilter samt Leitungen und Unterdruckpumpe ausbauen, Keilrippenriemen aushängen. Zünd OT suchen ( Loch 6,5 mm Zahnrad rechte Nockenwelle Lagerdeckel ) , dann auf 14 Grad nach OT weiterdrehen. (Ausbauposition) . Zentralstecker der ESP abziehen und Kabelbaum "freilegen". Anschließend zur Sicherheit die Steuerkette an der Nockenwelle mit Kabelbinder fixieren und
die Stellung des Zahnrades auf der ESP und der Steuerkette mit Farbe markieren. Jetzt die Zentralschraube der ESP lösen
( Achtung Linksgewinde!! ) 14 Gradstellung an der Kurbelwellenriemenscheibe kontrollieren ggf. korrigieren. Dann die Zentralmutter komplett entfernen, nun den Sitz des ESP Zahnrades auf der Feinverzahnung der Zentralwelle der ESP mit Farbe markieren. Farbe trocknen lassen!! Einbaustellung!! Zu guter letzt die drei Befestigungsschrauben der ESP lösen und sie komplett samt Kabelbaum herausziehen, etwas fummelig aber es geht wirklich!

Abdichten der Pumpe:

Nehmt euch Zeit dazu! einen sauberen und hellen Arbeitsplatz, saubere Lappen, 1200 Nassschleifpapier! Polierpaste! Never Dull z.B.
erforderliche Torx Stecknüsse ich glaube 10 15 20 25 30 35.
Ich habe mich "stückweise" vorgearbeitet. Zunächst wurden alle " Elektroventile " bzw. die gesamten Elektrobauteile abgeschraubt vorsichtig! feine Kabel! Dann habe ich die drei Schrauben des " Pumpenhinterteils ( an dem die Einspritzleitungen sitzen) entfernt und es abgezogen. ( keine Angst es kommen einem zwei Fliehkraftgewichte und zwei kleine "Rollen" entgegen - Einbaulage im Plan! ) Bevor ich die zwei neuen großen O-Ringe eingesetzt habe ich, wurde das "Hinterteil pingelig gereinigt und die beiden Nuten mit ein wenig ! Dirko HT versehen - Kaffepause! zum antrocknen der Dichtungsmasse!

Die Kammer meiner ESP wies keinerlei "Schleif- oder Auswaschungsspuren" auf! Hier hätte ich sofort aufgehört und mich um eine Tauschpumpe bemüht!!

Anschließend O-Ringe einstzen - mit etwas Fett! - und Hinterteil samt Fliehkraftgewichten wieder befestigen , die drei Schrauben habe ich mit Loctite Schraubensicherung mittelfest versehen! und mit 50 Nm angezogen, danach noch die Dichtungen der Anschlüsse für die Einspritzleitungen eingebaut. Jetzt war das Vorderteil der Pumpe "fällig", die Ursache der "Undichtigkeit"

Nach dem Lösen der 4 Befestigungsschrauben konnte ich die Pumpe auseinanderziehen. Die große Gummidichtung hatte überall feine, kaum sichtbare, Risse! Das Pumpenvorderteit wies leichte Oxidationsspuren auf, also mit 1200 Schleifpapier vorsichtig geglättet und anschließend mit Never Dull auf Hochglanz poliert um eine absolut plane und saubere Dichtfläche zu erhalten. Die Dichtung liegt in einer Nut, Verfahrensweise wie beschrieben mit ganz wenig Dirko HT versehen, ablüften lassen, neue Dichtung einsetzen, kleinen Filter einsetzen und wieder zusammenschrauben. Die 4 Torx Schrauben gleichmäßig mit 35 Nm anziehen - wieder mit Locktite Schraubensicherung.

Anschließend habe ich nach Plan alle anderen O- Ringe getauscht teilweise beim Einbau mit Fett versehen und die Elektrik sowie die Kunstoffabdeckung montiert - fertig! Die Pumpe habe ich über Nacht liegen gelassen, damit sich alles ohne "Diesel" setzt.

Einbau: Umgekehrt wie der Ausbau - Achtung! auf die genaue Stellung ( Farbmarkierung ) der ESP Hauptwelle zum Zahnrad auf der Steuerkette achten!! OT Stellung Nockenwellen - Kurbelwellenscheibe kontollieren ein Zahn falsch = Motorschaden!! Ventil auf Kolben!!

Erster Start:

Nach dem Zusammenbau habe ich, soweit möglich die ESP per Spritze mit Diesel gefüllt, die Batterie angeschlossen und mit gelösten Einspritzleitungen "georgelt", bis Diesel an den Einspritzdüsen ankam. Einspritzleitungen festgeschraubt und nochmals gestartet. "Er läuft wieder"!! Nach ca. 1Min "Nagelei" und unrundem Leerlauf, wie vor der "Aktion" schön gleichmäßig- sogar ruhiger. Natürlich wurden im Display des Amaturenbretts wieder alle möglichen Fehler angezeigt. Batterie wieder eine halbe Stunde abgeklemmt, erneut gestartet und - siehe da - keine Fehlermeldungen mehr!!

(ob dies so bei den 97er Modellen auch geht weiß ich nicht, aber für das Notprogramm und die Fahrt zu DC bzw. Bosch sollte es langen)

Erste Probefahrt:

Alles Bestens! Fahrt zum Boschdienst zwecks genauer Einstellung des Förderbeginns, Kosten 70 Euro.

Fazit:

Nach jetzt wieder 2000 km ist die Pumpe immer noch dicht!
Kosten: Dichtungssatz 60 Euro, Einstellung des Förderbeginns beim Boschdienst 70 Euro, Kleinteile DC 40 Euro, ein Freitag Nachmittag und Samstag Vormittag Zeit. Ersparniss??????

Trotzdem sollte man die Arbeit nur machen, wenn man sie sich zutraut und das nötige Werkzeug besitzt. Klar ist auch, dass normalerweise für diese Arbeiten ein spezieller Einspritzpumpen-Prüfstand benötigt wird! Ich hatte Glück, dass meine Pumpe keine sichtbaren inneren und elektrische Schäden aufwies.

Der Meister beim Boschdienst prophezeite mir dann, dass wir uns nach max. 50.000 km "wiedersehen"
- warten wir es ab! - Die Austauschpumpen vom Boschdienst werden übrigens immer! laut Aussage des Meisters mit neuen ESP Gehäusen versehen!!, damit die Dichtflächen wirklich plan und die Gehäuse nicht verzogen sind! Kosten für eine so überholte Pumpe mit Einbau 900 Euro und 2 Jahre Garantie!

Auch der Meister von DC Schweinfurt hatte eine vernünftige Erklärung für deren Vorgehensweise, nämlich den Tausch gegen ein Neuteil! Es geht dabei nicht um "Abzocke" sondern um Garantieleistungen. 220D fahren in der Regel nur Vielfahrer mit 30 - 50tkm Kilometern im Jahr. Ist die Pumpe vor Ablauf der Garantie wieder defekt, zahlt DC drauf und die Kunden sind verärgert. Ich möchte hier ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich sowohl bei DC als auch beim Boschdienst hervorragend beraten worden bin, ebenso habe ich einige "Profitipps" erhalten, ohne die ich mir die Arbeit nicht zugetraut hätte, insbesondere von DC Schweinfurt.

Im Übrigen finde ich die Lucaspumpe mechanisch sehr stabil!
Der Mangel ist - nach meinem laienhaften Verständnis - die Verbindung der beiden Hautgehäusehälften mit 4 lächerlichen M6 Schräubchen.

Trotzdem werde ich den 220er mind. noch 2Jahre fahren bis 300.000 ( Meinetwegen mit nochmaligem Dichtungstausch!!), denn sparsamer - 5,5-7 Liter - geht es kaum und ein CDI mit unter 100tkm ist mir noch zu teuer.

Beste Antwort im Thema

Hallo zusammen,

ich möchte (hilfsweise) folgenden Reparaturbericht aus dem Jahre 2006 in Erinnerung rufen:

Dank an w210gtd!

Zitat:

Original geschrieben von w210gtd


Lucas Einspritzpumpe selbst abdichten

Nachdem in den Foren schon viel darüber berichtet und geschrieben wurde und ich bei meinem 220D Bj.96, 180tkm, auch mit dem Problem der leckenden ESP ( Typ Lucas ER0046) konfrontiert wurde, beschloß ich selbst Hand anzulegen! und meine Erfahrungen in diesem Forum weiterzugeben. Werkzeugmäßig bin ich gut ausgerüstet samt Torxsatz 5-50.

Technischen Rat zum Ausbau bekam ich u.a. von der DC Niederlassung SW!! und dem hiesigen Boschdienst, was das Abdichten der Pumpe anbelangt. Den Original Delphi Dichtungssatz 9109-760 samt Plan der Einspritzpumpe habe ich über eine Firma aus Crailsheim (A.E.D.) bezogen. Leckölschlauch, Ventildeckeldichtung, Dichtungen des Ansaugkrümmers, Dichtungen der Diesel Hin-und Rücklaufleitung, neue Befestigungsklammern und O-Ringe kaufte ich bei DC direkt.

Bevor ich ins Detail gehe einige Voranmerkungen:

Voraussezung für die "erfolgreiche" Abdichtung ist, "Mut", Zeit, technisches Verständnis und professionelles Werkzeug vorausgesetzt, dass die Elektronik der Pumpe einwandfrei funktioniert und das Gehäuse-Innere nicht "ausgeschliffen" ist.( Dazu später mehr ) Ebenso ist es bei einer Motorlaufleistung jenseits der 300tkm sicher immer sinvoll die Pumpe komplett zu erneuern!

Ausbau:

Batterie abklemmen um den Fehlerspeicher nicht gleich zu füttern! Ansaugrohr, Ventildeckel, Ansaugkrümmer, Einspritzleitungen, Kraftstoffilter samt Leitungen und Unterdruckpumpe ausbauen, Keilrippenriemen aushängen. Zünd OT suchen ( Loch 6,5 mm Zahnrad rechte Nockenwelle Lagerdeckel ) , dann auf 14 Grad nach OT weiterdrehen. (Ausbauposition) . Zentralstecker der ESP abziehen und Kabelbaum "freilegen". Anschließend zur Sicherheit die Steuerkette an der Nockenwelle mit Kabelbinder fixieren und
die Stellung des Zahnrades auf der ESP und der Steuerkette mit Farbe markieren. Jetzt die Zentralschraube der ESP lösen
( Achtung Linksgewinde!! ) 14 Gradstellung an der Kurbelwellenriemenscheibe kontrollieren ggf. korrigieren. Dann die Zentralmutter komplett entfernen, nun den Sitz des ESP Zahnrades auf der Feinverzahnung der Zentralwelle der ESP mit Farbe markieren. Farbe trocknen lassen!! Einbaustellung!! Zu guter letzt die drei Befestigungsschrauben der ESP lösen und sie komplett samt Kabelbaum herausziehen, etwas fummelig aber es geht wirklich!

Abdichten der Pumpe:

Nehmt euch Zeit dazu! einen sauberen und hellen Arbeitsplatz, saubere Lappen, 1200 Nassschleifpapier! Polierpaste! Never Dull z.B.
erforderliche Torx Stecknüsse ich glaube 10 15 20 25 30 35.
Ich habe mich "stückweise" vorgearbeitet. Zunächst wurden alle " Elektroventile " bzw. die gesamten Elektrobauteile abgeschraubt vorsichtig! feine Kabel! Dann habe ich die drei Schrauben des " Pumpenhinterteils ( an dem die Einspritzleitungen sitzen) entfernt und es abgezogen. ( keine Angst es kommen einem zwei Fliehkraftgewichte und zwei kleine "Rollen" entgegen - Einbaulage im Plan! ) Bevor ich die zwei neuen großen O-Ringe eingesetzt habe ich, wurde das "Hinterteil pingelig gereinigt und die beiden Nuten mit ein wenig ! Dirko HT versehen - Kaffepause! zum antrocknen der Dichtungsmasse!

Die Kammer meiner ESP wies keinerlei "Schleif- oder Auswaschungsspuren" auf! Hier hätte ich sofort aufgehört und mich um eine Tauschpumpe bemüht!!

Anschließend O-Ringe einstzen - mit etwas Fett! - und Hinterteil samt Fliehkraftgewichten wieder befestigen , die drei Schrauben habe ich mit Loctite Schraubensicherung mittelfest versehen! und mit 50 Nm angezogen, danach noch die Dichtungen der Anschlüsse für die Einspritzleitungen eingebaut. Jetzt war das Vorderteil der Pumpe "fällig", die Ursache der "Undichtigkeit"

Nach dem Lösen der 4 Befestigungsschrauben konnte ich die Pumpe auseinanderziehen. Die große Gummidichtung hatte überall feine, kaum sichtbare, Risse! Das Pumpenvorderteit wies leichte Oxidationsspuren auf, also mit 1200 Schleifpapier vorsichtig geglättet und anschließend mit Never Dull auf Hochglanz poliert um eine absolut plane und saubere Dichtfläche zu erhalten. Die Dichtung liegt in einer Nut, Verfahrensweise wie beschrieben mit ganz wenig Dirko HT versehen, ablüften lassen, neue Dichtung einsetzen, kleinen Filter einsetzen und wieder zusammenschrauben. Die 4 Torx Schrauben gleichmäßig mit 35 Nm anziehen - wieder mit Locktite Schraubensicherung.

Anschließend habe ich nach Plan alle anderen O- Ringe getauscht teilweise beim Einbau mit Fett versehen und die Elektrik sowie die Kunstoffabdeckung montiert - fertig! Die Pumpe habe ich über Nacht liegen gelassen, damit sich alles ohne "Diesel" setzt.

Einbau: Umgekehrt wie der Ausbau - Achtung! auf die genaue Stellung ( Farbmarkierung ) der ESP Hauptwelle zum Zahnrad auf der Steuerkette achten!! OT Stellung Nockenwellen - Kurbelwellenscheibe kontollieren ein Zahn falsch = Motorschaden!! Ventil auf Kolben!!

Erster Start:

Nach dem Zusammenbau habe ich, soweit möglich die ESP per Spritze mit Diesel gefüllt, die Batterie angeschlossen und mit gelösten Einspritzleitungen "georgelt", bis Diesel an den Einspritzdüsen ankam. Einspritzleitungen festgeschraubt und nochmals gestartet. "Er läuft wieder"!! Nach ca. 1Min "Nagelei" und unrundem Leerlauf, wie vor der "Aktion" schön gleichmäßig- sogar ruhiger. Natürlich wurden im Display des Amaturenbretts wieder alle möglichen Fehler angezeigt. Batterie wieder eine halbe Stunde abgeklemmt, erneut gestartet und - siehe da - keine Fehlermeldungen mehr!!

(ob dies so bei den 97er Modellen auch geht weiß ich nicht, aber für das Notprogramm und die Fahrt zu DC bzw. Bosch sollte es langen)

Erste Probefahrt:

Alles Bestens! Fahrt zum Boschdienst zwecks genauer Einstellung des Förderbeginns, Kosten 70 Euro.

Fazit:

Nach jetzt wieder 2000 km ist die Pumpe immer noch dicht!
Kosten: Dichtungssatz 60 Euro, Einstellung des Förderbeginns beim Boschdienst 70 Euro, Kleinteile DC 40 Euro, ein Freitag Nachmittag und Samstag Vormittag Zeit. Ersparniss??????

Trotzdem sollte man die Arbeit nur machen, wenn man sie sich zutraut und das nötige Werkzeug besitzt. Klar ist auch, dass normalerweise für diese Arbeiten ein spezieller Einspritzpumpen-Prüfstand benötigt wird! Ich hatte Glück, dass meine Pumpe keine sichtbaren inneren und elektrische Schäden aufwies.

Der Meister beim Boschdienst prophezeite mir dann, dass wir uns nach max. 50.000 km "wiedersehen"
- warten wir es ab! - Die Austauschpumpen vom Boschdienst werden übrigens immer! laut Aussage des Meisters mit neuen ESP Gehäusen versehen!!, damit die Dichtflächen wirklich plan und die Gehäuse nicht verzogen sind! Kosten für eine so überholte Pumpe mit Einbau 900 Euro und 2 Jahre Garantie!

Auch der Meister von DC Schweinfurt hatte eine vernünftige Erklärung für deren Vorgehensweise, nämlich den Tausch gegen ein Neuteil! Es geht dabei nicht um "Abzocke" sondern um Garantieleistungen. 220D fahren in der Regel nur Vielfahrer mit 30 - 50tkm Kilometern im Jahr. Ist die Pumpe vor Ablauf der Garantie wieder defekt, zahlt DC drauf und die Kunden sind verärgert. Ich möchte hier ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich sowohl bei DC als auch beim Boschdienst hervorragend beraten worden bin, ebenso habe ich einige "Profitipps" erhalten, ohne die ich mir die Arbeit nicht zugetraut hätte, insbesondere von DC Schweinfurt.

Im Übrigen finde ich die Lucaspumpe mechanisch sehr stabil!
Der Mangel ist - nach meinem laienhaften Verständnis - die Verbindung der beiden Hautgehäusehälften mit 4 lächerlichen M6 Schräubchen.

Trotzdem werde ich den 220er mind. noch 2Jahre fahren bis 300.000 ( Meinetwegen mit nochmaligem Dichtungstausch!!), denn sparsamer - 5,5-7 Liter - geht es kaum und ein CDI mit unter 100tkm ist mir noch zu teuer.

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Habe soeben noch mal mit dem bosch service gesprochen und die meinten, dass der Dichtsatz von der Pumpe mit kurzem Kabel nicht zu der passt die das lange Kabel hat. Jetzt bin ich ein wenig verunsichert.

Also das glaub ich nicht. Aber, frag den Anbieter auf ebay der den Delphi dichtsatz um 80.- € verkauft unter Angabe aller Daten vom Typschild auf DEINER Pumpe, ohne Angabe ob das Kabel kurz oder lang ist, ob der Satz passt. Danach kannst du unter Angabe der DelphiNummmer in Frankreich ums halbe Geld bestellen oder in Lettland den Spaco-Dichtsatz. Du brauchst dann aber auch noch das Pumpenblockierwerkzeug. Unter Umständen zwei 14er Gabelschlüssel gleicher Bauaurt die gleichzeitig an die Überwurfmuttern gesteckt werden, damit du die Leitungsmutern nicht abnudelst. Diese Leitungsmuttern können unerwartet fest zu sein! Es gibt viele Tricks und ggf Überraschungen die uU einen raschen Reparaturfortschritt verhindern. Eile ist der Feind einer guten Reparatur im Zusammenhang mit der ESP. Linksgewinde beim Pumpenrad zum Beispiel, Konus oder Verzahnung, etc
Weiter wurde unsere Pumpe auch in italienischen und französischen Fahrzeugen verbaut. Die Hauptdichtung in der Mitte ist immer die gleiche. Sollte in der Mitte eine Verbindung sein, könnte man sie auch rauszwicken. Die Pumpe ist nicht "rocket science". Sollten Späne drinnen zu finden sein, dann brauchst keinen Dichtsatz mehr. Ansonsten einfach zerlegen untern Beachtung aller "Richtlinien", siehe oben und nachsehen was los ist. Vor allem rausfinden WO die Pumpe leckt!!! Läuft der Motor auf Standgas ruhig? Leuchtet die Einspritzpumpenkontrolleuchte fallweise auf? Melde mich erst am Abend wieder. Gruß

Meine Erfahrungen mit den Aussagen von den Bosch Sericestationen in der näheren Umgebung ist auch eher naja ... Am ehesten wirst du herausfinden ob der Dichtungssatz passt wenn du nach der Epic Nr. suchst. Wird bei dir z.B. R8640A031A sein. Dann stellst du auch sehr schnell fest das der Dichtungssatz für Phase 1 und 2 Pumpen so wie @mb7000 schon gesagt hat der gleiche ist.

Hab ebend noch mal mit dem boschservice gesprochen und die sagten mir das der Dichtungssatz der Pumpe mit dem kurzen kabel nicht bei der mit dem langen kabel paßt. Jetzt weiss ich ehrlich gesagt nicht was ich machen soll. Das lecken an der Pumpe ist auch nicht ohne, ich hinterlasse überall wo der wagen steht auch ein Lache Diesel. So gesagt muss das Problem so schnell wie möglich gelöst werden.

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Die letzte Antwort kann von mir gestri hen werden hatte nicht aufgepasst was ich schon geschrieben hatte.

Kannst du selbst noch editieren.

Also auf deine Frage hin. Der Motor läuft im Stand ruhig und die leuchte ist bis her noch nicht angegangen. Ich habe noch ein unternehmen gefunden welches solche pumpen instandsetzen kann, aber die kosten haben es in sich. Unter 700€ sollte ich nicht rechnen. Der Wagen steht noch sehr gut da und ich möchte ihn auch noch länger fahren aber nicht umter 700 ist schon eine Ansage.

ich habe hier noch drei dieser Pumpen ... falls jemand Interesse hat, immer melden!

Grüße

Sind die denn noch dicht und laufen die denn noch umd was willst du dafür haben?

Der Bosch-Dienst ist nicht der liebe Gott für Lucas-Pumpen. Der der in der Bucht den Delphi-Dichtsatz um 79 plus Versand anbietet ist Delphi-Händler soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann. Der sollte nachschauen können obs passt.
Gebrauchte Pumpen wäre für mich nur dann eine sinnvolle Option, wenn die eigene mechanisch tot ist bzw wenn ein Teil der eigenen Pumpe tot ist den man als Ersatzteil von Delphi nicht oder nur zu Mondpreisen bekommen kann.
Wenn die eigene Pumpe gut läuft aber pinkelt, dann zuerst dort das Pinkeln abstellen: Hauptdichtung oder Wellendichtring kommen in Frage: durch abwischen und Schauen eventuell mit éiner 10.-€ Endoskopkamera am laptop anschliessen, waschwasserbehälter beim 202er ausbauen und gucken.
Wennst es nicht selber machen kannst, dann ist der OM604 ein wirtschaftlicher Totalschaden. Es wird bei den 700.- nicht bleiben, ist meine Befürchtung.

Ich hatte meinen 4,5 Jahre stehen, danach lief der Motor nicht mehr. Delphi Pumpen mögen keine lange Pausen. Bei einer gebrauchten Pumpe weißt du nicht wie lange die ausgebaut herumkugelt, mit welchem Treibstoff sie gefahren wurde, wieviele km sie gelaufen hat. Du baust sie ein und sie rinnt gleich oder etwas später, Dann kannst sie wieder ausbauen und abdichten. Oder du dichtest sie vor dem Einbau ab. Dann kannst gleich die eigene abdichten, von der weißt du wenigstens dass sie vorher gelaufen ist.

ja, die EPIC Nummer die stinkstiefel erwähnt hat steht auf der Pumpe drauf, man kann sie schlecht im eingebauten zustand ablesen, mit der Endoskopkamera, die haben vorne led-licht drauf und screenshot sollte es gehen ohne viel zerlegen zu müssen. Soweit ich das in Erinnerung habe gibts ein oder zwei dutzend EPIC-Nummern die ein Dichtsatz abdeckt. Wenn du lang genug im Netz suchst findest du es selbst.

Was noch dazukommen kann zu den 700.-
Alles Kleinigkeiten, aber es läppert sich in Material und Arbeitszeit zusammen:
Leckölleitungen, mit Abschlusskappe,
gelegentlich eine Hochdruckleitung die irgendwo am Ventildeckel oder der Plastikabdeckung 20 Jahre gescheuert hat und eine Kerbe bekommen hat.
Kraftstofffilter
Krafststoffleitungen komplet, ich meine die durchsichtigen, oder es könnte auch nur ein O-Ring an dem Anschluß an der Pumpe undicht geworden sein
Dichtung Unterdruckpumpe an steuergehäuse
neue selbstsichernde Mutter für Pumpenrad an ESP
Stifte für Gleitschiene Steuerkette, Gewinde zum Herausziehen ist nach vorne offen daher rostig,
Gleitschiene selbst, ich glaub die muss raus oder auch nicht, ich bin nicht allwissend
Ventildeckeldichtung, wenn diese 20 Jahre oder älter ist, könnte sie hart geworden sein, muss man im Gefühl haben.
alle Teile vom Keilrippenriemen, Spannrolle, Dämpfer, Lager mit dem 17er Inbus, alles hat man ja ausgebaut und stellt dann fest, dass die Teile alt aussehen, das Lager der Spannrolle quietscht etc. --> baust du dann den Schrott wieder ein oder gibt sie doch neu?
O-Ringe von der Ansaugspinne, sind 8 stück, weil der om604 ja ein 16V ist :-) , waren bei mir total hart

Ach ja, ist zwar anderes Thema: hast den Filter von der Servopumpe, ich gehe mal von dem alten Modell aus, weil Pumpe mir langem Kabel verbaut ist, erneuert? Servobehälter aufmachen, siehst du vor lauter schwarzer Brühe überhaupt bis zum Behälterboden? Dort ist der Filter "versteckt".

Vemtildeckel muss man übrigens nicht unbedingt runter nehmen. Man kann die richtige Stellung zum ESP Wechsel auch durch den Öleinfülldeckel erkennen, wenn man weiß in welchem Winkel man reinschauen muss um die Stellung des Loches zu sehen sodass man sicher ist dass man an der Kurbelwelle die "richtigen" 14,5 Grad nach OT erwischt hat. Dh man stellt mal die KW auf 14,5 nach OT, dann das Loch auf der NW suchen, ist es da passt die Stellung der KW. ist es nicht da, dann die KW nochmals rum drehen bis wieder 14,5 nach OT, dann muss das Loch an der NW da sein. dann kann man noch das Loch an der ESP öffnen und man muss die Kerbe sehen, wenn die Sicht nicht durch den nutzlosen Gummistöpsel genommen wird. Gummi raus und die Kerbe muss da sein. Blockierschraube rein und Linksgewindemutter lösen. Wenn Konuspumpenrad dann brauchts den Abzieher, bei Verzahnung scheint es auch so zu gehen. Hm das war die Kurzbeschreibung die zugegeben etwas komprimiert ist. Grob gehts so. Kleinigkeiten hab ich weggelassen.

Wenn die EPC-Lampe nicht angeht, der Motor ruhig läuft und Leistung hat, dann würde ich mir allererstens die Leckölleitungen und Kraftstoffleitungen anschauen. Wurde das schon gewissenhaft gemacht?

Steht vielleicht Kraftstoff im Ventildeckel wo die Vertiefungen für die Düsenhalter sind? Das Queransaugrohr muss runter und der Plastikdeckel, das ist eine leichte Übung.

Weil wenn der so eine Lacke macht ist das auch typisch für kaputte Leckölleitungen, der muss ja schon einen Liter mehr pro 100 km Verbrauch haben, oder? Ist ja eventuell sogar brandgefährlich, bitte dringend anschauen um kaputte Leckölleitungen ausschließen zu können.

Zitat:

@Thomas41s schrieb am 18. Februar 2019 um 21:04:51 Uhr:


Sind die denn noch dicht und laufen die denn noch umd was willst du dafür haben?

glaube so richtig in Ordnung ist keine der Pumpen mehr

zwei Motoren qualmten stark, einer kaum Leistung

einen der 604 habe ich dann auf 601-Pumpe umgebaut, die anderen geschlachtet

Momentaner stand ist das sämtliche Leitungen dicht sind und man kann erkennen das es wohl aus dem Pumpengehäuse, dort wo es geteilt ist, rauskommt. Der Motor ist noch nicht in den Notlauf gegangen und es wurde noch kein Fehler abgelegt. Das sind laut Aussagen von jemanden der sich auf diese Pumpen spezialisiert hat schon mal gute Voraussetzungen die Pumpe abzudichten und wieder normal zum laufen zu bringen. Fals einer dieser anderen Probleme auftreten würde wäre es meist schon zu spät für die Pumpe da sie dann schon Luft gezogen hätte und sie wäre hinüber oder besser gesagt das Mengenstellwerk. Falls das hinüber wäre, wäre damit die Pumpe ein Totalschaden, da diese es überhaupt nicht vertragen würde Luft zu ziehen. Ich werde die Pumpe samt Auto nächste Woche dahin bringen und hoffen das alles klappt. Ich werd dann schreiben ob wieder alles gut ist oder ich einen Fall für den Schrott habe.

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