Rechtsfahrgebot heute noch zeitgemäß?
Ich wollte jetzt nicht im Aufreger thread darüber diskutieren.
Ich habe ein wenig das Gefühl, dass das Gesetz mit dem Rechtsfahrgebot aus einer Zeit stammt, als die Straßen noch wesentlich leerer waren. Da war es auch noch wesentlich leichter umsetzbar, schön rechts fahren, für schnellere mal kurz nach rechts gehen und dann gleich wieder nach links...
Mittlerweile habe ich eher das Gefühl man sollte ab einer gewissen Verkehrsdichte mehr auf die gleichmäßige Auslastung aller Fahrspuren achten anstatt die linke(n) Spuren nur für Überholvorgänge freizugeben.
Wäre es nicht besser den Verkehr auf zwei oder drei Spuren mit gleichmäßiger Geschwindigkeit durvhzubringen als das heute übliche immer mal wieder ein paar überholen weil man meint auf der anderen Spur, etwas schneller zu sein, was sich meistens eh nur als kurzes Glück herausstellt.
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Ich habe schon oft die Vorstellung geäußert:
-Aufhebung des Rechtsfahrgebots
-Tempolimit
-überholen kann man auf jeder Spur
Ich wurde immer hart angegriffen, vermutlich weil dann viele ihren "Vorteil" auf der linken Spur schwinden sehen.
Einfach links fahren ist ja so schön einfach, man hat ja immer "Vorfahrt". Dahinter verstecken sich die Linksspurgeilen, ich habe da Rechte, Pflichten...nö !
Wenn man das Rechtsfahrgebot aufhebt werden viele überfordert sein, es wird dann so "kompliziert" als wenn man das Rechtsfahrgebot einhält. Blöder Satz, ist aber so. Die linke Spur mit easy "Ich habe ja Vorfahrt" ist dann Geschichte.
Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 29. April 2021 um 16:02:40 Uhr:
Um amerikanische Verhältnisse (keep Your lane), die ich übrigens sehr angenehm empfunden habe, hier einführen zu können wäre die Maßnahme, die man hier nicht offen schreiben darf, die Voraussetzung.
Definitiv. Das Eine bedingt das Andere. Anders ist das sicherheitstechnisch überhaupt nicht umsetzbar.
Zitat:
@Diedicke1300 schrieb am 29. April 2021 um 20:28:03 Uhr:
Ich habe schon oft die Vorstellung geäußert:
-Aufhebung des Rechtsfahrgebots
-Tempolimit
-überholen kann man auf jeder SpurIch wurde immer hart angegriffen, vermutlich weil dann viele ihren "Vorteil" auf der linken Spur schwinden sehen.
Einfach links fahren ist ja so schön einfach, man hat ja immer "Vorfahrt". Dahinter verstecken sich die Linksspurgeilen, ich habe da Rechte, Pflichten...nö !Wenn man das Rechtsfahrgebot aufhebt werden viele überfordert sein, es wird dann so "kompliziert" als wenn man das Rechtsfahrgebot einhält. Blöder Satz, ist aber so. Die linke Spur mit easy "Ich habe ja Vorfahrt" ist dann Geschichte.
Als quasi notorischer Rechtspurfahrer verstehe ich das nicht. Warum soll ich rechts überholen, wenn man die Übersicht links nicht hat. Und warum soll man links stur weiter fahren? Leben wir ein durcheinander oder eher geordnet?
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Ich denke eigentlich, dass es Stress rausnimmt. Aber auch, dass es ohne aTL nicht umsetzbar ist.
Gäbe noch andere nette Sachen wie das 4way Stop. Aber da sehe ich bei uns wirklich schwarz.
Man könnte ja auch das rechts abbiegen bei roter Ampel grundsätzlich erlauben. Also nach kurzem Halten an der Halte-bzw Sichtlinie darf unter Ausschluss von Behinderung und Gefährdung des Querverkehr rechts abgebogen werden.
In meinen Augen eine absolut sinnvolle Regelung, die es bei uns bei Ampeln mit dem grünen Pfeil in etwa vergleichbarer Weise gibt. Aber damit sind die meisten Autofahrer hier ja auch schon überfordert.
Aber moment mal :
Das ist doch DIE Lösung für das rechts abbiegendes Kfz gegen geradeaus fahrendes Fahrrad Problem.
Wenn man bei Rot rechts abbiegen darf, kann keiner gleichzeitig geradeaus weiter.
Zitat:
Aber moment mal :
Das ist doch DIE Lösung für das rechts abbiegendes Kfz gegen geradeaus fahrendes Fahrrad Problem.Wenn man bei Rot rechts abbiegen darf, kann keiner gleichzeitig geradeaus weiter.
Die Lösung für phatalogische Nicht In Die Spiegel-Schauer?
Für gibt's nur eine Lösung. Entzug der Fahrerlaubnis. 😉
Zitat:
@PHIRAOS schrieb am 29. April 2021 um 22:27:28 Uhr:
....
Wenn man bei Rot rechts abbiegen darf, kann keiner gleichzeitig geradeaus weiter.
Du müsstest halt nur alle Radwege entfernen damit die Radfahrer auf der Strasse fahren und den Fußgängern beibringen das der PKW Vorfahrt hat.
Zitat:
@PHIRAOS schrieb am 29. April 2021 um 15:36:52 Uhr:
Man könnte ja zumindest anfangen in Bereichen von TL von 80km/h oder weniger, alle Spuren gleichberechtigt zu machen und das ganze vielleicht auch mit einem Überholverbot zu verbinden. Ich meine es würde alles besser rollen, wenn alle Spuren gleichmäßig mit 80km/h rollen.
Das Problem liegt auch in der praktischen Umsetzung:
Bei TL 80km/h fährt bisher einer echte 80, ein anderer Tacho 80=echte 76, ein Lkw bergauf nur 50.
Ein Überholverbot würde heißen, dass der Langsamste von diesen das Tempo vorgibt und keiner schneller fahren darf als 50 oder 76 trotz eigentlich erlaubter 80 km/h.
Die Frage ist, wozu das alles? Nur damit einige wenig Stressresistente, die mit der ein oder anderen Lichthupe nicht klar kommen (und sie selbst wahrscheinlich noch öfter zur Verkehrserziehung nutzen) zwei mal die Woche etwas weniger stressige Situationen haben und mehr vor sich hin zockeln können? Dies würden sie auch mit einem ATL nicht bekommen oder einem aufgehobenen Rechtsfahrgebot. Dann darf ich wenigstens rechts legal überholen. Und da, wo es sowieso zu voll ist, fährt auch heute keiner 250, das ist eines dieser üblichen V&S Märchen. Klar gibt's den ein oder anderen Verrückten, aber der würde sich auch dieser Welt so verrückt aufführen, in der Eure Wünsche erfüllt wurden. Ich hab auch in Holland schon waghalsige Manöver von Halbirren gesehen und in Italien Typen, die die mit geschätzten 180 im TL überholen.
Auch bei ATL 80 mit vollem Überholverbot währe das V&S voll von genau den gleichen Threads.
Ich kann @Gurkengraeber nur zustimmen. Auf Seite 3 des Themas angelangt vermag ich die segensreiche Wirkung einer Aufhebung des Rechtsfahrgebots nicht zu erkennen. Alles, was dafür als Begründung genannt wurde, ist nicht Folge des Rechtsfahrgebots, sondern unvernünftigen Verhaltens.
Grüße vom Ostelch
Ich weiß nicht wo ihr unterwegs seid, aber auf den deutschen Autobahnen auf denen ich unterwegs bin existiert das Rechtsfahrgebot schon de facto nicht mehr. Zumindest verhalten sich alle VT's so. Ich frage mich manchmal ob ich eine Anpassung der StVo verpasst habe 😕
zum Thema Amerika: Redet mal mit nem Ammi, der schwärmt von der "German lane discipline" - Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras grüner - gilt für Deutsche als auch für Ammis 😉
Also ich bin zu 99% auf deutschen Autobahnen unterwegs, ca 35.000km Jahr. Ja, es wird rechts überholt, mache ich auch wenn einer auf der linken Spur zu lange schleicht und rechts frei ist. Aber dies ist natürlich kein Dauerzustand. 😉