R1200ST Kupplung fertig? Bitte mal gucken
Hi Leute,
weil´s eh schon wurscht ist, hab ich jetzt mal die Kupplung ausgebaut.
Meiner Meinung nach wird´s Zeit für eine neue. Was meint ihr?
Die Nieten und der Belag sind schon fast gleichauf.
Die Gesamtstärke beträgt noch 0,54cm.
Noch was: Alles neu kaufen oder nur die Reibscheibe?
Beste Antwort im Thema
Können wir bitte beim Thema Kupplung bleiben.
57 Antworten
Ich habe neulich in einer Autowerkstatt nach entsprechendem Fett gefragt, die meinten, man könne dort auch Molykotefett nehmen, sie machen das immer so.
Jetzt weiß ich, wo ich mit Reparaturen NIEMALS hingehen werde.
Staburags oder Optimoly TA klebt sehr gut und ist temperaturbeständig. Im Bereich der Getriebewelle gibt es keine hohe Umfangsgeschwindigkeit, da schleudert auch so gut wie nichts weg, außerdem ist da ja die Verzahnung der Mitnehmerscheibe im Weg.
Natürlich darf mal das nicht zu dick einschmieren.
Hallo Jungbiker,
etliche werkseitige Bohrungen auf div. Kupplungsteilen dienen der Auswuchtung, daher sollte man eben beim Zerlegen auf die Einbau-Position achten.
Zum Fett:
Ich verwende schon seit Jahren eine Molykote-Paste- jetzt Schwarze Montagepaste G-n plus
mit großem Erfolg für viele Zwecke, für den Antrieb-Kardan dann das vom Werk-empfohlene Fett.
Warum sollte das Molykote-Fett nicht verwendet werden - die og.Paste ist bis 450 Grad temp. beständig.
Molykote Paste und Molykote Fett ist nicht dasselbe. Molykote Fett ist weich und kein bisschen klebrig.
Man kann aber auch ganz einfach das nehmen, was der Hersteller vorgibt- gar nicht so schwierig😁
Zitat:
@ricofan schrieb am 21. Januar 2019 um 15:53:52 Uhr:
Zum Fett:
Ich verwende schon seit Jahren eine Molykote-Paste- jetzt Schwarze Montagepaste G-n plus
mit großem Erfolg für viele Zwecke, für den Antrieb-Kardan dann das vom Werk-empfohlene Fett.
Warum sollte das Molykote-Fett nicht verwendet werden - die og.Paste ist bis 450 Grad temp. beständig.
Molykote ist eine Marke und die haben verschiedenste Pasten und Fette.
Das G-n Zeug hat z.B. Festschmierkorper im Fett, das ist auf der einen Seite gut, weil man gute Notlaufeigenschaften hat, auf der anderen Seite ist es schlecht, weil es die Oberflächen anrauht, aus polierten Flächen, werden matte Flächen!
Ich würde das nicht überall dran machen.
Übrigens ist Temperaturbeständig nicht eine Eigenschaft die ein Fett für alles ideal macht.
Temperaturbetändig ist nur da wichtig, wo es auch gebraucht wird.
An anderen Stellen ist Druckstabilität, Reibungsminderung, Korrosionshemmung, Wasserbeständigkeit etc. viiiiel wichtiger.
Aber mal unter uns gesagt, es gibt auch gaaanz viel Stellen am Motorrad da passt es schon wenn man das umgangssprachliche "Staucherfett" verwendet. Ein Mehrzweckfett , oft ein Lithiumseifenfett, passt wirklich oft und ist ca. von -30°C bis 125°C gut einsatzfähig.
Ich selbst verwende sehr gern verschiedenste Schmierstoffe von Putoline.
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Kupplung ist erneuert und funktioniert super.
Kurzer Bericht. GILT NUR FÜR R1200ST. FÜR ANDERE MODELLE KANN ICH NICHT SPRECHEN.
1. Es ist völlig egal, wie man die Kupplung einbaut. Die Kupplungsteile sind feingewuchtet. Man muss also nicht vorher irgendwas markieren und wieder so einbauen, wie es war. Steht auch explizit so im Reparaturbuch.
2. Hab nur die Reibscheibe ersetzt, nachdem die Meinungen hier auch in die Richtung gingen. Die Teile sahen nach Reinigung auch noch aus wie neu.
3. Die Reibscheibe kommt jetzt von Valeo und nicht mehr von Sachs. Wurde mir im original BMW Karton geliefert. Bei BMW bestellt.
4. Die 6 Bolzen wurden erneuert.
5. Als Zentrierdorn habe ich eine Schlauchtülle (Gardena) verwendet und die Kupplungsstange durchgesteckt. Passt perfekt. Danke nochmal für den Tipp ans GS Forum.
6. Schwierigkeitsgrad: einfach. Bis man mal bis zur Kupplung vordringt ist es eher schwieriger, zudem viel Arbeit, aber durchaus machbar. Die größten Stolpersteine sind die Bremsleitungen, der Kabelstrang und die zahlreichen Stecker. Auch das Einbauen der Schwinge war etwas tricky aber mit Hilfe einer zweiten Person ging es dann doch einfach.
7. Die Rep.-Rom von carlsalter hilft ungemein. Dazu Explosionszeichnungen von realoem und Fotos, die man vorher macht, wenn es zum Beispiel um die Verlegung der Kabel geht.
Fazit: Einfacher als gedacht, viel Arbeit, langes Warten auf Ersatzteile, teuer trotz Eigenarbeit.
Für die Reibscheibe 150€, Ersatzteile Getriebe 600€, Reparatur Getriebe 200€, 2 Faltenbalge Kardan 120€ bezahlt.
Defekt im Getriebe waren eigentlich nur Schaltmuffe und Schaltgabel. Lager und Dichtungen wurden aber auch vorsichtshalber mit gewechselt. Die restlichen Teile, wie Gehäuse, Zahnräder, Schaltwalze, etc. sahen nach ca. 70.000 km noch sehr gut aus. Der Magnet, der für den Schaden verantwortlich war, wurde weg gelassen. Statt dessen kommt jetzt noch eine magnetische Ölablassschraube rein .
Dazu noch 2 Drehmomentschlüssel gekauft für ca. 120€. Die braucht man unbedingt.
Staburags 16€, Getriebeöl, Lagerfett, etc. Außerdem habe ich den Heckrahmen an der Führung des Schaltgestänges schweißen lassen 25€ und anschließend schleifen und lackieren lassen.
Werkzeug benötigt man kein besonderes, außer den Drehmomentschlüsseln. Der große Ratschenkasten von Louis für 70€ reicht fast aus. Für die kleineren Schrauben ist ein Schlüssel mit Bitsatz nützlich.
Ich würde es wieder machen.
Grüße
JB
Spitze, gut gemacht.
Kannst du mir das mit Tülle usw. noch etwas näher bringen, am besten mit Bildern?
Klaro. Du nimmst so einen Plastiknippel von einem Schlauchsystem. Kennt jeder unter Gardena. Meins war von einer anderen Marke. In die Aufnahme von der Reibscheibe reinstecken und dann die Kupplungsstange durch. Hat absolut NULL Spiel. Damit kannst Du super die Reibscheibe zentrieren. Danach erst die 6 Schrauben anziehen.
Ist halt praktisch, wenn man keinen richtigen Zentrierdorn zu kaufen bekommt, wie es in meinem Fall war.
Waren die Füchse vom GS-Forum.
Die sind eh viel lässiger, wenn es ums Schrauben geht, so nach dem Motto "Geht scho".
Dagegen bin ich voll der Pedant.
Auf die Idee muss man erstmal kommen.
Zum Glück hab ich die Möglichkeit, mir ( fast) alles passend zu drehen.
Och, oft haben wir früher bei Autos mit Besenstielen und allem was einer Führung nahe kam gearbeitet😉
Denn eine Drehbank konnten und können wir uns nicht leisten😉