Q7 vs. Fiat 500

Audi Q7 1 (4L)

Hallo!

Der ADAC hat seinen neusten Crash-Test veröffentlicht:

www.adac.de

Gut, dass ich keinen Fiat 500 fahre!

Die Sache mit dem "... mangelnden Partnerschutz..." gibt hier wieder reichlich Zündstoff für die SUV-Gegner.

Grüße an Alle

Beste Antwort im Thema

Auch wenn ich eindeutig eher ein Q7 Fan bin, als ein Fiat 500 Fahrer, muss ich schon zugeben, dass das Ergebnis eigentlich erschreckend ist...

Natürlich ist ein Argument für einen SUV auch, dass man einen erhöhten Insassenschutz genießt. Dass dieser jedoch auf Kosten des Unfallgegners geht (in diesem Fall Fiat) find ich persönlich aber bedenklich...

Ich glaube nicht, dass irgendjemand nach einem solchen Crash aus seinem Q7 aussteigen will und nach dem obligatorischen Check nach der eigenen Familie feststellen muss, dass im unfallgegnerischen Auto (welches ja auch den neuesten Sicherheitsstandards entspricht) vielleicht keiner überlebt hat... Und mit einem A6 wärs aber vielleicht gut gegangen....

Ganz ehrlich, da würd ich mir von den SUV Herstellern schon erwarten, dass auch auf kleinere Fahrzeuge "Rücksicht" genommen wird, bei der Konstruktion der Karosse und Sicherheitseinrichtungen...

NEIN, ich bin keine radikaler Grüner, der hier die SUVs beschimpfen muss, aber so richtig erfreulich find ich das Ergebnis nicht... Es wird immer Leute geben, die auch so kleine Autos fahren, weil sie nicht mehr brauchen, wer weiß, vielleicht ist es einmal meine (oder eure) Tochter, die gerade den Führerschein gemacht hat und sich als Fahranfängerin ein solches "kleines praktisches" Auto wünscht... Ich will hier wirklich nicht weiter ausführen, was ich mir denken würde, wenn sie dann bei einem Unfall mit einem SUV umkommen würde, was vielleicht bei einem normalen PKW nicht passiert wäre...

Meine Meinung: Hier herrscht dringender Handlungsbedarf!

Lg, Z

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Also es ist wirklich nicht so, dass ein solches Ergebnis quasi "gottgegeben" ist! Das wird auch deutlich, wenn man sich mal den Film auf dieser Seite bis zum Ende anschaut (am besten im Großformat) und mal die Trägerstrukturen von Audi Q7 und Fiat 500 vergleicht (an beiden Fahrzeugen rot).
Da sieht man schon recht einfach, warum das Ergebnis so ist wie es ist. Dass der spitze Längsträger ein Loch in den Fiat 500 gestoßen hat, ist bei der Trägerkonstruktion des Q7 kein Wunder (aber auch die Träger des Fiat sind etwas zu schmal).
Die Q7-Konstruktion dürfte sich übrigens auch ungünstig auf den Eigenschutz des Q7 auswirken, denn schon der verhältnismäßig leichte Fiat 500 hat sich nur am Vorderrad des Q7 abstützen können und den Fußraum des Q7 deformiert. Zudem hat er, obwohl er sich nicht ordentlich abstützen konnte, schon fast den Querträger des Audi abgerissen!
Was passiert, wenn ein schwereres oder härteres Hindernis den zu schmalen Träger des Q7 vielleicht sogar komplett verfehlt, kann man sich wahrscheinlich vorstellen.

Also das Problem ist, wenn man genauer hinschaut, durch vernünftige Träger schon um Einiges zu entschärfen. Dass natürlich der Masseunterschied bleibt und damit das leichtere Fahrzeug viel stärker belastet wird, ist auch klar.

Gruß
Michael

Hallo,

nur mal so eine Frage, wie schaut es aus wenn ein Fiat 500 gegen einen 48Tonner prallt. Soviel ich weiß sind in D mehr LKW`s unterwegs wie Q7 oder sonstige SUV`s. Sind dann LKW`s auch nicht sozialverträglich?????

Bevor diese Suppe so hochkocht überlegt doch mal wie wahrscheinlich es ist mit einem 500er frontal auf einen Q7 zu treffen.

Ansonsten gilt Physik ist nicht zu überlisten und der 500er ist eine richtig schöne geile Kisten. Wenn ich noch mal jung wäre....

Gruß

Wusler

Zitat:

Original geschrieben von wusler


Hallo,

nur mal so eine Frage, wie schaut es aus wenn ein Fiat 500 gegen einen 48Tonner prallt. Soviel ich weiß sind in D mehr LKW`s unterwegs wie Q7 oder sonstige SUV`s. Sind dann LKW`s auch nicht sozialverträglich?????

...

Inwieweit Fracht immer noch auf der Autobahn transportiert werden muss, ist angesichts eines vorhandenen Schienennetzes, das aber gewiss einiger Optimierungen bedarf, eine berechtigte Überlegung. Allerdings wird man doch festhalten müssen, dass zum Transport größerer Mengen Frachtguts auf der Autobahn ein entsprechendes Fahrzeug nötig ist. In einem Kleintransporter lassen sich nun mal nicht die Mengen transportieren wie mit einem großen Sattelschlepper samt Auflieger. Ob allerdings ein SUV zum Transport eines einzelnen Menschen erforerlich ist, darf schon einmal hinterfragt werden. Welches der beiden Fahrzeuge nun das sozialverträglichere ist, ist letztlich eine normative Frage. Durch meine suggestive Formulierung sollte mein Standpunkt klar sein. Dem steht die Tatsache, dass ein SUV auch "artgerecht" genutzt werden könnte, natürlich nicht entgegen.

Zitat:

Original geschrieben von onkel_eduard


Inwieweit Fracht immer noch auf der Autobahn transportiert werden muss, ist angesichts eines vorhandenen Schienennetzes, das aber gewiss einiger Optimierungen bedarf, eine berechtigte Überlegung.

Das ist leider fast komplett ausgelastet - eher überlastet. Schon kleinste Störungen im Ablauf an sensiblen Stellen haben schon Auswirkungen auf das ganze Netz.

Gruß
Michael

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Selbst Top-Gear hat sich mittlerweile der Sache angenommen und folgende Frage in den Raum gestellt:

"So what's the solution? Do we enter a Mutually Assured Destruction race where we all end up driving Challenger tanks? Or ban anything bigger than a 500 from Britain's roads?"

Ich bin ebenso der Meinung, dass derzeit ein Wettrüsten am Laufen ist und jeder gerne ein größeres Fahrzeug aus Prestige und Sicherheitsgründen fahren möchte. Wobei ohne die Existenz dieser Fahrzeugklasse die Sicherheitsproblematik gar nicht so gravierend wäre.
Heute wollte ich beispielsweise aus einer Einfahrt rausfahren, wobei sich ein Touareg näherte. Ich habe zu meiner Beifahrerin nur gesagt, dass ich mich mit dem nicht anlegen sollte und bin stehen geblieben. Sie hat dann nur gemeint, dass er uns locker zermalmen würde. Das Ende vom Lied: wir wollten einen höher gelegten Dodge Ram mit Kuhfänger. Ein Teufelskreis.

Zitat:

Original geschrieben von ascrgolf3



Ich bin ebenso der Meinung, dass derzeit ein Wettrüsten am Laufen ist und jeder gerne ein größeres Fahrzeug aus Prestige und Sicherheitsgründen fahren möchte.

Exakt das Gegenteil ist der Fall - das Wettrüsten ist gottlob ein Abrüsten in jeder Hinsicht. Hat bloß noch nicht jeder verstanden.

Wer arbeitet jetzt bei Audi nach dieser Aktion eigentlich hektisch(er):

Die Ingenieure am zukünftige A 1 mit entsprechend konstruktiven Änderungen um im darauffolgenden Crash-Vgl. zu zeigen hier wäre es gar nicht so schlimm bei David vs Goliath gekommen.

Das Marketing im aktiven-verstummen, damals nach 4 Sternen-Test fehlten wohl auch die Worte oder was kam nach dieser Aktion von denen zu gebahren ?!

Ist der Unterbau von Touareg und Cayenne eigentlich genauso ?

Es war doch auch absehbar das so ein Szenario mal wieder an die Öffentlichkeit kommen mußte, nach den auch vielfach schon genannten und mir auch gleich gedankl. aufkommenden Crashs von Klein-Gross.
Bzw. 5-Sterne im Euro-Ncap nur gut innerhalb der eigenen (Physik/gew.-) Klasse sind, leider.

Zitat:

Original geschrieben von ascrgolf3


.... Heute wollte ich beispielsweise aus einer Einfahrt rausfahren, wobei sich ein Touareg näherte. Ich habe zu meiner Beifahrerin nur gesagt, dass ich mich mit dem nicht anlegen sollte und bin stehen geblieben. Sie hat dann nur gemeint, dass er uns locker zermalmen würde. ...

Wenn ich mich so vor jedem Fahrzeug ängstigen würde, welches größer ist als mein eigenes, dann würde ich

a) selbst mit meinem Q7 noch in dieser Einfahrt stehen und warten

b) bei dieser Angst ernsthaft überlegen, ob ich nicht lieber den Führerschein abgebe und hinterfragen, ob ich für den Strassenverkehr noch "tauglich" bin!

Viele Grüße

Markus

Hallo,

verstehe die ganze Aufregung überhaupt nicht, ich bin zwar jetzt kein Statistikprofi, aber ich glaube das man eher im Lotto gewinnt als das ein 500er einen Q7 frontal erwischt. Da gibt es eher die Möglichkeit das ein LKW oder Kleintransporter der Unfallgegener ist. Komischerweise regt dieses Thema keinen auf. Wenn man was tun will für die Sicherheit würde ich ein Abstandsradar im LKW zwingend vorschreiben. Schon mal Bilder gesehen wenn ein LKW auf das Stauende zurast? Da bleibt selbst vom Q7 wenig übrig.
Wenn man ein Crash vermeiden will hilft nur eins Zuhause bleiben!!!

Gruß

Wusler

Vielleicht können wir das Thema auch mal abschließen. Wenn wir alle mal locker durch die Hose atmen werden wir feststellen dass

a) die Wahrscheinlichkeit "500 meets Q7" nicht entscheidend ist da das Problem bei allen Kleinwagen gleich bleiben wird
b) nicht jede vorgetragene Kritik am Q7 gleichzusetzen ist mit einem Generalangriff auf das Auto oder die Fahrzeugklasse
c) so mancher "Kritiker" über's Ziel hinausschießt wenn er hier von Zahlungen an Unfallopfer spricht (das ist von der Crashstruktur unabhängig und nur vom Verschulden abhängig)
d) die Unterstellung dass Q7-Fahrer sozial unverträglich sind und gerne andere umbringen nicht wirklich zur Versachlichung beigetragen hat und dass
e) die Crashstruktur des Q7 wirklich verbessert werden kann - ebenso wie die von vielen anderen Autos.

Aloha und auf bald

Dennie

Hallo Denni,

hab gerade durch die Hose geatmet und stelle fest bei diesen Temperaturen mieft es!

Was ich aber oben ausdrücken wollte ich sehe nur ganz selten einen Unfall mit einem SUV (hast auf jeden Fall Recht SUV-Fahrer wollen höchst selten mit dem Auto jemanden um die Ecke bringen), was ich aber sehr oft sehe sind Unfälle mit Kleintransporter und ähnlichem Zeugs. Meistens rasen die wie Harry und sind auch noch überladen ohne Ende und darüber regen sich die Kleinwagenfahrer nicht auf??? Wie würde denn der Crashversuch aussehen wenn so einer gegen den Fiat fährt, bleibt da noch was übrig das man den Fiat noch erkennen kann (Fiat=alle Kleinwagen)?

Gruß

Wusler

Zitat:

Original geschrieben von Dennie


Vielleicht können wir das Thema auch mal abschließen. Wenn wir alle mal locker durch die Hose atmen werden wir feststellen dass

a) die Wahrscheinlichkeit "500 meets Q7" nicht entscheidend ist da das Problem bei allen Kleinwagen gleich bleiben wird
b) nicht jede vorgetragene Kritik am Q7 gleichzusetzen ist mit einem Generalangriff auf das Auto oder die Fahrzeugklasse
c) so mancher "Kritiker" über's Ziel hinausschießt wenn er hier von Zahlungen an Unfallopfer spricht (das ist von der Crashstruktur unabhängig und nur vom Verschulden abhängig)
d) die Unterstellung dass Q7-Fahrer sozial unverträglich sind und gerne andere umbringen nicht wirklich zur Versachlichung beigetragen hat und dass
e) die Crashstruktur des Q7 wirklich verbessert werden kann - ebenso wie die von vielen anderen Autos.

Aloha und auf bald

Dennie

Sehe ich genau so! Das Problem ist ja nicht nur auf den Q7 begrenzt, vielmehr steht er exemplarisch für eine ganze Fahrzeuggattung. Die Konstrukteure sollten nach meiner Meinung den Ansatz wählen, wenn wir Fahrzeuge die eine ungeheure Eigenmasse besitzen entwickeln und bauen, sollten diese auch in der Lage sein, die bei einem Unfall durch die hohe Masse entstehenden Kräfte SELBST abzubauen und nicht auf den kleineren und leichteren Unfallgegner zu übertragen. Diese Woche wurde die Sendung Quarks & Co auf dem WDR über genau dieses Thema ausgestrahlt.

Ich persönlich würde es auch als sehr "unangenehm" empfinden im Falle eines Unfalls mit meinem TT einen SUV (egal ob Q7, X5, Landrover etc.) als Gegner zu haben.

Energie = Masse * Beschleunigung! Da bei einem Unfall die auftretende Energie möglichst gering sein sollte, gibt es 2 Einflussfaktoren:

1. Beschleunigung: Ist durch die StVO schon reglementiert bzw. wollen wir eigentlich langsamer fahren?

2. Masse: Die Autos sollten also leichter gebaut werden und nicht immer schwerer!

Und da sollten wir die Kritik anbringen. Es geht nicht darum, ob sich wer was für ein Auto leisten kann und wer nicht usw. Es geht daum, dass die Hersteller an der Konstruktion der Fahrzeuge was ändern müssen!

Gruß DeMü

Ich habe ein Patent angemeldet. Es beinhaltet einen Sensor auf dem Dach eines Autos und einen Schleudersitz im Innern, der ausgeloest wird, wenn Zerquetschungsgefahr besteht. Durch den, auf dem Dach befestigten, Sensor wird sichergestellt, dass der Schleudersitz nicht unter einer Bruecke ausloest. In dem Schleudersitz integriert ist natuerlich ein Fallschirm, der automatisch ausloest.

Der Fiat 500 Fahrer wird also ganz gediegen auf dem Dach des Q7 landen und kann sich dort, je nach Wettersituation, noch kurz sonnen 😉.

Zitat:

Diese Woche wurde die Sendung Quarks & Co auf dem WDR über genau dieses Thema ausgestrahlt.
Gruß DeMü

Weisst du zufällig ob diese Sendung wiederholt wird?, Würde mich sehr interessieren.

Ciao Markus

Am Samstag um 09:40

http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0729/000_unfall.jsp

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