Provokation im Straßenverkehr
Hallo liebe MT'erinnen und -Talker,
mich würde mal interessieren, was ihr ganz persönlich so als Provokation im Straßenverkehr empfindet.
Am liebsten wären mir natürlich erlebte Fallbeispiele.
z.B.:
- Was macht euch rasend (nicht im Sinne des Tempos) und wie schnell verfliegt eure Wut wieder?
- Wie unterscheidet ihr für euch, ob die empfundene Provokation absichtlich oder unbeabsichtigt erfolgte?
- Hat eine empfundene Provokation schon mal Auswirkungen auf das persönliche Fahrverhalten gehabt?
Freue mich über eine rege (und sachliche) Beteiligung.
LG
Andreas
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von ichtyos
Habe ich selbst so einmal alle fünf Jahre erlebt. Und dann gab es eine Meldung über 110 - mit entsprechenden Folgen für den Trucker. 😁
Genau, erst die Profis auf der AB nerven und dann nach dem Schutzmann klingeln. Erbärmlich.
🙄
97 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von einTraumtaenzer
Priorität sollte meiner Meinung nach immer die 1. Situation haben, in diesem Falle die mit dem überholenden LKW, denn wenn Du den schnell wieder nach rechts einscheren lässt, dann entschärfst Du damit die Balgerei auf der mittleren und der linken Spur, wo höhere Geschwindigkeiten und damit auch ein größeres Unfallrisiko herrscht. So sehe ich das zumindest.
... oder er löst damit eine Kettenreaktion von überholenden LKW aus und wird nach hinten durchgereicht. Damit ist dem schnellen Verkehr links auch nicht wirklich geholfen.
Wenigstens einer, der mich versteht. Genau das Durchreichen nach hinten mit der Überholflut wollte ich vermeiden. Und nach 25 Jahren Wohnwagenerfahrung kenne ich das Problem zur Genüge. Zumeist geht es ja so aus, dass der Trucker einfach weiter nach vorne durchzieht. Über einen sehr knappen Sicherheitsabstand (10 Meter oder so) beim Einscheren rege ich mich ja gar nicht auf. Aber wenn der Trucker schon rüberzieht, bevor er an meinem Auto vorbei ist und ich ein Versehen ausschließen kann, ist meine Toleranz überschritten. Fehler kann jeder machen - ich auch. Aber das war Absicht.
Zitat:
Original geschrieben von ichtyos
Wenigstens einer, der mich versteht.
Yepp. Habe jahrelang nen 4,3 Tonner mit 65 PS gefahren. Gehst du mit 85 die Steigung an kommst du oben mit 75 raus. Gehst du nur einmal für Sekundenbruchteile vom Gas hast du den Rest der Steigung mit 45 und brüllendem Motor vor dir, im Sommer bei langen Steigungen bis an die "Dampfgrenze" des Kühlwassers ...
Das sehe ich nicht gerade als gefahrenmindernd an.
@ichtyos
Jetzt kommen wir der Sache näher. Ich bin von einer adäquaten Motorisierung des Zugfahrzeugs ausgegangen. Wenn dem jedoch nicht ist, hast Du natürlich Recht. Auch an Leute wie Hanomag hab ich ned gedacht, mea culpa.
So long
Ghost
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Zitat:
Original geschrieben von ichtyos
Nö - ob die neue Palette um 6 oder erst um 8 Uhr ankommt, ist mir wayne. Mein privater Vorrat reicht so einige Tage. Und wenn ich an einem Tag mal vor leeren Regalen stehen sollte, kaufe ich halt ein paar Tage später nach. Ist mir egal.Zitat:
Original geschrieben von 1a2b3c
Du kannst doch jetzt nichts gegen die Profi LKW Fahrer sagen die dir den Kaffee zum Supermarkt liefern.
wenn's dann 40 jahre werden, wie einst mal in der ddr - auch kein ding. 😁
Zitat:
Original geschrieben von invisible_ghost
@ichtyosJetzt kommen wir der Sache näher. Ich bin von einer adäquaten Motorisierung des Zugfahrzeugs ausgegangen. Wenn dem jedoch nicht ist, hast Du natürlich Recht. Auch an Leute wie Hanomag hab ich ned gedacht, mea culpa.
So long
Ghost
Das Auto war halt für den Alltag eingeplant und hat da einen richtig guten Job gemacht. Der 1,9-Liter Saugdiesel im Citroen BX war imho damals der Beste seiner Zunft.
Und bei den recht wenigen Tagen, an denen er auch einen Wohnwagen bewegen musste, war halt voller Einsatz von Mensch und Maschine gefragt.
Zitat:
Original geschrieben von turbocivic
wenn's dann 40 jahre werden, wie einst mal in der ddr - auch kein ding. 😁
Kannst Du das mal ausführlich erläutern? Ich verstehe das gerade nicht. 😕
spätestens, wenn du auf malzkaffee ausweichen und koffeintabletten (kokain, methamfetamin, ampfetamin, chrystal oder speed) einwerfen / efedrin spritzen musst, verstehst du's. 😁
Naja... wenn wir gerade schon bei dem Thema sind:
Es gibt kein Gesetz für LKW, welches ihnen das Recht gibt, ständig 85 km/h fahren zu können.
Ich kann auch nicht ständig auf unlimitierten Strecken 160 km/h fahren, das gibt der Verkehr heutzutage einfach nicht her. Auch ich muss oft vom Gas gehen oder bremsen und wieder beschleunigen, das ist ein ganz normaler Vorgang.
Wenn ein LKW von hinten auf einen deutlich langsameren auffährt und mit genügend Schwung in überschaubarer Zeit vorbei ist, dann gehe ich natürlich vom Gas und lasse ihn raus - überhaupt kein Thema, miteinander geht immer besser als gegeneinander - aber diese sinnlosen, kilometerlangen Elefantenrennen, bei denen jeder der schnellere sein will, empfinde ich manchmal schon auch als eine Art Provokation an die gesamte PKW-Schlange, die sich dahinter staut.
So, nun bin ich soweit das ich auch hier meine Meinung zum besten geben kann.
Als der Traumtaenzer das Thema eröffnet hat wollte ich sofort losschreiben. Aber was war los ? Obwohl ich bekanntlich mit einigem in unserem System Straßenverkehr nicht zufrieden bin, konnte ich wirklich nicht sagen was mich in selbigem provoziert. Das konnte echt nicht sein, ich habe angefangen drüber nachzudenken.
Eine Provokation muss immer eine Reaktion hervorrufen, brüllen, schlagen, dicht auffahren, zur Rede stellen......, konnte ich bei mir nichts finden was mich dazu bewegt.
Viele Handlungen empfinde ich schlicht und ergreifend "nur" als Ärgernis.
Von den Handlungen, auf die ich hier und jetzt nicht näher eingehen möchte, weiß ich auch nicht wirklich, ob sie als Provokation gedacht sind, oder ob sie einfach nur aus einer Dummheit heraus geschehen, frei nach dem Motto "Er/Sie kann/weiß es nicht besser oder aus einer Gleichgültigkeit heraus getätigt werden. Ich bin mir sicher, bei vielen VTs ist es auch eine Mischung aus beidem, sie wissen/können es nicht besser, bzw. gleichzeitig ist es ihnen scheiß egal ob sie andere behindern, belästigen oder gar gefährden.
Ja ich glaube das ist die größte Gruppe. (Unwissenheit/Unvermögen und Gleichgültigkeit)
Die wenigsten provozieren bewusst, sie warten auf eine Gegenreaktion, erst dann fühlen sie sich bestätigt, fühlen sich beachtet und wahrgenommen...
Egal, sollte man sich mit einem VT gleich aus welcher Motivation heraus er sich gegen die Regel benimmt gegenüber sehen, man sollte ihn mit Nichtachtung strafen, versuchen ihm aus dem Weg zu gehen.
Bestand eine bewusste Provokation ist dies die größte "Strafe" für den Provokateur.
Zitat:
Original geschrieben von Han_Omag F45
Du kennst das nicht? An der roten Ampel - Nebenmann "spielt" mit dem Gaspedal und schaut zu dir rüber?Zitat:
Original geschrieben von mattalf
Was ist ueberhaupt Provokation im Strassenverkehr? ...
Wenn ich jetzt mal so richtig drueber nach denke, bin ich eigendlich noch nie Provoziert wurden. Zumindest im Strassenverkehr.
Also "zügig" los beschleunigen - und bei 50 aufhören und den "Schiedsrichtern" die etwas weiter hinten waren den Rest überlassen 😁
Ja, das macht bestimmt mehr Spaß als das Rennen zu gewinnen. So tun, als würde man sich drauf einlassen, dann ganz normal weiterfahren und zusehen, wie die Polizei das Startgeld abkassiert. Da ist nichts fieses dran, wer allein schon die Idee hat, so ein sinnloses Rennen zu fahren, soll auch den Preis dafür bezahlen.
Zitat:
Original geschrieben von Diedicke1300
So, nun bin ich soweit das ich auch hier meine Meinung zum besten geben kann.
Als der Traumtaenzer das Thema eröffnet hat wollte ich sofort losschreiben. Aber was war los ? Obwohl ich bekanntlich mit einigem in unserem System Straßenverkehr nicht zufrieden bin, konnte ich wirklich nicht sagen was mich in selbigem provoziert. Das konnte echt nicht sein, ich habe angefangen drüber nachzudenken.
Eine Provokation muss immer eine Reaktion hervorrufen, brüllen, schlagen, dicht auffahren, zur Rede stellen......, konnte ich bei mir nichts finden was mich dazu bewegt.
Viele Handlungen empfinde ich schlicht und ergreifend "nur" als Ärgernis.
Von den Handlungen, auf die ich hier und jetzt nicht näher eingehen möchte, weiß ich auch nicht wirklich, ob sie als Provokation gedacht sind, oder ob sie einfach nur aus einer Dummheit heraus geschehen, frei nach dem Motto "Er/Sie kann/weiß es nicht besser oder aus einer Gleichgültigkeit heraus getätigt werden. Ich bin mir sicher, bei vielen VTs ist es auch eine Mischung aus beidem, sie wissen/können es nicht besser, bzw. gleichzeitig ist es ihnen scheiß egal ob sie andere behindern, belästigen oder gar gefährden.
Ja ich glaube das ist die größte Gruppe. (Unwissenheit/Unvermögen und Gleichgültigkeit)
Die wenigsten provozieren bewusst, sie warten auf eine Gegenreaktion, erst dann fühlen sie sich bestätigt, fühlen sich beachtet und wahrgenommen...Egal, sollte man sich mit einem VT gleich aus welcher Motivation heraus er sich gegen die Regel benimmt gegenüber sehen, man sollte ihn mit Nichtachtung strafen, versuchen ihm aus dem Weg zu gehen.
Bestand eine bewusste Provokation ist dies die größte "Strafe" für den Provokateur.
Tja, ich denke auch, daß 99% der "Provokationen" im Straßenverkehr nicht beabsichtigt sind, sondern wohl eher auf Fehleinschätzungen der Verkehrslage oder kurzer Unaufmerksamkeit beruhen. Schließlich wollen wir ja alle nur heil und ohne Beule von A nach B gelangen. Deshalb ist für mich §1 der Straßenverkehrsordnung oberstes Gebot. Immer mit dem schlimmsten rechnen. Auch wenn manche das für übertrieben halten. Mit dieser Einstellung zu fahren und Unfälle durch mein eigenes Verhalten zu verhindern gibt mir jedesmal Bestätigung, wenn es fast -und eben NUR FAST- gekracht hätte. Klar erschreckt man sich dann, ist kurz wütend und fragt sich, was der Fahrer sich wohl dabei gedacht hat. Wenn er sich was dabei gedacht hat. Aber das wars dann auch. In dem Moment denke ich:"Wahnsinn, wie ich diesen Unfall verhindert habe" und nicht "Dich pack ich mir..." Dann klopf ich mir lieber selbst auf die Schulter als dem anderen Fahrer vor dem geistigen Auge einen Tritt in den Hintern zu verpassen. Man muß sich immer darüber bewußt sein, daß Befangenheit am Steuer einen selbst zum Unfallrisiko werden läßt!
Schöne Grüße aus Köln!
Stefan
@savagesteve
Unter Provokationen verstehe ich ja etwas ganz was anderes. Fehleinschätzung oder kleine Unaufmersamkeiten sind ja verzeihlich, die passieren dir und mir, aber dieses bewusste Auffahren in der Stadt, diese kurzen Überholmanöver mittels kräftigem Gasstoß und danach knapp vor einem einzuscheren, das Befahren der linken Spur obwohl man weiss, dass man nach 300 m über zwei Spuren die Schnellstraße oder Stadtautobahn verlassen will - das sind Manöver mit Absicht und Vorsatz.
Und wenn man dann seinen Unmut äußert per Handzeichen oder Kopfschütteln, kommt von der anderen Seite noch der Stinkefinger!
Zitat:
Original geschrieben von freddi2010
........ aber dieses bewusste Auffahren in der Stadt, diese kurzen Überholmanöver mittels kräftigem Gasstoß und danach knapp vor einem einzuscheren, das Befahren der linken Spur obwohl man weiss, dass man nach 300 m über zwei Spuren die Schnellstraße oder Stadtautobahn verlassen will - das sind Manöver mit Absicht und Vorsatz.
Ich glaube nicht das dich diese Leute bewusst provozieren wollen.
Das läuft bei mir unter Dummheit, Gedankenlosigkeit und Egoismus.