Probleme beim Bremsenwechsel... (Kolben)

VW Golf 4 (1J)

Hallo Leute,

ich bin gerade dabei die Bremsen an meinem 4er Golf zu wechseln.

Vorne hat alles wunderbar geklappt. Die Kolben liesen sich ohne Probleme zurück drücken.
Nur an der Hinterachse will der Kolben einfach nicht zurück... (Bremsflüssigkeitsbehälter offen und Handbremsseil ab)

Woran kann das liegen?
Und wofür sind diese Klebepads auf der Rückseite der Bremsbelege?

Was vielleicht noch ganz interessant wäre zu wissen:
Die Beläge an der Innenseite waren komplett runter und es hat jedes mal bei einer Fahrt an der Hinterachse gequietscht.

Das Auto hat erst 60000km runter (Bj. 2000) ...da können die Kolben doch noch nicht fest sein oder?

Fragen über Fragen...

Danke schon mal

14 Antworten

Die Kolben der hinteren Bremsen müssen gedreht werden. Benutze mal die SUFU. Werkzeug gibt es günstig auch bei ebay. Man kann auch improvisieren, ist auch hier irgendwo imm Forum beschrieben.
Nicht mit Gewalt an die Sache herangehen.

hallo,die kolben am hinteren sattel müssen gedrückt und gleichzeitig im uhrzeigersinn gedreht werden.
ich hatte auch das problem und habe dann improvisiert und habe eine schraubzwinge genommen und
fest angezogen am kolben und gleichzeitig mit einer polygripzange vorne an der zwinge gedreht.
das die steine innen mehr abgenutzt sind als außen,liegt daran,das der sattel sich nicht richtig bewegen kann,
weil er verdreckt oder angerostet ist. also schön sauber machen,evtl. vorsichtig mit feile rost entfernen!

übrigens,die klebepads sind dazu da,beim bremsen bewegen sich die steine,vibrieren ein wenig. und es würde zum
quietschen kommen. das sollen die jene welche verhindern. weil jetzt nicht mehr metell auf metall trifft.

Zitat:

Original geschrieben von B-onkelzfan-O



... Die Beläge an der Innenseite waren komplett runter und es hat jedes mal bei einer Fahrt an der Hinterachse gequietscht. ..

Das würde ja bedeuten 'Metall auf Metall' und bedingt dann gleichzeitig den Austausch der Bremsscheiben. 🙁

So sieht übrigens das Rückstellwerkzeug aus.
Die Adapterplatte hat 2 Mitnehmer, die in den Bremskolben greifen.
Drehrichtung = rechts

Gruß Axcell

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Danke für die vielen Tipps.

Drücken und Drehen hat (mehr oder weniger gut) geklappt. War halt sehr umständlich mit Schraubzwinge und Steckschlüssel. Leider hab ich so schnell kein Kolbenrücksteller bekommen aber zufälligerweise hat der Steckschlüssel von der Flex gepasst.

Naja ob die Klebepads bei den ganzen Bremsstaub und bei der Hitze wirklich halten?!?!?

Die innere Bremsbacke von Hinten Links war richtig schief...wie kann sowas passieren?

Hab mal ein paar Bilder angehängt.

Bild 1

Vorne Links

Vorne Rechts

Hinten Links

Hinten Rechts

Zitat:

Original geschrieben von B-onkelzfan-O



... Die innere Bremsbacke von Hinten Links war richtig schief...wie kann sowas passieren? ...

Die Hinterradbremse ist häufig schmutzanfällig.

Das 1. Gebot bei der Erneuerung der Bremsklötze oder auch -scheiben lautet: Penible Sauberkeit
Auch die Edelstahlklammern müssen korrekt sitzen, sonst könenn die Klötze nicht gleiten. Die sitzen dann korrekt, wenn der Bremssattel zuvor gründlich gereinigt wurde. Ich baue mit Vorliebe immer den Bremsträger aus und reinige den im Schraubstock.

Hatte hier kürzlich noch einen asiatischen Wagen zur Reparatur, wo erst kurz zuvor die Bremse in der Vertragswerkstatt gemacht wurde.
Der Wagen hatte die Bremse dann hinten rechts festsitzen. Nach der Demontage war ganz klar, dass die nicht gereinigt wurde.

Denke, bei deinem Problem konnten die Bremsbeläge nicht auf der Führung gleiten.

Hier sollen ja die Edelstahlklammern die Gleitfähigkeit sicherstellen. Frage mich, ob der ungeschützte Bremssattel bei Korrosion die Klammern hochdrückt und die Klötze verkeilt.

Sonst empfehle ich als Dauerschmierstoff und Korrosionsschutz bei Bremsführungen Plastilube. 😉

Gruß Axcell

Zitat:

Original geschrieben von Axcell


Hier sollen ja die Edelstahlklammern die Gleitfähigkeit sicherstellen. Frage mich, ob der ungeschützte Bremssattel bei Korrosion die Klammern hochdrückt und die Klötze verkeilt.

Eben genau das passiert, hatte ich bei nem Kumpel auch schon die saßen so fest das man selbst an einer 10% Steigung nicht mal die Handbremse anziehen musste.

@jettaflitzer

Schön, dass Du das bestätigst. 😉

Dann kann meine klare Empfehlung nur lauten, Plastilube auf den Bremsträger unterhalb der Edelstahlklammern aufzutragen.
Muss eh noch die Radlager hinten machen, und werde das dann nachholen.

Der TÜV hatte bei der letzten HU nämlich bei noch guter Stärke der Bremsbeläge ein schlechtes Tragbild der Bremsscheibe bemängelt.

Etzold & Co. schreiben nichts dazu. 🙁

Gruß Axcell

Oft wird in der Werkstatt nur mal eben mit der schmalen Messingdrahtbürste für Bremsen durch die Führungen gegangen und gut. Ob alle Gleitflächen dann sauber und glatt sind oder nur oberflächlich von Belag und ggf. Rost befreit, wird nicht geguckt, der Kolbendruck wird´s schon richten, tut er aber nicht!
Andere Werkstätten halten mal eben die Preßluftpistole drauf und gucken kurz beiseite, um den ganzen Müll nicht einzuatmen - das ist dann deren Vorstellung von Reinigung und Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit.

Die IVer Bremsen hinten sind bekannt dafür, dass sie sich selbst zumüllen, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie im allg. weit weniger beansprucht werden als die vorderen (wg. dynamischer Achslastverteilung beim Bremsen und wg. genereller Hinterachsbelastung, viele Autos fahren durchschnittlich mit 1,7 Personen und leerem Kofferraum umher, also nur wenig Bremsdruckeinsteuerung an die HA).

Ich musste meine auch schon früh demontieren, komplett säubern und hab sie dann gleichmäßig und mit zum Belagträger parallelen Verschleiß runtergefahren bis ca. 105tkm oder so.

Leider kann sich ein Mechaniker, der im Akkord arbeitet bzw. AWs sammelt, gar nicht die Zeit nehmen, die ich mir zum Ölwechsel (Absaugen des Restöls im stehenden Ölfiltergehäuse, kpl. Demontage der Bremszange & Reinigung der Gleitflächen mit Feile & Plastilube etc.) etc. nehme!

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