Probleme Batterie V Klasse / "stärkere" Batterie einbauen?
Guten Tag zusammen,
ich bin neu hier, habe mich aber in den vergangenen Tagen gefühlt in so gut wie alle V-Klasse Themen im Forum zwangsweise eingelesen...
Leider sehe ich mich mit vielen der hier geschilderten Probleme auch bei meiner V-Klasse konfrontiert (z.B. wiederholtes Klappern der elektrischen Schiebetür, Start-Stopp-Automatik und Standheizung gehen auch nach längerer Fahrt regelmäßig nicht; NOX-Sensor defekt, Reifen einseitig abgefahren, Ölstand ständig zu hoch wegen "Kurzstrecke", mehrere Rückrufe; Kulanzanfragen bei MB wurden abgelehnt) und ich bin daher auch schwer enttäuscht in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis dieses 70-TEUR-Fahrzeugs.
Nachdem ich nun für den Tausch der Starterbatterie und des NOX-Sensors rund 1500 EUR beim MB-Händler bezahlen soll (allein für den Test der Batterie haben die rd. 130 Euro verlangt), habe ich beschlossen, die Sache selbst (=kostengünstiger) in die Hand zu nehmen.
Daher meine zwei Fragen:
1. Ist es grundsätzlich möglich - und macht es auch Sinn, um einen zuverlässigeren Betrieb der Standheizung sicherzustellen -, dass ich anstatt der derzeit verbauten MB-Batterie (95Ah, 850 A) eine stärkere Batterie mit 110Ah und 1000 A einbaue?
Ich hätte sogar eine Novo AGM gefunden, welche die selben Maße wie die Originalbatterie hat!
Irgendwie vermeine ich gelesen zu haben, dass MB inzwischen eine etwas "kleinere" Batterie mit 92Ah einbaut und damit viele der Probleme des Batteriemanagements gelöst sein sollen...aber das wäre ja das genaue Gegenteil meines Gedankenganges einer Batterie mit einer größeren Kapazität...!?
2. Macht es Sinn, die S/S-Batterie in Hinblick darauf, dass die S/S-Automatik regelmäßig auch im Sommer nicht geht, gleich mit zu tauschen!?
Ein Hinweis: Ich bin absoluter Laie - daher bitte ich um möglichst leicht verständliche Erklärungen...;-)
Besten Dank schon einmal und viele Grüße,
Manitouu
Beste Antwort im Thema
Guten Tag zusammen,
ich bin neu hier, habe mich aber in den vergangenen Tagen gefühlt in so gut wie alle V-Klasse Themen im Forum zwangsweise eingelesen...
Leider sehe ich mich mit vielen der hier geschilderten Probleme auch bei meiner V-Klasse konfrontiert (z.B. wiederholtes Klappern der elektrischen Schiebetür, Start-Stopp-Automatik und Standheizung gehen auch nach längerer Fahrt regelmäßig nicht; NOX-Sensor defekt, Reifen einseitig abgefahren, Ölstand ständig zu hoch wegen "Kurzstrecke", mehrere Rückrufe; Kulanzanfragen bei MB wurden abgelehnt) und ich bin daher auch schwer enttäuscht in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis dieses 70-TEUR-Fahrzeugs.
Nachdem ich nun für den Tausch der Starterbatterie und des NOX-Sensors rund 1500 EUR beim MB-Händler bezahlen soll (allein für den Test der Batterie haben die rd. 130 Euro verlangt), habe ich beschlossen, die Sache selbst (=kostengünstiger) in die Hand zu nehmen.
Daher meine zwei Fragen:
1. Ist es grundsätzlich möglich - und macht es auch Sinn, um einen zuverlässigeren Betrieb der Standheizung sicherzustellen -, dass ich anstatt der derzeit verbauten MB-Batterie (95Ah, 850 A) eine stärkere Batterie mit 110Ah und 1000 A einbaue?
Ich hätte sogar eine Novo AGM gefunden, welche die selben Maße wie die Originalbatterie hat!
Irgendwie vermeine ich gelesen zu haben, dass MB inzwischen eine etwas "kleinere" Batterie mit 92Ah einbaut und damit viele der Probleme des Batteriemanagements gelöst sein sollen...aber das wäre ja das genaue Gegenteil meines Gedankenganges einer Batterie mit einer größeren Kapazität...!?
2. Macht es Sinn, die S/S-Batterie in Hinblick darauf, dass die S/S-Automatik regelmäßig auch im Sommer nicht geht, gleich mit zu tauschen!?
Ein Hinweis: Ich bin absoluter Laie - daher bitte ich um möglichst leicht verständliche Erklärungen...;-)
Besten Dank schon einmal und viele Grüße,
Manitouu
109 Antworten
Zitat:@fullframe.at schrieb am 12. Mai 2025 um 20:26:22 Uhr:
dann schalte doch ab und zu mal dein Licht manuell an, dann wird sie auch im sommer 100% geladen.
Ich hatte das schon mal probiert, war nichts für mich. Einmal halbjährlich Batterie zu wechseln ist für mich praktikabler.
Zitat:@bonbonauswurst schrieb am 13. Mai 2025 um 20:25:12 Uhr:
Man kann auch einfach die 15Grad-Schwelle deaktivieren.
Wo kann man es deaktivieren? Ich habe ein Launch Creader Elite.
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Ich hab das ganze mal auf Langstrecke und über mehrere Tage im Hochsommer getestet und im großen und ganzen ist die Batterie niemals auf weniger als ca. 98% gefallen. Die 80% sind völlig illusorisch.
Gibts an der Pufferbatterie einen Punkt für Dauerplus der Starter(!)batterie und für Zündungsplus, was man abzwacken kann? Bevor ich da alles Freibaue nur um zu gucken, wollt ich wenigstens mal fragen.
Dauerplus ginge theoretisch auch am Pol über die Durchführung aber da ist sowenig Raum und ich hab mir beim Zurückschieben der Batterie schon paar mal das Kabel abgeschert, offenbar bin ich zu blöde.
Hinterm Beifahrersitz - an der rechten M6 -Schraube vom Trennrelais, kannst du das Dauerplus vom Starterakku "anzapfen".
Zwingend notwendig ist aber immer eine fliegende Sicherung, damit nix abraucht !
Zitat:@Vallrad schrieb am 14. Mai 2025 um 15:37:09 Uhr:
Zitat:@bonbonauswurst schrieb am 13. Mai 2025 um 20:25:12 Uhr:Wo kann man es deaktivieren? Ich habe ein Launch Creader Elite.
SAM
Zitat:@bonbonauswurst schrieb am 14. Mai 2025 um 19:57:22 Uhr:
Zitat:@Vallrad schrieb am 14. Mai 2025 um 15:37:09 Uhr:SAM
Ich habe unter SAM->PNM_BCM_Parameters 4 Mal (Position 22, 59, 66, 75) den Eintrag mit 15°C gefunden. Welche von denen muss umgestellt werden?
Keiner davon.
Hast an der richtigen Stelle gesucht, musst aber die Pos50 auf false setzen. (M1 enable)
Viel Spaß mit künftig nur einer Batterie und denk mal beim Reifenwechsel an mich 😃
Ich wollte mal fragen, warum das Laden der Batterie > 15 Grad bis 80 % Kapazität eigentlich auf Dauer schlecht ist?
Ich habe zwar hier im Forum versucht mir einen Reim zu machen, auch wegen Sulfatierung etc., bin aber nicht so ganz schlau daraus geworden.
Wenn man im Internet danach sucht, wird immer davon gesprochen, dass genau das o. a. Prozedere ja die Lebensdauer erhöhen soll?! Gerade was die Ladung bei „höheren“ Temperaturen anbelangt?!
Im Allgemeinen kann man sagen, dass Bleiakkus sich möglichst gut geladen am wohlsten fühlen und die Sulfatierung auf das geringste Maß fällt.
Dass Laden (v.a. schnelles) bei hohen Akkutemperaturen ungesund ist, stimmt soweit. Allerdings wird eine AGM bei einem SoC >85 keinen „hohen“ Ladestrom mehr annehmen und bei „hohen“ Temperaturen sprechen wir in dem Zusammenhang von Bereichen >35° aufwärts, ich persönlich habe die Temperatur noch nicht am Startakku gesehen. Das ist imo auch der Grund, warum AGMs herstellerübergreifend nochmal eingepackt werden (Abschirmung gegen Wärme)
Eine verbreitete Theorie zur Ladestrategie ist, dass man das KFZ für die Verbrauchsmessung mit einem knallvoll geladenen Akku hinstellt und der Zyklus somit ohne Generatorwiderstand gefahren werden kann.
Muss jeder selbst wissen, wie er damit umgeht. Wer Angst hat, lässt es eben bleiben.
Meine persönliche Meinung dazu ist, dass die Maßnahme die Lebensdauer eher verlängern als verkürzen wird.
@bonbonauswurst
Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung!
Einzig Deinen letzten Satz
Meine persönliche Meinung dazu ist, dass die Maßnahme die Lebensdauer eher verlängern als verkürzen wird.
kann ich nicht richtig zuordnen. Bedeutet das, dass du das MB-Batteriemanagement persönlich für gut befindest, dass bei Außentemperaturen ab 15 Grad die Batterie nur bis 80 % geladen wird oder findest Du auch, dass diese Maßnahme die Lebensdauer verkürzt?
Du hast Recht, das war tatsächlich eher missverständlich geschrieben.
Ich finde die „herkömmliche“ Ladestrategie (=immer laden) besser, sonst hätte ich es ja nicht umgestellt.
Zitat:@bonbonauswurst schrieb am 18. Mai 2025 um 19:48:49 Uhr:
Keiner davon.Hast an der richtigen Stelle gesucht, musst aber die Pos50 auf false setzen. (M1 enable)Viel Spaß mit künftig nur einer Batterie und denk mal beim Reifenwechsel an mich 😃
Danke Dir für die Unterstützung.
Zitat:@Schamperl schrieb am 20. Mai 2025 um 12:58:30 Uhr:
Ich wollte mal fragen, warum das Laden der Batterie > 15 Grad bis 80 % Kapazität eigentlich auf Dauer schlecht ist?
Als ich mich vor ein paar Jahren mit dem Thema beschäftigt habe, bin ich zu folgendem Schluss gekommen:
Wird eine Blei-Säure-Batterie über längere Zeit bei etwa 80 % Ladezustand gehalten, beginnt sie allmählich zu sulfatisieren. Da sie in dieser Zeit nie vollständig aufgeladen wird, können sich die Bleisulfat-Kristalle auf den Platten verhärten und verdicken – was sie dauerhaft unlösbar macht. Die Folge ist ein erhöhter Innenwiderstand und ein spürbarer Kapazitätsverlust.
Wenn eine Blei-Säure-Batterie bei 80 % SoC betrieben wird, sollte deshalb regelmäßig eine Vollladung erfolgen – idealerweise etwa einmal pro Woche –, um eine schädliche Sulfatierung zu vermeiden. In der Praxis wird das allerdings selten gemacht.
Unterm Strich führt das zu einem beschleunigten Alterungsprozess der Starterbatterie. In Fahrzeugen mit Wasser-Standheizung kann das bereits nach drei bis vier Jahren zu Ausfällen führen. Ansonsten erreichen Starterbatterien in modernen Fahrzeugen in der Regel eine Lebensdauer von fünf bis sieben Jahren.