Problem mit Camaro 78er
Hallo nabend,
ich habe mal eine kurze Frage an die Camaro-Fahrer unter euch :-).
Wir haben vor ein paar Wochen einen !978 Camaro gekauft soweit ist auch alles gut, seid ein paar Tagen hört man ein schleifendes Geräusch während der Fahrt bei langsamer Kurvenfahrt hört man es besonders gut.....ich habe mich mal langsam etwas rollen lassen und man hört bei jeder kompletten Reifen-Umdrehen ein schleifendes Geräusch.
Beim Rückwärtsfahren hört man gar nichts.
Kann mir jemand von euch evtl. da weiterhelfen?
Danke im Vorraus .....Gruß Robert
Beste Antwort im Thema
Klingt nach Radlager.
Je nachdem, wie schwer es beschädig ist, kann sich die Radnabe so schräg stellen, dass die Bremse schleift. Wenn du rückwärts fährst, kippt das Rad in die Gegenrichtung oder stellt sich gerade, wodurch das Schleifen an den Bremssteinen oder am Bremssattel weg ist.
Aufbocken und an jedem Rad horizontal und vertikal mit gutem Kraftaufwand wackeln. Es darf kein nennenswertes Spiel spürbar sein.
Sollte hier wider Erwarten alles i.O. sein, dann als Nächstes die Traggelenke und Querlenkerbuchsen prüfen. Sind die Gummibuchsen stark porös oder gar rostbraun, müssen die raus!
Die Traggelenke mit einem Montierhebel auf Spielfreiheit prüfen. Dazu muss die gesamte Achse angehoben werden - idealerweise auf einer Hebebühne.
Ist auch hier alles i.O. bleibt im Grunde nur noch die Lenkung übrig. Spurstangenköpfe, Axialgelenke.
Mit großer Wahrscheinlichkeit aber eher die Radlager.
LG - Maik
16 Antworten
Klingt nach Radlager.
Je nachdem, wie schwer es beschädig ist, kann sich die Radnabe so schräg stellen, dass die Bremse schleift. Wenn du rückwärts fährst, kippt das Rad in die Gegenrichtung oder stellt sich gerade, wodurch das Schleifen an den Bremssteinen oder am Bremssattel weg ist.
Aufbocken und an jedem Rad horizontal und vertikal mit gutem Kraftaufwand wackeln. Es darf kein nennenswertes Spiel spürbar sein.
Sollte hier wider Erwarten alles i.O. sein, dann als Nächstes die Traggelenke und Querlenkerbuchsen prüfen. Sind die Gummibuchsen stark porös oder gar rostbraun, müssen die raus!
Die Traggelenke mit einem Montierhebel auf Spielfreiheit prüfen. Dazu muss die gesamte Achse angehoben werden - idealerweise auf einer Hebebühne.
Ist auch hier alles i.O. bleibt im Grunde nur noch die Lenkung übrig. Spurstangenköpfe, Axialgelenke.
Mit großer Wahrscheinlichkeit aber eher die Radlager.
LG - Maik
Zitat:
@MT-Nord schrieb am 15. Mai 2019 um 19:07:08 Uhr:
Klingt nach Radlager.
Je nachdem, wie schwer es beschädig ist, kann sich die Radnabe so schräg stellen, dass die Bremse schleift. Wenn du rückwärts fährst, kippt das Rad in die Gegenrichtung oder stellt sich gerade, wodurch das Schleifen an den Bremssteinen oder am Bremssattel weg ist.
Aufbocken und an jedem Rad horizontal und vertikal mit gutem Kraftaufwand wackeln. Es darf kein nennenswertes Spiel spürbar sein.Sollte hier wider Erwarten alles i.O. sein, dann als Nächstes die Traggelenke und Querlenkerbuchsen prüfen. Sind die Gummibuchsen stark porös oder gar rostbraun, müssen die raus!
Die Traggelenke mit einem Montierhebel auf Spielfreiheit prüfen. Dazu muss die gesamte Achse angehoben werden - idealerweise auf einer Hebebühne.Ist auch hier alles i.O. bleibt im Grunde nur noch die Lenkung übrig. Spurstangenköpfe, Axialgelenke.
Mit großer Wahrscheinlichkeit aber eher die Radlager.
LG - Maik
Danke Maik für die Info;-)
Es muß nicht zwangsweise eine größere Reparatur sein. Es könnten lediglich die Bremsklötze bei Kurvenfahrt schleifen. Normalerweise wird der innere Bremsklotz mit einer Klammer in den Bremskolben eingesetzt. Damit ist er fixiert und sie klappern auch nicht, wenn man z.Bsp. über einen Gullydeckel fährt. Wenn sie ohne diese Klammer verbaut werden oder weil die Klammer fehlt oder gebrochen ist, dann hängen sie lose im Bremssattel, welches sie zum klappern anregt und möglicherweise auch bei Kurvenfahrten anfangen an den Scheiben zu schleifen.
Also mal kontrollieren, ob der innere Bremsklotz mit diese Klammer im Kolben fixiert ist.
Ich meine, so sehen die Klammern aus (Bild 1). Ist aber schon so lange her, kann mich da nicht mehr so genau dran erinnern. Es könnten aber auch die Klammern wie auf der Zeichnung sein (Bild 2).
Hallo Mike,
super Tipp - das nehme ich auch gern in meine Expertise auf 😉
Der TS hatte mich per PN angeschrieben und noch einmal den Sachverhalt geschildert - den Wagen aufgebockt und das Lagerspiel geprüft. Laut seiner Aussage war deutliches Spiel in Vertikalrichrung vorhanden.
LG - Maik
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Zitat:
@MT-Nord schrieb am 16. Mai 2019 um 07:36:35 Uhr:
Hallo Mike,super Tipp - das nehme ich auch gern in meine Expertise auf 😉
Der TS hatte mich per PN angeschrieben und noch einmal den Sachverhalt geschildert - den Wagen aufgebockt und das Lagerspiel geprüft. Laut seiner Aussage war deutliches Spiel in Vertikalrichrung vorhanden.
LG - Maik
Hallo Maik,
Etwas Spiel müssen die Lager haben. Deutliches Spiel wäre zu viel. Wenn die Lager defekt sind, machen sie meist schon Geräusche in dem man das Rad dreht. Es sind dann eher Mahlgeräusche und keine Schleifgeräusche. Also mal den Kopf in die Mitte des Rades halten und lauschen. Dabei das Rad drehen nicht vergessen.
Etwas ist meine Erinnerung wieder gekommen. Bin mir jetzt zu 90 % sicher, daß es die Klammern wie auf (Bild 2 obere Darstellung) sind.
Hallo nabend,
Erstmal danke nochmal für die ganzen Infos hier :-) in Sachen Camaro bin ich ein erhebliches Stück weiter gekommen, das Radlager kann ausgeschlossen werden ich habe so wie Maik es vorgeschlagen hat die Hinterachse aufgebockt und fleissig am Rad gedreht es ist bzw war ein schleifendes Geräusch....Lager ist ja meistens ein mahlendes Geräusch, kurze Rede ....ich habe die Bremstrommel geöffnet und die Bleche gründlich gesäubert und abgeschliffen (Rost) die Mechanik ist in einem guten Zustand und in der Trommel ist alles sauber kein Ölaustritt oder sonstiges. Den Reifen wieder drauf und siehe da nur noch ein kaum hörbares Schleifen. Was allerdings jetzt noch quitsch ist die Kardanwelle allerdings hört die sich mehr nach “ich brauche Fett“ an werde da Morgen mal mit Lagerfett bei gehen schauen ob sich da was tut.....Gruß Robert
Hallo,
schau mal nach, ob du die Radlager ein wenig nachstellen kannst. Wie Mike bereits schrieb - ein wenig Spiel ist Ok. Klappern, wackeln oder schlagen darf es jedoch nicht.
Ein Vorbote defekter Lager ist übrigens ein "trockener" Lauf - das Mahlen wäre dann die Folge.
Super, dass sich das Ganze doch noch zum Guten und Günstigen gewendet hat. Hat für dich ja auch noch mehr Positives: Wenn wieder Geräusche auftreten, bist du gewappnet 😉.
Wenn du deine Kardangelenke noch abschmieren kannst, schaue Bitte auf jeden Fall, dass das Fett auch aus allen Gelenken wieder austritt. Tut es dies nicht, sind die Kanäle verharzt - da gibt es dann nur 2 Möglichkeiten:
1.) Ausbauen und für 2-3 Tage in Diesel einlegen (am Besten in ein verschließbares Gefäß), danach mit ordentlich Druckluft auspusten. In 90% aller Fälle hilft das.
2.) Wenn 1.) nicht funktioniert, kommst du um einen Austausch nicht herum.
LG - Maik
Ich bin eigentlich von der Vorderachse ausgegangen. Du hast auch nirgendwo geschrieben, daß Du die Hinterachse meintest.
Du meinst, das alte Fett quasi ausbrennen? Gibt es Dichtungsteile in der Gelenkwelle, die dadurch beschädigt werden können?
@mike cougar : Davon bin ich auch ausgegangen...
Nicht ausbrennen, aber verharztes Fett kriegt man durch Hitze zumindest wieder soweit geschmeidig, dass man es durch neues Fett aus der Fettpresse rausdrücken kann. Da geht natürlich eine Kartusche mehr durch, ist aber immer noch besser, als die Kardanwelle zu zerlegen.
Kann man die Kardanwelle bei dem überhaupt abschmieren? Ich hab letztens bei meinem '92er geschaut, und da kann man die Kreuzgelenke garnicht mehr schmieren.
LG
Ab Ende der Achziger waren die Kardanwellen dann wartungsfrei. Das kam mit der Modellpflege um 87, möchte ich meinen - bin da aber kein Chevrolet-Spezi 😉.
Die 79er sollten aber noch abzuschmieren gehen. Mein Catalina hat die gleichen Kreuzgelenke verbaut wie dein Camaro - ist halt General Motors - und die kann ich noch abschmieren.
Allerdings musste bei mir auch bereits eines getauscht werden, da es beim Fahren Quietschgeräusche von sich gar, die man nicht mehr abstellen konnte.
LG - Maik