Premiumdiesel ist tatsächlich Verschwendung?

Mercedes E-Klasse W213

Ich fahre einen 220d. Bin eigentlich ARAL Ultimate Diesel Tanker. Jetzt habe ich die letzten 3 mal normalen Diesel beim Discounter getankt und festgestellt, daß der Motor, gerade nach erreichen der Beriebstemperatur leiser und geschmeidiger läuft. Dachte eigentlich dass das so nur mit dem Premiumdiesel ist. Wurde dann aber aufgeklärt, dass der Premiumdiesel eine höhere Cetanzahl hat, was nur beim Kaltstart von Nutzen ist, jedoch nicht mehr hilfreich ist bei schnell erreichter Brennraumtemperatur. Da die Motoren alle auf den leichten Zündverzug von normalen Diesel konstruiert sind, wirkt der sich schneller entzündende Premiumdiesel eher kontraproduktiv, da er quasi dem Kolben stärker auf die Mütze haut, was ein lauteres Verbrennungsgeräusch generiert. Quasi "Frühzündung".

Muss noch ergänzen, dass durch die Frühzündung der Kraftstoff sich vor der optimalen Kolbenstellung entzündet, dadurch auch keine Mehrleistung generiert werden kann, da er gegen sich selbst arbeitet. Daher auch keine Kraftstoffersparnis im normalen Betrieb. Das einzig positive sind die reinigenden Additive. Die kann man aber auch alle 3 Monate selber zugeben und spart einen Haufen Geld beim tanken.

371 Antworten

Zitat:

@roleeg schrieb am 31. Oktober 2023 um 22:39:15 Uhr:


Bevor du mir hier eine gewisse Begriffstutzigkeit unterstellst, sollst du besser in deinen Aussagen für Klarheit sorgen.

Realer Fahrbetrieb bedeutet, dass die Nutzung auf der Straße signifikante Unterschiede erzeugt. In diesem Fall aber bezogen auf normalen Diesel oder eben HVO Diesel. Ja, wenn man mit 200km/h über die Bahn brettert, kommt hinten mehr raus als wenn man mit 100km/h fährt. Aber bei beiden vergleichbar mehr. Bezogen auf den Kraftstoff macht der reale Fahrbetrieb keinen Unterschied, bezogen auf andere Dinge (wie im Beispiel erwähnt) sehr wohl.

Also bleiben wir beim Faktor Kraftstoff. Bei den "bis zu 90%" geht es allein um den Faktor, was kippt man oben rein und nicht, was kommt hinten raus. Hinten raus kommt mit beiden Kraftstoffen praktisch da gleiche.
Bei HVO Diesel benutzt man Grundprodukte, die zuvor genau die gleiche Menge CO2 der Atmosphäre entzogen haben, wie sie hinterher wieder freigeben. Die Frage hier ist eigenlich nur, wie viele Begleitprozesse gibt es noch? Prozesse die das nicht getan haben?

Bei dir habe ich einmal mehr das Gefühl, dass du nicht den Unterschied verstanden hast, zwischen Schadstoffen und CO2 (Klimagasen). Wenn man einen Liter Diesel verbrennt, dann ist zu 99,99% die CO2 Menge daran fix gekoppelt ... einfach Formel, Verbrauch gleich CO2. Bei den Schadstoffen (und dabei geht es beim Dieselskandal) sieht das grundlegend anders aus. Schadstoffe sind Spurengase, Gase oder Partikel in ganz geringer Menge, aber sicherlich schädlich (darum heißen die so). Auf die 99,99% der großen Faktoren haben die kaum einen Einfluss, im Gegenteil, Verbrauch und CO2 bekommt man sogar gerne runter, wenn man höhere Schadstoffe zulässt.

Aber all das macht keinen Unterschied welchen Kraftstoff man tankt.

Jetzt gibt es eine erste offizielle Freigabeliste, allerdings ist der 213er noch nicht dabei.
https://mbpassion.de/.../

"Grundsätzlich erfolgt die Nutzung der neuen Kraftstoffe auf eigene Gefahr."
Man hält sich ein Hintertürchen auf 😉

Hallo ins Forum,

Zitat:

@C320TCDI schrieb am 30. Januar 2024 um 10:18:55 Uhr:


Jetzt gibt es eine erste offizielle Freigabeliste, allerdings ist der 213er noch nicht dabei.

bereits ausgelieferte Fahrzeuge kommen in einer späteren Liste. Im Moment geht's nur um aktuelle Baumuster.

Zitat:

@delvos schrieb am 30. Januar 2024 um 10:41:04 Uhr:


"Grundsätzlich erfolgt die Nutzung der neuen Kraftstoffe auf eigene Gefahr."
Man hält sich ein Hintertürchen auf 😉

Nichts Neues. Auch bei E10 liefert MB nur ein "grundsätzlich geeignet" und keine klare Aussage.

Viele Grüße

Peter

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Ich grabe das Thema mal wieder aus, aufgrund neuer, persönlicher Erfahrungen.

Seit ca. 4 Jahren tanke ich ausschließlich den sog. Premiumkraftstoff. Angefangen damals noch mit meinem Audi A3 und ausschließlich Aral Ultimate, danach gewechselt auf den Future Power Diesel von Hoyer, aufgrund eines Bekannten der bei Hoyer fährt.
Die B7-Zapfsäule habe ich bis Heute nicht mehr für meine Fahrzeuge benutzt.

Warum Future? Weil dieser Kraftstoff nur noch einer der Wenigen, oder vielleicht sogar noch der einzige Diesel-Kraftstoff ist, der explizit an der Säule mit 0% Bio-Diesel Anteil - Sprich: B0 ausgewiesen ist (HVO mal außen vor).
Dazu (noch) günstiger als beim blauen Bruder.

Mein jetziger E 350 mit dem OM 656 (106.000 Km) hat nunmehr seit 21.000 Km zu 99% Future-PD von Hoyer in den Tank gefüllt bekommen. Die restlichen 1% entfallen auf Ultimate von Aral, wenn mal gerade kein Future-PD zu Hand war.

Mein Fahrprofil ähnelt nun nicht dem eines Langstreckenfahrers. In der Woche beträgt der Arbeitsweg ca. 10 Km pro Strecke, entsprechend sind hier (leider) auch mehr ``Kaltfahrten`` dabei als für einen Diesel überhaupt genehm. Dennoch sieht das Öl die 90 Grad-Temperatur deutlich öfter als beim klassischen Kurzstrecken-Fahrer, vor allem am Wochenende, mit behutsamen warm fahren. Die 21 Tkm kamen somit nicht von ungefähr & ich besitze das Fahrzeug erst seit Oktober letzten Jahres 2023.

Ölwechsel wurde letzte Woche, zum zweiten Mal in meinem Besitz, nach ca. 9500 km vollzogen. Nachfüllen musste ich in dieser Zeit gut 400 - 500 ml, nach ca. 9000 km.
Adblue-Verbrauch liegt auch noch im Rahmen. Anfang Dezember letzten Jahres aufgefüllt bei Mercedes, mit einer Max.Anzeige von 7000 km. Bis zum heutigen Tag ist diese auf einen Rest von 4800 km gemächlich abgesunken.

Lange Rede, kurzer Sinn - Letzten Freitag kam es dann mal nach vielen Monaten, halbes Jahr ca., wieder dazu, dass ich auf einen viertel Tank, gut 45 Liter Ultimate von Aral getankt hatte (Aufgrund von Zeitmangel um zu Hoyer zu fahren), da ich am folgenden Tag einen längeren Ausflug von 700+ Km, großteilig Autobahn, vor mir hatte. Wie der Verkehr & Regeln es zuließen, stand dann schon mal die 200+ auf dem Tacho.

Dreiviertel des Tanks also übers Wochenende verblasen und am Montag wieder mit Future-PD aufgetankt. Interessant fand ich Heute jedoch, dass mein Kleiner bei der gemächlichen Einkaufsfahrt in der Umgebung, extrem brummig war, im Comfort-Modus auch deutlich mehr hoch drehen ließ und der Verbrauch dann schon mal bei guten 11 Litern lag (Durchschnitt ist eig. 6,5 Ltr.) u.a Leerlaufdrehzahl bei 800 - 900 Umdr. - Sprich: Regeneration. Nach dieser Erkenntnis dann erstmal im Sport-Modus für ne halbe Stunde auf die Umgehung.

Interessant deshalb, da ich diesen Vorgang, die letzten Wochen & Monate sicherlich nicht so wahr genommen habe wie heute. Ich fand es teilweise schon fast extrem. Gerade beim Stand an der Ampel.
Es verwundert mich etwas, dass dies dann auch noch so spürbar ist, obwohl man 3 - 4 Tage zuvor auf der linken Autobahnspur zuhause und nun auch die letzten zwei Tage die Temperatur auf die Anlage gebracht wurde.

Meine bescheidene Einbildung sagt mir nun natürlich = Der böse Ultimate Diesel von Aral ;-P

Ja mir wurde auch Empfohlen das Ultimate sein zu lassen. Die Werkstatt schiebt teilweise die Probleme auf Ultimate

Zitat:

@splashbiturbo schrieb am 24. Juli 2024 um 22:32:10 Uhr:


Ja mir wurde auch Empfohlen das Ultimate sein zu lassen. Die Werkstatt schiebt teilweise die Probleme auf Ultimate

Ich fahre V Power und alles gut seit knapp 15tkm

Zitat:

@Hinkel_GER schrieb am 24. Juli 2024 um 22:33:09 Uhr:



Zitat:

@splashbiturbo schrieb am 24. Juli 2024 um 22:32:10 Uhr:


Ja mir wurde auch Empfohlen das Ultimate sein zu lassen. Die Werkstatt schiebt teilweise die Probleme auf Ultimate

Ich fahre V Power und alles gut seit knapp 15tkm

Du weisst aber das v power seid 2020 wieder Biodiesel beimischt? Bzw Fame
Also eigentlich langes Thema.
Kurz gesagt. Habe aeis einiger Zeit ein teillast Tickern. Mal mehr mal weniger. Werkstatt findet nix. Einmal ist ea dies mal das mal Stand der Technik. Naja kurz und knapp.... kann am Ultimate liegen...... also wurde Empfohlen nicht die Blaue Plörre zu Tanken

Du hast keinen Einfluss wann der DPF regeneriert. Ich komme nach 1500 km Urlaubsfahrt nach Hause und in der Abfahrt fängt er an. Beim 654 kann ich die Regeneration fast selbst anschieben. Autobahn mit Last und Kickdown. Rumms fängt er an. Unsere Diesel bekommen seit Jahren und mehreren 100000 km Ultimate.

Meine Erfahrungen mit der blauen Suppe sind,
deutlich kürzere Regenerationsintervalle,
vermehrte Aschebildung im DPF,
geringere Schmierwirkung lt. AMS-Test.

.

Zitat:

@snoopy001 schrieb am 25. Juli 2024 um 06:44:19 Uhr:


Meine Erfahrungen mit der blauen Suppe sind,
deutlich kürzere Regenerationsintervalle,
vermehrte Aschebildung im DPF,
geringere Schmierwirkung lt. AMS-Test.

.

Ja ist bei mir auch so. Was tankst den?

Seit ca. 1 Jahr nur B0 Diesel...
Im Moment teste ich HVO.

Zitat:

@EmmB schrieb am 24. Juli 2024 um 22:28:08 Uhr:


Interessant deshalb, da ich diesen Vorgang, die letzten Wochen & Monate sicherlich nicht so wahr genommen habe wie heute. Ich fand es teilweise schon fast extrem. Gerade beim Stand an der Ampel.
Es verwundert mich etwas, dass dies dann auch noch so spürbar ist, obwohl man 3 - 4 Tage zuvor auf der linken Autobahnspur zuhause und nun auch die letzten zwei Tage die Temperatur auf die Anlage gebracht wurde.

Meine bescheidene Einbildung sagt mir nun natürlich = Der böse Ultimate Diesel von Aral ;-P

Kommt halt schon darauf an, wo die Regeneration zuschlägt. Auf der Bahn spürt man davon wenig bis nichts (außer, dass man es am Verbrauch sieht), im niedrigen Geschwindigkeitsbereich umso mehr.

Und meine Erfahrung ist, dass die Regeneration ganz gerne kurz nach Langstreckenfahrten kommt. Meine Theorie dazu ist, dass der DPF bei Last und Temperatur sich selbst freibrennt, aber auf sehr hohem Beladeniveau. Sprich dass die Beladung auf der Langstrecke konstant auf einem hohen Niveau stagniert. Und sobald man dann anderes daher fährt, reißt man Grenze für die Druckdifferenz.

Hier den Kraftstoff irgendwie verursachend auszumachen ... würde ich auch eher als Einbildung sehen 😉.

Zitat:

@Carter schrieb am 25. Juli 2024 um 08:57:45 Uhr:



Zitat:

@EmmB schrieb am 24. Juli 2024 um 22:28:08 Uhr:


Interessant deshalb, da ich diesen Vorgang, die letzten Wochen & Monate sicherlich nicht so wahr genommen habe wie heute. Ich fand es teilweise schon fast extrem. Gerade beim Stand an der Ampel.
Es verwundert mich etwas, dass dies dann auch noch so spürbar ist, obwohl man 3 - 4 Tage zuvor auf der linken Autobahnspur zuhause und nun auch die letzten zwei Tage die Temperatur auf die Anlage gebracht wurde.

Meine bescheidene Einbildung sagt mir nun natürlich = Der böse Ultimate Diesel von Aral ;-P

Kommt halt schon darauf an, wo die Regeneration zuschlägt. Auf der Bahn spürt man davon wenig bis nichts (außer, dass man es am Verbrauch sieht), im niedrigen Geschwindigkeitsbereich umso mehr.

Und meine Erfahrung ist, dass die Regeneration ganz gerne kurz nach Langstreckenfahrten kommt. Meine Theorie dazu ist, dass der DPF bei Last und Temperatur sich selbst freibrennt, aber auf sehr hohem Beladeniveau. Sprich dass die Beladung auf der Langstrecke konstant auf einem hohen Niveau stagniert. Und sobald man dann anderes daher fährt, reißt man Grenze für die Druckdifferenz.

Hier den Kraftstoff irgendwie verursachend auszumachen ... würde ich auch eher als Einbildung sehen 😉.

Bin auch der Meinung das Kraftstoff eine sekundäre Rolle spielt. Bei Ultimate komme ich auf keine 600 km und kommt schon die Regeneration. Bei normalen Aral sind es keine 100 km unterschied. Weiss nicht wie ea mit anderen Dieselkraftstoffe ist. Fakt ist, und muss der Werkstatt Glauben schenken, dass mit Ultimate zwar die Verbrennung weicher ist aber seitdem diese komische Geräusche habe. Habe auch mit normalen Versucht aber bekomme es nicht mehr weg. Ob es wirklich die Folge vom Ultimate ist mag ich bezweifeln.

Da mein Fahrprofil zu einem übermäßigen Teil aus Überland- sowie Stadtstrecken besteht, müsste ich diesen Umstand in den vergangenen Monaten jedoch öfter wahr genommen haben. Ich kann mich jedoch nicht entsinnen, dass die Regeneration so auffällig war wie zuletzt.
Ich muss hier noch erwähnen, dass ich im Vorfeld gar nicht mehr im Kopf hatte Ultimate getankt zu haben. Der Gedanke kam mir erst später als ich das Auto schon abgestellt hatte. Sprich: Ich habe nun nicht überempfindlich auf Veränderungen im Motorlauf etc. geachtet, nur weil ich einen anderen Kraftstoff im Tank hatte.

Ich will hier nun auch nichts verteufeln, denn gerade in einem strikten Land wie Deutschland ist es schwierig zu sagen, dass man minderwertigen Kraftstoff zur Verfügung hat, aufgrund der ganzen Normen etc, und vieles aus dem Glauben & dem eigenen Frieden heraus zurückzuführen ist.

Ich fand diesen ``Zufall`` einfach nur etwas amüsant, dass mir die DPF-Reinigung nun so ins Gefühl übergesprungen ist, nachdem mein Gefährt mal eine andere Brühe verinnerlicht bekommen hat.

Wobei ich jedoch dazu sagen muss, dass meine persönliche Ansicht daraus besteht, dass Ultimate im Laufe der letzten Jahre gefühlt an Qualität eingebüßt hat. Vor allem da dieser Mix von Tankstelle zu Tankstelle unterschiedlich ausfallen kann (Ähnlich wie bei Shell mit V-Power.). Auch wird hier nachgesagt dass dieser nicht mehr so ``klar`` sein soll, wie noch vor einigen Jahren.

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