OMXXX Warum CDI's vorzeitig sterben
Moin,
einen Grund habe ich gefunden, er erklärt vielleicht viele Berichte 'war gerade beim Service - Motorschaden', 'gleich nach dem Ölwechsel - Motorschaden' wo die Geschädigten ratlos sind und die Werkstätten nicht unbedingt motiviert ihnen den Grund zu erklären. Eine Werkstatt die einen Fehler gemacht hat ist ja in der gleichen Situation wie ein Arzt nach einem Kunstfehler, und meistens wird sie zum Gutachter in eigener Sache ... ist aber parteiisch ... will ihr Geld behalten und ihren Ruf wahren ... armer Kunde.
Stichworte: Ölfilterdeckel kaputt, 'Spitze' abgebrochen, kein Öldruck, keine Öldruckkontrolle, gefahren bis es rasselt.
Ich hatte schon länger den Verdacht auf einen oder mehrere systematische Fehler im System 'CDI und Werkstatt' weil ich beim googeln wegen meines Motorschadens auf rätselhaft viele Berichte mit Titeln wie oben gestoßen bin.
Ich habe jetzt einen Schrottmotor bekommen den genau diese Schicksal getroffen hat, und einen klaren Grund für den Schaden gefunden. Der erklärt zumindestens diesen, wahrscheinlich einige und evtl. sehr viele der CDI Motorschäden. Er betrifft wohl viele Modelle, zumindestens alle Größen der ersten CDI's bis Baujahr ca. 2006.
Es ist eine Verkettung unglücklicher (Fehl-)Leistungen:
- Benz hat diese Motoren so ausgereizt daß sie eine 'Sprühölkühlung' von unten gegen die Kolben brauchen,
- Benz war sich bewußt daß kleine Verunreinigungen die Sprühöldüsen verstopfen können und hat deshalb ein Ablasssystem eingebaut damit beim Filterwechsel dreckiges Öl von außerhalb des Filters nicht zu diesen Düsen und zu den Lagern läuft, sondern durch ein Loch im tiefsten Punkt des Ölfiltergehäuses in die Ölwanne zurückläuft,
- dieses Loch muß bei Normalbetrieb des Motors verschlossen werden, dazu ist am Ölfilterdeckel eine lange Spitze mit einem O-Ring zum abdichten dran,
- diese sitzt an einem 'gelöcherten' Plastikrohr welches die Ölfilterpatrone von innen stützt, und dreckiges und sauberes Öl durch einen zweiten höher sitzenden und größeren 'Zwischenboden' mit O-Ring trennt,
- und dieses gelochte Rohr kann mal brechen, dann sind die Spitze und die Dichtungen ab,
- die Werkstatt begreift den ganzen Sinn nicht, ist ja auch komplex bzw. kompliziert, schraubt den Deckel drauf, dicht ist der Motor dann ja,
- aber ... alles Öl was die Ölpumpe hochfördert kann nun durch das offene Loch zur Ölwanne gleich wieder runterlaufen,
- Öldruck entsteht nur noch in dem Maße wie die Pumpe viel Öl fördert und es sich vor dem Ablassloch staut, also fast garnicht mehr,
- jedenfalls keine 2,5 bar die die Kolbenbodenkühlungsdüsen brauchen um zu öffnen, die sind nämlich bei geringem Druck 'zu' damit genug Öl(druck) für die Lager zur Verfügung steht,
- Kolben ohne (ausreichende) Kühlung, Lager ohne (ausreichende) Schmierung, keine Öldruckkontrolle, Fahrer fährt weiter bis es rappelt, tolle Leistung von Benz, - und natürlich von der Werkstatt,
- außerdem kann das Öl ungefiltert unter der Filterpatrone hindurchlaufen weil die obere größere Dichtebene zwischen dreckigem und sauberem Öl auch fehlt, Dreck und Späne - die kurzfristig entstehen - gehen also durch die Lager und vor die Sprühdüsen,
- Effekt: keine Kolbenbodenkühlung wegen zu geringem Druck und Verstopfung ... Überhitzung, Kolbenboden weggeschmolzen, richtiggehend 'abgefackelt', Kolbenringe ausgerissen, zerbrochen, in Spänen durch den ganzen Motor gegangen, Zylinderlaufbahn von Spänen zerkratzt, Kolbenfresser, Aluanschweißungen im Zylinder, fast ringförmiges Loch im Kolbenboden, Motor bläst Öl weg, Zylinderkopf und Ventile von Splittern von unten zerhackt, brutaler Motorschaden,
- parallel dazu Lagerschäden einmal die Kurbelwelle längs wegen zu geringem Öldruck und Spänen im Öl, Lagerschalen rauh gerieben aber noch im weichen Lagermetall und nur teilweise die Notlaufschicht blank, Lagerschalen (durch Wärme?) richtiggehend 'eingerollt', die Halbschalen klemmen sehr eng nach innen auf der Welle wo sie normalerweise etwas zu weit sind und im Halbkreis der Lagerbohrung nach außen klemmen,
- alles Sonstige am Motor potentiell 'spänegeschädigt' ... Totalschaden,
wegen ...
- Benz hat zu komplizierten Warz gebaut,
- Benz hat am Material gespart (bei dem Modell - wohl so'n Sportwagen mit extraflacher Ausführung von Ölwanne, Ölpumpe und Ölfilterdeckel - ist das plastizide Lochgitterrohr im Ölfilter extrem 'fizzelig' ausgeführt, als ob da noch jemand Gewicht einsparen wollte, vier Plastikstäbe der Stärke 'dünner Zahnstocher' halten die ganze Spitze die einen ordentlichen Hebelarm ausmacht,
- Benz hat die dummen Werkstätten nicht ausreichend informiert,
- Benz hat dummerweise die Öldruckkontrolle weggelassen, sonst hätte der Fahrer noch 'ne Chance gehabt anhand einer roten Lampe zu bemerken daß etwas nicht stimmt bevor die Fehlfunktionen zum Totalschaden führten,
- die Werkstatt (Werkstätten) - zumindestens die letzte die einen Öl(filter)wechsel machen sollte - hat gepfuscht, auch die schlechten Vorgaben und das zu komplizierte System von Benz entlastet sie nicht von der Verantwortung sich entweder mit den Arbeiten auszukennen die sie annimmt, oder die Finger davon zu lassen,
- für den Besitzer sind ... 10.000 EUR weg ... aber dieser Kunde kann evtl. seine Werkstatt 'drankriegen'. Er hatte das 'Glück' mir seinen Schrott zu verscherbeln, und ich bin 'geladen' genug über das 'Produkt CDI' um nach den Ursachen der Fehler zu suchen. Er kam direkt vom Service und kam nur 20 Kilometer weit. Hatte die Werkstatt den Ölwechsel unterlassen (das Öl was noch drin war, zwei von sieben Litern, war recht schwarz) haftet sie wegen Unterlassung, hat sie ihn gemacht hätte sie den Defekt am Filterdeckel bemerken müssen oder hat ihn selbst beschädigt und haftet wegen mangelhafter Arbeit, ich denke nach deutschem Recht wäre der Fall klar, er spielt aber in Österreich, mal sehen was da draus wird,
Viele andere denen es ähnlich schon mal passiert ist sollten mal ihren alten Ölfilterdeckel checken, und die denen es noch passiert natürlich auch ...
!!! Es schadet natürlich überhaupt nicht sich seinen Ölfilterdeckel mal anzusehen bevor!!! man sich einen Motorschaden einfängt !!!
Vorsicht, es gibt wohl mehrere verschiedene Bauhöhen der Deckel, und dazu wohl auch unterschiedliche Patronen, insbesondere aufpassen bei Motoren wo mal Werkstätten ohne ausreichende Erfahrung oder Materialversorgung dran gemurkst haben, und bei Motoren die von anderen Fahrzeugmodellen 'gespendet' wurden, da findet Benz wohl eher die falschen Filter und / oder Deckel ...
Solche Schäden müssen sich aber nicht unbedingt gleich nach einem Ölwechsel manifestieren, je nach Fahrweise, Belastung, Außentemperaturen, Zustand der Ölpumpe, Ölqualität, und diversem anderen kann ich mir gut vorstellen daß man auch mal bis zum nächsten oder übernächsten Ölwechsel weiterfahren kann, aber guttun tut das dem Motor nicht ...
beste Grüße,
312-Fan
P.S. Ich habe mich ja schon länger gewundert und lautstark beklagt daß Benz die Öldruckkontrolle bei den CDI's weggelassen hat, mir ist jetzt noch etwas mehr Logik dazu eingefallen.
Außer daß 'sie' die Ölstandskontrolle brauchten um Ölüberfüllungen zu erkennen und 'durchgehende' Motoren durch kochendes Öl zu vermeiden, und zu faul und / oder zu sparsam waren ein zusätzliches Kabel für einen Druckgeber einzubauen, oder in der Entwicklung zuwenig Zeit dafür war ... oder da Idio... am Werk waren,
hätte ein CDI einen zweistufigen Öldruckschalter gebraucht (oder zwei Stück davon oder eine analoge Erfassung des Drucks), und das war dem Konzern wohl zu viel oder zu teuer. Ein normaler Öldruckschalter der bei geringem Druck schon sagt 'ok' würde nämlich nicht merken wenn unter Last der Öldruck zu gering ist um die Kolbenbodenkühlung sicherzustellen, und wenn der Schalter erst bei höherem Druck schaltet wäre im Leerlauf die rote Öldruckkontrolle immer an und die Kunden würden die Werkstätten nerven. Es bräuchte also zwei Erfassungspunkte (oder eine Analogerfassung) mit einer Auswertelogik 'Motor läuft, geringer Öldruck liegt an sonst Meldung' und 'Motor läuft unter Last, höherer Öldruck ist erfüllt, sonst Meldung', und das war den Ingenieuren wohl zu kompliziert ... schade ...
P.S. II: An die 'Insider' die hier mitlesen, bitte mal nachgucken ob zu solchen 'Problemchen' irgendwas im WIS steht, und ob und wieweit dort oder in Schulungen diese komplizierten Ölfilterdeckel erklärt werden, wenn es 'untergegangen' ist bitte mal den Konzern auf Nachbesserung hinweisen. Ich denke verbreitete Kenntnise zu dem Punkt könnten einige Kunden vor Schäden bewahren. Beim goolen fand ich nur hier
http://www.db-forum.de/.../...filterdeckel-die-spitze-abgebrochen.html
einen Hinweis von jemandem der sich mit diesem Problem auskennt.
Beste Antwort im Thema
Moin,
einen Grund habe ich gefunden, er erklärt vielleicht viele Berichte 'war gerade beim Service - Motorschaden', 'gleich nach dem Ölwechsel - Motorschaden' wo die Geschädigten ratlos sind und die Werkstätten nicht unbedingt motiviert ihnen den Grund zu erklären. Eine Werkstatt die einen Fehler gemacht hat ist ja in der gleichen Situation wie ein Arzt nach einem Kunstfehler, und meistens wird sie zum Gutachter in eigener Sache ... ist aber parteiisch ... will ihr Geld behalten und ihren Ruf wahren ... armer Kunde.
Stichworte: Ölfilterdeckel kaputt, 'Spitze' abgebrochen, kein Öldruck, keine Öldruckkontrolle, gefahren bis es rasselt.
Ich hatte schon länger den Verdacht auf einen oder mehrere systematische Fehler im System 'CDI und Werkstatt' weil ich beim googeln wegen meines Motorschadens auf rätselhaft viele Berichte mit Titeln wie oben gestoßen bin.
Ich habe jetzt einen Schrottmotor bekommen den genau diese Schicksal getroffen hat, und einen klaren Grund für den Schaden gefunden. Der erklärt zumindestens diesen, wahrscheinlich einige und evtl. sehr viele der CDI Motorschäden. Er betrifft wohl viele Modelle, zumindestens alle Größen der ersten CDI's bis Baujahr ca. 2006.
Es ist eine Verkettung unglücklicher (Fehl-)Leistungen:
- Benz hat diese Motoren so ausgereizt daß sie eine 'Sprühölkühlung' von unten gegen die Kolben brauchen,
- Benz war sich bewußt daß kleine Verunreinigungen die Sprühöldüsen verstopfen können und hat deshalb ein Ablasssystem eingebaut damit beim Filterwechsel dreckiges Öl von außerhalb des Filters nicht zu diesen Düsen und zu den Lagern läuft, sondern durch ein Loch im tiefsten Punkt des Ölfiltergehäuses in die Ölwanne zurückläuft,
- dieses Loch muß bei Normalbetrieb des Motors verschlossen werden, dazu ist am Ölfilterdeckel eine lange Spitze mit einem O-Ring zum abdichten dran,
- diese sitzt an einem 'gelöcherten' Plastikrohr welches die Ölfilterpatrone von innen stützt, und dreckiges und sauberes Öl durch einen zweiten höher sitzenden und größeren 'Zwischenboden' mit O-Ring trennt,
- und dieses gelochte Rohr kann mal brechen, dann sind die Spitze und die Dichtungen ab,
- die Werkstatt begreift den ganzen Sinn nicht, ist ja auch komplex bzw. kompliziert, schraubt den Deckel drauf, dicht ist der Motor dann ja,
- aber ... alles Öl was die Ölpumpe hochfördert kann nun durch das offene Loch zur Ölwanne gleich wieder runterlaufen,
- Öldruck entsteht nur noch in dem Maße wie die Pumpe viel Öl fördert und es sich vor dem Ablassloch staut, also fast garnicht mehr,
- jedenfalls keine 2,5 bar die die Kolbenbodenkühlungsdüsen brauchen um zu öffnen, die sind nämlich bei geringem Druck 'zu' damit genug Öl(druck) für die Lager zur Verfügung steht,
- Kolben ohne (ausreichende) Kühlung, Lager ohne (ausreichende) Schmierung, keine Öldruckkontrolle, Fahrer fährt weiter bis es rappelt, tolle Leistung von Benz, - und natürlich von der Werkstatt,
- außerdem kann das Öl ungefiltert unter der Filterpatrone hindurchlaufen weil die obere größere Dichtebene zwischen dreckigem und sauberem Öl auch fehlt, Dreck und Späne - die kurzfristig entstehen - gehen also durch die Lager und vor die Sprühdüsen,
- Effekt: keine Kolbenbodenkühlung wegen zu geringem Druck und Verstopfung ... Überhitzung, Kolbenboden weggeschmolzen, richtiggehend 'abgefackelt', Kolbenringe ausgerissen, zerbrochen, in Spänen durch den ganzen Motor gegangen, Zylinderlaufbahn von Spänen zerkratzt, Kolbenfresser, Aluanschweißungen im Zylinder, fast ringförmiges Loch im Kolbenboden, Motor bläst Öl weg, Zylinderkopf und Ventile von Splittern von unten zerhackt, brutaler Motorschaden,
- parallel dazu Lagerschäden einmal die Kurbelwelle längs wegen zu geringem Öldruck und Spänen im Öl, Lagerschalen rauh gerieben aber noch im weichen Lagermetall und nur teilweise die Notlaufschicht blank, Lagerschalen (durch Wärme?) richtiggehend 'eingerollt', die Halbschalen klemmen sehr eng nach innen auf der Welle wo sie normalerweise etwas zu weit sind und im Halbkreis der Lagerbohrung nach außen klemmen,
- alles Sonstige am Motor potentiell 'spänegeschädigt' ... Totalschaden,
wegen ...
- Benz hat zu komplizierten Warz gebaut,
- Benz hat am Material gespart (bei dem Modell - wohl so'n Sportwagen mit extraflacher Ausführung von Ölwanne, Ölpumpe und Ölfilterdeckel - ist das plastizide Lochgitterrohr im Ölfilter extrem 'fizzelig' ausgeführt, als ob da noch jemand Gewicht einsparen wollte, vier Plastikstäbe der Stärke 'dünner Zahnstocher' halten die ganze Spitze die einen ordentlichen Hebelarm ausmacht,
- Benz hat die dummen Werkstätten nicht ausreichend informiert,
- Benz hat dummerweise die Öldruckkontrolle weggelassen, sonst hätte der Fahrer noch 'ne Chance gehabt anhand einer roten Lampe zu bemerken daß etwas nicht stimmt bevor die Fehlfunktionen zum Totalschaden führten,
- die Werkstatt (Werkstätten) - zumindestens die letzte die einen Öl(filter)wechsel machen sollte - hat gepfuscht, auch die schlechten Vorgaben und das zu komplizierte System von Benz entlastet sie nicht von der Verantwortung sich entweder mit den Arbeiten auszukennen die sie annimmt, oder die Finger davon zu lassen,
- für den Besitzer sind ... 10.000 EUR weg ... aber dieser Kunde kann evtl. seine Werkstatt 'drankriegen'. Er hatte das 'Glück' mir seinen Schrott zu verscherbeln, und ich bin 'geladen' genug über das 'Produkt CDI' um nach den Ursachen der Fehler zu suchen. Er kam direkt vom Service und kam nur 20 Kilometer weit. Hatte die Werkstatt den Ölwechsel unterlassen (das Öl was noch drin war, zwei von sieben Litern, war recht schwarz) haftet sie wegen Unterlassung, hat sie ihn gemacht hätte sie den Defekt am Filterdeckel bemerken müssen oder hat ihn selbst beschädigt und haftet wegen mangelhafter Arbeit, ich denke nach deutschem Recht wäre der Fall klar, er spielt aber in Österreich, mal sehen was da draus wird,
Viele andere denen es ähnlich schon mal passiert ist sollten mal ihren alten Ölfilterdeckel checken, und die denen es noch passiert natürlich auch ...
!!! Es schadet natürlich überhaupt nicht sich seinen Ölfilterdeckel mal anzusehen bevor!!! man sich einen Motorschaden einfängt !!!
Vorsicht, es gibt wohl mehrere verschiedene Bauhöhen der Deckel, und dazu wohl auch unterschiedliche Patronen, insbesondere aufpassen bei Motoren wo mal Werkstätten ohne ausreichende Erfahrung oder Materialversorgung dran gemurkst haben, und bei Motoren die von anderen Fahrzeugmodellen 'gespendet' wurden, da findet Benz wohl eher die falschen Filter und / oder Deckel ...
Solche Schäden müssen sich aber nicht unbedingt gleich nach einem Ölwechsel manifestieren, je nach Fahrweise, Belastung, Außentemperaturen, Zustand der Ölpumpe, Ölqualität, und diversem anderen kann ich mir gut vorstellen daß man auch mal bis zum nächsten oder übernächsten Ölwechsel weiterfahren kann, aber guttun tut das dem Motor nicht ...
beste Grüße,
312-Fan
P.S. Ich habe mich ja schon länger gewundert und lautstark beklagt daß Benz die Öldruckkontrolle bei den CDI's weggelassen hat, mir ist jetzt noch etwas mehr Logik dazu eingefallen.
Außer daß 'sie' die Ölstandskontrolle brauchten um Ölüberfüllungen zu erkennen und 'durchgehende' Motoren durch kochendes Öl zu vermeiden, und zu faul und / oder zu sparsam waren ein zusätzliches Kabel für einen Druckgeber einzubauen, oder in der Entwicklung zuwenig Zeit dafür war ... oder da Idio... am Werk waren,
hätte ein CDI einen zweistufigen Öldruckschalter gebraucht (oder zwei Stück davon oder eine analoge Erfassung des Drucks), und das war dem Konzern wohl zu viel oder zu teuer. Ein normaler Öldruckschalter der bei geringem Druck schon sagt 'ok' würde nämlich nicht merken wenn unter Last der Öldruck zu gering ist um die Kolbenbodenkühlung sicherzustellen, und wenn der Schalter erst bei höherem Druck schaltet wäre im Leerlauf die rote Öldruckkontrolle immer an und die Kunden würden die Werkstätten nerven. Es bräuchte also zwei Erfassungspunkte (oder eine Analogerfassung) mit einer Auswertelogik 'Motor läuft, geringer Öldruck liegt an sonst Meldung' und 'Motor läuft unter Last, höherer Öldruck ist erfüllt, sonst Meldung', und das war den Ingenieuren wohl zu kompliziert ... schade ...
P.S. II: An die 'Insider' die hier mitlesen, bitte mal nachgucken ob zu solchen 'Problemchen' irgendwas im WIS steht, und ob und wieweit dort oder in Schulungen diese komplizierten Ölfilterdeckel erklärt werden, wenn es 'untergegangen' ist bitte mal den Konzern auf Nachbesserung hinweisen. Ich denke verbreitete Kenntnise zu dem Punkt könnten einige Kunden vor Schäden bewahren. Beim goolen fand ich nur hier
http://www.db-forum.de/.../...filterdeckel-die-spitze-abgebrochen.html
einen Hinweis von jemandem der sich mit diesem Problem auskennt.
189 Antworten
So langsam wird es hier etwas läppisch...
Im W124 war ein analoges Instrument zur Öldruckanzeige.
Nur hat es niemanden interessiert. Man empfand es als lästige Spielerei und daher wurde es ab W210 auch weggelassen. Andere Marken haben es auch nicht und fahren dennoch nicht schlechter...
Nach Auskunft eines mir gut bekannten MB-Mitarbeiters sind damals mindestens ebenso viele Motoren wegen Ölmangel hops gegangen wie heutzutage. Und dies trotz Öldruckanzeige.
Fazit: Wenn keiner draufguckt nützt es nichts.
Ich vermisse das Ding nicht. Ich weiß, daß mein Ölstand stimmt. Und wenn dann mal eine Ölpumpe kaputtgeht, dann hilft mir so ein Zeigerinstrument auch nichts mehr. Denn man guckt nicht immer drauf und das Festfressen irgendwelcher Teile mangels Schmierung geht so schnell, daß man ohnehin nicht reagieren kann...
-
Naja, es gibt ja noch etwas zwischen schwarz und weiss...oder "keinem Öldruck"
und "voller Öldruck".
Und es gibt ja auch Fahrer unter uns, die gerne wissen möchten, wie es im
Inneren der Motoren zugeht. Klar, dass 90% aller Fahrer das nicht interessiert,
Hauptsache, der Motor läuft....bis zum Kollaps.
Da ich aus der Luftfahrt komme, bin ich es gewohnt, stets zu wissen, welchen Zustand
die Aggregate haben...auch wenn im Fzg.-Bau kaum Redundanzen herrschen. Hat ja
auch nichts mit Bevormundung zu tun (wie z.B. die Komfortfunktionen). Hier geht es um
Elementares. Wenn mein Injektor einmal ein paar Volt Unterspannung hat, wird sofort
der Motor aut. abgeschaltet....aber wenn der Blutkreislauf zu kollabieren droht, passiert nichts?
Zitat:
Nur hat es niemanden interessiert...
Gab's damals eine Umfrage seitens MB, ob die Anzeige in Zukunft weggelassen
werden soll oder nicht? Die Anzeige muss natürlich Zuverlässig sein und kein
grobes Schätzeisen. Ich weis nicht, wie es beim 124er war...
Zitat:
Original geschrieben von bistar
Und es gibt ja auch Fahrer unter uns, die gerne wissen möchten, wie es im
Inneren der Motoren zugeht.+++ Da hast Du Recht, ich gehöre da auch dazu !
Da ich aus der Luffahrt komme, bin ich es gewohnt, stets zu wissen, welchen Zustand
die Aggregate haben...auch wenn im Fzg.-Bau kaum Redundanzen herrschen. Hat ja
auch nicht mit Bevormundung zu tun (wie z.B. die Komfortfunktionen). Hier geht es um
Elementares.+++ Wäre mir auch wichtig, aber weil nicht jeder damit umgehen kann, spart man sich den Aufwand.
Gab's damals eine Umfrage seitens MB, ob die Anzeige in Zukunft weggelassen
werden soll oder nicht? Die Anzeige muss natürlich Zuverlässig sein und kein
grobes Schätzeisen. Ich weis nicht, wie es beim 124er war...+++ Das weiß ich nicht. Möglich wäre das schon.
Die Anzeige im 124er war zwar ein Schätzeisen, aber besser als nichts. Man hat zumindest gesehen, daß Öldruck vorhanden ist. Bei warmem Motor sank die Anzeige im Leerlauf um ca. 1/3.
Die Öldruckanzeige gab es in allen Typen, die ich erlebt habe. Also seit dem Ponton, W???. Immer analog 😁 und immer zuverlässig.
Nach scharfer Autobahnjagd ging es im Leerlauf dann auch mal gegen < 0,5 bar (atü).
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Der Ponton war das Auto zu meiner Kinderzeit. Damals habe ich natürlich nicht auf technische Details geachtet.
Ab 76 war die Zeit des 123er. Und von diesem weiß ich, daß er das Öldruckinstrument hatte, weil ich mich damals intensiv für dieses Auto interessiert habe.
Ich hatte mal einen Honda Accord. Und zwar einen der ersten. Und ich konnte mir einen Stromlaufplan dafür besorgen.
Der Motor hatte einen Öldruckschalter. Sank der Öldruck, leuchtete eine gelbe Lampe im Kombiinstrument auf. Mein Opel Kadett B, den ich zuvor hatte, besaß ebenfalls einen Öldruckschalter, der mit der gelben Lampe gekoppelt war.
Das Kuriose am Honda war jedoch, daß die Schaltung so funktionierte, daß die Zündung unterbrochen wurde, wenn während der Fahrt kein Öldruck mehr vorhanden war.
Dies kann man nun sehr differenziert betrachten. Ist sowas sinnvoll ? Mitten im Überholvorgang wird der Motor abgeschaltet ?
Bei mir trat dieser Fall nie ein, aber ich habe mich über diese Schaltung doch sehr gewundert...
Zitat:
........... Dies kann man nun sehr differenziert betrachten. Ist sowas sinnvoll ? Mitten im Überholvorgang wird der Motor abgeschaltet ?
Ich habe so etwas in ähnlicher Form vor fast 40 Jahren erlebt. Damals hatte ich einen Ford Zodiac (engl. Prod) 2,5l V6 mit sagenhaften 105 PS. Der hatte nur ein Manometer und keine Kontrolllampe. Bei einem Überholvorgang ist der Motor durch nicht bemerkten Ölverlust festgegangen (Tankwart hat den Ölmaßstab nicht mehr eingesetzt) - ich bin ungefähr bis in Höhe Anhängedeichsel eines LKW Zuges gekommen. Eine Lampe wäre mir - vielleicht - früher aufgefallen, da man ja nicht ständig das Manometer "im Auge" hat, so aber Motortotalschaden.
Damt meine ich, egal ob mit Absicht abgeschaltet oder durch eine Defekt verreckt - unangenehm ist das in jedem Fall.
LG robert
Zitat:
Dies kann man nun sehr differenziert betrachten. Ist sowas sinnvoll ? Mitten im Überholvorgang wird der Motor abgeschaltet ?
Das ist dem Motor/dem Steuergerät ja ziemlich wumpe, wo
du dich gerade befindest 🙂 Mir ist das letztes Jahr auch zwei
mal auf der linken AB-Spur passiert, auf Grund der Sapnnung
der injektoren. Angenehm ist es nicht, aber besser als den
Überholvorgang zu beenden und den Motor zu zerstören (bei
Ölverlust, etc...) - denke ich. Und meistens passiert so etwas
ja bei höherer Last/Vollast.
Das Optimale wäre natürlich eine Analoganzeige mit Warnton
bei Über-/Unterschreitung eines Wertes. Sollte ja heutzutage
technisch machbar sein.
moin,
freut mich dass hier eine echte Diskussion in Gange kommt, auch wenn dabei viel Quark geschrieben wird.
ich zitiere nur mal einen:
Zitat:
Original geschrieben von Schneggabeisser
... Ich vermisse das Ding nicht. Ich weiß, daß mein Ölstand stimmt. Und wenn dann mal eine Ölpumpe kaputtgeht, dann hilft mir so ein Zeigerinstrument auch nichts mehr. Denn man guckt nicht immer drauf und das Festfressen irgendwelcher Teile mangels Schmierung geht so schnell, daß man ohnehin nicht reagieren kann...
Erstens: dein Ölstand reicht nicht um deinen Motor zu schmieren!
Zweitens: Wenn man so ein Zeigerinstrument mit Autoverstand benützt hilft es auch ohne dass man immer draufstarrt, man merkt nämlich schon 20.000 km bevor das Öl zu alt wird das es anfängt alt zu werden, und 1.000 km bevor der Ölfilter - oder Ölansaug - ganz zu ist dass da etwas nicht stimmt, aber für Normalverbraucher ist eine Warnlampe besser, hat hier aber auch niemand was gegen gesagt,
Drittens: Ob du dich totfährst weil ein Motormanagement im Überholvorgang den Motor abschaltet, oder weil er sich mangels Öldruck festfrisst, ist mir eigentlich schietegal, und macht für dich auch keinen wesentlichen Unterschied,
Viertens: es geht hier überhaupt nicht darum ob du Lust hast ständig auf ein analoges Anzeigeinstrument zu starren, bei einer vernünftig konstruierten Warnlampe hast du - geschätzt - mindestens fünf Sekunden zwischen Aufleuchten und festfressen, ich für meinen Teil hätte diese fünf Sekunden gerne um entweder zu reagieren oder noch mal kurz mein Leben an mir vorbeiziehen zu lassen,
Fünftens: mit diesen fünf sekunden habe ich die Möglichkeit mein Leben und! meinen Motor zu retten, bei Abfall des bei Vollast nötigen 'hohen Öldrucks' dauert es einen Moment bis die Kolben schmelzen, und fressen die Lager noch lange nicht.
Sechstens: Wenn man mir diese fünf Sekunden nicht mehr gönnt möchte ich wenigstens darüber informiert werden, bei mir wußte es nicht einmal die Werkstatt.
Siebtens: daß mein Sprinter sich wesentlich mehr Mühe gibt die Seitenbegrenzungsleuchten und den Wischwasserstand zu überwachen (von ersterem hab hab ich sechs und die überwachen sich gegenseitig durch Redundanz und weil ich sie jeden Tag sehe, beim zweiten merke ich selbst wenn kein Wischwasser kommt), als für den Öldruck (soll ich fehlenden Öldruck am Tackern der Hydrostössel hören?) der mich mal so eben 10.000 Tacken kosten kann ... und / oder das Leben ... finde ich 'suboptimal gelöst' ... oder hat der 906 als 324 wieder Öldruckkontrolle?
Und bevor jetzt Günni oder Schneggi meckern ein 324 sei kein CDI ... ja Jungs, gut aufgeßpaßt ...
da habt ihr recht, aber es ist ein Motor von Mercedes drin, und ich befürchte mal - Korrekturen sind willkommen -
- Benz hat diese ingeniöse Meisterleistung des Weglassens auch für die Benziner übernommen (vielleicht stören sich da nicht soviele Leute dran weil man eh gewöhnt ist dass die nicht lange halten?)
- Benz hat auch bei den 906 Dieseln mehr Gehirnschmalz für die Parkleuchtenüberwachung verwendet als für den Motor, ist ja auch logisch ... mit den Birnchen verdienen sie nicht einmal das Geld auf dem die Rechnung gedruckt wird, damit darf der Kunde gerne die nächste Tankstelle belästigen statt daß er bei Benz stört, aber man vermittelt dem Fahrer und Eigner ein 'gutes Gefühl'. Mit den Motoren treffen sie nur einige wenige (ooooch das tut uns aber leid, das ist das erstemal daß wir so einen Schaden erleben, das kommt ja eigentlich niiiiieeee vor das ein CDI kaputtgeht ...) aber machen richtig Schotter. Mercedes macht Überholungen ja nicht selbst sondern ganz modern 'outgesourced', qualitätsüberholte Motoren aus Belgien kosten im Einzelhandel und in der Bucht 3.200 EUR, zieh für 'nen Großkunden mal niedriggeschätzte 30% Rabatt ab, macht knapp 2.300 EUR, wenn man das für 10.000 Tacken an den Mann bringt hat man schon mal den Wert einer guterhaltenen Mittelklasselimousine gutgemacht bevor! man mit der Arbeit beginnt und in der Werkstatt auch noch ordentlich verdient wird).
beste Grüße,
312-Fan
P.S. [ironiemodus] und mit etwas überlegen verstehe ich jetzt auch Günni und Schneggi und die anderen fanboys ... man denke sich in diesen unglücklichen Überholvorgang hinein, die rote Lampe geht an, und man bekommt fünf Sekunden pure Angst serviert 'mein Mercedes ist kaputt' der schiere Horror, wer möchte schon mit diesem Schrecken sterben? oder gar weiterleben? da lieber mit Vollgas gegen 'nen Laster, kurz und schmerzlos vorbei ...
Hallo 312er... 🙂
Gibts bei Dir nur schwarz und weiß ?
Ich sehe da immerhin noch tausende Grautöne dazwischen.
Und nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird...
Klar wäre mir eine analoge Öldruckanzeige auch lieber, klar hätte ich auch wenigstens gerne eine Warnlampe...
Nur, was nützt es mir, wenn ich weiß, in 5 Sekunden ist mein Motor tot ?
Ich glaube nicht, daß ich auch gleich daran glauben muß, wenn der Motor über die Wupper geht.
Klar ist es Schwachsinn, daß man das Manometer weggelassen hat. Aber deshalb muß ich mir nicht gleich die Kugel geben.
Ich habe in meinem 124er immer wieder beobachtet, wie sich der Öldruck verhält. Bei kaltem Motor, bei heißem, bei Standgas und unter Last. Bei frischem Öl und auch vor dem fälligen Ölwechsel.
Zum Glück war da nie irgendetwas auffällig. Vielleicht hat man es daher weggelassen.
Unterstelle mir bitte nicht, ich könne nicht damit umgehen. Aber wenn man es nicht mehr hat, dann muß ich mich damit abfinden oder eine andere Marke kaufen.
Man kann darüber schimpfen, und ich mache das auch gerne, aber bringen wird es leider nix. Denn ich habe schon mehrfach erfahren, daß bei DB jede Menge Sturköpfe sitzen.
Jetzt fahre ich erstmal in den Urlaub und bin guter Dinge, daß mein Dicker auch wieder heil nach Hause kommt...
moin,
Zitat:
Original geschrieben von Schneggabeisser
Hallo 312er... 🙂 ... Gibts bei Dir nur schwarz und weiß ? ...
viel Spaß im Urlaub, war nicht allzu persönlich gemeint, will ja auch diese Kabbeleien gerne heraushalten, aber deine zitierte Aussage fand ich schon ziemlich 'schwarz' ... und überflüssig ...
nix für ungut, du schreibst ja sonst auch mal ganz vernünftige Sachen ...
In der Sache 'Sterben CDI's zu früh (?)' geht es halt nicht darum ob der eine oder andere auch ohne die gewohnten Hilfsmittel und ohne die von früher gewohnte DB-Qualität zurechtkommt, auch nicht darum ob jetzt alle Motoren zu früh kaputtgehen oder einige 'Überlebende' Daimler entschuldigen, mir geht es darum ob:
- Einsparungen und 'Fehlkonstruktionen' vorliegen ... ich meine ja, zumindestens deutliche Risikoerhöhungen,
- ob die dem einzelnen Betroffenen gegenüber fair sind ... ich meine nein,
- ob die durchschnittliche Laufleistung drastisch eingebrochen ist ... ich meine ja,
- bzw. ob die durchschnittlichen Kosten zur Erreichung einer langen Fahrzeugnutzungsdauer deutlich gestiegen sind ... ich meine ja wenn man mit einem Risiko von 1:10 einen neuen Motor pro 100.000 km dazurechnen muß (alle Zahlen rein spekulative Schätzungen zur Illustration, aber vielleicht hat jemand Zugriff auf Statistiken?),
- ob man DB dazu bewegen kann zukünftig etwas besser zu machen ... ich meine vielleicht, man sollte es mindestens versucht haben,
- und wie man mit den derzeit real existierenden Motoren am besten zurechtkommt ... ich meine Info's über die Schwachstellen helfen da ungemein,
- und um die Verbreitung dieser Informationen!
Wenn durch unser 'Geschreibsel' hier nur ein Motor mehr vor! einem kapitalen Motorschaden richtig behandelt und 'gerettet' wurde hat es sich doch schon gelohnt, und ich denke es können auch gut schon dutzende sein.
beste Grüße,
312-Fan
P.S. In fünf Sekunden kann man eine ganze Menge machen, und ich denke man hat sogar noch deutlich mehr Zeit wenn eine passende rote Lampe angeht (anginge).
Hallo,
also die Motoren werden alle bei MB instandgesetzt, in Berlin und in Mannheim!!!!!
Es werden NUR Motoren Extern ZERLEGT diese kommen aber dann zu MB und werden dort Inst.
Gruß
Chris
Evtl. kann man diesen Umstand ja innerhalb eines
Tages umgehen und so etwas realisieren: Klick
moin Günni,
Zitat:
Original geschrieben von 4matic Guenni
Im ungünstigsten Fall hast du jetzt ein schlecht tragendes Kurbelwellenhauptlager mit einem zu großen Lagerspalt ,der auch noch exentrisch angeordnet ist.
ich hab mein Plastigage wiedergefunden und hatte ein bischen Zeit:
Das Lager ist gut, etwas enger als soll, aber 'feucht' gemessen mit Öl bzw. Molykotefett auf den Schalen, daher wohl normal, leicht konisch von 0,025 auf 0,027 - wenn ich die Nullen jetzt gerade richtig habe - das Lager daneben, nicht nachgearbeitet, hat die gleichen Werte ...
also, Heimwerkerpfuschereien können danebengehen, es ist aber nicht ausgeschlossen daß es auch mal klappt ...
Und wenn man so guckt was vom Werk oder Profiinstandsetzern so alles auf die Straße kommt ... lieber in Ruhe mit Gefühl für die Sache durchgearbeitet ...
Und wenn man so guckt was eine Zylinderschleiferei für's Nacharbeiten der Lagergasse haben wollte - neben dem Risiko dann teure Übermaßlager zu brauchen - nämlich 900 EUR plus Merkelsteuer ... da hätte man den Block wegschmeißen können ...
beste Grüße,
312-Fan
Ich hab mir nicht alle Seiten komplett durchgelesen, aber:
Die "komplizierte Ölfiltertechnik":
Was soll daran kompliziert sein wenn ich fragen darf, das gibts schon lange und auch bei anderen Herstellern, das Häubchen raus, neue Dichtungen drauf und wieder rein damit, das einfachste auf der Welt. Ich habe bisher auch noch nie gesehen dass am Ölfilterdeckel was gebrochen wäre, da muss schon ein besonderer Spezialist am Werk gewesen sein, oder ein besonders dämliches Exemplar der Spezies Lehrling.
Ich hatte noch nie einen CDI ausser den OM651, der an Mangelschmierung gestorben wäre, überhaupt halten diese Motoren an sich sehr gut, es sind die Bauteile der Aufladung und Einspritzung die oft hohe Kosten produzieren. Ok, der Motor auf den Bildern ist an Ölmangel verreckt, shit hapens. Ein Problem der OM611-613 und tlw. auch noch OM646-648 ist der Kopf der gern reißt, wenn kapitaler Motorschaden dann geht dem meist ein Loch im Kolben durch einen pissenden Injektor Vorraus. Ein nachtropfender Injektor lässt sich fast nur auf einem Injektorenprüfstand erkennen, evtl. hört man es am Motorengeräusch, der Diagnosetester findet aber garantiert nichts. Ein durch einen tropfenden Injektor beschädigter Kolben sieht jedoch anders aus als der auf den Bildern.
Es ist ein Gerücht dass frühere Dieselmotoren so viel länger hielten, oft wurden die OM614/615 der Taxen schon bei 250tkm überholt weil sie im Winter aufgrund schlechter Kompression nicht mehr ansprangen, die OM602 des BW "Wolf" gehen tlw. unter 150tsd. zum Instandsetzer weil sie im Winter nicht mehr anspringen wenn sie im Biwak im freien übernachten müssen.
Keine Überwachung des Öldrucks:
Man geht davon aus dass es um den Motor eh schon geschehen ist wenn die Kontrolle kommt. Bei Leerlaufdrehzahl kann der Öldruck bei heißem Öl bis auf 0,5bar abfallen, man müsste die Schaltschwelle also so niedrig ansetzen, 0,5bar bei Vollast bedeuten aber schon das sichere Ende für die Maschine, dem Fahrer würde aber noch immer nix angezeigt werden. Man müsste den Öldruckschalter 2 stufig oder dynamisch auslegen wie bei Audi tlw. praktiziert. Meine Schlepper sind alle schon was älter, bin es daher gewohnt immer ein Auge auf die Anzeigen zu haben und ich möchte auch bei MB die alte analoge Öldruckanzeige vlt. in Verbindung mit zusätzlicher optischer und akustischer Warnung, zurück haben aber es ist halt wie es ist, lässt sich nicht ändern. Seien wir ehrlich, die meisten gucken doch eh nie auf die Anzeigen, die schauen ab und zu auf den Tacho und das wars, die merken doch noch nichtmal wenn die Motortemperaturanzeige auf Anschlag rot steht.
Btw:
Vielleicht ist der Motor ja wegen des Diesels im Motoröl verreckt 😉
Zitat:
Original geschrieben von farmer1
Ich hab mir nicht alle Seiten komplett durchgelesen, aber:
das merkt man,
Zitat:
Original geschrieben von farmer1
oder ein besonders dämliches Exemplar der Spezies Lehrling.
jau, aber mit einem 'Stino-Blechtopffilter' konnte selbst diese Spezies umgehen, bzw. waren alle Fehler sicht- und beherrschbar, daher ist das 'Patronen-Ablass-System' für uns beide einfach genug, man muß aber auch bedenken wer sonst mit dem System umgehen soll, und da überfordert DB die Werkstätten auf allen Ebenen, also mit dem Ölfilter den Lehrling und mit den Versteckspielchen bei der Star-Diagnose die Mechatroniker,
Zitat:
Original geschrieben von farmer1
Ich hatte noch nie einen CDI ausser den OM651, der an Mangelschmierung gestorben wäre,
es geht auch mehr um Mangel
kühlung, Spezialisten nennen das dann auch Injektorschaden ...
Zitat:
Original geschrieben von farmer1
Loch im Kolben durch einen pissenden Injektor Vorraus.
hast du davon mal Bilder?
Zitat:
Original geschrieben von farmer1
Ein nachtropfender Injektor lässt sich fast nur auf einem Injektorenprüfstand erkennen,
und was soll das heißen ... Ein Injektor hält normal z.B. 500.000 km, geht aber mit einem Risiko von 0,5% in den ersten 20.000 km, 1% in den ersten 100.000 km, und 5% in den ersten 200.000 km kaputt - nur mal so Beispielwerte - wie oft soll man denn die wechseln um statistisch sicher zu fahren? Oder wie oft auf den Prüfstand mit dem ganzen raus, rein, vom Lehrling vermurksten Gewinden, oder wie hoch sind die Kosten wenn durchschnittlich 10% der Motoren auf den ersten 200.000 km einen kapitalen Injektorschaden erleiden ... teurer Spaß,
Du darfst die 'Risikofaktoren' oben - auch wenn sie zu hoch gegriffen sind, sie sind auch noch erschreckend wenn sie um eine Zehnerpotenz niedriger liegen würden - ja je nach Motor noch mit 4, 5 oder 6 malnehmen ...
Auf dem Prüfstand erkennst du wie er bei der Prüfung gerade ist ... kannst du auch sehen wie lange er noch hält? Wenn man halbwegs sicher wüßte daß bei 'guter' Leckmenge erstmal 20.000 km halbwegs sicher sind könnte man das ja machen, beim Service nicht nur Leerlaufruhe sondern auch Leckmengentest, aber solche Infos - wie kündigt sich welcher Schaden an, wie ist die Vorgeschichte von Schäden, wann hätte man wie schon was merken können und damit den Schaden vermeiden - hab ich bisher nicht viel gefunden, stattdessen diese merkwürdigen Berichte 'ich kam gerade vom Service / Ölwechsel ... jetzt alles kaputt'.
Zitat:
Original geschrieben von farmer1
Es ist ein Gerücht dass frühere Dieselmotoren so viel länger hielten, oft wurden die OM614/615 der Taxen schon bei 250tkm überholt
aber die waren primitivst überholbar, durchhohnen, neue Ringe, neue Dichtungen, evtl. neue Lager und fertig für die nächsten 250.000, bei 'nem verreckten CDI: alles aufbohren, neue Kolben, Kopf und Ventile machen - wenn noch machbar, neuen Turbo ... warum überholt Benz denn nicht mehr und baut stattdessen Tauschaggregate ein?
Zitat:
Original geschrieben von farmer1
Keine Überwachung des Öldrucks: ... Man müsste den Öldruckschalter 2 stufig oder dynamisch auslegen wie bei Audi
genau das hatten wir in dem Teil 'ausgearbeitet' den du wohl überlesen hast,
Zitat:
Original geschrieben von farmer1
Seien wir ehrlich, die meisten gucken doch eh nie auf die Anzeigen,
Aber warum sollen du und ich die gucken - würden - unter diesen Idioten leiden und mit blechen? Wenn jemand beim Fahren dauernd abgelenkt ist weil er seine Auslandsmilliarden aufaddiert ist ein Motordefekt nicht schlimm ... aber was sagt der Chauffeur wenn erst ein Motor und dann ein Termin 'platzt'? Und woher nehmen du und ich das Geld für den Tauschmotor? Wenn Benz nichts mehr für Normalverdiener ist soll man das einfach dazusagen ...
Zitat:
Original geschrieben von farmer1
Vielleicht ist der Motor ja wegen des Diesels im Motoröl verreckt 😉
Mei, du schreibst doch eigentlich halbwegs vernünftig ;-) ... nun schmeiß doch meine alten Motoren - die mit Dieselspülung gut gelebt haben und zu denen ich überhaupt keine Veranlassung hatte hier was zu schreiben - nicht mit den neuen durcheinander bei denen ich kaum Zeit hatte das Öl erstmals warmzufahren ...
beste Grüße,
312-Fan