Ölverbrauch VW Arteon 200PS Diesel

VW Arteon 3H

Hallo zusammen,
seit Februar bin ich im Besitz eines neuen VW Arteon Shooting Brake mit dem 200PS Dieselmotor, mit derzeit ca. 5.500km Laufleistung.
Als ich gestern Abend nach der Arbeit nachhause fahren wollte, blinkte im Tacho die Meldung auf, dass ich bitte den Ölstand prüfen solle. Dies habe ich natürlich umgehend getan und festgestellt, dass der Ölstand unter Minimum liegt.
Kann jemand von ähnlich hohen Ölverbräuchen berichten?
Vielen Dank für evtl. Hilfestellungen und Antworten.

499 Antworten

Zitat:

@ATESH schrieb am 24. September 2024 um 20:11:03 Uhr:


Habt Ihr auch das "Problem", dass es im Navi, im Gegensatz zur Behauptung in der BA, keine Möglichkeit gibt den Ölstand zu prüfen?

Hat der EA288evo denn wenigstens einen Sensor, der bei niedrigem Stand eine Meldung gibt?
Ich meine damit keine rote Öldrucklampe, die sich erst meldet, wenn es fast zu spät ist, sondern einen freundlichen Hinweis, lange vorher.

Man kann den Ölstand in Millimetern auslesen. Er speichert sogar alle 1500 km den Ölstand ab, wobei ich nicht sicher weiß, was "0%" semantisch wäre. Nach dem Ölwechsel hatte ich 70 mm drin, kurz vorher 56 mm, und bei diesen 56 mm war er nicht mehr weit über "0%". Es könnte also die Warnschwelle sein. Es gibt noch einen auslesbaren Wert, der sagt, dass ich 55ml/mm habe, was bei 14mm Differenz also bedeutet hat, dass nach dem Ölwechsel 770 ml mehr drin waren als vor dem Ölwechsel.

Ölstand nach Ölwechsel
Ölstand vor Ölwechsel

Ok, wenn es mit VCDS geht, dann wird der Ölstandsensor verbaut sein.

Bei einer Meldung würde ich natürlich bei der ersten Gelegenheit nachfüllen, mir ging es nur darum, dass ein unbemerkter Ölverlust nicht erst im letzten Moment (rot) angezeigt wird.

Da die BA ein Bild zeigt, das so im Fahrzeug nicht zu finden ist, könnte ich mir vorstellen, das man es eventuell codieren kann..

Hat einer eine Idee welches STG dafür zuständig wäre?
Dann würde ich mir ne admap als .CSV ziehen und mir die Kanäle in Ruhe anschauen.

Aus diesem Grund sollte man auch in regelmäßigen Abständen den Ölstand prüfen und nicht warten bis die Warnung angeht, gerade wenn man doch weiß das diese Motoren etwas Öl brauchen können.

ich prüfe auch immer mit dem Ölstab. Habe mir angewöhnt das alle 5.000 km zu tun, weil spätestens da muss ich 0,7 bis 1,0 Liter nachfüllen, je nach Fahrgeschwindigkeit auf der Autobahn, wobei das bei mir eher selten über 200 geht.

Ich erkläre mir den hohen Ölverbrauch so, dass mein Wagen aufgrund des nahezu ausschließlichen Langstreckenbetriebs kaum eine Möglichkeit hat, intern zu versotten und zu versiffen und deshalb kaum Verbrennungsrückstände und Ölkohle an den Kolben bzw. Kolbenringen vorhanden sind, die den Ölverbrauch etwas begrenzen könnten.

Ist halt ein 5-Liter-Auto. 5 Liter Diesel auf 100 km und 5 Liter Öl auf 30.000 km. So bekommt er quasi in jedem Intervall 2x frisches Öl ;-)

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Zitat:

@DrInsider schrieb am 25. September 2024 um 11:33:40 Uhr:



Ich erkläre mir den hohen Ölverbrauch so, dass mein Wagen aufgrund des nahezu ausschließlichen Langstreckenbetriebs kaum eine Möglichkeit hat, intern zu versotten und zu versiffen und deshalb kaum Verbrennungsrückstände und Ölkohle an den Kolben bzw. Kolbenringen vorhanden sind, die den Ölverbrauch etwas begrenzen könnten.

Nö.

Was dann? Ist es konstruktiv gewollt dass ich alle 5 Tankstopps auch einen Liter Öl nachkippe?

Toleranz in der Fertigung, Verschleiß, Longlifeintervalle, sehr oft hohe Öltemperaturen, fahren mit hohen Motordrehzahlen, viele hohe Lastanteile, usw.

Maximale Motordrehzahl sind bei mir ~3.200 rpm, das aber recht selten weil man dabei ohnehin schon über 200 fährt. Das Gaspedal drücke ich maximal einmal im Monat voll durch wenn es beim Überholen auf der Landstraße mal schnell gehen muss und ansonsten fahre ich in Eco mit wenig Beladung ohne Anhänger. Auch hier keine hohen Lastanteile.

Öltemperatur geht selten über 115°. Longlife stimmt natürlich, aber den hohen Ölverbrauch hatte der Motor von Anfang an.

Ich habe im Vergleich zum EA 189 TDI mit 177 PS nichts am Fahrstil und an der Pflege geändert und der hat auf 300.000km nur einen Liter Öl zusätzlich benötigt.

Wenn die Kolbenringe dicht sind und sich auch kaum noch bewegen können, hat man hohen Ölverbrauch. Nicht andersrum. Das Öl soll durch die Ölabstreifringe zurück Richtung Ölwanne.

Für mich ist es logisch. Die Reibung wird vermindert um möglichst hohe Effizienz vom Motor (damit geringen Verbrauch) und geringen Schadstoffausstoß zu erreichen über mechanische und Software Maßnahmen. In der Folge kommt mehr Öl in die Verbrennung. Es wird nach den gesetzlichen Vorgaben entwickelt. Einen maximalen Ölverbrauch gibt es bei der Euro Norm nicht.

Der "reibungsoptimierte" 200 PS TDI verbraucht allerdings nicht nur mehr Öl, sondern auch mehr Diesel als die scheinbar weniger optimierten Versionen mit 150 PS bzw. der direkte Vorgänger mit 190 PS. Letzteres habe ich grad im Hypermiling Thread feststellen müssen.

Das ist der ganz normale Unterschied zwischen WLTP und Realität. 😛

Das hat aber auch mit anderen Dingen zu tun. Der 200PS Turbo ist größer und bei sparsamen Fahrten ineffizienter als der 150PS Turbo.

man ist mit den kleiner (auf weniger Leistung) ausgelegten Motoren fast immer sparsamer.

Zitat:

@ATESH schrieb am 25. September 2024 um 00:47:12 Uhr:



Hat einer eine Idee welches STG dafür zuständig wäre?
Dann würde ich mir ne admap als .CSV ziehen und mir die Kanäle in Ruhe anschauen.

5F

Anpassungskanal Ölfüllstand

Zitat:

@DrInsider schrieb am 25. September 2024 um 13:10:25 Uhr:



Öltemperatur geht selten über 115°. Longlife stimmt natürlich, aber den hohen Ölverbrauch hatte der Motor von Anfang an.

Je mehr Kilometer das Öl im Motor ist desto mehr verbrauchen die Motoren auch. Oder ist der Verbrauch direkt nach dem Ölwechsel auch so hoch?

vielleicht ein Zehntel geringer auf den ersten 5000km, aber sonst nicht merklich anders.

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