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Ölstand im Winter

Is zwar das Problem beim Vectra B meiner Mum, aber ich frag dennoch hier da es ja ne allgemeine Frage ist:

Verändert sich die Ölmenge mit der Temperatur? Dann es sein dass am Ölmesstab vielzuwenig Öl ist wenn es extrem kalt ist, oder ist das Temperatur unabhängig?

Ich sage es ist Temperaturunabhängig. Sonst wär das ja nicht so toll.

Aber mein Dad meinte ich soll hier mal fragen.

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15 Antworten

Also ich kenne die "Besonderheit", daß man u.U. in kalten Jahreszeiten mehr Öl mißt, als drin ist, weil dann der Benzinanteil im ÖL, welcher bei Kurzstreckenbetrieb ins Öl kommt, höher ist. Dadurch nimmt natürlich das Volumen des Motoröls zu, man mißt mehr Öl, als drin ist.

Ansonsten denke ich auch, daß das Volumen von Motoröl innnerhalb der "normalen" Temperaturbereiche (Sommerbetrieb/Winterbetrieb) in etwa gleich bleibt, sonst würden die Hersteller in den Betriebsanleitungen darauf hinweisen (Ölstandkontrolle...).

Vielleicht gibt es hier im Forum ja den einen oder anderen Experten (Chemiker?), der genaueres darüber weiß.

Grüße, vectoura

Re: Ölstand im Winter

 

Hallo,

Zitat:

Original geschrieben von R@fi

Verändert sich die Ölmenge mit der Temperatur? Dann es sein dass am Ölmesstab vielzuwenig Öl ist wenn es extrem kalt ist, oder ist das Temperatur unabhängig?

Mir fällt folgendes dazu ein:

  1. das Volumen des im Motor befindlichen Öl's ist natürlich temperaturabhängig
  2. Das wirkt sich jedoch bei einer korrekten Messung nicht auf die Anzeige am Ölmesstab aus, da man bei Betriebstemperatur 5 min nach dem Abstellen messen soll. Und 80 °C sind auch im Winter 80 °C ;)

Grüße, Holger

hm....wie hoch lag denn der Schnee unter dem Auto? Je näher er am Motorblock (von unten) ist, desto mehr wirkt sich die Kälte auf diesen aus. Dann zieht er sich zusammen und der Ölstand steigt....oder so.

Auch ernst gemeinte Antworten hier? :p

Ich knobele noch an dem hochkomplexen Problem und gebe einstweilen einen Hinweis (ja, bin extra deswegen raus).

Zieht sich der Ölmeßstab so extrem zusammen, oder was?

Nettes Pic!

Meinem physikalischem Verständnis nach nimmt das Volumen von Öl ab wenn die dessen Temperatur sinkt. Im Gegenteil zu H2O. Dennoch sollte es beim Betrieb keine größere Rolle spielen. Denn das Volumen des Öls steigt ja proportional mit der Betriebstemperatur des Motors (bzw. dessen Kühl- und Öl-Kreislauf). Aufgrund der niedrigeren Temperaturen dauert es demnach länger bis der Motor seine Betriebstemperatur erreicht, folglich hat dann auch das Öl wieder das erforderliche Volumen. Natürlich nur unter der Prämisse, der Füllstand stimmt.

Beste Grüße,

Bartho.

Soll das die bekannte "Kalt-Länge-Relation" illustrieren ;)!

Ich denke mal, dass die unterschiedliche Ausdehnung der verschiedenen Materialien keinen wirklich meßbaren Unterschied bewirken. Eher schon der Kraftstoffeintrag in das Motoröl,weil bei Kurzstrecke kaum die Betriebstemperatur erreicht wird.

Das kann dann auch der Grund sein, warum urplötzlich der Ölstand nach einer längeren Fahrt rapide gesunken ist. Der Kraftstoff ist dann verdampft. Meinhäufig für Kurzstrecken (7 km) mißbrauchter Audi 80 bildet im Winter einen gelblichen Schleim, eine ArtEmulsion, die lt. Motoröl Guru im entsprechenden Thread eine Wasser Öl Emulsion ist und auf mangelhafter Entlüftung des Motors beruht.

MfG

Lars

Zitat:

Original geschrieben von bartho

Meinem physikalischem Verständnis nach nimmt das Volumen von Öl ab wenn die dessen Temperatur sinkt. Im Gegenteil zu H2O.

Das Volumen vom Wasser steigt tatsächlich zischen 4 °C und 0°C, wird es (dann Eis genannt ;) ) noch kälter, steigt die Dichte wieder und das Volumen nimmt wieder ab.

B.T.T.: Wie geschrieben: Eine Ölstandsprüfung soll bei betriebswarmen Motor erfolgen. Diese Definition ist eindeutig und nicht von der Umgebungstemperatur abhängig.

Es dauert halt nur ein wenig, bis die Betriebstemperatur erreicht ist ;)

Grüße, Holger

Versuch einer Lösung

 

Annahme:

Über den Peilstab-Meßbereich sei die Fläche der Ölwanne konstant. Andernfalls würde der Stab nicht linear anzeigen und Aussagen wie "genau in der Mitte, 500 ccm nachfüllen" wären sinnlos. Ferner wird die Veränderung dieser Fläche mit der Temperatur (Ölwanne schrumpft) nicht beachtet. Die Zusammensetzung des Öls sei konstant. Fixpunkt der Betrachtung ist die Anlagefläche am Motorblock, bis zu der sich der Peilstab einschieben läßt. Für andere Fahrzeuge als den Vectra C 1.9 CDTI sind die Werte anzupassen. Betrachtet wird eine Temperaturdifferenz von 50 K für die MIN-MAX-Werte im Jahresverlauf.

Stoffwerte:

- Stahl: mittl. Längenausdehnungskoeffiz. alpha = 11E-06 1/K

- Grauguss: mittl. Längenausdehnungskoeffiz. alpha = 9E-06 1/K

- Mineralöl: mittl. Volumenausdehnungskoeffiz. gamma = 0,96E-03 1/K

(- Benzin: mittl. Volumenausdehnungskoeffizient gamma = 1,01..1,06E-03 1/K=)

(- Wasser: mittl. Volumenausdehnungskoeffizient gamma = 0,18E-03 1/K)

- Peilstab 570 mm von Anlagefläche - Mitte Meßbereich

- MIN-MAX am Stab 17 mm (siehe vorheriges Posting), entsprechend 1 Liter = 1000 ccm

- Nenninhalt Ölwanne: V = 4300 ccm

- Temperaturdifferenz theta = -50 K

Lösung:

Jeder Liter Öl schrumpft bei -50 K Temperaturdifferenz um 0,96E-03 1/K x 1000 ccm x -50 K = -48 ccm. Ein simpler Dreisatz führt zum Ergebnis, daß der Ölstand um -48/1000 x 17 mm = -0.816 mm fällt. Insgesamt fällt der Pegel um -0,816 mm/l x 4,3 l = -3,5088 mm unter den oben genannten Annahmen.

Was macht der Stab? Der schrumpft auf der ganzen Länge ab Anlagefläche um 11E-06 1/K x 570 mm x -50 K = -0,3135 mm. Und der Motorblock? Auch der schrumpft um 9E-06 1/K x 570 mm x -50 K = -0,2565 mm.

Zusammenfassung:

Vom Fixpunkt aus gesehen hat sich die Ölwanne um 0,2565 mm gehoben, weil der Motorblock geschrumpft ist. Das Öl darin ist um 3,5088 mm gefallen, der Ölspiegel absolut um 3,2523 mm. Der Peilstab hat sich aber um 0,3135 mm verkürzt, was den Meßbereich nach oben verschiebt. Insgesamt wird nun am Stab ein um 3,5658 mm geringerer Füllstand angezeigt. Dies entspricht scheinbar einer Mindermenge 3,5658 / 17 x 1000 ccm = 210 ccm.

 

Was bedeutet das in der Praxis?

NICHT BEI KALTEM MOTOR MESSEN.

Da bin ich mit "the_engineer" einig, bin ja selber einer. :D

Quellen:

http://www.fhbb.ch/01/03/0/m02b/m02b/download/physik/Thermodynamik.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4ngenausdehnungskoeffizient

Re: Versuch einer Lösung

 

Zitat:

Original geschrieben von stbufraba

Vom Fixpunkt aus gesehen hat sich die Ölwanne um 0,2565 mm gehoben, weil der Motorblock geschrumpft ist. Das Öl darin ist um 3,5088 mm gefallen, der Ölspiegel absolut um 3,2523 mm. Der Peilstab hat sich aber um 0,3135 mm verkürzt, was den Meßbereich nach oben verschiebt. Insgesamt wird nun am Stab ein um 3,5658 mm geringerer Füllstand angezeigt. Dies entspricht scheinbar einer Mindermenge 3,5658 / 17 x 1000 ccm = 210 ccm.

Da hast Du Dir so viel Arbeit gemacht und vergessen, daß das Stahlrohr in dem der Peilstab geführt ist ja auch schrumpft und sich so Dein "Fixpunkt" wieder Richtung Ölwanne bewegt. Trotzdem bemerkenswerte Rechnungen, mit erstaunlich hoher Abweichung. Hätte ich nicht gedacht. :cool:

Gruß

Achim

Ich wollte es einfach halten, ist nur ´ne Näherungesrechnung. ;)

Parkt zufällig jemand in einer Klimakammer statt Garage? :D

Habe noch ein Bild gefunden und danach ist es anderes:

das Rohr (wie konnte ich nur glauben, daß der Peilstab im Block geführt wird) ist "unten" befestigt und Stahl wie der Peilstab. Damit können wir alles, was außerhalb der Ölwanne passiert, eigentlich vergessen (waren auch nur Zehntel mm). Es bleibt bei -3,5 mm.

Danke, general1977, für Deine Anmerkung.

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