Öl und seine Wirkung, an sowas denkt doch keine Sau.
Hi,
hatte an meinem 1,4er MK5 ja nach einem Ölwechsel die Probleme mit mangelndem Öldruck, weil das Saugrohr total mit gelöstem Dreck verstopft war. Der Karren wurde jahrelang mit 15W40er gefahren und kaum Öl gewechselt. Mein Essi bekam danach ein schönes vollsynthethisches 5W40er verpasst und jetzt ist was passiert, damit
hätt ich nicht mal als letztes gerechnet:
Ich beseitige seit tagen die ganzen kleinen Macken, die der Wagen so
hat, Leerlaufprobleme, Elektrik, Innenraum usw. und dabei fällt mir auf, dass der Motor über die tage zunehmend wie ein Diesel klingt, schnattert und unsauber läuft.
Heut fahr ich nach Abdichtarbeiten am LuFi-Gehäuse auf die Bahn, schön Piano, und aus dem Schnattern wird ein lautes Metalltocken von unterm Ventildeckel. Ich denk, scheiße, jetzt hat sich irgendwas bei den Ventilen verabschiedet, fahr runter, LuFi-Kasten runter alles stinkt nach Benzin...
Ventildeckel ab und siehe da:
(Noch) nix gebrochen aber an Zylinder 3 und 4 sind zwei und ein Kipphebel locker. Der untere an Zylinder vier hatte ca. 1 cm Spiel nach oben und unten und ließ sich schon links und rechts zur Seite drehen.Normalerweise sollten die Kipphebel mit Stopschraube fest sein, aber nix mit Stop.
Fazit: 5W40 vollsynthetisch bürstet schön durch den ZK und auf einmal gehen meine Kipphebelschrauben auf Reise.
Alles behelfsmäßig festgezogen, morgen gibt's ein Satz neue Schrauben. Wo wir schon dabei sind:
Kann jemand von euch mal nachschauen mit wie die Dinger festgezogen werden müssen, weiß nicht ob die leichtes Spiel haben müssen oder so. Bräuchte auch noch das Drehmoment für die Ventildeckelschrauben...
Danke
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von 300er_Diesel
Oh mein Gott was fürn Hasengespräch! Am Stammtisch immer schon Pils trinken,ist nicht so dünnflüssig wie Wodka und knallt auch nicht so rein!Zitat:
Du hättest lieber voher eine Spülug machen sollen. So muss jetzt das 5W40 den ganzen Dreck, in die Schwebe halten.
Dass einiges locker ist, liegt nicht am 5W40, sondern da hat dieses 15W40 über die ganzen Jahre Arbeit geleistet.
Dass 5W40 hat dass jetzt nur bemerkbar gemacht, was auch richtig ist, liegt daran dass 5W40 bei höheren Temperaturen
um einiges zähflüssiger(kinetische Viskosität) ist. Dass 15W40 ist dagegen dünn wie Wasser.
61 Antworten
...der Kipphebel-Gewindebolzen am Auslassventil Zylinder 1 ist aus dem Kopf gerissen worden!
Ursache:
Man hatte schon bei der erstmaligen Abnahme der Mutter gesehen, dass diese weiter reingedreht war als an den anderen Kipphebeln.
Der Gewindebolzen hatte also durch zu starkes Nachziehen der Mutter schon vorher teilweise Material aus dem spröden Grauguss gebrochen,
deswegen war dieser Kipphebel auch die ganze Zeit leicht wackelig.
Wenn man dann nach Wiedereinsetzen des Kipphebels (nach 12 Stunden Arbeit...) den Fehler macht nicht lange genug zu warten bis der große Druck im Hydrostössel sich abgebaut hat bevor man den Motor startet... reisst man sich den Gewindebolzen raus!
Zur Reparatur:
Gleich vorneweg. Den Kopf werde ich wegen sowas bei dem Auto nicht mehr runterbauen. Besonders wenn ich mir die verosteten Stehbolzen und Muttern am Auspuffkrümmer, Zeit und Mitteleinsatz anschaue.
Meine Idee wär erstmal, einen mit Stahlhülse verstärkten passenden Schlauchaufsatz für meinen Staubsauger zu basteln und so unter der ausgerissenen Bohrung zu platzieren und fixieren, dass runterfallende Späne gleich weggesaugt werden. Als nächste dachte ich daran das Loch 3 Nummern größer auszubohren und ein Gewinde zu schneiden. Dann eine Adaptergewindehülse aus Stahl aussen mit hochtemperaturbeständigem Metallkleber zu bestreichen, einzudrehen und aushärten zu lassen. Bolzen, Kipphebel und Mutter drauf dann beten, dass es hält...
Irgendwelche konstruktiven Vorschläge?
alle mir bekannten Metellkleber (Harz) werden bei erwärmung weich--
Meinst mit Stahleinsatz "HELICOIL-gewindereparatur-einsatz"-ist für Kerzengewinderep. erfunden--
Ich meinte nichts konkretes, aber dem Hinweis gehe ich mal nach.
Alternative oder sogar zusätzlich wäre es viell. möglich, eine vor- oder selbstgefertigte Passhülse oben mit Schweißpunkt(en) zu fixieren.
Weiß halt nicht ob es überhaupt geht, diesen Grauguß mit Stahl zu verschweißen denn aus Stahl müsst die Hülse halt schon sein.
Ich habe zu diesem Problem inzwischen auch einem Motorinstandsetzer die Bilder geschickt und hoffe der kann mir sagen ob ein derart repariertes Gewinde dann auch die Kräfte an der Kipphebelachse aufnehmen kann.
Eine Scheiße ist das, echt...
such unter: Google Bilder: HELICOIL GEWINDEREPARATUR
Hat fast jede werkstatt- Leihweise das werkzeug +
1bis2- Gewindeeinsätze passend zu deinem Bolzen----
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Ach, du hattest ja sogar ein Bild angehängt, seh ich grad.
Ja, sowas hab ich schon gesehen, diese Dinger sind wie Federn und quetschen sich dann beim Eindrehen in die Windungen.
Was man bei mir auf den Fotos leider nicht so gut sehen kann ist, dass
der Bolzen sämtliche Windungen in der Bohrung rausgerissen hat, die Innenseite also praktisch glatt ist. Um eine stabile Passhülse mit Wandstärke so um 3mm werd ich bei den Kräften da ich whs. nicht rumkommen. Idee wäre, aus einem Bolzen einen kleinen Stahlzylinder in der richtigen Länge zu sägen und innen auszubohren. Dann einen alten Gewindebolzen einspannen, das Ding draufdrehen zum Schluss das äussere Gewinde schneiden.
Hab das X-mal bei ausgerissenen Kerzengewinde im Alukopf gemacht
funzt zu 99%--Mußt nur Flanken für Spirale nachschneiden----
Warum schneidest du nicht einfach das nächst möglich größere Gewinde rein und bastelst dir nen passenden Bolzen da wieder rein ?
Nebenbei noch bemerkt , nur bei "Schlampen" sieht ein Motor innen so dreckig aus , mit einem gescheiten Öl und alle 10tkm Ölwechsel ist sowas ausgeschlossen , egal welcher Motor !
Die Frage wär dann nur, obs diese Dinger auch in der Größe für mein Gewinde gibt. Ein anderes Problem ist natürlich, dass der Motor zwar nur kurz und bei geringer Belastung mit abgeropptem Kipphebel gelaufen ist und das Auslassventil ja dann auf jeden Fall zu war. Nur, das laute metallische Schlagen klang ziemlich übel und ich will gar nicht wissen was passiert wenn Gemisch einige Male entzündet aber nirgendwo was rauskonnte...
Die Gewindegröße ergibt sich aus dem vorhandenen Kernloch , könnte M12 möglich sein , muß man messen !
Bolzen könnte man sich aus einer längeren Schraube selber basteln , oder wirklich mal mit einem Gewindeeinsatz probieren !
@ OHC tuner:
Richtig. Das mit dem Öl seh ich ganz genauso. temperatur und Motoraufbau spielen da zwar auch mit rein, aber dass Öl keine Rolle spielt ist geistiger Dünnschiss hoch zehn.
Zum Bolzen:
Die Idee hatte ich zuerst auch, Problem ist nur, dass das ein Spezialbolzen ist, der wenn überhaupt nur äusserst schwierig so zu kriegen sein dürfte. Selber anfertigen ist die Passhülse leichter.
Mal sehen vielleicht krieg ich ja auch ein passendes Rettungskit a la Kurti...
dann bekommst einen Shlag auf das Pleuel + Lager + kurbelwelle + lager + Kolbenbolzen + kolben+Kopfschrauben++++++?
Einsätze gibts für ALLE Gewinde Withworth/metrisch---und Größen und Steigungen--
Einen?
Das waren ein paar mehr 😁
Mann, bin ich scharf drauf den Scheiss zu reparieren nur um dann festzustellen, dass mein Motor im A*** ist.
Nu mess mal den Innendurchmesser von dem Loch , bei 10mm kannste da locker ein M12er reinschneiden , am besten mit nem Schnellschneider , aber ein gescheiter und gerade !
Zitat:
Original geschrieben von OHCTUNER
Nu mess mal den Innendurchmesser von dem Loch , bei 10mm kannste da locker ein M12er reinschneiden , am besten mit nem Schnellschneider , aber ein gescheiter und gerade !
Mit Helicoil brauchst nur das Flankenmaß aufschneiden= halbe übergröße--hast nähmlich nicht viel Material rundherum----dann reißt nach außen auf---
Jepp, sind 10mm.
100 Meter weiter is ne Werkstatt. Vielleicht drücken die Jungs einen passendes teil für was in der Kaffeekasse ab.
Muss mir jetzt nur noch was basteln für meinen Sauger. Hat super geklappt beim Saubermachen gestern, muss jetzt allerdings ein U-Röhrchen sein, sonst komm ich nicht unter die Bohrung drunter.
Das Loch ist voller Späne...