Neuer Mazda 6

Mazda

Ihr, habt so ein hübsches neues Auto. .... und ich lese hier fast nichts. Warum?
Die Limo ist wirklich sehr schön.

Beste Antwort im Thema

Am vergangenen Sonntag hatte ich die Möglichkeit den neuen 6er Probe
zu fahren und konnte das Auto bis heute gegen 10 Uhr behalten, was
mir die Gelegenheit gab, mich über 450 km intensiv mit dem Auto aus-
einander zu setzen.

Fahrzeug:
Mazda 6
175 PS Diesel mit Automatik
Limousine
Rot
Sportsline mit MRCC und Navi
Stoffausstattung
Winterbereifung (225/55 R17)

Hier nun meine Eindrücke:
(das alles ist natürlich nur mein persönliches rein subjektives Empfinden)

Motor/Getriebe:
Gleich am Anfang die erste große Überraschung. Ich hatte einige Wochen zuvor
schon mal den CX-5 mit der gleichen Motor/Getriebekombination gefahren und
war nicht unbedingt begeistert, da mir die Automatik etwas zu lethargisch und
der immerhin 175 PS starke Motor etwas an Biss vermissen hat lassen. Im neuen
6er nun ein komplett anderes Bild. Der Motor schiebt ordentlich an und die
Automatik macht einen extrem guten Job - so gut, dass ich sogar meinem geliebten
DSG (aktuell im Skoda Superb) keine Träne hinterher weine. Weiche, kaum merkliche
Schaltvorgänge und im Vergleich zum DSG sehr direkt, wenn man Leistung abruft.
Auch das manuelle Schalten über die Wippen klappt sehr gut (die manuelle Gasse
habe ich nicht ausprobiert, da ich das für überflüssig halte). Der Motor ist für
einen Diesel sehr drehfreudig und zumindest im unteren Drehzahlbereich erfreulich
leise. Bei höheren Drehzahlen, also beim kräftigen Beschleunigen erhebt er dann
seine Stimme, was aber sogar ganz gut zum Beschleunigungsempfinden passt.
Insgesamt nach meinem Empfinden eine sehr schöne, sehr gut funktionierenede
Motor/Getriebe Kombination.

Fahrwerk:
Relativ straff, aber noch komfortabel. Kleine Unebenheiten werden gut gefiltert
(wird wohl mit den 19" Rädern dann anders werden). Bei gröberen Unebenheiten kommt
dann etwas Unruhe hinein, was mich persönlich nun aber überhaupt nicht stört. Da
ich aktuell ein Sportfahrwerk verbaut habe, würde ich mir einen Tick mehr Stabilität
in den Kurven und bei Geschwindigkeiten im Bereich 200+ wünschen. Die Lenkung ist
sehr direkt und präzise, allerdings für meinen Geschmack einen Tick zu leichtgängig.
Insgesamt fühlt sich das Auto sehr handlich an.

Geräuschentwicklung:
Abrollgeräusch der 17" Winterräder ist sehr gut. Kein Vergleich zu meinem recht
lauten Superb. Bis 140 km/h ist das Geräuschniveau meiner Ansicht nach sehr gut
und erst im höheren Geschwindigkeitsbereich nehmen die Windgeräusche dann deutlich
zu. Alles aber in einem für diese Klasse völlig üblichen Rahmen.

Verbrauch:
Auch hier eine Überraschung! Ich habe hierzu ein paar "Testfahrten" vorgenommen.
Allerdings konnte ich den Verbrauch natürlich nur über die Anzeige des Bordcomputers
"ermitteln".

Standverkehr:
Bei warmen Motor die Verbrauchsanzeige zurück gesetzt und dann ca. 30 min in der
Innenstadt herum gefahren. Viele Ampeln, häufige Stopps (bei natürlich aktivierter
Start-Stopp-Automatik) Am Ende der "Testfahrt" hatte ich einen Durchschnittsverbrauch
von 5,9l/100 km

Überland:
Hierzu fahre ich immer die Strecke von meinem Wohnort zur Arbeitsstätte, da ich diese
in und auswendig kenne. Es sind 22 km reine Überlandstrecke mit 4 Ortsdurchfahren und
nur sehr leichten Steigungen und Gefällen. Diese Strecke bin ich sehr entspannt
gefahren ohne mich jedoch nun besonders angestrengt zu haben. Autoradio, Sitzheizung
etc. waren an. Also die ganz normale Fahrt zur Arbeit. Der Fahrtbeginn bei kaltem
Motor (Außentempereatur heute morgen ca. 3 Grad). Hatte am Ziel dann einen
Durchschnittsverbrauch von 5,1l/100 km.

Autobahn/Schnelle Überlandfahrt:
Hier habe ich ca. 20 km schnelle Autobahnfahrt (200 km/h +) und schnelle Überlandfahrt
(bis ca. 120 km/h) abgefahren. Motor war zu Begin annhähernd warm. Am Ende der
Teststrecke hatte ich einen Verbrauch von 8,0l/100km angezeigt.

Insgesamt bin ich äußerst positiv überrascht, was den Verbrauch angeht...zumindest,
wenn der Bordcomputer halbwegs die Wahrheit anzeigt! Mein aktueller Superb Combi
mit 170 PS Diesel liegt hier (ebenfalls laut Bordcomputer) min. 1 Liter im Schnitt
darüber.

Assistenten:
Fernlichtassistent:
Eher ein "dunkles" Kapitel. Funktioniert meistens korrekt, aber es sind für mein
Empfinden zu viele Situationen, wo eben "Fehler" passieren. Beispiele: Blendet nach
dem passieren des Gegenverkehrs nicht mehr auf, Blendet nicht ab, obwohl ein LKW vor
einem fährt, hat generell Probleme in Kurven (blendet dann auf und gleich wieder ab,
wenn ein Auto vorausfährt). Insgesamt funktioniert mir das zu unzuverläsig, weswegen
ich das wahrscheinlich abschalten würde.

MRCC:
Geniale Sache. Tempomat 3.0! Man stellt die Geschwindigkeit ein, gibt das
Abstandsniveau vor (alles ganz easy zu bendienen) und dann muss man nur noch lenken!
Super entspannt auf der Autobahn und auch ein Plus an Sicherheit, da kleine
Unaufmerksamkeiten so "abgefangen" werden. Gerade auf langen Strecken ein deutliches
Komfort-Plus. Allerdings: Mit EUR 1300.- auch ziemlich teuer!

i-stop:
Sehr gut funktionierende Start-Stopp Automatik. Bei der Version mit dem Automatik
Getriebe geht der Motor immer dann aus, wenn man etwas fester auf das Bremspedal
drückt, was sich nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr gut handhaben lässt und man kann
so bei jedem Stopp aktiv entscheiden, ob man den Motor nun abstellen möchte oder nicht.
Als störend habe ich die Funktion empfunden, dass der Motor wieder angeht, wenn man das
Lenkrad bewegt.

i-ELOOP:
Kann ich nicht viel dazu sagen. Laut Anzeige funktioniert es, was es nun bringt, dass
bleibt allerdings im Verborgenen

Spurhalteassistent:
War zwar aktiv, hat aber nie "eingegriffen". Habe ich aber auch nicht aktiv ausprobiert.
Man kann hier verschiedene "Empfindlichkeiten" einstellen. Lege ich nicht so wert darauf,
weswegen ich das etwas stiefmütterlich behandelt habe

"Totwinkel Warner":
Funktioniert sehr gut und extrem zuverlässig. Ist eine sinnvolle Sache, die zwar meiner
Ansicht nach den Seitenblick nicht ersetzt, aber einfach eine zusätzliche Absicherung ist.
Man wird aktiv auf ein Fahrzeug im toten Winkel aufmerksam gemacht. Umsetzung mit dem
Symbol im Außenspiele ebenfalls sehr gut und relativ dezent gelöst.

Parksensoren/Rückfahrkamera:
Funktionieren gut und wie gewohnt. Rückfahrkamera macht ein gutes Bild. Da
ich noch keine Erfahrung damit habe, schaue ich aktuell aber noch lieber in die Spiegel.

Innenraum:
Der Innenraum ist sehr gut verarbeitet. Schöne Materialien, gute Haptik, schönes Design.
Man fühlt sich wohl. Die Stoffausstattung fällt allerdings im Vergleich zur
Lederausstattung extrem ab. Der Stoff fühlt sich sehr Syhnthetisch an und es sehr glatt.
Sieht meiner Ansicht nach weder gut aus, noch fühlt sich das gut an, noch wirkt das
besonders robust oder Pflegeleicht. Das können andere Hersteller besser! Zumal mit der
Lederausstattung auch die elektrische Sitzverstellung kommt, welche die Möglichkeit zur
Neigung der Sitzfläche und die Lordosenstütze mitbringt. Mir etwas unverständlich, wieso
man das bei der Stoffausstattung nicht auch einstellen kann. Die Sitze selbst sind sehr
bequem, die Sitzhaltung ist für meine Statur optimal. Im Fond ist ausreichend Platz,
wenn auch nicht mal im Ansatz ein Vergleich zum Platzangebot meines Superbs. Wenn ich
mich vorne sehrbequem rein setzte (1,84 m mit relativ langen Beinen), dann kann ich
mich in dieser Position desVordersitzes ebenfalls bequem hinten rein setzen - für meine
Begriffe als absolut ausreichendes Platzangebot. Wirklich erfreulich im Vergleich zum
CX-5 ist die gut gepolsterte und verstellbare Mittelarmlehne.

Allerdings gibt es im Innenraum auch Kritik, da manche Sachen für meine Begriffe
irgendwie nicht zu Ende gedacht wurden bzw. (vor allem bezogen auf die Fahrzeugklasse)
einfach fehlen.

Ablagen:
Wirklich erbärmlich! Keine Ablagen in der Tür (hab ich noch nie gesehen!!!) Da passt
eine 1L Flasche rein und das war es dann auch schon! Kein Fach unter dem Lenkrad, kein
Fach vor dem Wählhebel. Bleibt also nur das relativ kleine Handschufach und das Fach
unter der Mittelarmlehne. Das geht meiner Ansicht nach mit wenig Aufwand deutlich
besser!

Instrumente:
Keine Kühlwassertemperaturanzeige. Nur eine poplige Leuchte, die nach ca. 2 km aus
geht. Das kenne sich so nur von Kleinwagen und ist bei einem Fahrzeug der Mittelklasse
sehr ungewöhnlich. Bordcomputer etwas "inkonsistent". Tageskilometerzähler ist
"entkoppelt" und der Fernlichtassistent wird über das Multimediasystem aktivert/
deaktiviert.

Kleinigkeiten:
Keine "Ambiente Beleuchtung". Dachte immer das ist in dieser Klasse mittlerweile
Standard. Keine Beleuchtung der Lüftungsdüsen. Die Stellräder sind unbeleuchtet und
im Dunkeln nur zu ertasten, was aufgrund der Größe gar nicht mal so leicht ist.
Fensterheber Fahrerseite: Nur der Heber für die Fahrerseite ist beleuchtet...wer
kommt auf sowas?

Kofferraum/Motorraum:
Meiner Ansicht nach ein trauriges Kapitel. Keine Feder, die den Kofferaumdeckel nach
dem Entriegeln nach oben ziegt. Super simpel und günstig umzusetzen und meiner Ansicht
nach ebenfalls eigentlich Standard in dieser Klasse. Der Öffner ist kaum zu finden, da
viel zu klein und unscheinbar angebracht. Besser also mit dem Schlüssel entriegeln. Im
Kofferraum keinerlei Haken, Ösen etc. Ladegut kann also gar nicht gesichert werden.
Die Seitenablagen sind extrem billig, genauso wie die Scharniere des Deckels und die
Entriegelung der Rücksitzbank. Hier darf man nicht so genau hinsehen. Rückbank zudem
ohne Durchlademöglichkeit in der Mitte.

Motorhaube ohne Gasdruckdämpfer. Auch hier fühlt man sich wieder an einen Kleinwagen
erinnert! Nicht schlimm, aber für ein Auto der 40k Klasse etwas unwürdig.

Multimedia System/Navi/Telefon:
Hier habe ich meine Meinung etwas revidiert.
Display ist mit 5,8" relativ klein und die Auflösung ist ebenfalls relativ grob.
Allerdings gewöhnt man sich recht schnell daran und die Bedienung klappt nach kurzer
Eingewöhnung sehr gut! Vor allem der Multicommander ist eine große Hilfe, da man viele
Funktionen sehr schnell und präzise erreichen kann. Klappt besser, als über den
Touchscreen, der aber teilweise auch noch seine Berechtigung hat (zum Beispiel beim
Navi bei der Adresseingabe). Der Klang des Bose Soundsystems ist zumindest mit der
"Centerpoint" Einstellung sehr ordentlich auch wenn hier Einstellmöglichkeiten
(nur Bass/Höhen/Balance/Fader) vermisse. Anbindung des iPhone 5 über Bluetooth klappt
einwandfrei. Bedienung sehr gut und die Sprachsteuerung ebenfalls. Über ein USB-Kabel
wird das iPhone dann als iPod erkannt und man kann sehr komfortabel auf die
gespeicherte Musik zugreifen - zusätzlich wird das iPhone hier noch geladen. Navi
arbeitet zuverlässig auf TomTom Niveau und ist mit 500 Euro natürlich preislich sehr
attraktiv. Den Radioempfang empfinde ich nicht so berauschend - hier gibt es bessere
Empfänger und DAB/DAB+ ist nicht vorhanden.

Mein Fazit:
Der neue Mazda 6 ist vom Design her wirklich absolut gelungen! Hier gibt es meiner
Ansicht nach aktuell kein anderes Auto, dass eine auch nur annährend schöne und
kraftvolle Form bieten kann. Auch die Innenraumgestaltung ist gelungen und glänzt
mit wertigen Materialien und guter Verarbeitung. Der 175 PS Diesel ist drehfreudig,
kraftvoll, leise und sparsam - perfekt, vorallem in Verbindung mit der sehr
guten Wandlerautomatik. Fahrwerk ist sportlich, aber noch komfortabel und das
Platzangebot großzügig. Eindeutige Schwächen sind in vielen Details zu finden.
UNverständlich, warum Mazda in dieser Klasse normal übliche Optionen wie
Standheizung/großes Multimediasystem nicht anbietet und die sowieso sehr wenigen
Ausstattungslinien und Optionen so stark reglementiert.

Für mich ist nach der Probefahrt die Entscheidung gefallen und wenn mein Chef
mitspielt, dann wird der neue 6er mein nächstes Fahrzeug.

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Die Januar Zahlen sind nicht ganz so gelungen.

418 Neuzulassungen = 1,5 % Segment Anteil = - 19 % zum VJ

Zitat:

@bobbymotsch schrieb am 28. Februar 2016 um 19:54:14 Uhr:


Die Januar Zahlen sind nicht ganz so gelungen.

418 Neuzulassungen = 1,5 % Segment Anteil = - 19 % zum VJ

Aber was hat das zu bedeuten😕😕😕

Zitat:

@bobbymotsch schrieb am 28. Februar 2016 um 19:54:14 Uhr:


Die Januar Zahlen sind nicht ganz so gelungen.

418 Neuzulassungen = 1,5 % Segment Anteil = - 19 % zum VJ

Was heißt schon "nicht ganz so gelungen"? Mehr (als ein paar hundert Stück pro Monat) ist für einen Importeur in der Mittelklasse nicht zu holen. Der Mazda 6 ist und war nach dem Skoda Superb, das beliebteste Import-Mittelklassefahrzeug in Deutschland. Teilweise weit vor den etablierten Konkurrenten, die noch nicht mal ansatzweise an ca. 400 Stück monatlich kommen. Daran hat sich nichts geändert, verschlechtert hat er sich nicht. Der 6er verkauft sich also in seinem Import-Segment "gut". 😉

Die klassische Mittelklasse ist bei uns schon lange "tot"... die findet zu 90% fast nur noch im Dienst- und Geschäftswagenbereich statt. Und dieser wiederum befindet sich seit Urzeiten in der festen Hand von Audi, BMW, MB und VW.
Marken wie Mazda dagegen haben ihre Kunden vor allem überwiegend im Privatkundenbereich. Und die Privatkunden in Deutschland kaufen entweder Klein- und Kompaktwagen oder Kompakt-SUV`s. 😉

Zitat:

@Vegeta 69 schrieb am 29. Februar 2016 um 12:16:01 Uhr:



Zitat:

@bobbymotsch schrieb am 28. Februar 2016 um 19:54:14 Uhr:


Die Januar Zahlen sind nicht ganz so gelungen.

418 Neuzulassungen = 1,5 % Segment Anteil = - 19 % zum VJ

Aber was hat das zu bedeuten😕😕😕

Im Grunde kann es bedeuten (kann, nicht muß), dass die hochgerechtet 5000 Fahrzeuge pro Jahr dieses Modells nicht mehr lukrativ für Mazda sind. Dann muß man damit rechnen, dass Mazda irgendwann die Mittelklasse, also den 6'er aus dem Programm streicht. Das wäre nicht der erste Importeur, der das macht.

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Was schade wäre... Der Mazda 6 ist ein Klasse-Auto mit einer super Verarbeitung. Dazu stimmt der Preis. Ich würde den Mazda 6 immer wieder kaufen.

Hier mal die Zahlen des Mazda 6 Neuzulassungen in D, in Klammern den Segmentanteil.

2010 - 8.991 (2,2 %)
2011 - 7.984 (1,7 %)
2012 - 6.104 (1,4 %)
2013 - 8.884 (2,4 %)
2014 - 7.431 (2,0 %)
2015 - 6.395 (1,5%)

Vom Mazda 6 war damals mit dem GJ eine Steigerung auf 11.000 in D geplant. Dies ist halt so nicht eingetreten. Auch der Facelift hat keinen Anstieg gebracht, in den Zahlen hierzulande. Die Argumentation mit der Dominanz einiger Hersteller bei Dienstwagen stimmt natürlich. Nützt aber auch am Ende nix. Klar, sind die Zahlen im Vergleich zu einem Renault Laguna / Talisman (bsp) phantastisch, aber interessiert doch nicht.

Honda, Nissan, etc. waren hierzulande ja auch in dem Segment präsent. Nicht abwegig, was Gotsche schreibt. Muss es einen Kombi geben, wenn den weltweit eh nur die deutschen kaufen? .... und die dann am liebsten doch eher einen Passat. Und wo die Zahlen in D ohne Kombi lägen, brauche ich nicht zu sagen.

Für den Privatfahrer ist der Mazda sicher ein Auto mit einem guten P/L Verhältnis. Für den Hersteller ist ein sinkender Segmentanteil aber nicht so erfreulich. Erst recht wenn das Segment selbst noch sinkt und bestimmte Besonderheiten aufweist. Viel falsch gemacht, hat Mazda m.E. nicht. Einiges sogar richtig gut.

... es gibt Ihn ja auch (noch). Kann ja jeder gerne zuschlagen.

Das Problem für Mazda und viele andere ausländische Hersteller ist die überwältigende Marktpositio des VAG Konzerns und dessen immer noch hohen Images. Gerade in Deutschland wird stark nach Image gekauft, auch auf dem Privatwagensektor. Trotz besser Verarbeitung, weniger Mängel, längere Garantie und günstigere Gesamtkosten wird immer noch VW und Co gekauft, was logisch von Kostenseite nicht nachzuvollziehen ist.
Natürlich hat ein Passat Kombi mehr Platz, aber auch weitaus mehr Mängel und unverschämte Händler die alles abblocken. Aber offensichtlich ist das den Leuten egal, wenn sie wie hier oft nach der 2. Wandlung wieder einen VW nehmen...

rzz

Zitat:

@rockyzoomzoom schrieb am 5. März 2016 um 17:23:57 Uhr:


Trotz besser Verarbeitung, weniger Mängel, längere Garantie und günstigere Gesamtkosten wird immer noch VW und Co gekauft

Sicher, dass das alles so zutrifft? Unternehmen müssen auf die laufenden Kosten schauen. Wenn ein teureres Fahrzeug auch einen höheren Wiederverkauf hat, relativiert sich der Listenpreisunterschied ein wenig. Dass die Verarbeitung besser als bei deutschen Fahrzeugen ist, würde ich gerne mal anhand von Beispielen gezeigt bekommen. Das hängt dann wohl auch von der Definition ab. Ich sag ja nicht, dass sie bei Mazda schlecht ist. Aber die Modelle, die ich kenne, sind bei vergleichbaren Jahrgängen nicht besser als ein Audi.

Mazda gibt auf den 6 aktuell bis zu 8 Jahre/150.000km Garantie. Audi gibt auf den A6 bis zu 5 Jahre/150.000km. Bei meinen Fahrleistungen im Jahr sind für mich beide Garantien zeitlich gleich lang nutzbar. In der Versicherung ist der Mazda6 höher(!) eingestuft, als ein A6. Einen Sechszylinder-Motor gibt es im Mazda 6 nicht.

Warum ich M6 und A6 vergleiche? Ich stand vor der Wahl. Ein A4 ist mir zu klein. Der M6 ist ein schönes Auto. Zum Preis des dreijährigen A6 hätte ich einen einjährigen M6 bekommen. Aber: siehe weiter oben.

@Toshy:
Das Mazda in der Verarbeitung besser als VW / Audi ist ist ein Ergebnis unserer Beobachtungen bei unserem Mazda und unseren ex Audis und den Erfahrungen im Familien / Bekannten und Freundeskreis. Alle berichten einstimmig über deutlich weniger Mängelrügen bei ihren Mazdas im Vergleich zu VW / Audi.
Hierzu gibt es ja auch einschlägig bekannte Qualitätsumfragen wo Mazda, zusammen mit Toyota und MB, immer unter den ersten 3 Pläten ist, was sich genau mit unseren Erfahrungen und denjenigen userer Freunde und Bekannten decken. VW / Audi kommt da weiter hinten. Insofern muß über Fakten nicht diskutiert werden.

rzz

@im übrigen müssen auch die Kosten, die für die vielfachen Werkstattbesuche bei VW / Audi notwendig sind, mit berücksichtigt werden: Zeitaufwand, Urlaub oder Frei nehmen, hinfahren, mit den Werkstasttleuten rumärgern etc....
rzz

Ich sag ja... Definition. Die "Verarbeitung" ist für mich nicht die Anzahl Werkstattbesuche! Zur Verarbeitung könnte man zählen: Entgratung der Gussteile, Nahtbeschaffenheit, Oberflächenbeschaffenheit, ... . Ein grandios verarbeiteter Autositz kann trotzdem Müll sein, wenn er zu Rückenschmerzen führt oder zu klein ist: Verarbeitung super, Ergonomie für die Tonne.

Im JD Power Report 2015 (um Mal eine dieser "einschlägigen" Umfragen zu nennen, die Du bisher immer noch nicht nennen willst), liegt Skoda übrigens vor Toyota. Ein VW Tiguan liegt vor dem Mazda CX-5. In der Gruppe der Kleinstwagen liegt der VW Up vorne, bei den Mittelklasseautos der Skoda Superb. Die Kompakt-SUV werden vom BMW X1 angeführt.

Solche Umfragen sind aber immer auch subjektiv. Der Käufer eines M6 wird andere Erwartungen haben als der Käufer eines Audi A8 oder Porsche. Setz Dich mal in einen Mazda 6 GJ Facelift und spiele mit dem Bordcomputer/Multimediasystem. Dann mach das Gleiche Mal in einem aktuellen BMW.Schau Dir Mal die EPB-Taste eines Toyota Avensis an - und dann die EPB-Taste in einem Audi. Das ist für mich Verarbeitung.

Im Übrigen hatte ich mit dem M6 nicht weniger unplanmäßige Werkstattaufenthalte als mit dem A6 bisher. Allerdings musste der M6 öfter zur Inspektion. Was bringt es mir, wenn die Inspektion 100€ günstiger ist, ich aber mit dem Audi auf 100.000km drei Mal und mit dem M6 fünf Mal zum Service muss? Und im Familienkreis: Die teuerste Reparatur an einem Fahrzeug hatte mein Vati bisher an seinem M6 -> Getriebeschaden. Sein Audi hatte Mal einen kaputten LMM und sein Skoda einen kaputten Riemenspanner. Beides sind Peanuts gegen das Getriebe.

Versteh mich nicht falsch, ich mag Mazda, Honda, Nissan und Toyota und ich will sie nicht schlecht machen. Aber ich träume mir die Fahrzeuge nicht besser als sie sind. 🙂

Ein paar dumme Rechnereien: Wenn bei 200.000 verkauften Golf 10.000 Fahrer sich beschweren, wie schlecht die Kiste ist, sind das mehr Beschwerden als M6 überhaupt verkauft wurden. Damit sind alle Golf Schrott? Da sind dann 400 Probleme bei 8.000 verkauften M6 quasi eine Fehlerquote von 0? Rechne es Mal aus... 400/8.000 = 5% 10.000/200.000 = 5%. Wie hoch sind die Chancen, dass sich von den 10.000 VW-Opfern auch nur 100 in Motortalk finden? Und was meinst Du, wieviele der M6-geplagten finden den Weg zu Motortalk?
Wenn VW einen Rückruf machen muss, sind bei den Verkaufszahlen schnell 100.000 Autos betroffen oder mehr. Mazda braucht 2 Jahre, um überhaupt 100.000 KFZ in Deutschland zu verkaufen. 😉

Noch eins zur Wortwahl: wir sind hier in einem Forum. Hier wird DISKUTIERT!

@Toshy - liegt wohl am Begriff "Fakten", der eben sehr häufig schlicht mit der eigenen Wahrnehmung verwechselt wird. Dies hat dann wiederum was mit Statistik zu tun, wenn man aus einer extrem kleinen Stichprobe versucht "Fakten" abzuleiten.

Im übrigen könnte man durchaus, als schlüssige Grundthese annehmen, dass jeder Käufer für sich die beste Wahl trifft. Kurz gesagt, der Markt (=Käufer) ist schlau. Wohlgemerkt jeder. Das beste Auto ist dann das "meistverkaufte", weil der Markt ja schlau ist.

Es gibt dem gegenüber die Anhänger der "Fliegentheorie": Alle Fliegen essen Sch....., daher muss Sch.... toll sein. Da dies nicht der Fall ist, .... . Dieser Ansatz beruht darauf, dass der Markt aus Fliegen besteht. Kurz gesagt der Markt ist dumm. Maximal die eigene Einschätzung ist schlau. Ansonsten sind es halt alles "Fliegen".

Bin Gestern den neuen M6 2.2 D AWD 175 PS gefahren,muss sagen er hat ne gute Beschleunigung, die Bremsen sind auch scharf, die uebersicht war akzeptabel, Sitze Bequem,vielleicht ein bissel wenig oberschenkelauflage, ist beim CX 5 besser.Insgesamt hat er ueberzeugt.Nur das er trotz Optimum Ausstattung keine elektr.Heckklappe hatte kam mir komisch vor,gibt es das ueberhaupt bei M6
Das M6 kommt bei mir jetzt in die engere Auswahl,

Zitat:

@Andre311 schrieb am 6. März 2016 um 18:51:44 Uhr:


Nur das er trotz Optimum Ausstattung keine elektr.Heckklappe hatte kam mir komisch vor,gibt es das ueberhaupt bei M6

Nein, gibt es nicht.

Ja, das mit der Heckklpaae wäre noch das Tüpfelchen auf dem i. Insgesamt finde ich ist der M6 sehr gelungen. Wir haben Audi und Mazda, wenns um den Kombi geht würde ich jederzeit wieder zum Mazda greifen. Man bekommt sehr viel für sein Geld von Mazda. Wenn man dieselbe Ausstattung bei einem VAG-Wagen reinrechnet so sind das Welten. Klar, Audi ist noch etwas schöner verarbeitet (zumindest die S und RS Versionen), aber das bezahlt man dann eben auch. Fazit: der M6 ist als Alltagsauto/Vernunftsauto eine sehr gute Wahl

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